Diese Woche haben sich zwei Destiny 2 Mitarbeiter aus dem Waffen-Design-Team zu einem Interview mit dem Podcaster Destiny Massive Breakdowns getroffen. MeinMMO fasst für euch die interessantesten Themen aus dem Podcast zusammen und verrät, wie Bungie über die Waffen der Schwarzen Waffenkammer denkt.
Wer sind die Bungie-Experten im Interview? Der Podcast wurde mit Bungies Senior Design Lead Chris Proctor und der Game-Designerin Vivian Becks geführt.
Chris Proctor ist Senior Weapons Lead bei Bungie und seit Jahren für das Design der Kernkampfsysteme verantwortlich. Vivian Becks arbeitet bei Bungie vor allem an Waffendesigns für exotische und legendäre Waffen, sowie Perks und Balanceänderungen. Für Spieler in Destiny 2 hat sie beispielsweise die enorm starken, legendären Perks „Voltschuss“, „Weißglühend“ oder „Repulsor-Verstärkung“ sowie die exotischen Waffen „Herzschatten“ und „Zartes Grab“ erschaffen.
Gemeinsamen haben sich die beiden Bungie-Mitarbeiter sowohl den Fragen von Destiny Massive Breakdowns als auch ein paar Fragen aus der Community gestellt.
Diese 4 starken Themen wurden dabei im Podcast angesprochen:
- Die zukünftig stärkere Verschmelzung von Waffen und Fähigkeiten
- Das Crafting im Vergleich zu vorhandenen Adept-Waffen und die Option mittels Raid-Händler Tiefenblick-Resonanzwaffen zum Kauf anzubieten.
- Zukünftig herstellbare Exoten
- Ein kleiner Teaser auf die Rückkehr der einst beliebten Waffen der Schwarzen Waffenkammer
MeinMMO fasst in diesem Artikel für euch die wichtigsten Themen der Unterhaltung zusammen. Das komplette Interview kann man sich direkt auf der Massive Breakdowns-Website anhören.
Stärkere Verschmelzung von Waffen und Fähigkeiten
Ein Thema des Podcasts war die Verschmelzung von Waffen und Fähigkeiten. Manche Spieler in Destiny 2 sind der Meinung, dass weniger Fähigkeiten dem Spiel guttun würden. Vor allem im Schmelztiegel.
Doch Vivian Becks sieht das anders. Sie sagt: „Wir wollten schon immer, dass Waffen und Fähigkeiten zu einem zusammenhängenden Ganzen verschmelzen“.
Damit das gelingt, gibt es das 3.0-Fähigkeiten-System. Für Bungie soll das 3.0-Fähigkeiten-System die Art und Weise, wie Waffen und Fähigkeiten miteinander interagieren, komplett zum Besseren verändern. Im Vordergrund steht dabei immer die Balance.
Vivian Becks erklärt, dass somit auch Waffen-Perks, die 3.0-Verben verwenden, größtenteils „ein und dasselbe“ sind wie bei den Fähigkeiten. Der Unterschied ist nur, dass die Dauer des Effekts eines Verbs aus Gründen der Balance bei Waffen-Perks individueller angepasst werden kann.
Bungie mag vor allem die Elementar-Perks, die ihnen dabei helfen, den Schadenstyp einer Waffe zu charakterisieren. Sie sollen auch den Spielern zeigen „für welche Modifikatoren und Schilde diese jeweilige Waffe wirklich gut ist“ und euch animieren diese auch zu nutzen, statt nur eure Fähigkeiten zum Einsatz zu bringen.
Bungie ist deswegen der Meinung, wenn ein Spieler weiß, was ein bestimmtes Fähigkeits-Verb, wie schwächen, unterdrücken oder verstärken, in seinen Fähigkeiten bewirkt, dasselbe Verhalten auch von seinem entsprechenden Waffenvorteil erwartet und es somit nutzt. Schießen soll auch weiterhin eine praktikablere Option bleiben.
Mit Witch-Queen führte Bungie erstmals das Waffen-Crafting ein und zeigte, wohin die Reise für den Loot-Shooter ab 2022 geht:
Lightfall wird keine herstellbaren Raid-Waffen haben
Erst kürzlich gab Bungie bekannt, dass man die Meister- oder auch Adept-Waffen, nochmal ansehen und gegebenenfalls überarbeiten will. Legendäre Raid-Waffen können mit verbesserten Perks gebaut werden und sind damit einfach besser. Auf diese Problematik ist Chris Proctor nun genauer eingegangen.
Er meint: „das Hauptproblem liegt in der Spannung zwischen herstellbaren Raid-Waffen und Meister-Versionen derselben Waffen.“ Bungies Ziel ist es, Meister-Waffen aus den Prüfungen von Osiris oder Spitzenreiter-Dämmerungen „extra scharf“ zu machen.
So erwähnt Chris Proctor, dass die Hüter aus dem Lightfall-Raid Meister-Waffen mit verbesserten Perks erwerben können. Diese Raid-Waffen können dann allerdings nicht mehr hergestellt werden.
Er erwähnt jedoch auch, dass es stattdessen eine Art „Verfolgungsjagd“ geben soll und verspricht mehr Details dazu in kommenden Update-Infos.
Meister-Waffen waren nur als „Cosmetics“ geplant: Für Spieler sind die Meister-Waffen in Destiny 2 vor allem mit viel Prestige verbunden. Da können craftbare Waffen derzeit kaum mithalten.
Die Gründe dafür sind eindeutig:
- Es ist alles andere als einfach, Meister-Waffen zu bekommen.
