Die Zeit von Ninja und Tfue ist lange vorbei. Seit 2022 ist Cody „Clix“ Conrod (18) der größte Streamer auf Twitch zum Online-Shooter Fortnite. Aber Clix hat ein Problem: Am 24.4. wurde er von Epic aus Fortnite gebannt und kann daher nicht bei der laufenden E-Sport-Meisterschaft, FNCS, mitmachen. Er glaubt, ein 15-Jähriger habe ihn hereingelegt und ihn in den Bann getrieben. Nun will er gegen die Sperre vorgehen und nutzt seine Macht auf Twitter.
Warum wurde Clix gebannt?
- Clix hat einen Bann über 2 Wochen in Fortnite kassiert.
- Den Bann gab es für das „Zusammenspiel mit einem Gegner“ im E-Sport.
- Das Schlimme für ihn: Clix sagt, er kann durch den Bann 4 Monate lang keinen E-Sport in Fortnite betreiben und auch nicht zu dem geplanten, großen Event, den FNCS Grand Finales, fahren. Für ihn geht da eine Welt unter.
Vor Clix war Ninja lange Zeit der größte Twitch-Streamer zu Fortnite
Das sagt Clix:
Ich kann im Prinzip die nächsten 4 Monate nicht kompetitiv Fortnite spielen. Ich hatte einen Call mit Epic und im Moment hat der Bann so Bestand. Ich bete zu Gott, dass sich was tut, denn das ist mein Leben.
Gegner legt Clix einen starken Gegenstand hin – Clix nimmt ihn
Was wird ihm genau vorgeworfen? Fortnite wird im E-Sport in Online-Lobbys gespielt. Es gilt: „Jeder gegen jeden.“
Clix hat aber von einem Gegner einen Gegenstand im Spiel (eine Pizza-Box) bekommen, der ihm einen entscheidenden Vorteil brachte, durch den er das Match gewinnen konnte. Clix gibt selbst zu, dass er durch diese Box das Match gewann und er den Gegenstand nicht hätte nehmen dürfen.
Das zeigt der Clip, der ihn belastet: In einem 30-sekündigen Clip aus der Perspektive von Clix sieht man, dass er mit einem Gegner in einen Stellungskampf verwickelt ist. Clix brüllt den Widersacher wütend an, nennt ihn „Stream Sniping“-Bitch, dann aber lässt der Gegner einen epischen Gegenstand (lila) fallen, Clix springt zur Stellung des Gegners rüber und schnappt sich.
Das sieht schon so aus, als wolle ihm sein Gegner zum Sieg verhelfen.
Clix sagt: Ein 15-jähriger Hater wollte ihn absichtlich bannen lassen
Wie rechtfertigt sich Clix? In einem Video erklärt der 18-Jährige:
- Der Mitspieler sei ein 15-jähriger Typ, der ihm auch schon Nachrichten geschrieben hat
- Der Junge habe ihn das ganze Spiel über verfolgt und auf ihn geschossen. Das sei ein Stream-Sniper
- Der Typ habe das alles geplant, sei ein „Clix-Hater“ und habe ihm nur geholfen, damit Clix gebannt wird. Seinen Plan, ihm so zu schaden, habe er auch auf Twitter erläutert
Clix erklärt: Es war von ihm Unrecht, die Pizza aufzunehmen. Das hätte er nicht machen sollen. Dennoch findet er einen „Bann über 2 Wochen“ zu hart. Clix geht deutlich großzügiger mit sich um. Einen Bann über 3 Tage hätte doch gereicht, eine Verwarnung wäre eigentlich ausreichend gewesen.
Im Video schaut er sich dann die Aktion aus der Perspektive des Gegners an, den er „einen Scheißer“ nennt und der ebenfalls gebannt wurde.
Clix versucht klarzustellen, dass es nur „von außen“ wie Teaming aussah – er kenne den Jungen aber nicht. Daher betont der Streamer immer wieder, dass der andere ihn im Spiel bedränge und auf ihn scheiße. Und in dem Moment, als sich Clix die Pizza schnappte, hatte er gar keine Gelegenheit auf den Gegner zu feuern.
Wie versucht er jetzt freizukommen? Er hat gestern Nacht das Video auf Twitter hochgeladen und will den Hashtag „#FreeClix“ zum Laufen bringen. Aktuell wurde das Video schon 280.000-Mal gesehen.
Was steckt dahinter? Fortnite ist an sich nicht für den E-Sport geeignet, weil „Teaming“ eben so leicht möglich ist und im Spiel nichts so etwas verhindert. Bis heute gibt es Zweifel, ob bei der Fortnite WM 2019 alles mit rechten Dingen zuging, weil viele erfolgreiche Spieler denselben Coach hatten und man mutmaßt, dass dort Absprachen über Laufwege getroffen wurden, damit sich die Top-Spieler nicht über den Weg laufen und eine höhere Chance auf den Sieg haben.
Daher ist das alles eine relativ komplizierte Situation:
- Clix scheint jetzt öffentlich über Twitter Druck auf Epic Games auslösen zu wollen, um die Sperre aufzuheben
- Im Gegensatz zu Twitch ist Epic Games aber bekannt dafür, hart bei solchen Entscheidungen zu sein und auch zu bleiben. Man reagiert nicht auf öffentlichen Druck. Der Fall von “FaZe Jarvis” ist legendär. Der junge Content-Creator wurde aus Fortnite gebannt, nachdem er einen Aim-Bot “aus Spaß” nutzte. Er flehte, bettelte und weinte dann, dass Epic ihn doch weiter reinlässt. Aber nichts war’s.
- Epic Games hat auch in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass Clix auf dünnem Eis ist und vorsichtig sein muss.
Wir haben uns auf MeinMMO schon einmal kritisch mit Clix beschäftigt:
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