EVE Online erklärt, warum schmerzhafte Verluste so wichtig fürs MMORPG sind

Das Weltraum-MMO EVE Online ist ein komplexes Spiel, das durchaus abschreckend wirken kann. Dennoch hat es viele Fans, die mit Leidenschaft dabei sind. Hilmar Pétursson, Chef von CCP Games, erklärt, warum das seiner Meinung nach so ist.

Wie erklärt Hilmar Pétursson die Leidenschaft der Spieler? Hilmar Pétursson glaubt, Spieler werden oft dann Fans von EVE Online, wenn sie nach einem heftigen Verlust Hilfe von Mitspielern bekommen. Dieses vernichtende Gefühl, alles verloren zu haben, was man sich aufgebaut hat, wird durch das Sozialverhalten helfender Mitspieler verdrängt. Es schweißt zusammen.

Es ist oft dieses Element eines verheerenden Verlusts, das für die Spieler in EVE Online zu einem Wendepunkt wird. Wenn sie ihr Raumschiff verlieren oder einen Fehler machen, der sie alles kostet, was sie bisher verdient haben, und wenn sie die soziale Unterstützung haben, um daraus wieder herauszukommen, dann werden sie wirklich zu einem echten EVE-Spieler.

Hilmar Pétursson, CCP Games
EVE Online: Massenschlacht
In einer Schlacht alles zu verlieren, kann in EVE Online frustrierend sein.

Ist EVE Online ein Spiel für Helfer?

Geht es in EVE Online nicht eher im Konkurrenz? Immer wieder hört man von Überfällen auf Spieler oder von gewaltigen Schlachten, in denen Raumstationen und Schiffe im Wert von mehreren Tausend Dollar zerstört werden. Das ist sicher ein großer Aspekt von EVE Online. Es geht laut Hilmar Pétursson aber um mehr.

EVE Online ist natürlich für seinen Kampf, seine Konkurrenz und seine Erkundung bekannt, aber der höchste Anteil der Spieler identifiziert sich selbst als Helfer. Sie wollen anderen helfen, und in einem Spiel, das so viele Möglichkeiten für Fehler und Verluste bietet, gedeihen dort solche Helfer. Und wenn wir uns die Menschen ansehen, die sich als Helfer identifizieren, sehen wir, dass sie das höchste Engagement haben.

Hilmar Pétursson, CCP Games

Was bedeutet das für EVE Online und die Spieler? Verlust muss nicht immer bedeuten, dass man alles hinschmeißt und mit einem Spiel aufhört – hier kann die Trauerbewältigung des MMOs helfen. Gerade in einem Onlinespiel wie EVE Online ist es der soziale Zusammenhalt, die Hilfe von Mitspielern, die einen dazu ermutigen, es noch einmal zu versuchen und es dann besser zu machen. Verlust kann auch Ehrgeiz wecken und Ehrgeiz ist etwas, mit dem man in EVE Online weit kommen kann.

Neben EVE Online gibt es noch zahlreiche weitere, interessante Onlinespiele, die euch sicher ebenfalls in ihren Bann ziehen können. In der MeinMMO-Liste der 15 aktuell besten MMOs und MMORPGs 2020 werdet ihr bei uns auf MeinMMO bestimmt fündig.

Quelle(n): Venturebeat
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Lana Letsif

Ich spiele doch um mich zu entspannen und nicht um mich zu ärgern. Vor Jahren habe ich mal eine Zeit lang EVE gespielt, fand es aber zu aufwendig, schließlich habe ich noch ein Leben neben Computerspielen. EVE ist so eine Wissenschaft für Nerds.

Marrurk

Ich habe gerade erst mir Eve angefangen und bin der Corp „Deutsche Kapselpilotenschule“ beigetreten.
Noch nie sowas tolles und Zusammenhalt erlebt in einem online Game.

Bodicore

Ich persönlich sehe das nicht so.

Ich mag den stetigen Content bei mir muss es immer weiter gehen bis ich mich entscheide neu anzufangen.

Logge ich zum Beispiel auf meinen ersten WoW Char ein den ich vor 12 Jahren aufgehört habe zu spielen, dann gibt mir ein dies ein gutes Gefühl und ich erinnere mich gerne an die schönen Stunden und auch an die coolen Leute mit denn ich damals gespielt habe.
Es ist wie eine Zeitreise.
Hätt ich ihn verloren wär das nie das gleiche.ich würde nie einen Char löschen der älter als ein Jahr ist eher würde ich einen neuen Account erstellen.

Also für mich eher PoE-Grind als Fullloot. Meine Zeit ist mir einfach zu wertvoll und zocken dient der reinen Entspannung und dem Aufbau von etwas beständigem.

Ich habe jedenfalls keine Angst das ich irgendwann bedaure so viel Zeit mit zocken verschwendet zu haben.

Dies ist auch ein Grund warum ich kein PvP spiele.
Im PvE denn das ist alles Berechnung wenn ich einen Boss nicht schaffe weis ich genau was ich ändern muss damit es klappt und darauf arbeite ich dann hin.

