Shroud wechselt cool von Twitch zu Mixer – DrDisrespect erklärt den Fehler

Michael „shroud“ Grzesiek ist nach Ninja der zweite große Streamer, der von Twitch zu Mixer wechselt. Er inszeniert seinen Wechsel der Streaming-Plattform mit einem coolen Clip, erklärt ihn aber nur dünn. Doch DrDisrespect äußert sich wortreich zur Strategie von Mixer und macht klar, warum er shroud nicht folgen wird.

Das war der Move: Der Shooter-Streamer shroud gab seinen Wechsel von Twitch zu Mixer am Donnerstagabend mit einem ironischen Twitter-Clip bekannt.

Der Clip hat mittlerweile 7,2 Millionen Aufrufe und wirkt professionell inszeniert. Der Clip ist wirklich cool.

Das 50-sekündige Video hat zwei Dimensionen:

  • Einmal ein bombastischer shroud, der zu epischer Musik durch einen Tunnel schreitet – Die Umgebung ist abgedunkelt und leuchtet blauschwarz. Alles ist neu, alles ist aufregend: wie der Gang eines modernen Gladiators in seine Arena
  • seine Freundin, Hannah „bnans“ Kennedy, macht dann das Licht an. Sie steht mit der Katze auf dem Arm im Wohnzimmer und lässt das Kätzchen winken: Es ist Alltag und kein großes Ding
Shroud-Twitch-Mixer
Die Katze winkt und sagt Hallo.

Die Botschaft ist klar: Für Shroud ändert sich nichts. Es ist derselbe shroud, nur in einer neuen Umgebung.

Was von außen wie ein gigantischer Move aussieht, ist für ihn kein großes Ding. Er sitzt am selben Rechner, der Screen zeigt nur ein anderes Layout.

Aufnahme für Clip dauerte 12 Stunden

So erklärt Shroud den Wechsel: Ruhig und locker erklärt shroud den Wechsel seinen Fans: Es war der Move, den er für seine Karriere am besten hielt. So einfach ist das.

Er war ein bisschen nervös, wie der erste Tag werden würde. Aber alles cool.

Shroud schien während der ersten Streams ein wenig erschrocken zu sein, wie viele ihm da auf Mixer zusahen.

Shroud ist kein Mann großer Worte, nur dass ein Team 12 Stunden den Tunnel in seinem Wohnzimmer gebaut hat und es jemanden gab, der allein für die Katze zuständig war und da die medizinischen Infos checkte – das scheint Shroud zu beeindrucken.

„Wie Hollywood“, sei das gewesen.

Disrespect-Shroud-Battlefield5
Shroud und DrDisrespect kennen und schätzen einander.

Darum holt Mixer nun shroud: Sie wollen relevant sein

Das sagt DrDisrespect: Auch wenn er mit seinem Schnauzer und der enormen Lautstärke nicht so wirkt, ist Guy „DrDisrespect“ Beahm wohl einer der versiertesten Geschäftsleute auf Twitch.

Er sagt, noch vor Ninja und shroud hätte Mixer versucht, ihn abzuwerben. Doch DrDisrespect habe abgelehnt.

Laut DrDisresepct:

  • Mixer sage, sie hätten 30 Millionen Nutzer – aber das liege nur daran, dass jeder Xbox-Nutzer automatisch die Mixer-Streams bekomme. Das „Engagement“, die Beteiligung, sei extrem niedrig – im Gegensatz zu Twitch
  • Indem Mixer die Top-Streamer wie shroud und Ninja kauft, wollen sie diese Beteilung hochjagen

Fehler: Microsoft wirbt selbst auf Twitch

  • Mixer plane, mit ein bisschen Xbox-Streaming und einigen bekannten Influencern relevant zu werden und zu wachsen – doch der Plan sei falsch
  • Microsoft gebe jedes Jahr 300 Millionen $ aus, um für Xbox und Videospiele zu werben. Sie könnten sich das Geld sparen, indem sie eine starke Live-Plattform aufbauen – aber im Moment werben sie selbst auf der Plattform Twitch
DrDisrespect-Twitch

Wer also fragt: „Wer wird Shroud folgen“, habe seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Die Antwort sei: Niemand, niemand werde shroud folgen.

