Vor Kurzem haben wir von MeinMMO euch gefragt, ob Destiny 2 in letzter Zeit einfacher, wieder casual-lastiger geworden ist. Eure Antwort fällt dabei ziemlich eindeutig aus, auch wenn so manch einer den aktuellen Status Quo genau richtig findet. So habt ihr abgestimmt.
Warum die Umfrage? Seit einiger Zeit schon beschweren sich Spieler darüber, dass Destiny 2 seit Forsaken immer einfacher wird und sich wieder in eine mehr casual-freundliche Richtung entwickelt – und das, obwohl Bungie eigentlich sagt, dass man das Spiel spätestens seit Forsaken mehr an den Wünschen der Core-Fans ausrichtet.
Vor Kurzem beklagte sich dann der bekannte Profispieler und Destiny-Streamer Gladd über diese Problematik – darüber, dass Destiny immer einfacher wird, immer weniger Herausforderungen bietet, man alles nur noch geschenkt und hinterhergeworfen bekommt (wie beispielsweise die neue exotische Pistole Des Teufels Ruin). Auch das PvP sei so leicht, wie nie.
Daraufhin wollten wir in einer Umfrage von euch, unseren Lesern, wissen, ob ihr diese Entwicklung genau so seht. Nun haben wir die Ergebnisse der Abstimmung ausgewertet.
Auch für die meisten von Euch ist Destiny leichter geworden
Bei dieser Umfrage haben insgesamt 1.759 unserer Leser mitgemacht. So habt ihr abgestimmt:
Fast die Hälfte von Euch sieht einen casual-freundlichen Trend: So manch ein Umfrage-Teilnehmer sagt, Gladds Aussage hätte keine wirkliche Kraft, denn er spreche für eine absolute Minderheit, die das Spiel auf Dauer gesehen nunmal nicht am Leben erhält.
Doch trotzdem gaben unter dem Strich 43%, also 746 Teilnehmer an, dass Destiny 2 in ihren Augen nicht nur spürbar einfacher geworden ist, sondern dass das Spiel sich auch deutlich wieder Richtung casual entwickelt. Ganz aus der Luft gegriffen wirken Gladds Aussagen also nicht.
So schreibt beispielsweise unser Leser Stoffel: “Für mich wurde Destiny mit Einführung von New Light schon sehr casual-lastig. Wir mussten, als kleines Beispiel, alle Supers der einzelnen Klassen komplett erspielen, was schon ein wenig aufwendig war. Damals gab es auch noch keine Quest für Jötunn und Izanagi…”
Dat Tool meint: “… Unabhängig davon, was ein Streamer oder Vollzeit-Destiny-Spieler dazu sagt, halte ich den Großteil der PvE Aktivitäten auch für zu leicht. …”
Missed Chance ist der Meinung: “Gladd hat Recht. Neue Inhalte tröpfeln in in homöopathischen Dosen ins Spiel. Die Sonnenuhr ist weniger Menagerie 2.0, eher 0.5. Der einzige Anreiz, den man vielleicht finden kann, ist, Waffen mit guten Eigenschaften (‘god tier perks’) zu farmen.”
Press o,o to evade sagt: “Nun ja, das Problem ist schon etwas älter. Ich kenne einige Spieler, die weg von Destiny sind, weil das PVE zu leicht ist.
Die sind jetzt bei Division 2 gelandet … Außerdem haben einige PvP-Cracks aus meiner FL aufgehört, weil Unbroken mittlerweile auch nichts mehr wert ist.”
Und Gerrit sieht das Ganze so: “Ich habe einen Kumpel, der hat im November angefangen, Destiny 2 zu spielen. Er kriegt eigentlich jeden Tag 1-2 neue Exotics. Mittlerweile hat er etwa 80% meiner wichtigsten Exotics/Spitzewaffen, und ich spiele seit 2 Jahren. Der Ruhm-Verlust bei Überleben ist ein Witz. Die 2.100 Punkte für die Einsiedlerspinne und Lunas Geheul stellen für niemanden mehr eine Herausforderung dar.”
Mehr als 2 Drittel sind der Ansicht, Desiny 2 ist einfacher geworden: Neben den 43% der Leser, für die Destiny 2 spürbar einfacher und casual-freundlicher geworden ist, sagten 27% der Teilnehmer (462), dass einiges in Destiny 2 einfacher geworden ist – auch wenn sie noch keinen richtigen Trend in Richtung Casual-Lastigkeit sehen.
Somit sind aber insgesamt ganze 70% der Ansicht, dass Destiny 2 in der letzten Zeit einfacher geworden ist.