Wenn ich Verluste beim spielen in Kauf nehmen wollte dann würde ich nicht gamen sondern vermehrt an der Börse investieren.

Oder um wieder einmal Suzi zu zitieren:.
Kämpfe keinen Krieg den du nicht gewinnen kannst.

Peacebob

Es ist einfach eine Frage des „Kontrastes“ … ein Spiel in dem es nur eitel Sonnenschein gibt mag die Zeit vertreiben aber wirklich unterhaltsam wird es erst wenn Erfolge und Verluste sich abwechseln, erst so lernt man die Erfolge zu würdigen.

Es ist so ein bisschen wie bei der ersten Matrix, die ja auch als „perfekte“ Welt erschaffen wurde… da die Menschheit aber einfach nicht für eine Perfekte Welt geschaffen wurde, war es ein Desaster 😉

Threepwood

Sandbox und Fulloot bringt eben ganz eigene Dinge mit sich, die ein MMORPG für mich aufwerten. Spannung, Adrenalin, Erfolg und Misserfolg fühlen sich intensiver an, soziale Kontakte in Gilden, Allianzen usw werden forciert, mehr Kommunikation und „der Weg ist das Ziel“ ist noch nicht so extrem dem „Nur der Loot vom letzten Boss zählt“ gewichen.
In Themepark MMORPGs, aber auch in Loot-Games wie Diablo, Division (LZ) usw scheinen viele den Spaß verloren zu haben, während sie sich durch den selbst auferzwungenen Grind nach Item XY quälen und den Spielweg dahin als notwendiges Übel sehen.

Todesklinge

Ohne Verlust gibt es keine Wirtschaft.
Das macht Eve Online genau richtig. Habe es auch viele Jahre gespielt und so manches verloren, aber es motiviert das besser zu machen usw.
Leider ist die limitierte Steuerung nichts mehr für mich.

Apo

Pauschal würde ich das so vielleicht nicht sagen. Aber es ist schon wahr, ein herber Verlust wird jeden Spieler erstmal frustrieren. Solospieler werden da sicherlich auch nicht rauskommen. Aber MMOs sind ja auch nicht in erster Linie für Solospieler und sollen es auch niemals sein. Spielt man jedoch in einem Team, so weicht die Frustration meist sehr schnell einer großen Motivation es besser zu machen, aus seinen Fehlern zu lernen und nicht noch einmal in die selbe Falle zu tappen. Man gewinnt dann auch schnell die Erkenntnis, dass es auch nur eine Frage der Zeit ist in eine andere Falle zu tappen und wieder alles zu verlieren – aber man nimmt die Challenge an. IRoguelike halt. Aber irgendwann merkt man, dass man mit seinem Team plötzlich ganz vorne dabei ist. Dass andere Spieler und Teams respektieren, dass man immer wieder aufgestanden ist und man selbst ein ganz anderes Feeling hat, als wenn man einen geskripteten Raidboss erlegt hat, wie 10.000 Leute vor Einem.
Zumindest ist das meine Erfahrung mit PvP und FullLoot gewesen. Das A und O ist es, ein gutes Team zu haben ansonsten kann man sich auch gleich eine Autobatterie an die Nippel klemmen.

Thomas Lauterbach

Fragwürdige Rechtfertigung für ein Full Loot PvP Spiel, meiner Meinung nach. Wenn ein Spieler seinen kompletten, über Wochen oder Monate, hart erarbeiteten Grind verliert, sehe ich persönlich keinen wirklichen Nutzen. Hier Spielern ein Helfer Syndrom anzudichten ist schon sehr weit hergeholt. Der Verlust für den Betroffenen ist sicher ärgerlicher, als für Spieler die ihm dann helfen dürfen, der Ansporn. Denn Spieler die alles erwirtschaftete über lange Zeit, einfach in einem Moment der Unaufmerksam verlieren ist nur Frust, nichts anderes. Mir selbst in Albion schon passiert, zumal es meistens auch keine Momente der Fairness sind, sondern einfach ein 1 vs 10 Gank Fest. So etwas frustriert einfach nur und führt dazu das Spiel zu beenden. Sehe in dieser Aussage keine Signifikanz.

N0ma

Ich würde eher sagen Verlust erhöht die Spannung und macht die Sache interessanter. Weshalb auch eine zu leichte Open World schnell langweilig wird.
„, und wenn sie die soziale Unterstützung haben, um daraus wieder herauszukommen“ mags geben aber ist doch eher selten.
Alles mit social zu erklären ist irgendwie gerade Zeitgeist, hab ich manchmal so den Eindruck.

Apo

Ist aber so. Sicherlich gibt es Leute die sich selbst motivieren nach dem 3ten Mal alles verlieren weiterzumachen, aber meine Erfahrung ist, dass es gemeinsam doch noch eine ganz andere Qualität der Motivation hat.

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