DrDisrespect wünscht seinem Freund shroud viel Glück. Der Mann sei bezahlt worden. Genau wie der Typ mit dem blauen Haar. Doch für sich selbst scheint DrDisrespect den Wechsel auszuschließen.

Ninja sagt: massiver Wechsel

Wer sieht das anders? Naturgemäß etwas anders sieht das Tyler „Ninja“ Blevins. Der war bis dahin der einzige „große und relevante“ Streamer auf Mixer.

Der sagt, der Wechsel von Shroud sei „ernsthaft ein massiver Move für die Plattform und die Streaming-Industrie.“

Twitch hat 750 Millionen Stunden Vorsprung – Shroud bringt etwa 5 Millionen mit

Das steckt dahinter: Die Fakten sprechen im Moment eher für DrDisrespect.

Tatsächlich ist Mixer im Moment, was die „gesehenen Stunden“ angeht, weit hinter Twitch und ist sogar nach dem Wechsel von Ninja bei den Marktanteilen weiter zurückgefallen.

Der Vorsprung von Twitch im September 2019 (777,6 Millionen Stunden) gegenüber Mixer (29,7 Millionen Stunden) war so gewaltig, dass selbst ein Shroud da kaum ins Gewicht fällt.

Im September 2019 erreichte Shroud 5,3 Millionen Stunden. (via sullygnome). Zu seiner absoluten Top-Zeit im Februar 2019, im Schwung von Apex Legends, waren es 15,5 Millionen.

So ein Wechsel kann einen Effekt haben, wenn mehr Streamer mitwechseln. Für sich alleine genommen wird das aber wenig ausmachen, selbst wenn die größten Streamer einer Plattform wechseln.

Twitch-Mixer
Das waren die Zahlen von Juli bis September 2019 von StreamElements.

Für die Top-Streamer ist ein Wechsel sicher attraktiv, denn Microsoft bietet denen angenehme Arbeitskonditionen und Boni über „kostenlose Subscriptions.“

Die Streamer kommen auf Mixer aus der Tretmühle des „Ich muss immer online“ sein raus und haben offenbar ein eher geregeltes Einkommen durch Deals mit Microsoft.

Ob die Wechsel von Ninja und shroud aber wirklich zu einer Wende führen, kann bezweifelt werden. Bis jetzt sind das Einzelfälle – auch weil die beiden wohl über kostenlose Subscriptions besonders tolle und finanziell lukrative Konditionen von Microsoft bekommen haben.

Twitch vergrößert Abstand auf Mixer sogar noch – Trotz Fortnite-Star Ninja
Autor(in)
Quelle(n): dexerto
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Ronny Krahl
Ronny Krahl
1 Monat zuvor

Alles Menschen die ich eh nicht kenne und kennen will! Ich spiele selber da hab ich mehr vom Spiel.

Mysticdragon
Mysticdragon
1 Monat zuvor

Die sind doch eigentlich selbst schuld wenn die soviel Streamen. Wenn die keine geregelten Streamzeiten (Mal Abends, mal Vormittags) und 1-2 Stream freie Tage einführen. Jeder deutsche Streamer den ich kenne hat ein Streamingplan mit eben diesen Regeln. Wenn die immer solange am Stück zocken und das jeden Tag dann ist logisch das die unterschiedlichsten Zuschauer verwöhnt werden. Da würde ich eher auf Streamer setzen die alles im normalen regeln anstatt auf solche Hardcore Streamer.

phreeak
phreeak
1 Monat zuvor

Geregeltes Einkommen, werden aber streamingtechnisch in die Bedeutungslosigkeit abrutschen, so wie diejenigen, die sich von Facebook abwerben lassen haben. Debitor lässt grüßen. Früher auf Twitch bis zu 2000 Zuschauer und mehr. Auf Facebook irgendwas zwischen 50 und wenns mal gut läuft 500. Qualitativ wurde es danach auch schlechter. Wieso mühe geben, wenn jeden Monat pünktlich das Geld aufm Konto ist. Die Frage ist, kriegen die so nen tollen Vertrag nocheinmal bei einer Verlängerung, wenn das Unternehmen merkt, dass es sich nicht lohnt?!