Knapp ein Viertel sagt – es ist gut so, wie es gerade ist: Nicht jeder sieht die Lage so dramatisch. So waren 24% (439 Teilnehmer) der Meinung, dass Destiny 2 aktuell eine gute Balance für Core- und Gelegenheitsspieler biete und es gerne so bleiben kann.
No_Obey meint dazu: “Das Spiel hat zurzeit eine gute Balance für beide Seiten der Spielerschafft. Für die 95% der arbeitstätigen Casuals, die das Spiel finanziell tragen und für die 5% ‘Profis’, die aber auch mal vom Stuhl aufstehen sollen. Hier sollte sich keiner beschweren, wie ich finde, da für das Geld z.B. bei WoW nur der Onlinezugang gegeben ist. Bungie ist da auf dem richtigen Weg.”
Gouly-fouly findet den aktuelle Status Quo auch ok: “Da ich momentan hauptsächlich alleine unterwegs bin und nicht all zu viel zum Spielen komme, passt es mir momentan ganz gut so, wie es ist. Somit konzentriere ich mich auf die Luna und dann noch auf die Redrix.”
Auch Mausermaus kann mit der aktuellen Lage gut leben: “Also ich persönlich finde es auch so wie es ist von der Schwierigkeit her gut so…”
Kaum jemand denkt, dass Destiny 2 nicht einfacher geworden ist: Nur etwas mehr als 100 der insgesamt 1.759 Teilnehmer sind der Ansicht, dass Destiny 2 in der letzten Zeit nicht an Anspruch verloren hat.
So gaben 3% (55) an, dass Destiny 2 nicht einfacher geworden und auch kein Casual-Trend zu erkennen ist. Weitere 3% (57) waren sogar der Meinung, dass vieles in Destiny 2 immer noch zu schwer ist.
Doch auch diese Zahlen verdeutlichen nochmals gut den allgemein vorherrschenden Tenor. In den Augen der meisten Teilnehmer ist Destiny 2 nunmal einfacher geworden.
Destiny 2 ist einfacher, ja – doch das ist nicht unbedingt das Problem
Einige sehen das Problem wo anders: Auch wenn das Umfrage-Ergebnis eine deutlich Sprache spricht, so sehen zahlreiche Leser nicht unbedingt ein Problem darin, dass Destiny einfacher geworden ist. Was ihnen Sorgen macht, ist nicht der sinkende Anspruch oder der fehlende Schwierigkeitsgrad, sondern etwas viel grundlegenderes.
Es geht schlicht um einfach um die gebotenen Aktivitäten. Es gibt in den Augen zahlreiche Leser kaum Aktivitäten, die man noch gerne macht, die wirklich Spaß machen würden oder sich lohnen. Es fehlt so manch einem Leser einfach an Langzeitmotivation und Wiederspielbarkeit. Und diese Motivation kommt nicht zwangsläufig über den Schwierigkeitsgrad, sondern hängt beispielsweise auch stark von der Qualität des Loots oder den Inhalten selbst ab.
Wenn nicht wirklich etwas da ist, dem man nachjagen möchte, weil man es unbedingt haben will, dann ist auch der Schwierigkeitsgrad nur noch nebensächlich.
Unser Leser Willy Snipes fasst das Problem gut zusammen: “Das ist eher ein Problem der Aktivitäten. Wenn ich jetzt so überlege, was ich ‘gerne’ aus Spaß machen würde, bzw. was einen motiviert hinsichtlich möglichen Loots in D2 … Fällt mir gerade nix zu ein. Die letzten Wochen, als ich noch gespielt habe, war es stures Abarbeiten der Beutezüge, um den Season Pass zu leveln. Die Strikes in D1 haben für mich heute noch mehr Wiederspielbarkeit als D2 im Ganzen.”
Auch v AmNesiA v teilt diese Meinung: “Die Frage sollte nicht sein, ob Destiny zu casual ist, sondern ob es im aktuellen Zustand motivierende Aktivitäten hat. Aktivitäten sowie dazugehörige Belohnungen, die den Großteil der Spieler bewegen, diese auch gerne immer wieder spielen zu wollen. So was fehlt mir halt komplett. Ich schaue mir an, was gerade so geht und habe dann gar keinen Reiz, das Spiel zu starten.”
Der_Frek schlägt ebenfalls in die gleiche Kerbe: “Es fehlt halt momentan wieder an richtigen Herausforderungen, bzw. Loot, dem ich nachjagen könnte und dies auch tun möchte …”
Was denkt ihr? Würdet ihr über einen einfacheren Schwierigkeitsgrad hinwegsehen, wenn Destiny 2 an anderer Stelle endlich merkbar schrauben würde? Wäre es euch egal, ob man Loot hinterhergeschmissen bekommt oder dass vieles einfacher wird, wenn ihr auf Dauer genug spaßige Aktivitäten mit lohnenswerter Beute hättet?
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