Bloomberg enthüllt, was Mixer den Twitch-Stars Ninja und shroud so zahlt

Die Wirtschafts-Seite Bloomberg hat in einem Bericht veröffentlicht, was die Top-Streamer Ninja (Fortnite) und shroud bei Mixer verdienen. Die beiden waren vor einigen Monaten von Twitch zu Microsofts Plattform gewechselt. Bei Twitch waren sie die Streamer mit den meisten Followern.

Wie viel verdienen shroud und Ninja? In einem neuen Bericht nennt die Wirtschafts-Seite Bloomberg erstmals Zahlen. Es heißt:

„Die größten Streamern verdienen bis zu 40 Millionen $ über drei bis fünf Jahre. Verträge, die denen von professionellen Athleten ähneln. Und das ist nur für Live-Streaming. Wie Profi-Sportler haben viele der größten Streamer Sponsorship-Verträge, die mehrere Millionen Dollar wert sind.“

Bloomberg

Im Vorfeld dieses Satzes über die größten Streamer werden Tyler „Ninja“ Blevins, Michael „shroud“ Grzesiek (beide Mixer), Jack „CouRage“ Dunlop (jetzt bei YouTube) und Gonzalo „ZeRo“ Barrios genannt (jetzt bei Facebook).

Die beiden größten Namen sind aber shroud und Ninja. Es ist davon auszugehen, dass sie mit „die größten Streamer“ gemeint sind.

Die Aussage von Bloomberg würde deren Jahresgehalt bei Mixer auf 8 bis 13.3 Millionen $ beziffern. Bloomberg sagt nicht, woher sie diese Zahl haben.

Im Interview werden aber einige Insider zitiert: Chefs von E-Sports-Marketing-Agenturen, hohe Twitch-Mitarbeiter oder Chefs von E-Sports-Organisationen.

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Er war der 2. große Streamer nach Ninja, der wechselte. shroud

Darum ist diese Zahl wichtig: Dieses enorm hohe Grundgehalt würde die Wechsel erklären. Denn bislang waren keine finanziellen Details bekannt. Es war nur gut sichtbar, dass die Zuschauerzahlen von Ninja und shroud deutlich einbrachen.

Ein Jahresgehalt im Bereich von 10 Millionen $ würde das veränderte Verhalten der Streamer erklären und warum es ihnen egal ist, dass sie so viele Zuschauer beim Wechsel von Twitch auf Mixer verloren haben.

Interessant ist dabei, dass beide Streamer von derselben Agentur vertreten werden: Loaded. Es könnte ein Verhandlungs-Vorteil sein, dass das Management so genau weiß, was ein „Top-Talent“ in der Branche verdienen kann. Dadurch sind die Wechsel nicht nur für die ersten Pioniere wichtig, sondern auch für Leute, die ihnen folgen.

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Mit diesen 6 Streamern wirbt Loaded. 4 von denen haben in den letzten Monaten große Verträge abgeschlossen.

Ninja war 2018 „Sklave des Streams“ für 10 Mio $

So war es bei Ninja 2018:

Für dieses Geld hat Ninja 2018 wie ein Irrer auf Twitch gestreamt und sich keine Auszeiten oder Pausen gegönnt. Denn auf Twitch war Ninja ein „Sklave des Streams“ wie er sagte. Konnte und wollte nicht nachlassen, weil er fürchtete, die Twitch-Subscriber gehen runter, die ihn monatlich unterstützen.

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Ninja in einem aktuellen Podcast.

Ninja verdient 2019 mehr, aber kann frei machen

So ist es bei Ninja 2019: Seit dem Wechsel auf Mixer hat der Fortnite-Star Ninja ein deutlich entspannteres Leben. So sagte er im Stream, als es im Chat um seine sinkenden Zuschauerzahlen ging (via dexerto):

„Ich glaube, ihr Jungs versteht nicht, dass es mich einen Dreck kümmert. Okay? Wie wenig mir Zuschauerzahlen bei Mixer gerade bedeuten.

