Activision Blizzard ist einer der größten Gaming-Publisher im Westen mit Titeln wie Call of Duty: Warzone, World of Warcraft, Diablo 3 und Overwatch. Der Chef der Firma hat 2019 etwa 28 Millionen $ verdient. Das sei zu viel, glaubt eine Investment-Gruppe. Doch die Firma verteidigt ihren Chef.
Wie viel Geld hat Bobby Kotick verdient? Wie HollywoodReporter weiß, hat Bobby Kotick im Jahr 2019 etwa 30,1 Millionen US-Dollar verdient. Das entspricht circa 26,5 Millionen Euro. 2018 hatte Kotick noch 30.8 Millionen $ gemacht.
Die Investmentgruppe, die sich nun beschwert, spricht von „über 28 Millionen $“, die Kotick 2019 verdient haben soll.
Das meiste Geld hat Kotick durch Aktien-Optionen erhalten. Wie die Beschwerde führende Gruppe sagt, seien die Anteile über 20 Millionen $ im Jahr wert, zusätzlich zu einem Grundgehalt. In den letzten 4 Jahren soll Kotick 96.5 Millionen $ alleine an Aktien und Optionen eingenommen haben.
Viel Geld trotz Entlassungen und wenig Lohn für Angestellte
Das ist die Kritik: Eine Investment-Gruppe wirft Activision Blizzard nun vor, „mehrere Wege zu finden, um den CEO unnötigerweise zu bereichern.“ Die Investment-Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, gegen „unethisch hohe und unverantwortliche Zahlungen an Manager“ vorzugehen.
Laut ihrer Argumentation wären alleine die Anteile, die Kotick jedes Jahr erhält, mehr wert als die Gesamtbezahlung von CEOs ähnlicher Firmen. Was andere CEOs an Grundgehalt, Bonuszahlungen und Anteilen bekämen, reiche nicht an das heran, was Kotick alleine an Anteilen bekommt.
Die hohe Vergütung Koticks sei 2019 besonders unangemessen, weil Activision Blizzard im letzten Jahr 800 Angestellte entlassen hat. Außerdem würden die Angestellte weniger als ein Drittel von 1% der Verdienste des CEOs erhalten. Einige Junior-Entwickler würden lediglich 40.000$ im Jahr verdienen, obwohl sie im sündhaft teuren Südkalifornien leben.
Der Vertrag von Kotick würde ihm mehre überlappende Vorteile bringen. Die Gruppe listet dann genau auf, welche Klauseln ihrer Ansicht nach problematisch sind.
Die Gruppe fordert jetzt die Anteilseigner von Activision Blizzard dazu auf, bei der nächsten Investorenkonferenz gegen den Vorschlag zu stimmen, der Kotick fürs nächste Fiskaljahr eine ähnliche Bezahlung verspricht.
„Außergewöhnlich wertvoll für Anteilseigner“
Das sagt Activision Blizzard: Activision Blizzard hat sich bei der Seite GameSpot gemeldet und die Bezahlung von Kotick verteidigt:
- Seit Kotick im Unternehmen sei (seit 1991), wäre die Markt-Kapitalisierung von Activision Blizzard von weniger als 10 Millionen $ auf über 53 Milliarden Dollar gestiegen
- In den letzten 5 Jahren hätte der Aktien-Kurs von Activision Blizzard den S&P 500 um mehr als 120% übertroffen – die Aktie hat sich also gegen den Markt sehr gut entwickelt
- Noch besser hätte sich die Aktie entwickelt, wenn man den Kurs über 20 Jahre betrachtet, in denen Kotick am Ruder ist
- 90% des Geldes, das Kotick verdient, basiere auf seiner Leistung und die sei von „außergewöhnlichem Wert“ für die Anteilseigner von Activision Blizzard
Activision Blizzard hatte zuletzt angekündigt, 2000 neue Angestellte zu suchen. Kotick selbst hat das Ziel ausgegeben, mit Activision Blizzard binnen 5 Jahren eine Milliarde Spieler weltweit zu erreichen.

Kotick ist seit 1991 CEO von Activision. 2008 leitete er den Zusammenschluss von Activision und Blizzard zu Activision Blizzard ein. Dort dient er seit 2008 als CEO.
Gerade Core-Gamer kritisieren Blizzard und die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren.
In einem Insider-Bericht aus dem Januar 2020 wurde ein düsteres Bild von dem gezeichnet, was aktuell bei Blizzard los ist. Der Kostendruck mache den Mitarbeitern zu schaffen.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!