Shiro
Shiro
1 Monat zuvor

Das haben sie auch auf Twitch. Ninja wurden ähnliche Zahlen von Twitch geboten um dort weiter zu streamen.

Bei einigen Kommentaren hier macht es den Eindruck als wenn die Leute denken das nur Mixxer / Microsoft den Leuten Geld geboten hat. Aber anders wie Mixxer ist Twitch nicht so verzweifelt sich Bekanntheit zu erkaufen

Bodicore
Bodicore
1 Monat zuvor

Verzweiflung würde ich es nicht nennen. Du musst das Monopol irgenwie aufbrechen sonst hast du eine Plattform die viel Geld kostet und keine Nutzer hat.
Epic hat das Problem ja auch und man kann nicht sagen dass es sich nicht lohnt.

Außerdem will ich nicht wissen wie viele gegen Epic haten und die Gratisspiele trotzdem nehmen.

Ich finde die Zahlen sind nicht so schlecht für eine so junge Plattform, (vor dem Rebranding zählen wir jetzt mal nicht mit) noch ein paar Jahre und die sind etabliert.

phreeak
phreeak
1 Monat zuvor

Sicher hat Twitch auch Geld geboten, aber höchstwahrscheinlich nicht soviel wie Microsoft. Ansonsten wäre niemand gegangen. Microsoft hat wohl so viel geboten, dass es den Verlust an subs und donations einigermaßen ausgleicht.

Steffen
Steffen
1 Monat zuvor

Naja Streamer sind halt auch Unternehmer von daher ist ihnen ein Wechsel nicht vor zu werfen.Die Streamer sollten aber aufpassen das sie nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren.Wer würde einem Ninja glauben wenn er nach Ablauf seines Vertrages wieder zurück zu Twitsh kommen würde und sagt “ … Twitch ist viel besser als Mixer …“ nachdem er nach seinem Wechsel zu Mixer das von eben Mixer gesagt hat.Und Glaubwürdigkeit ist wichtig in ihrem Geschäft.Solange Mc gut bezahlt werden sie da bleiben.Twitch selber brauch sich nur zurücklehnen, solange es keine Massenbewegung Richtung Mixer gibt brauchen sie selbst mit dem Abgang der zwei nicht… Weiterlesen »

Joel
Joel
1 Monat zuvor

Was braucht man da für Glaubwürdigkeit wenn man jemanden im einem Jahr auf Twitch und im nächsten auf Mixxer zusieht. Macht doch für den Zuschauer nicht (viel) mehr Aufwand als beim Fernseher den Sender zu wechseln.
Wenn ich dieses Jahr Harry Potter auf Sat 1 schaue und nächstes Jahr auf Kabel 1 macht das für mich nur den Unterschied welche Werbung ich dazwichen sehe.
Der Streamer muss halt überlegen ob sich für ihn der Wechsel lohnt. Zumal ja hier teilweise um des Protestwillens protestiert wird.

Steffen
Steffen
1 Monat zuvor

Öhm … Glaubwürdigkeit des Streamers, nicht des Zuschauers.
Der Streamer will deine Paste.
Wo du schaust ist in der Tat völlig irrelevant solange du kein Subscriber bist und vielleicht ein längeres Abo abgeschlossen hast.

