Kann man mit einem Handy für weniger als 100 Euro überhaupt den Alltag bewältigen? MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann hat sich das günstige Blackview A60 Pro gekauft und verrät, wofür es sich lohnt und wofür nicht.
Mit dem Blackview A60 Pro taucht regelmäßig ein günstiges Handy von 2019 in den Bestsellern von Amazon auf. Doch reicht im Jahr 2023 die Performance eines Handys überhaupt noch aus, welches nicht einmal 100 Euro kostet?
Denn ich höre solche Kommentare auch im Freundeskreis immer wieder: Für 100 Euro kann man doch keine gute Hardware bekommen, denn irgendwo müsse der Hersteller schließlich sparen. Dann kaufe man sich lieber gleich ein „richtiges“ Handy.
Aus diesem Grund hab ich mir das Modell bestellt und hab es in meinem Alltag genutzt. Und ich bin tatsächlich überrascht gewesen, was so ein günstiges Gerät alles leisten kann.
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Was ist im Lieferumfang? Im Lieferumfang befindet sich ein Mikro-USB-Kabel, ein Ladeadapter und eine Kurzanleitung. Das Handy steckt bereits in einer stabilen Silikonhülle und eine Displayschutzfolie ist ebenfalls bereits montiert. Das sieht man im hochpreisigen Segment eher selten.
Welche Technik steckt im A60 Pro? Im Inneren des Smartphones arbeitet ein Mediatek Helio A22. Die CPU stammt aus dem Jahr 2018. Kombiniert wird der Chip mit 3 GB RAM und 16 GB internen Speicher. Hinzu kommt ein 6,1-Zoll-Display mit einer schwachen Auflösung von 1280 x 640. Die Hauptkamera setzt auf 8 Megapixel, die Frontkamera auf 5 Megapixel.
Während Fingerabdrucksensor und Face-ID mit dabei sind, unterstützt das Gerät leider kein NFC. Mit dabei ist hingegen eine Benachrichtigungs-LED. Ärgerlich ist vor allem der verbaute Micro-USB-Anschluss zum Aufladen. Der ist einfach nicht mehr zeitgemäß – weder 2019 noch 2023.
Verarbeitung: Das Handy besteht vollständig aus Kunststoff. Dennoch wirkt das Handy gut verarbeitet und liegt auch gut in der Hand, ist mit seinen Maßen von 156 x 74 x 9,8 mm aber auch nicht wirklich klein.
Wie schlägt sich das 100-Euro-Handy im Alltag?
Was funktioniert richtig gut? Die meisten alltäglichen Aufgaben kann das Handy problemlos bewältigen. Hier vermisse ich auch in keiner Weise die Performance meines deutlich leistungsstärkeren Galaxy Note 9. Eine SMS, eine Nachricht über Telegram oder der schnelle Check der DB-App funktioniert auf dem Modell absolut problemlos. Auch für ein schnelles Telefonat oder die morgendliche Zeitung ist es ausreichend.
Das Display ist überraschend gut und hell. Auch bei starkem Sonnenschein ist bei höchster Helligkeitseinstellung noch alles gut zu erkennen. Die Farben des IPS-Displays sind kräftig genug, kommen aber wenig überraschend nicht an ein OLED-Display heran. Das erwarte ich in dieser Preisklasse aber nicht.
Ebenfalls eine große Stärke ist die hervorragende Akkulaufzeit. Im Alltag hält er bei mir locker eineinhalb bis 2 Tage durch. Und ich kann in dem Zeitraum auch mehrfach eine halbe Stunde oder länger zocken. Mein altes Galaxy Note 9 muss am Ende des Tages immer ans Ladekabel. Im Vergleich dazu liegt der Akkuladestand des Blackview A60 Pro bei etwa 60 %, wenn ich schlafen gehe.
Das Display ist auch bei hoher Sonneneinstrahlung noch hell genug.
Was klappt nicht so gut? Bei anderen Aufgaben sind jedoch schnell die Grenzen des Geräts erreicht. Bei der Kamera hat der Hersteller gespart, die Bilder wirken farblos und bei wenig Licht gibt es ein starkes Rauschen. Ähnliches gilt für Nahaufnahmen. Für einen schnellen Schnappschuss reicht das, für alles andere ist die Kamera zu schwach.
QuerformatHochformatBilder mit dem Blackview A60 Pro – Als Schnappschuss oder Gedankenstütze hilfreich, mehr aber auch nicht.
Das Gleiche gilt auch fürs Gaming: Grafisch anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact machen auf dem Gerät einfach keinen Spaß. Das liegt nicht nur an der Performance, sondern auch am Touchscreen, der sehr träge wirkt. Im Rennspiel “Need for Speed: No Limit” rausche ich regelmäßig in die Leitplanke, das Spiel läuft selbst problemlos.
Die verbauten Lautsprecher sind ebenfalls ziemlich dünn, ich würde aber ohnehin In-Ear-Kopfhörer oder ähnliches empfehlen.
Zusätzlich ist ärgerlich, dass das Handy noch auf einen Micro-USB-Anschluss setzt. In Kombination mit dem 5-Watt-Netzteil bedeutet das lange Ladezeiten, wenn der Akku doch mal leer ist. Ein schnelles Aufladen vor dem Einkaufen ist also nicht drin.
Um das Handy von 11 % wieder auf 100 % zu bringen, musste das Gerät knapp 6 Stunden am Ladekabel verbringen.
Detailansicht vom Blackview A60 Pro, hier mit Micro-USB-Anschluss. Der Klinkenanschluss ist an der Oberseite.
Blackview A60 Pro: Praktischer Alltagsbegleiter für unter 100 Euro
Lohnt sich 100 Euro für so ein Gerät? Grundsätzlich kommt es darauf an, was ihr mit so einem Handy machen wollt. Das Blackview A60 Pro kann mich bei täglichen Aufgaben wirklich überzeugen. Wer ohnehin nicht spielen möchte und außer Telefonieren und täglichen Nachrichten vielleicht noch seine Bahntickets digital dabei haben möchte, der bekommt ihr ein alltagstaugliches Gerät. Denn für die allermeisten Aufgaben im Alltag braucht es kein Highend-Handy für 1.000 Euro.
