5 Dinge, mit denen Legends of Runeterra besser als Hearthstone sein will

Legends of Runeterra ist das neue Kartenspiel vom League of Legends-Entwickler Riot Games. Es hat viele Parallelen zu Hearthstone, dem Kartenspiel von Blizzard, aber auch deutlich Unterschiede. Die größten von ihnen haben wir für euch gesammelt.

Was ist Legends of Runeterra? Legends of Runeterra ist ein Kartenspiel, welches zum 10ten Geburtstag von League of Legends angekündigt wurde.

Die Regeln des Kartenspiels sind dabei relativ einfach gehalten und weniger komplex als bei Magic. Auch die Dauer einer Runde ist kürzer, weswegen LoR eher in direkter Konkurrenz zu Hearthstone steht. Auf Twitch kam das neue Spiel von Riot Games bereits sehr gut an.

Wir haben uns deshalb speziell diese beiden Kartenspiele angesehen und die 5 größten spielerischen Unterschiede herausgesucht und was Legends of Runeterra dort anders macht.

lol Runeterra Freijord

1. Unterschiede im Spielablauf

Wo unterscheiden sich LoR und Hearhstone am deutlichsten? Während in Hearthstone die Spieler einzelne Runden ganz für sich haben und darin beliebig viele Aktionen durchführen können, haben beide Spieler in Legends of Runeterra Aktionen in einer Runde.

Zwar wird weiterhin abwechselnd agiert, aber das nach jeder größeren Aktion. Spielt also ein Spieler eine Karte aus, ist erst sein Gegenüber mit einer Aktion dran, bevor mit dieser Karte angegriffen werden kann.

So kommt mehr Dynamik ins Spiel, weil auf jede Aktion sofort reagiert werden kann. Das gilt auch für Angriffe.

legends of runterra spielfeld
Das Spielbrett von Legends of Runeterra

Wo liegen die Unterschiede in den Angriffen? Jede Runde ist ein Spieler Angreifer und der andere Verteidiger. Der Verteidiger kann dabei entscheiden, mit welchem Champion Angriffe geblockt werden oder ob die Angriffe direkt auf die Lebenspunkte durchgelassen werden.

Ein großer Unterschied, denn in Hearthstone kontrolliert der Angreifer, was auf dem Feld passiert und welche Karten attackiert werden. Zudem können dann noch Zauber genutzt werden, um Angriffe oder Verteidigungen zu verhindern.

Hearthstone: Perfekter Zug wendet Spiel, treibt Gegner sofort zur Aufgabe

2. Unterschiede in den Zaubern

Wo liegen die Unterschiede in den Zaubern? Während in Hearthstone nur Fallen auf die Aktionen der Gegner reagieren können, gibt es in Legends of Runeterra verschiedene Zauber-Arten, die unterschiedlich schnellen Einfluss auf das Spiel haben:

  • Burst – Die Zauber werden sofort aktiviert, der Gegner kann nicht reagieren.
  • Fast – Die Zauber werden auch im Kampf aktiviert, aber der Gegner hat eine Phase Zeit, um darauf zu reagieren.
  • Slow – Die Zauber lassen sich nur außerhalb des Kampfes aktivieren und der Gegner kann darauf reagieren.

Auch dieser Unterschied erhöht die Dynamik und ermöglicht es, strategisch mehr in die Tiefe zu gehen.

Zauber Legends of Runeterra
Auf einen Zauber des Gegners kann man wiederum mit einem Zauber reagieren

3. Mana und Zaubermana

Wie funktioniert das Mana in den Kartenspielen? In Hearthstone und Legends of Runeterra beginnt ihr mit 1 Mana und erhaltet jede Rune einen Manakristall dazu.

In LoR gibt es jedoch bis zu 3 Zaubermana. Diese erhaltet ihr, wenn am Ende des Zugs Mana übrig bleibt. Habt ihr 3 Mana, setzt aber nur 1 Mana ein, sammelt ihr passiv 2 Zaubermana. Dieses lässt sich jedoch nur für Zauber ausgeben.

Geschickte Spieler können so mit ihrem Mana besser haushalten und auch mehr als 10 Mana in einer Runde einsetzen.

Mana Legends of Runeterra
6 Mana und zusätzliches Zaubermana

4. Deck Building

Worin unterscheiden sich die Decks der Kartenspiele? In Legends of Runeterra könnt ihr für euer Deck 40 Karten verwenden, in Hearthstone nur 30. Doch auch abseits der Zahl gibt es Unterschiede:

  • In Legends of Runeterra könnt ihr maximal 6 Champions in einem Deck haben. In Hearthstone sind theoretisch 30 einzelne Legendaries möglich.
  • In LoR darf jede Karte dreimal in eurem Deck sein. In Hearthstone nur zweimal, wobei legendäre Karten sogar nur einmal erlaubt sind.
  • In Hearthstone könnt ihr eine Klasse nutzen und dazu auf neutrale Karten zurückgreifen. In LoR müsst ihr zwei Fraktionen wählen, aus denen ihr eure Champions und Karten zusammenstellen könnt.