Lies am besten nochmal meinen Text …

Shiro
Shiro
1 Monat zuvor

Ich habe das Gefühl das der Wechsel zu Mixer für Shroud und Ninja eher sowas wie einer Abschiedstour gleich kommt. Sie kassieren noch mal dick ab, die Subcounts werden durch die kostenlosen Subs geboosted, aber was dann? Die Zahlen von Ninja sind mehr oder weniger nur noch ein Schatten von dem was er auf Twitch hatte und wenn der Hype um CoD in 1 Woche vorbei ist wird es bei ihm auch nicht besser aussehen. Auf Twitch habe ich gerne mal bei Shroud reingeschaltet, aber auf Mixxer…. Mixxer mit den ganzen bunten Badges und Symbolen und was nicht alles immer… Weiterlesen »

Sunsetbt
Sunsetbt
1 Monat zuvor

Kann es sein das der einziger Verlierer der Geschichte Microsoft selber ist ??
Geben Unsummen aus . Aber Mixer wird nicht mehr gesehen.

kriZzPi
kriZzPi
1 Monat zuvor

Microsoft kann die Verluste gut verkraften und das aus Frust Disney kaufen

GSGRUSHER
GSGRUSHER
1 Monat zuvor

Ich glaube eher der DOC ist sauer das er noch nicht gefragt wurde, der erzählt viel wenn der Tag lang ist. Wenn es sich für Shroud und Ninja nicht lohnen würde hätten sie sicher nicht gewechselt und Twitch ist schon lange nicht mehr das was es war.

Martin Buschner
Martin Buschner
1 Monat zuvor

Lies doch erstmal den Text bevor du hier Unsinn postest.

GSGRUSHER
GSGRUSHER
1 Monat zuvor

Habe ich und jeder der DOC kennt und ihn verfolgt weiss das er viel Blödsinn labert aber hey jedem seins ????????‍♂️

Psycheater
Psycheater
1 Monat zuvor

????????????
Das will Ich sehen, das der Dr. eine Millionensumme von Mixer ausschlägt und nicht wechselt

SWOOTH
SWOOTH
1 Monat zuvor

Jo dachte ich mir auch is ja klar microsoft wird zuerst kontroverse streamer fragen als streamer die nicht alzu negativ im netz auffsllen um ihre plattform zu bewerben

Ben Hauenstein
Ben Hauenstein
1 Monat zuvor

Tatsächlich haben Doc und der Leiter von Mixer schon vorher kooperiert und waren in einem Interview zusammen als sie über die jeweilige Zukunft gesprochen haben

Ben Hauenstein
Ben Hauenstein
1 Monat zuvor

Ist nicht so sauber recherchiert. Doc hat bereits gesagt für genug Geld würde er zu Mixer gehen. Ist ja auch logisch, niemand wechselt seine sichere Arbeit ohne Anreize.

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Monat zuvor

Er sagt ja direkt im Video: Sie wollten ihn haben – er hat Nein gesagt. Niemand wird shroud folgen. Das sind ja seine Worte – die beiden Clips sind ja eingebettet.

Ich denke, ob er wechselt, ist auch nicht das Entscheidende – sondern was er über die Situation Twitch vs. Mixer sagt, ist das Relevante.

Das gibt dann auch die Perspektive wieder.

kriZzPi
kriZzPi
1 Monat zuvor

Der Doc spricht einfach nur das super offensichtliche aus xD. Twitch hatte lange eine Monopolstellung und Mixer ist Grade Mal so eine alternative das die weder die Nutzer noch die Aktivität haben ist ja irgendwie logisch. Ist doch auch bei Steam nicht anders. Es braucht Unsummen an Geld, die richtige Strategie und ne priese Glück so ein Monopol anzukratzen.

Psycheater
Psycheater
1 Monat zuvor

Dann soll er halt nicht so n Bullshit erzählen das Ninja und Shroud niemand folgen wird. Wenn Microsoft genug zahlt würde jeder wechseln; was ja auch nachvollziehbar ist

Seska Larafey
Seska Larafey
1 Monat zuvor

Du hast recht. Auf Mixer können sie einen Gang herunterfahren um das Leben auch abseits von Streaming leben zu können. Aber wie es am ende aufgenommen wird wird die Zeit zeigen….

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