Overwatch-Profis streiken im Turnier, weil Blizzard mittendrin die Regeln ändert

Overwatch-Profis streiken im Turnier, weil Blizzard mittendrin die Regeln ändert

Blizzard hat sich in einem Overwatch-Turnier einen dicken Patzer erlaubt. Die Spieler streikten daraufhin – und wurden mit Disqualifikation bedroht.

Die Geschichte rund um den eSport von Overwatch kann man wohl allgemein als recht schwierig beschreiben. Neben zahlreichen Fehlern in der Planung, kam es jetzt zu einem dicken Patzer während der Overwatch Contenders EU.

Bei dem „Overwatch Contenders EU“-Turnier kam zu es zum Spiel zwischen dem Team 01 Esports und Munich Esports. Nachdem Munich Esport mit 3:0 deutlich in Führung ging, begann die vierte Runde. 01 Esports konnte leicht aufholen, entschied das 4. und 5. Match für sich, dass es 3:2 stand. Es wurde gerade Match 6 ausgetragen, als Blizzard einen Fehler begang.

Blizzard ändert Regeln mittendrin: Es geschah das, was alle Spieler und Fans verwunderte. Mit einem Endstand von 3:2 wurde das Match beendet und Munich eSports als Sieger erklärt – obwohl gerade die 6. Runde anlief. Sehr zur Verwunderung der Spieler, denn bis zu diesem Zeitpunkt gingen alle davon aus, dass es sich um ein „Best of 7“ (FT4) gehandelt habe, also eine Seite mindestens 4 Siege erringen musste.

Zwar stand in den Turnier-Regeln, dass es sich bei den Spielen um ein „Best of 5“ (FT 3) handeln würde, aber den Spielern wurde zuvor von den Admins mitgeteilt, dass man auf ein „Best of 7“ umgestiegen war.

Die Spieler hatten im Vorfeld extra um Klärung geboten und können anhand von Screenshots sogar belegen, dass ihnen von offizieller Seite mitgeteilt wurde, es handele sich nun um ein „Best of 7“.

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Spieler streiken, werden bedroht: Wenig verwunderlich, dass viele Spieler das als ziemlich schlecht für ein faires Turnier ansehen. Das Ergebnis war, dass andere Teams sich solidarisierten und ihre eigenen Spiele bestreikten. Das Team Ex Oblivione, die gegen 01 Esports als Verlierer antreten mussten, einigten sich mit ihren Kontrahenten darauf, das Match einfach nicht auszutragen. Sie tauchten zwar zu den Spielen auf, doch schon nach wenigen Sekunden wurde während des laufenden Spiels klar, dass man nur herumalberte – beide Teams gaben sich überhaupt keine Mühe.

Die Veranstalter versuchten daraufhin die Situation und vor allem die Übertragung zu retten und erklärten den Teams im Chat:

Wenn beide Teams sich dazu entscheiden, nicht zu spielen, dann müssen wir beide Teams disqualifizieren.

Können wir nun bestätigen, dass beide Teams bereit sind, anzufangen und nach ihrem besten Können spielen werden, um auf einen Ausgang des Spiels hinzuarbeiten?

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Die Spieler erklärten dazu nur: „Wir lehnen es ab zu spielen, wenn ihr nicht die kompetitive Integrität behebt“.

Das hatte man zuvor auch in einem Statement auf Twitter klargemacht. Man sehe die Integrität der ganzen Veranstaltung in Gefahr, wenn Kommunikation mit solchen falschen Informationen ablaufen.

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Blizzard rudert zurück, versucht es zu retten: Nachdem der Aufschrei zu groß wurde, gab es dann auch ein Statement von Blizzard, bei dem man versucht, die Situation noch irgendwie zu retten:

Nachdem wir die Umstände überprüft hatten, sind wir davon überzeugt, konsistent in der Kommunikation gegenüber den Teams zu sein, in dem wir sagten, dass es eine FT4-Serie [„Best of 7“] sein würde und dass das der fairste Weg ist.

Das Ergebnis ist nun, dass keines der Teams disqualifizirt wird und 01 Esports noch einmal gegen Munich Esports antreten wird, um auch noch die 6. Runde und eine womöglich 7. Runde auszutragen.

Blizzard leistete sich schon einige Fehler: Letztens erst präsentierte man ein Turnier-Setup, das an Lan-Partys aus 2008 erinnerte.

Quelle(n): dotesports.com, kotaku.com
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Stilgar

klingt eher danach das aus der Not heraus jemand den Posten aufs Auge gedrückt bekommen hat.

Problem erfolgreich abgeschoben…und nu sieh zu wie Du klar kommst

Deus

Manchmal frage ich mich ob Blizzards das Prinzip hinter PR noch versteht. Ihr PR-Manager muss doch mittlerweile einfach hingeschmissen haben oder Alkoholiker sein. Schön ist der Job auf alle Fälle nicht mehr.

Huehuehue

Aktuell haben sie den Job eines (weiteren) Global Communication Manager ausgeschrieben, bzw. hatten das zumindest Ende Juni/Anfang Juli. Eine der Bedingungen ist Erfahrung im Krisenmanagement und in Krisenkommunikation. 😱

Blizzard hat aber nicht nur einen PR-Manager, sondern einige. Chief Communications Officer von Activision Blizzard, also dem ganzen Laden, ist seit 2020 Helaine Klasky, die früher Mal Deputy Assistent des Vizefinanzminsters der Vereinigten Staaten und danach Chief Communications Officer der Yale University war. Ihr

Zuletzt bearbeitet vor 8 Tagen von Huehuehue
Coreleon

Naja die haben ja etliche gehabt und auch etliche gefeuert um Geld zu sparen.
Der Trick ist halt vor Ende des Fiskaljahres Leute zu feuern, dann sinken entsprechend die Personalkosten ab und der Reingewinn fällt höher aus was dann natürlich auch in einer höheren Ausschüttung an die Aktionäre endet.
Das ist aber halt eine Schein Rechnung um seine Zahlen zu frisieren, liegt man da unter der Gewinnerwartung kann man so noch eben einige % Punkte herbeizaubern.
Da steht dann sowas wie +1,5% im Vergleich zum Vorjahr aber tatsächlich sind es dann bloß ka +0.9% oder ggf. sogar ein Minus.

So nun hat man da so Geld herbei gezaubert aber Personal verloren und dann geht so2as schnell mal schief und das kostet mehr den Schaden zu beheben und man muss da ggf. neue Leute rekrutieren die auch noch teurer sind. Kurzsichtig

Bingolinchen

Find ich cool das die klare Kante gezeigt haben!💪

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