- Meister-Waffen bieten kleine Vorteile gegenüber ihren normalen Versionen.
- Sie haben ein individuelles Aussehen, dass sie einzigartig und erkennbar macht.
Chris Proctor erzählt dazu im Podcast, dass die Meister-Waffen ursprünglich gar nicht so viel Prestige und Vorteile in Destiny 2 bieten sollten. Sie waren zunächst nur als kosmetische Variante der Basiswaffe gedacht. Mehr nicht.
Erst später entschied sich Bungie kleine Verbesserungen hinzuzufügen, weil man dachte, dass es keinen großen Unterschied machen würde. Allerdings interessierte sich die Destiny-2-Community wesentlich mehr für Meister-Waffen als Bungie das erwartet hatte.
Der Wunsch der Spieler ist also verständlich, dass Meister-Waffen im Vergleich zu den herstellbaren Waffen wieder lebensfähiger werden sollten.
Sollte man Verbesserte Perks beim Crafting deaktivieren? Destiny Massive Breakdowns stellt daher Proctor die Frage, ob es somit Sinn ergeben würde für Bungie die Verbesserten Perks der herstellbaren Waffen zu entfernen. Dies würde schließlich dafür sorgen, dass Meister-Waffen die einzigen Waffen sind, die verbesserte Eigenschaften erhalten und ihnen somit mehr Raum zum Atmen geben.
Chris Proctor sagt jedoch: „Verbesserte Eigenschaften sind das Herzstück des Handwerkssystems und bieten einen Anreiz, das System zu nutzen. Es gibt definitiv einen Machtanstieg im Handwerkssystem. 5 – 10 % in den Ausreißern, womit wir einverstanden sind. Letztendlich unterscheidet sich das nicht so sehr von Meister-Waffen, die „2 – 5 %“ stärker sind als die normalen Versionen.
Bungie langfristiges Ziel ist es deswegen, das Waffenmod-System zu überarbeiten und Chris Proctor ist dann wahrscheinlich auch bereit „die kleine Menge an Power Creep, die Meister-Waffen mit verbesserten Perks darstellen“ zu akzeptieren.
Destiny 2 wird mehr herstellbare Exotics bekommen
Vor allem das Crafting-System legt die Anpassung vollständig in die Hände der Spieler. Die herstellbare Witch-Queen-Exo „Osteo Striga“ (Maschinenpistole) war hier ein besonderes Highlight.
Vivian Beck möchte in Ihrer Arbeit bei Bungie Exotics weiterhin einzigartig halten, während sich die Sandbox entwickelt. Hier erwähnt man auch, dass exotische Waffen die teuersten Inhalte sind, die Designer in Destiny 2 herstellen. Bungie braucht hierfür eine halbe Season, also 1,5 Monate. Im Vergleich dazu ist ein legendärer Perk nach wenigen Tagen bis zu einer Woche bereits fertig.
Dennoch sind Exotics, vor allem wenn sie herstellbar sind, etwas das Spieler wollen. Auch wenn das Witch-Queen-Exo „Osteo Striga“ nicht so frei in der craftbaren Version war, wie die legendären Waffen.
Chris Proctor meint, zu Beginn von Beyond Light hatte das Team das Ziel, die Spieler dazu zu bringen, in ihre Waffen durch eine Jagd zu investieren und/oder einen Exoten an ihren Spielstil anzupassen. Die exotische Handfeuerwaffe Falkenmond war ein Probelauf für Zufallsrolls. Er bezweifelt aber, dass Bungie in Zukunft mehr zufällig gewürfelte exotische Gegenstände herstellen wird. Aber man wolle definitiv mehr handwerklich herstellbare Exotics ins Spiel bringen.
Gibt es ein Comeback für Waffen der Schwarzen Waffenkammer? Am Ende des Interviews lässt Chris Proctor dann noch die Augen der Spieler leuchten, die schon lange auf eine Rückkehr der Waffen aus der Schwarzen Waffenkammer hoffen. Die exzellenten Schießeisen sind einst dem Sunsetting zum Opfer gefallen und haben bisher nicht den Weg zurück ins Spiel gefunden.
Als Destiny Massive Breakdowns die Rückkehr bestimmter Waffengruppen anspricht, denen man ebenfalls Herkunftseigenschaften verleihen könnte, geht Proctor gezielt auf die Schwarze Waffenkammer ein.
Die Wiedereinführung von Waffensets hängt von den Story-Beats mit einem bestimmten Charakter ab. In dem Moment, in dem es einen Schwarzen-Waffenkammer-Story-Beat oder einen Ada-Story-Beat gibt, kann man erwarten, dass auch die Waffen der Schwarzen Waffenkammer zurückkommen, oder wenn es einen wirklich starken 14-Heiligen-Beat gibt … oder Rasputin.
sagt Chris Proctor im Gespräch mit Destiny Massive Breakdowns
Man wolle „damit beginnen, diese Art von Inhalten in jeder Saison oder in jeder zweiten Saison zu machen… alte Raid-Waffen, vielleicht Dungeon-Waffen, vielleicht andere Quellen”. Wie im letzten „This Week at Bungie“-Blog bereits angekündigt hat, stehen jedoch nun zuerst die Waffen aus der Tiefsteinkrypta an erster Stelle der Update-Liste.
Was sagt ihr zu den Details aus dem Podcast-Interview? Findet ihr, Meister-Waffen sollten in Destiny 2 mehr wert sein als die herstellbaren Waffen? Hinterlasst und gerne einen Kommentar, was euch persönlich lieber ist.
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