Ich mag das, was ich tue, Mann. Und ratet mal? Ich kann machen, was ich will. Ich muss mir keine Gedanken mehr über meine Subscriber-Zahl machen oder darum, Werbung zu spielen oder um Werbeeinnahmen. Ich kann Urlaub machen, ich kann mir frei nehmen. Ich fühle mich wohl.“

Tyler „Ninja“ Blevins.

Ninja sagt zudem, seine Streams seien jetzt 10-Mal besser als damals bei Twitch, weil er sich voll auf Content konzentrieren kann.

Wie viele Zuschauer haben die Twitch-Stars Ninja und Shroud nun auf Mixer?

Was ist mit shroud? Shroud spricht generell deutlich weniger über sich und seine finanzielle Situation als Ninja, aber auch von ihm gibt es Aussagen, dass es ihn nicht kümmert, dass seine Zuschauerzahlen nach dem Wechsel sanken.

Er schien eher überrascht, dass so viele mitwechselten und freute sich, dass die Atmosphäre im Mixer-Chat deutlich besser sei.

Eine neue Ära des Streamings

Warum zahlt Mixer denen so viel? Bloomberg zitiert Doron Nir, den CEO von Stream Elements. Laut ihm ähnelt der Wechsel von Ninja dem des US-Radiomoderators Howard Stern zum Satelliten-Radio vor etwa 15 Jahren.

Sterns Zuhörerzahl sank zwar, aber der Sender Sirius wurde praktisch sofort zu einem ernstzunehmenden Player auf dem Markt. Der Wechsel von Stern läutete damals eine „neue Ära des Radios ein.“

Diese Entertainer haben vor 3 bis 5 Jahren noch von ihren Wohnungen oder den Häusern ihrer Eltern gestreamt. Heute sind das Weltklasse-Entertainer mit Multi-Millionen-Dollar-Verträgen. Und das nur für die Chance, dass sie ihre Zuschauer mitbringen.

Doron Nir, CEO Stream Elements
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Die kleineren Dienste, Facebook und Mixer, konnten ihre Zuschauer-Stunden 2019 verdoppeln oder verdreifachen. Quelle. Streamelements

Streamer sehnen sich nach Stabilität

Woher kommt dieser Wechsel? Bloomberg zitiert Andrey Yanyuk, den CEO von Tempo Storm, einer E-Sports-Organisation. Der sagt, Twitch hätte es versäumt, seinen Talenten Möglichkeiten zu eröffnen, mit ihren Videos Geld zu verdienen. Der Ruf von Twitch habe in letzer Zeit Schaden genommen.

Andere Plattformen wie YouTube, Mixer und Facebook haben begonnen, die größten Twitch-Streamer zu umschwärmen und ihnen neue Möglichkeiten anzubieten.

Auf Twitch spielten Streamer 12 Stunden am Tag, ohne Urlaub oder Wochenenden. Sie sind darauf angewiesen, dass „ihre“ Spiele im Trend bleiben. Yanyuk sagte:

„Alle Streamer sehnen sich nach Stabilität. Wenn du einen großen Vertrag erhältst, bekommst du ein stabiles Einkommen und das ist sehr reizvoll.“

Andrey Yanyuk, CEO von Tempo Storm

Yanyuk vergleicht diese neuen Verträge mit Renten-Plänen.

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Er gehört zu den Streamern, die bei Twitch bleiben, aber mit einem besseren Vertrag: DrLupo

Das steckt dahinter: Dieses enorm hohe Grundgehalt im Bereich von 8-13 Millionen $ erklärt diesen Wechsel zu Mixer und dass gleichzeitig der Leistungsdruck weg ist.

Die Wechsel von shroud und Ninja haben etwas in Gang gesetzt, das auch Twitch dazu zwang, einige der Top-20-Streamer fester an sich zu binden. Offenbar gab es hier einen erheblichen Wechsel im Wirtschaftssystem:

  • 2018 war alles Streaming noch performance-abhängig. Die Top-Streamer waren Ich-AGs und mussten ständig liefern, damit ihr Einkommen stabil blieb: So ist es auch weiterhin für fast alle Streamer außerhalb der obersten 0,01%
  • 2019, mit dem Wechsel von Ninja im August, scheinen die Top-Streamer jedoch die Vorteile eines Angestellten-Lebens zumindest teilweise zu genießen. Mit hohen Verträgen sind sie abgesichert

Zum hohen Grundgehalts kommen weiterhin die Einnahmen durch die Zweitverwertung auf YouTube, Sponsorships und die weiteren Prämien, die es auch auf Mixer von den Zuschauern gibt. Die Super-Stars haben in diesem neuen System keine Nachteile, sondern alle Vorteile.

