Ein Content-Creator aus Destiny 2 ist derzeit von einem Bann durch Bungie betroffen, der seine Karriere und Reputation bedroht. Jetzt stellen sich immer mehr Streamer-Kollegen auf seine Seite, weil sie an seine Unschuld glauben und fordern eine erneute und genauere Überprüfung der Entscheidung sowie eine Wiederherstellung seines Rufs.
Um welchen Bann in Destiny 2 geht es? Vor kurzem fand bei Bungie ein geheimes Treffen statt zu dem verschiedene Content-Creator eingeladen waren. Darunter auch der bekannte Twitch-Streamer und YouTuber „Ekuegan“.
Er ist vor allem mit seine Carries von anderen Spielern durch harte PvE-Inhalte, wie die Spitzenreiter-Dämmerungen, bekannt und hat bereits über 14.000 Spielstunden in Destiny 2 verbracht.
Nach dem besagten Treffen sickerten allerdings weitreichende Informationen zu Inhalten der kommenden Season 21 über verschiedene und auch recht unscharfe Screenshots auf einem Discord-Server durch, was Bungie zu einer Prüfung veranlasste.
Nach einer öffentlichen Ermahnung auf Twitter zur strikten Einhaltung von NDA-Verschwiegenheitsklauseln und dem Hinweis, dass dies eine Verletzung des Vertrauens von Entwicklern ist, machte Bungie am Ende „Ekuegan“ für diese Leaks verantwortlich.
Man verhängte einen Softbann gegen ihn, schloss ihn von weiteren Bungie-Treffen aus und führte als Grund eine verschwommene Taskleiste auf den geleakten Fotos sowie Desktop-Icons an.
Der betroffene Streamer beharrt jedoch trotz der angeführten Beweise darauf, dass er unschuldig ist. Er sei reingelegt worden.
Ich weiß nur, dass [Bungie] einen großen Fehler gemacht hat und ich werde meinen Namen reinwaschen.
kündigte Ekuegan heute via Twitter an
Freunde und Streamer-Kollegen halten seinen Bann für ungerechtfertigt
Es geht um den guten Ruf und viele Einnahmen: Nachdem der Bann durch einen Artikel von Paul Tassi bekannt wurde, haben sich inzwischen auch Freunde und namhafte Streamer-Kollegen von Ekuguan zu Wort gemeldet.
Sie schlagen sich mit dem Hashtag #FreeEkuegan jetzt öffentlich auf seine Seite, sprechen von einem ungerechtfertigten Bann und beklagen die mangelnde Transparenz bei der Entscheidung.
So schreibt der bekannte Destiny-2-Content-Creator Gladd: „Ich habe Ekuegan stets als freundlich zu mir und der Community erlebt. Er ist eine Stütze. Ich vertraue ihm; Nehmt das für das, was es wert ist. Zumindest muss sich Bungie dies genauer ansehen.“
MegsOnTwitch geht ebenso auf die Situation ein und sagt, wenn er schuldig wäre, würde er uns, seine Freunde und Kollegen, nicht anlügen.
Ekuegan war den Tränen nahe, als ich vorhin mit ihm darüber sprach. Man konnte den Schmerz und die Frustration, die er darüber empfindet, förmlich in seiner Stimme hören. Wenn er schuldig wäre, würde er nicht so weit gehen und enge Freunde anlügen. Ich hoffe, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird. […] Wenn genug von uns, die glauben, dass er das nicht getan hat, sich zu Wort melden, wird [Bungie] es vielleicht bemerken und einen zweiten Blick auf alle Teile werfen.
postete Megs via Twitter
Ist das nun Gerechtigkeit oder Vetternwirtschaft? Während die Unterstützung durch die Streamer-Community Ekuguan Hoffnung gibt, gibt es auch Kritiker. Destiny-2-Spieler sprechen von Vetternwirtschaft.
Dabei wird beklagt, dass die Streamer-Kollegen des gebannten Creators ihm einfach Glauben schenken, ohne die Fakten zu kennen. Man sieht die Solidarität der Streamer als eine Bedrohung für die Objektivität und Transparenz, die in der Streaming-Industrie eigentlich herrschen sollte.
DynasticReign meint hierzu:
Warum sollte Bungie verpflichtet sein, die Fakten ihrer Untersuchung über ihn zu veröffentlichen? Wenn es so schnell passiert ist, bedeutet das, dass es ziemlich offensichtlich war, dass er es war. Hört mit diesem ‘Oh, er ist ein netter Mensch, also ist es unmöglich, dass er es gewesen sein könnte’ auf.“
kommentiert DynasticReign unter dem Twitter-Posting von Gladd
Der Spieler Tim Dunn argumentiert zudem: „Glaubt ihr, Bungie hat sich das nicht genau angeschaut? Mir ist aufgefallen, dass er nie bestritten hat, dass die Informationen von seinem PC stammen, er hat nur bestritten, dass er sie weitergegeben hat.“
Eins hat der Fall des gebannten Twitch-Streamers in Destiny 2 jedoch bereits jetzt gezeigt. Die Reputation eines Content-Creators kann unheimlich schnell in Gefahr geraten.
UPDATE 18.04.2023: Wird Bungie den Fall nun nochmals prüfen? Nein. Das Team von Bungie hat auf Twitter deutlich gemacht, dass hier nichts nochmals geprüft wird. So teilte man den Spielern folgendes mit:
Unsere Sicherheits- und Rechtsteams haben unwiderlegbare Beweise geprüft, darunter Videoaufzeichnungen, verifizierte Nachrichten und Bilder, die ein zeitliches Muster aufzeigen, das bestätigt, dass ein und dieselbe Person vertrauliche Informationen von Community-Gipfeln über mehrere Jahre hinweg weitergegeben hat.
Wir sind sehr enttäuscht, dass wir diese Informationen erhalten haben und wünschen uns, dass die Dinge mit dieser Person anders verlaufen wären. Wir nehmen diese Maßnahmen nicht auf die leichte Schulter, und wir sind von unserer Entscheidung überzeugt.
Dies ist unsere letzte Mitteilung in dieser Angelegenheit.
via Twitter
Die Streamer-Kollegen von Ekuguan werden also wohl keine erneute Prüfung des Falls erreichen können.
Was sagt ihr zu seinem Bann? Glaubt ihr Bungie hat ordentlich nachgeprüft und ihn zurecht gesperrt? Oder denkt ihr seine Freunde und Kollegen haben recht, dass er seinen Beruf als Content-Creator und den damit verbunden Ruf in der Branche niemals riskieren würde und ihn deswegen jemand reingelegt haben muss. Denkt ihr Bungie muss sich den Fall deswegen nochmal ansehen? Verratet es uns gerne in den Kommentaren.
An der Cheaterfront in Destiny 2 gibt es derzeit auch Bewegung, denn die Hersteller der fiesen Hardware-Cheat-Geräte warnen nun vor den neuen Erkennungssystemen der Entwickler:
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