Wollt ihr jedoch aktiv spielen, viele Dinge gleichzeitig machen oder eben eine ausführliche E-Mail tippen, dann kommt das Blackview A60 Pro schnell an seine Grenzen. Dafür ist der Touchscreen nicht fix genug und die Performance zu schwach. Ich vermisse im Vergleich zu meinem Galaxy Note 9 etwa die höhere Auflösung.
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Gibt es Alternativen? Ja, mit Ulefone und Xiaomi gibt es noch andere Hersteller, die sehr günstige Handys in diesem Bereich anbieten. Auch Blackview bietet noch weitere günstige Modelle an.
Die verbaute Hardware ähnelt sich jedoch in allen günstigen Geräten stark. So steckt im Ulefone 14 etwa auch der Helio A22, der bereits im Blackview A60 Pro zum Einsatz kommt, bietet euch dafür ein modernes Android und USB-C. Ähnliches gilt auch für das Xiaomi Redmi 9C. Teilweise ist die Kamera etwas besser (mehr Megapixel), dafür der Akku etwas kleiner.
Mit einer simplen Änderung könnt ihr World of Warcraft viel angenehmer machen. Eine Option aus Dragonflight beseitigt uralte Probleme.
Die meisten von uns spielen World of Warcraft schon seit einer sehr langen Zeit und haben sich an Probleme und Schwierigkeiten gewöhnt. Wenn etwas sehr „nervig“ anzuklicken ist, dann brummeln WoW-Spieler in ihren Bart hinein und ertragen es. Aber das muss es eigentlich nicht sein.
Bereits seit Patch 10.0 gibt es die Einstellung der „Interagieren-Taste“, die ich euch hier nahelegen will.
Wo findet man die Einstellung? Drückt dafür einfach die Escape-Taste, wählt „Optionen“ und den Unterpunkt „Steuerung“. Scrollt nun ein wenig herunter und setzt einen Haken bei „Interaktionstaste aktivieren“. Anschließend setzt ihr im Menüpunkt direkt darunter bei „Mit Ziel interagieren“ eine entsprechende Taste dafür ein.
Für die meisten dürfte sich hier die „F“-Taste eignen, aber die Wahl liegt natürlich bei euch.
Eine etwas “versteckte” Einstellung mit großer Wirkung.
Was bringt die Einstellung? Wie großartig die Einstellung ist, bemerkt man erst im Laufe von Tagen und Wochen. Aber lasst mich euch ein paar Beispiele nennen.
Aktuell findet das Nobelgartenfest statt. Das ist das Osterfest von World of Warcraft. Hier könnt ihr in verschiedenen Städten Eier sammeln, die ihr für Erfolge und Belohnungen braucht. Der Haken: Alle anderen sammeln die Eier auch und nur der Erste, der das Ei anklickt, bekommt die Beute. Mit der Interagieren-Taste seid ihr schneller als jede Person, die erst manuell das Ei anklicken muss.
Erinnert ihr euch noch an diese Quests, bei denen ihr Kleintiere wie Eichhörnchen retten müsst, die panisch über den Bildschirm huschen? In der Regel rennt man wie blöde hinter denen her und versucht sie 30x wild anzuklicken, nur um die Quest nach 10 Minuten voller Frustration abzuschließen. Auch das entfällt. Denn die Interagieren-Taste beseitigt auch dieses Problem.
Die Funktion eignet sich sogar, um Bugs von World of Warcraft zu umgehen. Kennt ihr das auch, wenn ein Erz oder eine Schatzkiste manchmal „im Boden“ spawnt und nicht angeklickt werden kann? Mittels der Interaktionstaste könnt ihr auch dieses Problem entgehen. Gerade in Dragonflight bei der „Bewegten Erde“ ist das viel wert.
Egal ob ihr mit NPCs sprechen wollt, einen Questgegenstand aufhebt oder eine Tür öffnen wollt – mit der Interagieren-Taste erspart ihr euch das Bewegen der Maus und trefft auch kleinste Objekte garantiert.
Es ist eine kleine, aber doch recht nützliche Einstellung, die man jedem WoW-Veteranen und -Neuling nur ans Herz legen kann. Auf jeden Fall ist es aber deutlich besser als Click-To-Move …
Die besten Konter gegen Demeteros (Inkarnationsform) in Pokémon GO im Guide. Wir zeigen euch die besten Angreifer und Movesets. Damit könnt ihr den Boss in Raids besiegen und fangen.
Was ist Demeteros für ein Pokémon? Demeteros ist ein legendäres Pokémon und stammt aus der fünften Spielgeneration von Pokémon. Es gehört zu den Typen Boden und Flug und verfügt über eine Inkarnationsform und eine Tiergeistform.
Wie lange ist Demeteros in Raids? Ihr trefft den Boss vom 11. April um 10:00 Uhr Ortszeit bis zum 17. April um 10:00 Uhr Ortszeit in 5er-Raids. Wir zeigen euch hier die besten Konter gegen Demeteros (Inkarnationsform) und gegen welche Typen es schwach ist (Typ-Effektivität).
Demeteros (Inkarnationsform) besiegen im Raid – Mit diesen Kontern
Crypto-Mamutel mit Pulverschnee und Lawine
Proto-Kyogre mit Kaskade und Blizzard
Crypto-Mewtu mit Psychoklinge und Eisstrahl
Crypto-Snibunna mit Eissplitter und Lawine
Mega-Rexblisar mit Pulverschnee und Meteorologe
Galar-Flampivian mit Eiszahn und Lawine
Mamutel mit Pulverschnee und Lawine
Mega-Firnontor mit Eisesodem und Lawine
Crypto-Arktos mit Eisesodem und Eisstrahl
Mega-Sumpex mit Aquaknarre und Aquahaubitze
Mewtu mit Psychoklinge und Eisstrahl
Snibunna mit Eissplitter und Lawine
Rossana mit Eisesodem und Lawine
Arktilas mit Eiszahn und Lawine
Glaziola mit Eisesodem und Lawine
Crypto-Porygon-Z mit Zielschuss und Blizzard
Crypto-Regice mit Eisesodem und Blizzard
Crypto-Keifel mit Eissplitter und Lawine
Crypto-Alola-Vulnona mit Pulverschnee und Meteorologe
Crypto-Walraisa mit Eisesodem und Eisspeer
Schwächen von Demeteros in der Inkarnationsform: Das Pokémon gehört zu den Typen Boden und Flug und hat Schwächen gegen Eis und Wasser. Vor allem aber gegen Eis. Setzt in Raids also auf Angriffe und Pokémon dieser Typen, um Demeteros in der Inkarnationsform zu besiegen.
