Ein Streamer steht nach einem 1v1 gegen den Goldjungen von Twitch im Mittelpunkt einer Cheating-Debatte. Zahlreiche Shooter-Fans, darunter bekannte Content-Creator zu Rainbow Six: Siege, sind überzeugt: er schummelt.
Was ist das für eine Debatte? Dem Twitch-Streamer Ahmad „mooda“ Hallal wird von zahlreichen Shooter-Fans in den sozialen Netzwerken vorgeworfen, er hätte während eines 1v1s gegen „Jynxzi“ – das er gewonnen hat – in Rainbow Six: Siege geschummelt.
Nicholas „Jynxzi“ Stewart ist so etwas wie der Goldjunge von Twitch und gehört mit über 90.000 aktiven Subs und durchschnittlich über 45.000 Zuschauern zu den größten Streamern der Plattform. Er hat tausende Stunden in Rainbow Six: Siege und erreichte dort die höchsten Ränge. Zuletzt spielte er zudem vermehrt andere Spiele wie Apex Legends und Counter-Strike 2.
mooda soll zum Zeitpunkt des 1v1 nur knapp 28 Stunden in Rainbow Six: Siege haben. Er ist in erster Linie für Valorant bekannt und zeichnet sich dort durch sein überdurchschnittlich gutes Aim aus. Das führte schließlich dazu, dass sein Twitch-Kanal seit 2024 ein stetiges Wachstum verzeichnet. 2025 hatte er durchschnittlich über 4.700 Zuschauer.
Als mooda im Stream auf die Cheating-Vorwürfe angesprochen wurde, stritt er alles ab und reagierte mit den Worten: „Euer Spiel ist ez af!“
Shooter-Fans sind überzeugt, bei mooda ist was faul
So entwickelte sich die Diskussion: Viele Nutzer teilten Clips von Szenen, die beweisen sollen, dass mooda schummelt. Es waren Situationen zu sehen, in denen er mit dem Visier durch Wände auf Jynxzi zielte, bevor dieser zu sehen war, oder sogar durch Wände auf seinen Kontrahenten schoss.
Doch damit sollte die eigentliche Diskussion erst beginnen.
Das Thema wuchs immer weiter und viele Zuschauer sowie andere Content-Creator klinkten sich in die Diskussion ein. In den darauffolgenden Tagen wurden weitere Clips von verdächtigen Spielsituationen außerhalb des 1v1s mit Jynxzi gepostet. Außerdem präsentiert Shooter-Fans verschiedene „Belege“, die mooda noch stärker mit den Cheating-Vorwürfen in Verbindung bringen sollten. Ein Thread auf Reddit fasst viele Funde zusammen.
Über Tage hinweg kam eine beachtliche Sammlung an Indizien für die Vorwürfe ans Licht:
- Er habe 2021 versucht, Cheats für Valorant zu kaufen.
- Screenshots sollen zeigen, dass er in der Vergangenheit sogar selbst Cheats unter dem Pseudonym „ChaosCheats“ verkauft habe.
- Er habe Spoofer kaufen wollen, mit denen Hardware-Banns verhindert werden sollen.
- Obendrein habe sein Steam-Account bereits einen VAC-Ban erhalten und auch in Apex Legends und Rust soll er wegen Cheatens gebannt sein.
Die verschiedenen Accounts auf den Cheat-Webseiten wurden dabei über ein Discord-Benutzerkonto mit mooda in Verbindung gebracht.

Streamer gesteht Cheating, aber relativiert Vorwürfe – wird trotzdem gebannt
Das steckt hinter den Vorwürfen: mooda hat mehrfach auf die Vorwürfe reagiert und teilweise gestanden, in der Vergangenheit gecheatet zu haben.
Zunächst sagte er: das letzte Mal, dass er gecheatet habe, sei vor 6 Monaten offstream in Rust gewesen. Dabei schwor er auf den Koran, er habe noch nie während des Streamens in Rainbow Six: Siege und anderen Spielen gecheatet, in denen er kompetitiv gut ist, und werde das auch nie tun, da er mit dem Streaming seine Familie ernähre (via X).
In einem Gespräch mit dem Twitch-Streamer ohnePixel ergänzte er später, als Jugendlicher auch in Roblox und Minecraft gecheatet zu haben (via X).
Während die Diskussion in den sozialen Netzwerken noch lichterloh brannte, wurde mooda von Ubisoft in Rainbow Six: Siege permanent gebannt (via X). Hierbei handelte es sich aber wohl nicht um einen Bann wegen Cheatens. Als Grund wird eine „Verknüpfung mit einem gesperrten Konto“ angegeben, was bedeutet, dass Ubisoft ihn mit einem anderen Account, der in der Vergangenheit gebannt wurde, in Verbindung gebracht hat.
Experten prüfen PC, um die Wahrheit ans Licht zu bringen
Das ist der aktuelle Stand: Nachdem das Thema über knapp 2 Wochen immer weiter hochkochte, war sich auch Jynxzi nicht mehr sicher, ob mooda ehrlich spielt oder schummelt. Für einen Stream am Montag, dem 20. April 2026, organisierte Jynxzi deshalb einen PC-Check durch Experten, der entweder mooda des Cheatens überführen oder dessen Unschuld beweisen sollte.
Unter den Experten war etwa der ehemalige E-Sport-Coach Eric „Fettuccine“ Tong, der 2024 mit dem Team „Beastcoast“ den Manchester Major von Rainbow Six Siege gewann.
Die Experten prüften dabei nicht nur, ob derzeit auf dem PC Cheats installiert seien, sondern auch, ob mooda versucht habe, Spuren zu verwischen. So betonten sie während des Streams, dass sie gesehen hätten, wenn er beispielsweise ein angeschlossenes Gerät, auf dem Cheats installiert waren, entfernt und gelöscht hätte.
Bei dem PC-Check kam dann heraus: mooda hat in den vergangenen 2 Monaten definitiv keine Cheats auf dem PC genutzt.
Dennoch scheint mooda nicht ganz unschuldig zu sein. Zwar beteuert er weiterhin, noch nie während eines Streams gecheatet zu haben, doch spielte er in der Vergangenheit bereits hunderte Stunden Rainbow Six: Siege und habe obendrein 2019 Cheats für den Shooter installiert. Er verriet sich beispielsweise, indem er sagte, dass es ihm wichtig sei, nicht in einem Spiel permanent gebannt zu werden, in dem er vor 7 Jahren gecheatet habe.
„Fett“, der den PC des Streamers ausführlich prüfte, ist sich indes sicher, dass mooda in Rainbow Six Siege gesperrt wurde, weil er vor 7 gecheatet habe.
Nicht nur in kompetitiven Spielen wie Rainbow Six: Siege kämpfen Streamer mit Vorwürfen, sie würden schummeln. Auch in dem Shooter-Hit ARC Raiders gibt es ähnliche Diskussionen, etwa rund um den Streamer Mason „Symfuhny“ Lanier: Tausende sind sich sicher, dass der Streamer in ARC Raiders cheatet, aber andere sagen: Wer das wirklich denkt, schaut nicht richtig hin
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