Die Gen Z mag die unzuverlässigste Generation sein, aber sie hat gute Gründe, wichtige Entscheidungen zu verschieben

Die Generation Z gilt als sprunghaft, unentschlossen und wenig karriereorientiert. Eine neue Studie kommt jedoch zu einem anderen Schluss: Die jüngsten Arbeitnehmer sind nicht weniger ehrgeizig als ihre Vorgänger, sie gehen nur deutlich vorsichtiger vor.

Was macht die Gen Z anders als frühere Generationen? Wer mit älteren Kollegen, vor allem aus der Generation Babyboomer, aber auch der Gen X spricht, hört oft dieselben Vorwürfe: Die Gen Z wolle nicht arbeiten, habe keine Geduld und denke ständig über den nächsten Jobwechsel nach.

Und auch Spitzenpolitiker fallen immer wieder mit dieser Rhetorik auf. Nicht zuletzt wetterte Bundeskanzler Merz gegen die vermeintliche „Lifestyle-Teilzeit“ (Frankfurter Rundschau).

Eine neue Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeichnet nun jedoch ein anderes und differenzierteres Bild. Wer heute in den Beruf startet, blickt auf eine Welt voller Unsicherheiten: Pandemie, Inflation, Wohnungsnot und die Angst, dass KI ganze Berufsfelder verändert.

Demnach bevorzugen 44 Prozent der Befragten aus der Generation Z einen langsamen, aber sicheren Karriereweg. Nur jeder Vierte möchte möglichst schnell befördert werden.

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Besonders auffällig dabei jedoch: Nur 6 Prozent sehen eine Führungsposition als oberstes Karriereziel. Viele fürchten den zusätzlichen Stress, Burnout oder Nachteile für ihre Work-Life-Balance. Später wollen sogar 76 Prozent durchaus Führungsverantwortung übernehmen, es soll nur eben nicht die Lead-Priority sein (via Fortune, Paywall).

Viele investieren laut Studie gezielt in Weiterbildungen, Kommunikationsfähigkeiten und KI-Kompetenzen. Drei Viertel der Befragten nutzen KI bereits im Arbeitsalltag. Der Aufstieg wird lediglich verschoben, nicht aufgegeben.

Passt das zu den bisherigen Erkenntnissen über Gen Z? Erst kürzlich berichteten wir über eine Studie aus Österreich, die zu einem scheinbaren Widerspruch kam: Die Gen Z möchte viel Geld verdienen, verliert aber gleichzeitig das Interesse an klassischen MINT-Berufen wie Informatik oder Ingenieurwesen.

Beide Studien zeichnen letztlich dasselbe Bild: Geld bleibt wichtig, doch junge Menschen achten heute stärker auf Sinn, Flexibilität und persönliche Entwicklung. Viele wollen nicht mehr jeden Karrierepfad einschlagen, nur weil dort hohe Gehälter winken.

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Die Gen Z wächst in einer Zeit auf, die von Unsicherheit geprägt ist. Hohe Lebenshaltungskosten, ein schwieriger Wohnungsmarkt und die rasante Entwicklung von KI sorgen dafür, dass viele junge Menschen genauer abwägen als frühere Generationen. Dass sie dabei oft andere Prioritäten setzen als ihre Eltern, zeigt sich auch an anderer Stelle: Warum viele Vertreter der Gen Z sogar bereit sind, persönliche Daten gegen Vorteile einzutauschen

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