Gibt es Shiny Demeteros in der Inkarnationsform? Ja, nach einem Raid habt ihr die Chance, das Pokémon in seiner schillernden Form zu fangen. Wie die aussieht, seht ihr auf der folgenden Grafik:
Wie viele Trainer benötigt man? Wenn ihr die Top-Konter-Pokémon besitzt und schon ein recht hohes Level (40+) in Pokémon GO erreicht habt, könnt ihr Demeteros in der Inkarnationsform zu zweit besiegen. Mit niedrigeren Leveln, aber starken Kontern, solltet ihr auf mehr Trainer setzen.
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In Pokémon GO startet heute, am 11. April, die Rampenlicht-Stunde mit Muschas. Wir zeigen euch hier alles zum Bonus, Shinys und den Zeiten des Events.
Was ist das für ein Event? Jeden Dienstag läuft in Pokémon GO eine Rampenlicht-Stunde. Dabei steht für 60 Minuten ein von Niantic ausgewähltes Pokémon im Fokus und ist nahezu überall in der Wildnis zu finden. Begleitet wird das von einem Bonus, der euch mehr EP, Sternenstaub oder Bonbons beschert. Von Woche zu Woche wechseln Pokémon und Bonus.
Beim heutigen Event trefft ihr auf Muschas, das aus der Kanto-Region stammt. Dazu gibt es mehr Bonbons und viel Sternenstaub. Die Rampenlicht-Stunde heute ist besonders, weil sie sich wegen zwei Ressourcen lohnt.
Rampenlicht-Stunde am 11. April – Start, Boni, Shiny
Wann ist Start? Wie immer geht es um 18:00 Uhr los. Bis 19:00 Uhr könnt ihr dann die Boni ausnutzen. Danach ist das Event beendet und nächsten Dienstag startet ein neues.
Welche Boni gibt es? In der Wildnis werdet ihr sehr häufig Muschas finden. Sie sitzen an vielen Orten und spawnen nahezu überall. Wer die Begegnungen noch weiter steigern will, kann sich einen Rauch aktivieren und damit noch mehr Exemplare anlocken.
Dazu erhaltet ihr für das Verschicken von Pokémon die doppelte Menge an Bonbons.
Bei dem heutigen Event handelt es sich um die zweite Rampenlicht-Stunde im April 2023. In diesem Monat starten noch zwei weitere Events dieser Art. In der Übersicht seht ihr, was euch noch erwartet:
Kann man Shiny Muschas fangen? Ja, die schillernde Version von Muschas ist schon lange bei Pokémon GO aktiv. Mit Glück könnt ihr sie bei der heutigen Rampenlicht-Stunde fangen. Die Chancen darauf sind aber nicht erhöht.
Der Vergleich der schillernden Formen von Muschas und der Weiterentwicklung Austos
Lohnt sich die Rampenlicht-Stunde heute? Wenn ihr nach einem starken Angreifer sucht, dann müsst ihr an die Weiterentwicklung von Muschas denken. Denn Austos spielt in der Hyperliga im PvP im oberen Mittelfeld mit. Bei Raids hingegen ist es nicht sonderlich nützlich.
Wenn ihr beim Event zusätzlich noch Sternenstücke zündet, dann könnt ihr euren Sternenstaub-Vorrat kräftig füllen. Je nachdem, wie aktiv ihr spielt, sollten mehrere 100.000 Staub dabei herauskommen.
Der Bonus auf die Verschick-Bonbons bietet sich an, um eure Sammlung effizient aufzuräumen. So kriegt ihr heute mehr Bonbons und viel Sternenstaub beim Event.
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Erwartungen und Realität können bekanntlich weit auseinander liegen. Daher wollten wir nach der Beta von Diablo 4 von euch wissen, wie euch die angekündigten Klassen gefallen haben.
Nach der Ankündigung aller Klassen von Diablo 4 hatten wir euch in einer Umfrage gefragt, welche davon für euch am spannendsten und spaßigsten klingt. Ihr habt uns zahlreich geantwortet und ein Beliebtheits-Ranking aufgestellt.
Im März hattet ihr alle aber endlich die Möglichkeit, die ganzen Klassen auch selbst zu testen. Während der beiden Betas hattet ihr Zugriff auf alle 5 Klassen und konntet überprüfen, ob eure Erwartungen an die Klassen sich auch erfüllen.
Deshalb haben wir nach der Beta eine neue Umfrage gestartet und wollten wissen, ob sich eure Meinung nun geändert hat. Das neue Ranking ist das Ergebnis eurer Abstimmung.
Platz 5: Barbar
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Diablo 4: Beta-Gameplay – Barbar
10,36 % / 146 Stimmen
Das ist der Barbar: Die Barbaren sind die einzigen reinen Nahkämpfer von Diablo 4 und sind dafür entsprechend gut ausgerüstet. Mit bis zu 4 unterschiedlichen Waffen, zwischen denen sie im Kampf fließend wechseln können, schicken sie ihre Gegner ins Jenseits. Als Ressource nutzen sie ihre eigene Wut.
Der Barbar hatte schon vor der Beta keinen besonders guten Stand in den Umfragen. In unserer Klassenumfrage auf MeinMMO war nur die Zauberin weniger beliebt als der Barbar, wodurch er auf Platz 4 landete. Doch nach der Beta erlebte die Zauberin einen starken Aufstieg.
Der Barbar rutschte dadurch weiter nach unten auf den letzten Platz. Für die Fans der Klasse gibt es aber noch Hoffnung, dass sie spaßiger wird und vor allem als Nahkämpfer an vorderster Front auch was aushält. Bis zum Release sind ja noch einige Monate und somit etwas Zeit für weitere Balance-Anpassungen.
