Die Alpha von Call of Duty: Vanguard ist gestartet und unser Experte für CoD – MeinMMO-Autor Maik Schneider – hat sich direkt in den Kampf geworfen. Er zeigt euch seinen ersten Eindruck und hat auch einige Meinungen von weiteren Experten gesammelt, um euch ein Bild von der Alpha zu zeichnen.
Was geht bei CoD? Langsam aber sicher rückt der Release des neuen Call of Duty: Vanguard näher und nun darf endlich die Öffentlichkeit Hand an das neue CoD anlegen, das am 05. November in die Läden kommt. Denn aktuell läuft eine Alpha für Spieler auf der PlayStation.
Auch ich drehte einige Runden im Gameplay von Vanguard und mein erster Eindruck war: „Ui, das fühlt sich aber bekannt an“. Um das ein wenig zu erläutern, zeige ich euch hier meine ersten Gedanken zum Alpha-Test und ein paar Probleme, die ausgewiesene YouTube-Experten beim neuen Vanguard sehen.
Champions Hill überzeugt – Doch ich sehe die Gegner wieder so schlecht
Was war gut? Ich startete direkt nach dem Ladebildschirm in ein Spiel und musste dann beim Runden-Start leicht gestresst noch die wichtigsten Steuerungs-Einstellungen vornehmen. Ohne vertikal-invertierte Steuerung geht bei mir mit dem Controller nichts. Das vergesse ich oft beim ersten Start eines Shooters und hier hörten die gewohnten Gefühle nicht auf.
Schon bei meinen ersten Bewegungen merkte ich, dass ich hier alles direkt gut unter Kontrolle habe – erst das Movement, dann das Gunplay. Vanguard nutzt eine aufpolierte Engine von CoD MW und demnach auch Warzone. Da ich das Battle Royale seit Release immer mal wieder für längere oder kürzere Phasen spiele, fühle ich mich auch beim Vanguard-Gameplay sofort Zuhause. Ohne großes Einspielen slide ich sicher um die Ecken und setze präzise Treffer. Das gab zum Start sofort ein gutes Gefühl.
Als weiteren Plus-Punkt empfinde ich den neuen Modus „Champions Hill“. Man landet mit einem Gegnerteam auf einer ziemlich kleinen Map und muss sich gegenseitig Leben abziehen. Insgesamt sind 8 Teams mit im Spiel und alle Teams haben beim Start 12 Leben. Wenn ein Team alle Leben verliert, fliegt das Duo raus. Die Alpha bietet zum Start übrigens nur Duo. Trio soll aber noch kommen.
Man kämpft jedoch nicht verbissen um alle 12 Leben gegen ein Team. Alle paar Minuten endet ein Match und per Zufall wird ein neues Gegner-Paar ausgewählt. Das schafft eine gute Dynamik und hält das Spiel am Laufen. Es gab wenige Camper und fast nur actionreiche Runden.
Durch Kills und Loot auf der Map sammelt man zudem Cash und alle paar Runden ist eine „Kauf-Phase“. Ich kann mir an den Versorgungs-Stationen eine neue Waffe kaufen, Ausrüstung besorgen, Perks mitnehmen und mein Gameplay unterstützen. Irgendwann sind nur noch 2 Teams übrig, die dann in einem Finale um den Sieg kämpfen.
Insgesamt konnte mich der kleine, Turnier-ähnliche Modus überzeugen: Das hat gefetzt. Man war nie lange zum nächsten Gefecht unterwegs und Champions Hill bietet Möglichkeiten für zurückhaltende und aggressive Spielstile. Durch die kurzen Runden war es alle paar Minuten so, als würde man ein komplett neues Match starten und ging mit der Zuversicht einer neuen Runde in den Kampf. Das war sehr motivierend und vermittelte nur selten Frust.
Die Mischung aus dem stimmigen, bekannten Gameplay und dem coolen Spielmodus schafften bei mir vom Start weg ein gutes Gefühl und Lust auf mehr. Doch nicht ganz ohne Einschränkungen.
Was war nicht so gut? Ein Problem, das mich seit Cold War verfolgt, ist die eher schlechte Sichtbarkeit von Feinden im Multiplayer von Call of Duty. Während Feinde in Warzone und Modern Warfare schnell und intuitiv zu erkennen sind, sehe ich in Cold War die Gegner schlechter und auch in der Alpha von Vanguard treffe ich auf das Phänomen. Das war für mich nach dem Start von Cold War auch ein Grund, warum der Titel schnell wieder Schrank verschwand.
Im Fall von Vanguard könnte die richtige Farbabstimmung von Hintergrund und Figuren eine Rolle spielen. Ob Maps oder Operator – alles hat irgendwie einen erdigen, braunen Ton und verschwimmt ineinander. Dazu wird der Bildschirm extrem dunkel, wenn man Schaden nimmt.