Außerdem könnt ihr euch in Legends of Runeterra keine Kartenpacks für Echtgeld kaufen. Damit fällt ein großer Kritikpunkt weg, den sich Hearthstone immer wieder anhören muss.

Legends-of-Runterra-Regionen
Die sechs Regionen im Kartenspiel

5. Champions leveln im Spiel

Was können Champions besonderes? Bei Hearthstone gibt es viele bekannte Charaktere wie den Lichkönig oder Ragnaros im Spiel. Sie haben meist coole Effekte, funktionieren aber ansonsten wie andere Karten auch.

In Legends of Runeterra haben Champions eine Besonderheit. Sie können während eines Matches leveln und so zusätzliche Fertigkeiten freischalten. Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, wie das Beispiel von Draven zeigt:

  • Draven erzeugt beim Ausspielen und Angreifen jeweils eine Spinning Axe (ein Zauber).
  • Um ein Level aufzusteigen, muss Draven zweimal angegriffen haben, während er eine Spinning Axe getragen hat.
  • Draven auf höherem Level bekommt zusätzliche Stats (+1/+1), kreiert 2 Spinning Axes pro Angriff und bekommt den Effekt „Overwhelm“, durch den der Schaden, der nach dem Kill auf einem Champion übrig bleibt, dem Nexus zugefügt wird.
Draven beim Level-Up Legends of Runeterra

Außerdem gibt es häufig Karten, die die Spielweise des Champions unterstützen. Die Karte „Draven’s Biggest Fan“ sorgt dafür, dass Draven ganz oben auf das Deck gelegt wird.

Doch nicht alle Spieler sind mit dem neuen LoL-Kartenspiel zufrieden. Der Kartenspiel-Profi Andrey „Reynad“ Yanyuk bezeichnet es als „schlechtere Version von Gwent“:

Experte Reynad hält LoL-Kartenspiel für „schlechtere Version“ von Gwent, Magic
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Venrai
Venrai
7 Monate zuvor

Runeterra möchte also deutlich mehr dynamische Möglichkeiten bieten als Hearthstone. Dumm nur das es das schon alles gibt und zwar in Magic und das schon sehr lange. Ich sehe nicht wie man sich damit seine eigene Nische im Kartenspielgenre schaffen will. Magic ist schon lange etabliert und wem diese ganzen dynamischen Sachen zu nervig oder kompliziert sind der bleibt eh bei Hearthstone oder spielt halt sowohl Magic als auch Hearthstone. Sehe hier wirklich nichts was Runeterra besonders abhebt außer das es halt das LoL Universum benutzt.
Denke aber das die primäre Zielgruppe hier fast schon eher LoL Spieler sind die dann zusätzlich noch das Kartenspiel spielen. Man wird sehen ob das so aufgeht.

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

Grundsätzlich hast du Recht..klar hat Magic das alles schon seit Ewigkeiten. Aber warum sollte sich etwas nicht etablieren können, nur weil es das Spiel bereits schon in ähnlicher Form gibt?! Was ist mit Dota 2?! Das Spiel das „erst“ auf den Markt kam, als Riot bereits Prize Pools mit über 2 Mio. $ bei ihrer World Championship zu einem sehr, sehr ähnlichen Spiel ausgeschüttet hat. Trotzdem konnte sich Dota etablieren und sich als sehr erfolgreicher eSport Titel im Moba-Genre neben LoL festsetzen. Auch der Franchise Stempel kann ein Katalysator sein: Super Smash Bros kam damals auf den Markt, als sämtliche Plattformen voll waren mit Beat ‚em ups: Tekken, Street Fighter, DoA, Mortal Kombat…und trotzdem war es ein Erfolg und hat mittlerweile eine ernstzunehmende eSport Szene ohne das Rad neu zu erfinden. Oder was ist mit TFT?! Ebenfalls aus dem Hause Riot. Welches sich auch gegen andere Autobattler durchsetzen konnte.

Natürlich ist Magic ein uraltes Spiel, den Durchbruch als Videospiel hat man aber erst mit dem letzten Release geschafft. Alles was vorher war ist mehr oder weniger kolossal gefloppt oder sehr schnell in der Belanglosigkeit verschwunden. Dementsprechend steht Magic als Videospiel auch erst am Anfang und hat erst noch zu beweisen, in wie fern sich das Spiel tatsächlich langfristig bewähren kann (Patches, Balancing, neuer Content etc.)…alle tun immer so, als wäre Magic der unumstrittene Platzhirsch, was als echtes Kartenspiel auch der Fall sein mag, aber auf dem digitalen Markt ist das bereits der x-te Anlauf und dabei der erste, der wirklich funktioniert hat.