Platz 4: Druide
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Diablo 4: Gameplay vom Werwolf-Druiden gegen Weltboss Ashava
15,05 % / 212 Stimmen
Das ist der Druide: Sie führen in ihren Angriffen den Zorn der Natur und haben Zugriff auf Erd- und Windmagie. Doch die besondere Eigenschaft der Druiden ist ihre Fähigkeit, sich in Tiere zu verwandeln. Als Werwölfe und Bären nutzen sie ihre Klauen und Reißzähne, um ihre Feinde zu zerfetzen.
Der Druide gehört zwar zu den 3 Klassen, die als erste vorgestellt wurden, doch seine Skills und seine Klassenbesonderheit waren lange Zeit unbekannt. Das hinderte die Fans aber nicht daran, sich so richtig auf den Druiden zu freuen.
In unserer ersten Umfrage landete die Klasse direkt auf Platz 2, doch nach der Beta wurden einige von ihrer Gameplay-Erfahrung enttäuscht. Es gab gegenüber dem Druiden ordentlich Kritik und auch bei uns auf MeinMMO rutschte er auf Platz 4.
Platz 3: Jägerin
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Diablo 4: Die Jäger-Klasse im Trailer
17,32 % / 244 Stimmen
Das ist die Jägerin: Die Jägerin gehört ebenfalls zu den alteingesessenen Diablo-Klassen. Mit ihren vielseitigen Skills kann sie sowohl im Nahkampf als auch aus der Ferne viel Schaden anrichten. Hinzu kommen Bomben, Fallen und Verzauberungen, die sie auf ihre Waffen packen kann.
Damit kann die Jägerin ihre Gegner entweder einfrieren, vergiften oder mit der Macht der Schatten zerfetzen. Die schnelle Klasse hat in der Beta auch bewiesen, dass man mit ihren Builds einen Worldboss schon auf Level 25 alleine schaffen konnte.
In unserer vorherigen Umfrage landete die Jägerin ebenfalls auf Platz 3. Eure Eindrücke auf der Beta haben diese Platzierung wohl noch mal bestätigt, da sie ihren Platz behalten hat.
Platz 2: Zauberin
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Diablo 4: Zauberin mit Schock-Build gegen Malnok Stützpunkt
22,43 % / 316 Stimmen
Das ist die Zauberin: Was wäre ein Diablo ohne eine Magier-Klasse. So gibt es auch in Diablo 4 Zauberinnen und Zauberer, mit denen ihr eure Gegner wahlweise verbrennen, einfrieren oder mit Blitzen bewerfen könnt.
Die Zauberin sollte laut Entwickler-Aussagen eine Glaskanone werden, die zwar viel austeilen, aber wenig einstecken kann. Das hat sich während der Beta-Tests nicht bestätigt, denn die Klasse konnte beides. Dank ihres Skill-Kits war sie zu starken Angriffen in der Lage, konnte aber auch mit robusten Schilden glänzen.
Vor der Beta war die Zauberin bei euch überhaupt nicht gefragt. In unserem vorherigen Ranking landete sie auf dem letzten Platz. Doch während der beiden Beta-Tests im März hat sie euch wohl mit ihren Skills, ihrer Power und ihrer Vielseitigkeit überzeugen können, wodurch sie direkt auf Platz 2 landete.
Das ist der Totenbeschwörer: Wer, wie mein werter Kollege Maurice Weber, in Diablo 4 lieber andere für sich kämpfen lässt, der ist beim Totenbeschwörer und seiner kleinen Armee von Skeletten genau richtig. Obendrauf kommen noch diverse Flüche und die Blutmagie, und fertig ist der großartig finstere Cocktail aus Tod und Verderben.
Der Totenbeschwörer gilt seit seiner Ankündigung als der unschlagbare Favorit unter den Klassen von Diablo 4. Sowohl bei uns auf MeinMMO, als auch bei den Kollegen von der GameStar wurde der Totenbeschwörer immer wieder auf den ersten Platz gewählt.
Die Beta-Tests haben seinen Platz an der Spitze nur noch bestätigt. Mit seinen spaßigen Builds, in denen ihr eure Gegner verflucht oder sie gegen Horden untoter Handlanger kämpfen lässt, überzeugt die Klasse auf allen Ebenen.
Für etwa 35 € bietet die Firma Trust die wiederaufladbare, ergonomische Funkmaus Bayo an. Unser Autor Schuhmann sagt: Die Vertikal-Maus ist die Birkenstock unter den Mäusen. Sie wirkt vielleicht nicht sehr sexy, aber ist ideal für Marathon-Session in Strategie-Spielen und MMORPGs. Man kann auch mit ihr arbeiten, sie schützt vorm Mausarm. Außerdem leuchtet sie nun, aber das hätte man sich wirklich sparen können.
Das istder Gag bei ergonomischen Mäusen: Ich bin im März 2014 zum ersten Mal auf eine Vertikal-Maus umgestiegen, damals nutzte ich den PC nicht mehr nur dazu, um stundenlang World of Warcraft oder Civilization V zu zocken, sondern fing auch noch an, mit dem Schreiben mein Geld zu verdienen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich im November 2021 und wurde im April 2023 für euch angepasst.
Dadurch verdoppelte sich die Zeit, in der ich am PC saß, wild klickte und den Mauszeiger über den Monitor schob, entweder um Skills in WoW zu aktivieren oder um Buchstaben und Sätze in der Gegend rumzuschieben.
Nach wenigen Tagen der neuen Dauerbelastung tat mir der Mausarm weh, der Ellenbogen schmerzte, ich fühlte mich irgendwie unwohl: das Karpal-Tunnel-Syndrom nahte.
Man hält eine Vertikal-Maus wie einen Keil.
Körperliche Schmerzen enden mit Vertikal-Maus, aber man muss umdenken
Meine Freunde lachten mich aus, schüttelten den Kopf über dieses seltsam unförmige Ding in meiner Hand und mein Gehirn musste sich neu verkabeln. Immerhin hatte ich Jahrzehnte lang meinen Arm verdreht, wenn ich am PC saß, jetzt blieb der Arm grade. Irgendwie war das schräg.
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Ich fühlte mich Tage so, als mache ich irgendetwas furchtbar falsch, aber dafür ging’s meinem Arm wieder gut.