Ich würde gern sagen, dass die Entwickler mit Sicherheit noch an den Sichtbarkeits-Faktoren schrauben. Doch bei Cold War änderte sich daran nach dem vollen Release nur wenig und deshalb bin ich auch dieses Mal skeptisch.
Als weiterer Punkt, der mir nach den ersten paar Runden negativ auffiel, war die „Durchlässigkeit“ der Deckungen. Auf den kleinen Maps konnte ich quasi alles durchschießen und ein Gegner hinter einer Deckung war nicht sicher. Anders herum gilt das aber auch für mich. Da erreiche ich grade so den rettenden Flügel vom Flugzeug, dass jemand dort geparkt hat, nur um festzustellen, dass mich der Feind durch die Deckung hindurch wegschießen kann. Nervtötend.
Wollt ihr Vanguard selbst ausprobieren, habt aber keine PlayStation, startet die Beta für alle Plattformen am 16. September. Alle Infos zu Beta gibts hier.
Experten feiern Ghost und Audio der Schritte – Sehen aber Probleme
Welche Meinungen gibt es noch? Um meine Eindrücke etwas abzugleichen und noch mehr Meinungen einzuholen, habe ich mir noch ein paar Videos von CoD-Experten reingezogen.
So bemängelt „TheXclsuiveAce“ auch das Audio der Waffen. Die Maps sind so aufgebaut, dass andere Teams ganz in der Nähe, aber unerreichbar, ebenfalls ihre Runden spielen. Die Schüsse aus diesen Arealen waren dabei lauter, als die Schüsse der eigenen Gegner. Auch die Minimap-Mechaniken, die sich an CoD MW orientieren, machen ihm kein Spaß.
„Drift0r“ ist besonders von den Spawns gefrustet. Er landete öfter in Situationen, in denen er nah oder im Sichtfeld eines Gegners spawnte. Nach seinem ersten Eindruck könnten die Spawns auch wieder ein Problem für die größeren Maps werden.
„jackfrags“ fällt besonders das Fehlen eines „Field of View“-Reglers auf den Konsolen auf. PC-Spieler können damit in den aktuellen CoDs den Bildausschnitt vergrößern und sehen mehr von der Umgebung.
Doch auch die positiven Aspekte werden hervorgehoben, wie das gute Movement und Gunplay. Eine Änderung des Perks „Geist“ weiß ebenfalls zu begeistern: Spieler müssen sich jetzt bewegen, damit Geist vor feindlicher Aufklärung schützt. Auch das Audio der Schritte wird öfter positiv erwähnt. Schritte sind in Vanguard wohl deutlicher leiser und kein so großer Faktor mehr bei der Entdeckung von Feinden.
Wollt ihr euch die Meinungen selbst anhören, binden wir euch hier die entsprechenden, englischen YouTube-Videos hier ein:
- TheXclsuiveAce auf YouTube: Alpha Feedack
- Drift0r auf YouTube: Alpha Feedback
- jackfrags auf YouTube: Gameplay-Kommentar
Fazit Vanguard Multiplayer-Alpha: Warzone-Fans gewinnen
Mein Fazit zum Abschluss: Als Fan des Gameplays von Warzone und CoD MW war mein erster spielerischer Eindruck sehr gut. Ich konzentrierte mich auf die Kern-Mechaniken, um in den ersten Runden ein Gefühl für die in meinen Augen wichtigsten Aspekte zu bekommen. Das Gameplay zusammen mit dem kurzweiligen Spielmodus haben es mir sehr angetan, obwohl die Nummer mit der Sichtbarkeit wieder ein bisschen nervt.
Dazu kommt die etwas kürzere Time-to-Kill als in Cold War, die allerdings nicht ganz so niedrig liegt wie in CoD MW. Das spielt sich gut, flüssig und auf dem gewohnt hohen CoD-Niveau, was Gefechte angeht.
Jedoch gibt es immer wieder auch Stör-Momente, in denen kleine Mechaniken die spaßige Erfahrung durchbrechen. An erster Stelle muss ich da die Sichtbarkeit nennen, aber auch die durchlässigen Deckungen machen mir zu schaffen.
Mein genereller Eindruck war gut und noch befindet sich Vanguard in einer Alpha – der Release ist noch über 2 Monate entfernt. Wohl genug Zeit, um an den Kleinigkeiten an zu arbeiten. Ich denke, wenn ihr das Gameplay von Warzone oder CoD MW mögt, dann kommt auch Vanguard gut bei euch an. Zumindest, wenn ihr euch mit dem Setting arrangieren könnt, so wie ich.
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