Es sieht also aus, als würden Ninja und shroud 2019 mit weniger Arbeit mehr Geld verdienen als 2018 und dabei gleichzeitig weniger Druck verspüren.

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Er will auch zu den Top-Verdienern gehören und einen besonderen Vertrag: MontanaBlack.

Der deutsche Streamer MontanaBlack kündigte etwa seinen Vertrag bei Twitch mit der erklärten Absicht, diesen neuen Markt zu erkunden, der jetzt Optionen bietet, auch woanders zu streamen.

Er möchte offenbar bei Twitch bleiben – aber zu deutlich besseren Konditionen.

MontanaBlack kündigt Twitch-Vertrag – Will wissen, „wer ihn am meisten lieb hat“
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N0ma
5 Monate zuvor

Allerdings verdienen die Streamer nicht das Geld, sondern werden aus dem Werbetopf bezahlt der sich zum teil aus anderen Einnahmen finanziert, weil sich einige Anbieter grade bekriegen. Das geht natürlich nicht ewig. Von daher wird das eher kein ständiges Geschäftsmodell für Streamer.
Wenn zum Beispiel YT sagt wir bezahlen erst ab 10000 Klicks aufwärts dann schichtet man das Geld von den kleinen zu den großen Contentcreators um.

Mc Fly
5 Monate zuvor

„…im Bereich von 8-133 Millionen $ erklärt…“
Das hat sich sogar im Artikel verzehnfacht lol

Psycheater
5 Monate zuvor

Ganz ehrlich; hätte jeder gemacht. Und wer das Gegenteil behauptet ist nicht ehrlich zu sich selbst

Doktor Pacman
5 Monate zuvor

400.000 für 3 bis 5 Jahre wäre ja zu wenig gewesen. 40 Millionen ist schon angenehmer…. *kopfschüttel*

RyznOne
5 Monate zuvor

Ich denke jeder der das nicht versteht und vom Verkauf der eigenen Seele spricht, bezüglich des Wechsels zu Mixer, wohnt wohl noch zu Hause oder braucht sonst nichts ausser sich und seinen Spielen.
Es freut mich für jeden der von deinem Hobby leben kann und dies genießt.
Persönlich spiele ich sehr gerne und auch mal Tage an Stück, aber beruflich zocken? Jeden Tag liefern, gut gelaunt und transparent? Für mich das Gegenteil von Freiheit und Erfüllung.
Grundsätzlich verstehe ich aber mit meinen 4 Jahrzehnten auch nicht wie man Leuten beim spielen zu schauen und diese bewundern kann. Ich honoriere skills mit Respekt aber würde niemals jemandem folgen, nur weil der im richtigen Moment die richtigen Knöpfe drückt.
Meine persönliche Meinung

Alzucard
5 Monate zuvor

Trotzdem. BNei einem Jahresgehalt von 10 millionen macht es nichts, wenn einige subscriber nicht mehr subben.
Klar wer würde diese verträge nicht annehmen, aber darum geht es nicht. Die angst, dass sie weniger subs bekommen ist ziemlich hirnrissig bei mehreren tausend stück.

Ezio Annonymus
5 Monate zuvor

Unterschreibe ich vollumfänglich, liegt wohl an der gleichen Generation wink

Max Mustermann
5 Monate zuvor

„2019, mit dem Wechsel von Ninja im August, scheinen die Top-Streamer jedoch die Vorteile eines Angestellten-Lebens zumindest teilweise zu genießen“

Genau das ist der knackpunkt. Von angestellten, die bezahlt werden, wird auch eine leistung erwartet.
Beide streamer zusammen haben etwa die hälfte der viewer, die sie auf twitch hatten.
Es kommt halt darauf an, ob sich das auch mit den interessen von MS deckt. Und vor allem in den usa ist der druck in solchen angegenheiten immens groß…

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