Der Gag bei der Vertikalmaus ist, dass Arm und Hand in einer natürlichen Haltung bleiben und die Maus wie einen Keil fassen: Zeige- und Mittelfinger liegen auf der linken und rechten Maus-Taste, der Daumen hält die Maus schön fest und man bleibt dabei entspannt.
So gefällt mir die Maus Bayo Trust nach 4 Monaten im Test
Eignet sich so eine Maus denn zum Spielen? Für bestimmte Spiele ist so eine Zwei-Tasten-Maus völlig ausreichend. Es ist eine ruhig, in sich gekehrte Art zu Spielen.
Manche MMORPG-Spieler schwören auf Mäuse mit 16 programmierbaren Tasten, um jeden noch so obskuren Skill per Knopfdruck zu erreichen, mit dem linken Zeigefinger lässt sich dann etwa der Portstein auslösen oder man stellt für alle Kekse her: Für solche Min/Maxer, die 0,3 Sekunden sparen möchte, ist eine Vertikal-Maus kaum geeignet.
Eine solche Maus, wie die Bayo Trust, eignet sich für Spiele, die man mit demselben Puls zocken kann, wie man auch einen Text schreibt, durch ein Internet-Forum surft oder seine Buchhaltung erledigt. Also für Spiele, die man pausieren kann: Sie eignet sich für Spiele, die auf einen warten, bis man soweit ist.
Die Bayo Trust hat zwar offiziell 6 Tasten und man kann 800-2400 DPI einstellen, aber all diese Funktion nutze ich im Alltag nicht. Die Daumentasten nerven mich eher, wenn ich da mal wieder im Browser aus Versehen eine Seite zurückgehe.
Für mich ist wichtig, dass die Maus stabil funktioniert – das tut sie. Die wenigen Probleme, die ich in 4 Monaten mit der Maus hatte, ließen sich dadurch lösen, dass ich den beiliegenden USB-Sticker kurz aus dem Rechner zog und wieder reinschob.
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Der Technik-YouTuber Obil demonstriert die Maus im Test.
Wichtig: Aufladbare Batterien – Weniger wichtige: Sie leuchtet
Dafür schätze ich die Bayo Trust: Die ergonomische Maus Bayo Trust ist eine Weiterentwicklung der simplen Vertikal-Mäuse, die ich mir 2014 und 2018 holte:
2014 kaufte ich mir eine Wireless Maus von CSL für 25 € – heute kostet sie noch 20 €. Das war die absolute „Basis-Vertikal Maus“. Bei der Maus musste ich 7 Jahre lang immer wieder innehalten, vom PC aufstehen und mir neue Batterien holen.
2021 gibt es die Bayo Trust: Die funktioniert genauso wie die alte Maus, nur dass sie wiederaufladbare Batterien hat, so dass ich mir den ständigen Austausch der Batterie spare. Damit sie sich auflädt, muss die Maus über ein Kabel mit dem PC verbunden sein – sonst funktioniert sie auch kabellos.
Das weitere „neue Feature“, das die Bayo Trust im Vergleich zu der alten Standard-Vertikal-Maus bieten, ist es, dass sie über einen Seitenbalken ein bisschen leuchtet. Aber wer sich so eine Maus holt, der kann darauf wahrscheinlich verzichten und die Funktion lässt sich abschalten.
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Bayo Trust im Test: 35 € Maus kriegt gute Reviews auf Amazon
Was sagen andere über die Maus? Bei Amazon gibt es mittlerweile 5156 Rezensionen über die Bayo Trust, mit 4.5 von 5 Sternen steht die Maus exzellent da:
Einige, die beim Kauf noch skeptisch waren, wegen des geringen Preises, sagen, sie würden nach einigen Monaten mit der Vertikal-Maus nie wieder zu einer konventionellen Maus zurückkehren, denn die Schmerzen im Handgelenkt sind endlich weg
Häufig wird zu der Maus noch empfohlen, ein Geldpad zu kaufen, um die Hände weiter zu schonen – Auch ich verwende ein Geld-Pad und kann dazu raten:
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Eine Frau sagt allerdings, sie habe zierliche Hände und komme nicht an alle Tasten – Das ist ein verbrietetes Problem bei Mäusen.
Vereinzelt berichten Nutzer auch über technische Probleme: Die Maus würde haken – Das kann ich bei meinem Exemplar nach 4 Monaten im Test aber nicht bestätigen.
Pro
beugt dem Mausarm vor
einfach zu installieren
wiederaufladbare Batterien
verlässlich und solide
vernünftiges Preis/Leistungs-Verhältnis
Contra
für Min/Maxer zu wenige Maus-Tasten
bisschen überflüssiger Leuchte-Kram
man wird von Freunden verspottet, wenn man ihnen davon erzählt
Update 10.4. 2023: Ich benutze die Maus mittlerweile seit anderthalb Jahren. Sie funktioniert nach wie vor einwandfrei, ich hatte nie Probleme mit dem Gerät und hab seitdem auch nicht darüber nachgedacht, die Maus zu wechseln.
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Das MMORPG Tibia entstand 1995 in Regensburg. Weil die Entwickler schon immer ihren ganz eigenen Weg gingen, gibt es sehr schräge Geschichten aus dem Online-Rollenspiel. Eine der spannendsten Geschichten entstand 2005: Da packten die Regensburger eine Tür in ihr MMORPG, die 11 Jahre lang keiner öffnen würde.
Was ist das Besondere an Tibia?
Tibia ist ein MMORPG aus einer anderen Zeit, das keinem klaren Bauplan folgt wie die späteren MMORPGs. Moderne MMORPGs orientierten sich an Everquest und wollten alle möglichst fair und genormt sein. Doch die Entwickler von Tibia waren 4 Studenten aus Regensburg, die einfach mal machten.
5 alte MMORPGs, die immer noch aktiv gespielt werden
Entwickler bauen Tür in ihr MMORPG, durch die 11 Jahre lang keiner gehen darf
Was war das für eine Tür? 2005 hatten die Entwickler eine Tür in ihr MMORPG eingebaut, mit der Aufschrift: „Ihr seht ein Tor der Expertise für Level 999. Nur der Würdige darf passieren.“
Die Entwickler sagten in einem Interview mit Vice, das sei eigentlich nur ein Gag gewesen und lange Zeit war gar nichts hinter dieser Tür.