Venrai
Venrai
7 Monate zuvor

Gebe ich dir durchaus recht, aber bei Kartenspielen ist halt glaube ich die Bindung durch die Investition in die Sammlungen etc. einfach deutlich größer als bei den von dir genannten Titeln. Ich kenne zumindestens sehr viele die nicht wechseln möchten von Hearthstone z.B., weil sie eben schon so viel Zeit etc. investiert haben in ihre Sammlung. Daher bin ich mal gespannt wie das bei Runeterra läuft und wie viele sich da wirklich überzeugen lassen oder ob es nicht eher Neueinsteiger oder Wiederkehrer sind.

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

Klingt plausibel…für mich persönlich nicht ganz nachvollziehbar aber dennoch plausibel. Allerdings habe ich auch nicht so den großen Bezug zu Cardgames als Videospiel. Habe zwar einige Runden Hearthstone gespielt, allerdings ist das Spiel einfach nicht meins. Du könntest durchaus recht haben und die Zeiten sind einfach so…Als zwar digitaler Enthusiast, aber jemand der Magic damals noch offline mit den echten Karten und 20-seitigen Würfeln als Lebenspunkte-Counter gespielt hat, ist es eher nachvollziehbar wenn jemand sagt es fällt ihm schwer für ein neues Spiel seine echte Kartensammlung aufzugeben, als wenn jemand sagt er kann sich so schlecht von seinem digitalen Kartenstapel trennen…aber wie gesagt, wohlmöglich sind die Zeiten mittlerweile einfach so und so tief bin ich in der Szene nun auch nicht.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich mich schon recht auf LoR freue. Die ersten Videos und Streams sahen ziemlich gut aus, das Konzept liest sich auch recht rund und das Universum von League of Legends hat auch sehr viel Potential. Ich bin gespannt was da kommt und wie sich das Spiel entwickeln und halten kann.

Voidy
Voidy
7 Monate zuvor

Wobei Magic einen entscheidenden Nachteil hat: Keine iOS/Android-App.

Venrai
Venrai
7 Monate zuvor

Kann ich nachvollziehen obwohl ich einfach glaube ab einer gewissen Komplexität wird es einfach schwierig mit Mobile Versionen. Die ganzen Tokendecks würden wahrscheinlich ab einem gewissen Zeitpunkt die Kapazitäten der Bildschirme sprengen. Daher werden die Mobileversionen wohl nie über eine gewisse Komplexität hinaus gehen. Obwohl vielleicht mit faltbaren Bildschirmen oder so die groß genug sein könnten, aber das ist ja noch Zukunftsmusik für die Masse.

DDuck
DDuck
7 Monate zuvor

Sehe ich ähnlich. Hearthstone ist auf seine Weise auch komplex, jedoch auf eine andere Art als es Magic ist. Magic ist deutlich umfangreicher als Hearthstone und lässt sich auch einem Smartphone oder Tablet so einfach irgendwann nicht mehr richtig abbilden und bedienen.

King
King
7 Monate zuvor

Das ist alles cool beshcireben und dnake dafür. Aber bei so einem Game muss sich glaub ich selbst einmal anspielen und ein eindruck machen. Ich freu mich es endlich spielen zu können wenn die Zeit kommt.

Stephan
Stephan
7 Monate zuvor

Ich bin skeptisch was die Dynamik des Spiels betrifft, wenn ich jedes mal nach einer Aktion auf die Gegenreaktion des Gegners warten muss.

Plague1992
Plague1992
7 Monate zuvor

Nicht zu vergessen, es wird keine Kartenpackungen / Lootboxen geben. Man kauft sich „Wildcards“ die man gegen die gewünschte Karte eintauschen kann. Kein RNG oder dergleichen, deutlich fairer als bei HS. Einsteigerfreundlicher wirkt es auch da man es bereits vorgefertigte Decks und ne Menge zum freispielen gibt.

Es soll aller 2 Wochen gepatched werden und Metas sollen bewusst bestehen bleiben. Sprich wer gerne Fiora spielt soll dies in 2 Jahren noch genauso gut können wie aktuell. Keine Standard-Format, kein Powercreep, keine erzwungenen neuen Metas …

Alexander Leitsch
Alexander Leitsch
7 Monate zuvor

Steht im Artikel: „Außerdem könnt ihr euch in Legends of Runeterra keine Kartenpacks für Echtgeld kaufen. Damit fällt ein großer Kritikpunkt weg, den sich Hearthstone immer wieder anhören muss.

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