Der Survival-Hit ARK soll ein kostenpflichtiges Remaster erhalten. Das machte Spieler wütend. Jetzt reagieren die Entwickler auf die Kritik.
Was ist das für ein Remaster? Studio Wildcard, die Entwickler von ARK: Survival Evolved, haben am 31. März 2023 ein Remaster für das Survival-Spiel angekündigt und im selben Atemzug den Nachfolger ARK 2 auf Ende 2024 verschoben.
Das Remaster heißt ARK Survival Ascended, soll die Inhalte von ARK: Survival Evolved auf die Unreal Engine 5 bringen und erscheint ausschließlich für PC, Xbox Series X|S und PS5.
Wieso waren Spieler laut und wütend? Die ARK-Spieler waren aus verschiedenen Gründen wütend und übten lauthals Kritik in den sozialen Netzwerken. Einige Gründe waren:
- die Abschaltung der öffentlichen Server von ARK: Survival Evolved zum Release des Remasters und den damit verbundenen Verlust des Spielfortschritts
- der Preis des Remaster: mindestens 39,99 € ohne DLCs, die in der Gesamtheit noch mal knapp 40 € kosten sollten
- Spieler auf Xbox und PC konnten das Remaster nur in einem Bundle mit ARK 2 für 10 € mehr, also für 49,99 € kaufen – die DLCs waren trotzdem nicht dabei
- Das führte zu Kritik, weil immer noch kein einziges Gameplay zu ARK 2 gezeigt wurde. Spieler sollten quasi die Katze im Sack kaufen.
Was ändert ARK am Remaster jetzt? Knapp eine Woche nach der Ankündigung von ARK: Survival Ascended hat Studio Wildcard auf die Kritik zum Remaster reagiert und einige Anpassungen vorgenommen (via survivetheark).
Ihr müsst jetzt nicht mehr das Remaster inklusive ARK 2 für 50 € kaufen. Ebenso wird es nicht mehr nötig sein, die DLCs separat zu erwerben. Dafür wurde das ganze Paket jetzt 20 € teurer. Für insgesamt 60 € bekommt ihr nun das Remaster ARK: Survival Ascended und die DLCs Scorched Earth, Aberration, Extinction, Genesis Part 1 und Genesis Part 2.
Vor der Änderung hätten Spieler für alle Inhalte 80 bis 90 € zahlen müssen (je nach Plattform). Die DLCs Scorched Earth, Aberration und Extinction wären Teil des „Explorer Passes“ für 19,99 € gewesen. Genesis Part 1 und Part 2 hätten gemeinsam ebenfalls noch mal 19,99 € gekostet.
Entwickler erklären, warum das Update doch nicht kostenlos ist
Nicht nur ein Update: Innerhalb der Meldung erklärte Studio Wildcard zudem genauer, weshalb es ein kostenpflichtiges Remaster und kein UE5-Update werde, wovon Spieler nach einem Twitter-Post von dem Wildcard-Mitgründer Jeremy Stieglitz ausgingen.
Zu dem Zeitpunkt, als Stieglitz von einem kostenlosen Update sprach, habe das Studio noch geplant, die überarbeitete Version der Nintendo Switch zu nehmen und die Hardware-Limitierungen der Switch zu entfernen. Das hätte bedeutet, dass das Update nicht das vollständige Potenzial der Technologie genutzt hätte, heißt es seitens Wildcard.
Diesen Plan habe Wildcard jedoch verworfen und sich dazu entschieden, ein ARK-Erlebnis mit „bereinigtem Basis-Code“ zu liefern. Ein solches Update sei jedoch mit ARK: Survival Evolved nicht möglich, da die Überarbeitung dazu führe, dass bestehende Speicherstände ungültig werden und Mods nicht mehr funktionieren könnten.
Man habe demnach nicht versucht, die Spieler zu täuschen, sondern die Pläne und allgemeinen Absichten seien zunächst andere gewesen.
Offizielle Server basieren auf veralteter Technologie
Wieso werden die offiziellen Server abgeschaltet? Laut Studio Wildcard basieren die offiziellen Server auf „veralteter Technologie“ und nehmen „für den Betrieb und die Wartung erhebliche Entwicklungsressourcen und Zeit“ in Anspruch. Zudem habe man erkannt, dass der Großteil der Spieler nicht auf offiziellen Servern spiele.
Da die Entwickler trotzdem verstünden, dass der Verlust des Fortschritts für Spieler nicht leicht ist, wolle man die Übertragung der Speicherstände auf inoffizielle Server ermöglichen.
Remaster bringt Crossplay und wilde Dino-Babys
Was bringt das Remaster? Neben einer hübscheren Grafik der Unreal Engine 5 soll das Remaster eine Überarbeitung der Bewegung und des Laufverhaltens von Dinos beinhalten. Zudem soll ein Fotomodus und Nvidia DLSS Unterstützung kommen. Doch die Highlights sind andere Neuerungen.
ARK: Survival Ascended soll bereits zu Release Blueprint-Modding auf PC und Konsolen besitzen. Obendrein werden die Erstellung und Customization der Charaktere sowie die Snap-Points beim Bauen verbessert und Crossplay hinzugefügt.
Das Management von Dino-Babys soll ebenfalls ein QOL-Update erhalten und es soll wilde Dino-Babys geben, die über die Map streifen.
Wie ARK auf der Unreal Engine 5 aussehen könnte, zeigte uns bereits ein bekannter Modder des Survival-Hits:
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