Denn Level 999 war 2005 völlig illusorisch. Das würde 10 Jahre lang keiner erreichen, wusste man. Zumal man in Tibia sogar Erfahrungspunkte und Level verlieren kann, wenn man stirbt.
Aber nach 2005 wuchs Tibia weiter, das Spiel wurde immer größer, die Spieler stiegen immer höher im Level auf und 2016 war es so weit.
Spieler wird zum Star, indem er als erster Level 999 erreicht
Das war damals eine große Sache. Die Seite 3dJuegos schreibt, es gab zwei Gruppen von Spielern:
Eine Gruppe half Kharsek dabei, möglichst viel Erfahrungspunkte zu sammeln. Er sollte endlich Level 999 erreichen, damit alle endlich erfahren würden, was hinter der verdammten Tür steckt
Eine andere Gruppe aber wollte das verhindern, rannte ihm nach, killte ihm Spawns vor der Nase weg oder hetzte Mobs auf dessen Heiler.
Spieler lüftet Geheimnis, aber sagt es einfach niemandem
So war die Öffnung dann: Letztlich hatte der Spieler im August 2016 das Level 999 erreicht und die Spieler von Tibia freuten sich darauf, endlich zu erfahren, was hinter der Tür steckte.
Ein Nutzer auf reddit schrieb damals:
Ich hab mein Leben lang noch nie was von dem Spiel gehört, aber die wichtigste Sache in meinem Leben ist gerade, dass dieser dumme Bastard die dumme Tür aufmacht.
Schon 2016 gab es Dinge wie Twitch und YouTube und alle erwarteten, bei der Enthüllung des großen Geheimnisse entweder live dabei zu sein oder binnen Stunden davon zu erfahren.
Kharsek öffnete also die Tür, sah, was dahinter lag, loggte dann aus, blieb einfach offline und sagte keiner Menschenseele, was sich hinter der Tür befand. Sogar, als er später wieder zu Tibia zurückkehrte, sagte er kein Wort über die Tür.
Die Community war außer sich. Da hatte man schon 11 Jahre brav gewartet und erfuhr jetzt immer noch nichts. Es gab dann viele Theorien, was hinter der Tür sein würde: Schatztruhen, NPCs, vielleicht Hebel und geheimer Kram.
Aber Kharsek schwieg, die Entwickler sagten sowieso nie was und es blieb ein Geheimnis.
Ein Jahr später, sagt ein Twitch-Streamer: Ich öffne die Tür, wenn ihr mir den Urlaub spendiert
Und was war jetzt wirklich hinter der Tür? Es dauert fast ein Jahr, bis zum Juni 2017, als der nächste Spieler Level 999 erreicht hatte. Der wollte den Moment nun voll auskosten, warf einen Twitch-Stream an und sagte: Er mache die Tür erst auf, wenn die Zuschauer ihm seinen Urlaub nach Marokko bezahlen: 500 $ wollte er einnehmen, aber so viel Geld kam nicht zusammen. Mit gerade Mal 33 $ durchschritt er das Portal.
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Letztlich ging der Spieler durch die Tür und fand ein Portal zu einer tropischen Insel mit ein paar netten Items und einem goldenen Pokal mit der Aufschrift „Glückwunsch zum Erreichen von Level 999.“
Da wäre es wohl cooler gewesen, wenn die Tür für immer ein Geheimnis geblieben wäre.
Die Erwartungshaltung, die da über 12 Jahre aufgebaut wurde, hätte wohl nichts erfüllen können.
In den USA hat das Team „Cloud9“ bei League of Legends zum zweiten Mal in Folge die Meisterschaft der LCS gewonnen. Dabei hat man nur einen einzigen US-Amerikaner im LoL-Team. Die Hauptlast tragen zwei starke Einkäufe aus Südkorea. Nach langem Testen hat Cloud9 nun offenbar seine Identität gefunden, als Zweigstelle von Südkorea.
Das ist die Geschichte von Cloud9: Cloud9 hat eine seltsame Entwicklung hinter sich:
Über Jahre war „Cloud9“ ein US-Team, das auf progressiv und alternativ machte. Eine Seltenheit in der Macho-Welt von League of Legends: Ihr Spitzenspieler war ein ADC namens Sneaky, ein Fan von Cross-Dressing. Sneaky war von 2013 bis 2020 im Team, man setzte zu weiten Teilen auf Nordamerikaner.
Plötzlich, so ab 2019, machte man aber auf ehrgeizig, warf Sneaky raus und holte sich für viel Geld die besten Spieler Europas, wie den Dänen Zven (ADC, ein Meister des Pentakills) oder den Kroaten Perkz (Midlaner und absoluter Führungsspieler)
Als das nichts wurde, startete man ein gewagtes Experiment und verwandelte Cloud9 ab 2021 zur Außenstelle von Südkorea. Im zweiten Anlauf hat das jetzt funktioniert.
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7 Fakten über LoL, die nur echte Veteranen kennen
Erst teure Stars aus Europa, dann setzte Cloud9 voll auf Südkorea
Wie war das mit Südkorea? Das erste Experiment, voll auf Südkorea zu setzten, scheiterte 2021 jedoch. Man holte den Analysten „LS“, der einen 10-Mann Kader bauen wollte und auf den Top-Laner Summit aus Südkorea setzte – der bisherige Top-Laner, der Australier Fudge, wurde in die Mid-Lane gesteckt.
Den bisherigen Star-Spieler Zven, einen ADC, verbannte man sogar in untere Ligen, weil ein neuer Südkoreaner, Berserker, jetzt ins Team kam. Außerdem soll Zven angeblich den Jungler Blaber nach einem Fehler so beleidigt haben, dass kein Platz mehr für ihn im ersten Team war.
Dieses Experiment scheiterte aber aus bis heute ungeklärten Gründen schon nach wenigen Wochen: Coach LS wurde überraschend entlassen, auch Summit verließ kurze Zeit später das Team.
Starke Koreaner und ein erfahrener ADC als Support sind die Erfolgsformel
Das war jetzt die Erfolgs-Formel: Cloud9 hat dann 2022 noch mal umgestellt:
Der Australier Fudge (20, Titelbild) ging zurück in die Top-Lane
Für die Midlane holte man sich EMENES (22), einen neuen Mann aus Südkorea
Den eigentlich schon aussortieren Super-Killer Zven (25) modelte man zum Supporter um und ließ ihn an der Seite von Berserker (19, Titelbild) in der Botlane spielen
Ausgerechnet der viel gescholtene, einzige US-Amerikaner im Team, Blaber (23), blieb all die Jahre stabil auf seinem Posten im Jungle seit 2018
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Das war die Belohnung für die harte Arbeit: Titel Nummer 2.
3 Spieler von Cloud9 stehen auf Platz 1, 2 und 3 bei der KDA in den Playoffs
Und damit haben sie Erfolg? Ja, in dieser Kombination haben sie jetzt tatsächlich die letzten 2 Meisterschaften in den USA gewonnen:
Cloud9 gewann im Spring Split 2023 die reguläre Spielzeit mit 14-4
In den Playoffs gab man insgesamt nur 2 Matches ab und holte sich souverän Titel Nummer 2
Die stärksten Mannschaftsteile von Cloud9 sind Mid-Lane und die Botlane:
Berserker ist wahrscheinlich einer der stärksten Spieler in den USA überhaupt. Mit einer KDA von 6.9 in den 11 Playoffs-Spielen steht er auf Platz 1 in der Statistik.
Zven erlebt als Supporter seinen 2. Frühling. Der liegt mit einer KDA von 6.5 auf Platz 2 in den Playoffs
EMENES liegt mit 4.9 auf Platz 3.
Jetzt am Wochenende schaltete Cloud9 souverän das Überraschungs-Team Golden Guardians im Finale aus, die vorher noch fix die Karriere von Bjergsen beendet hatten;
Wir von MeinMMO haben euch gefragt, welches tote MMORPG ihr euch am meisten zurückwünscht. Nun ist die Umfrage vorbei und wir präsentieren euch das Ergebnis und stellen die 5 Spiele genauer vor, die ihr nach ganz oben gevotet habt.
Update: Die Umfrage haben wir im Sommer 2020 durchgeführt. Der Artikel wurde zuletzt am 15. April mit neuen Links ergänzt und im April 2023 aktualisiert.
Wichtig dabei war, dass die zur Auswahl stehenden Titel bereits keinen offiziellen Server mehr haben dürfen. MMORPGs, die noch auf Privat-Servern laufen, waren trotzdem mit im Vote dabei.
Was zeigt das Ergebnis? 1.446 Stimmen wurden abgegeben, wobei jeder Teilnehmer auch nur genau eine Stimme hatte. 17 Spiele haben wir direkt vorgegeben und zudem konntet ihr für “ein Anderes” stimmen und solltet dann einen Kommentar verfassen. Das Ranking der Plätze 17 bis 6 sieht wie folgt aus:
Starquest Online – 0,07% (1 Stimme)
Worlds Adrift – 0,28% (4 Stimmen)
Mythos – 0,34% (5 Stimmen)
Battlestar Galactica – 0,69% (10 Stimmen)
Phantasy Star Online 1 – 0,69% (10 Stimmen)
MapleStory 2 – 0,97% (14 Stimmen)
Matrix Online – 1,52% (22 Stimmen)
Lego Universe – 1,66% (24 Stimmen)
Bless Online – 1,73% (25 Stimmen)
Dragon’s Prophet – 2,01 % (29 Stimmen)
City of Heroes – 2,01 % (29 Stimmen)
Marvel Heroes – 2.49% (36 Stimmen)
Zudem wurden 91 Stimmen (6,29%) auf “ein Anderes” gelegt, was insgesamt den dritten Platz im Ranking ausmacht. Allerdings wurde in den Kommentaren nur das Spiel RaiderZ genannt, das den Kriterien entsprach. Bei den anderen handelte es sich um Titel, die zwar nicht mehr großartig erweitert werden, aber noch immer auf offiziellen Servern laufen, wie beispielsweise Guild Wars 1 oder Rappelz.
Und nun kommen wir zu den 5 Spielen, die ihr euch am meisten zurückwünscht, wobei die Plätze 1 und 2 sehr dominiert haben.
Dieser Artikel erschien ursprünglich am 28. August 2020 und wurde am 28. August 2021 nach oben gezogen, um die Spieler auf die alte Liste aufmerksam zu machen.
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Platz 5 – Vanguard: Saga of Heroes
Setting: Fantasy | Entwickler: Sigil Games Online / Sony| Release-Datum: 30. Januar 2007 | Eingestellt: 31. Juli 2014 | Bezahlmodell: Pay2Play und ab 2012 Free2Play | Voting-Ergebnis: 3,25% (47 Stimmen)
Was war das für ein MMORPG? Vanguard: Saga of Heroes wollte Themepark und Sandbox miteinander mischen und hat dies sogar an vielen Stellen geschafft.
Im Fokus des Spiels standen das Crafting, die verschiedenen Klassen und schwere Dungeons, in denen jeder Herausforderungen finden konnte. Außerdem gab es ein Hosuing-System für 5.000 Accounts pro Server.
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Der YouTube-Kanal MMO Attack testete Vanguard im Mai 2013, nachdem es Free2Play wurde.
Was machte es besonders? Vanguard setzte auf 15 sehr unterschiedliche Klassen und richtig schwere Dungeons, in denen ihr euch mit einer Gruppe großen Herausforderungen stellen konntet.
Manche Bosse konnten jedoch nur besiegt werden, wenn eine spezielle Klasse anwesend war, womit man versuchte alle Klassen relevant zu halten.
Weitere Besonderheiten hatte das MMORPG im Crafting. So konnte man über eine Quest eine von drei Handwerksklassen lernen, die sich später nochmal in zwei weitere aufteilten. Das Leveln der Berufe ging dabei nicht nur über Sammeln von Materialien, sondern auch über Quests und Auftragsarbeiten für NPCs.
Woran scheiterte es? Das MMORPG erschien zu Release mit vielen Gameplay-Fehlern, Performance-Problemen und Bugs. Noch 2007 wurden die ersten Server zusammengeführt, sodass es keine eigenen Rollenspiel-Server mehr gab.
Vanguard hatte einfach keine Chance gegen World of Warcraft, das nur wenige Tage vor Release von Vanguard die neue Erweiterung Burning Crusade veröffentlicht hatte.
Diablo 4 wird mit 70 € eines der eher teuren neuen Spiele. Dazu kommen ein Shop für Kosmetika und regelmäßig ein Battle Pass. Ein Nutzer auf Reddit beschwert sich über den Battle Passund erntet heftige Kritik.
Was hat es mit dem Battle Pass auf sich?
Diablo 4 wird einen Battle Pass bekommen, der neue Seasons begleitet. In den Details zum Battle Pass verriet Blizzard bereits, dass das Feature rund 10 Euro kosten wird und jeder Pass 3 Monate lang läuft.
Battle Passes haben zwei Pfade: einen bezahlten mit Kosmetika und einen kostenlosen, in dem auch spezielle Boosts enthalten sein können.
Die erste Season erscheint erst einige Wochen nach dem Release von Diablo 4 am 6. Juni. Ein genaues Datum steht noch aus.
Das ist die Diskussion: Auf Reddit kreidet nun der Nutzer GMMoira an, dass sich niemand über genau diesen Battle Pass aufregt. Das Spiel koste bereits 70 US-Dollar, dafür erwarte er, auch alle Inhalte zu bekommen.
Der Nutzer beschwert sich: „Ein Battle Pass gehört in ein kostenloses Spiel, nicht zusätzlich in ein 70-$-Spiel (mehr, wenn du die Collector’s Edition kaufst).“ Der Thread hat keine Upvotes, aber über 390 Kommentare.
Die Reaktionen zeigen allesamt Unverständnis für die Meinung des Erstellers und sind teilweise sogar schockiert über dessen Ansichten.
Ihr findet in unserer Übersicht alle Infos zu Diablo 4. Im Video findet ihr mehr Infos zum Endgame:
Video starten
Diablo 4: Einblick ins Endgame
„Warum regst du dich über etwas auf, das niemand kaufen muss?“
In den Kommentaren erklären andere Nutzer, dass Diablo 4 über Jahre hinweg mit neuen Inhalten versorgt wird. Diese Inhalte kosten Arbeit, die auch irgendwie bezahlt werden müsse. Und das sei besser über einen Battle Pass als über andere Systeme.
„Mir ist es lieber, sie bringen einen Battle Pass, Cash Shop oder was auch immer, so lange es kosmetisch ist und nicht das Gameplay beeinflusst“, schriebt Nutzer PyrocXerus. Wenn es die Entwickler dazu bewege, mehr Content und neue Erweiterungen zu machen, sei er mit dem Battle Pass einverstanden.
Viele andere stimmen zu und merken an: niemand müsse den Battle Pass oder Skins kaufen. Sie seien sogar froh, wenn irgendwer einen Skin für seinen Druiden kaufe, wenn er dafür weiter neue Inhalte bekommt. Das alles sei 100 % optional.
Ähnlich sehen es auch einige Leser hier auf MeinMMO. Rob etwa schreibt:
Keiner zwingt euch, das Zeug zu kaufen. Ihr bezahlt 70 € und auch, wenn ihr das Spiel nur 1-mal durchspielt, habt ihr sicherlich schon mehr Stunden auf dem Konto, als bei manch anderem 60-€-Spiel.
Andere beschweren sich aber durchaus über den Battle Pass. Leser Arnas etwa meint, in einem Spiel für 70 Euro hätten Battle Pass und Echtgeld-Shop nichts verloren. Er habe keine Lust mehr auf so etwas.
Generell scheint der Konsens aber zu sein, dass sich die wenigsten Fans wirklich daran stören. Der Content sei schließlich optional und Blizzard hat mehrmals bestätigt, dass es nicht zu Pay2Win kommen wird:
Die Schulleiterin Silke Müller setzt sich seit Jahren für die Digitalisierung an den Schulen und Aufklärung der Kinder im Umgang mit dem Internet, Social Media und Influencern ein. In einem Interview erzählt sie uns von ihren Sorgen, Wünschen und auch Erfolgen auf dem Gebiet.
Social Media, Twitch und YouTube spielen im Leben der Kids in unserer Zeit eine sehr große Rolle. Über die Smartphones ist man immer verbunden, kennt die neuesten Trends und weiß, was gerade im Netz los ist.
Doch der ungefilterte Konsum der Inhalte aus dem Internet bringt auch Probleme mit sich. Sie starten bei “harmlosen” Streichen und gehen bis hin zu lebensgefährlichen Trends. Diese Probleme versucht Silke Müller (Link zum Twitter-Profil) eine Schulleiterin aus Niedersachsen, an ihrer Schule seit Jahren anzugehen.
In einem zweiteiligen Interview haben wir mit ihr über die Digitalisierung an ihrer Schule gesprochen und ihre Rolle als Beauftragte für digitale Ethik in Niedersachsen.
Dieses Interview erschien ursprünglich im Februar 2023.
“Wir haben es irgendwie vergessen, unsere Werte und Normen ins Netz zu übertragen”
Irina von MeinMMO: Hi, kannst du dich unseren Leserinnen und Lesern vorstellen?
Silke: Mein Name ist Silke Müller. Ich komme aus dem schönen Niedersachsen, Landkreis Oldenburg. Und ich bin Schulleiterin einer Oberschule, der Waldschule Hatten. Wir haben etwa 850 Kinder und 85 Kolleginnen und Kollegen sowie Schulhühner und -hunde.
In Deutschland haben wir ja gefühlt 30 verschiedene Schulformen. Man kann es sich so vorstellen, dass wir Haupt- und Realschule sind, also bis zur Klasse 10, aber mit einem anderen Konzept, das Oberschule heißt. Die Kinder gehen mit dem ersten Bildungsabschluss, den sie in Deutschland erreichen können, in die Berufe, an eine weiterführende Schule oder wie auch immer.
Waldschule Hatten
Wir sind seit 2009 aber strategisch sehr digital unterwegs, angefangen mit damaligen Projekten. Und seit Jahrgang 2013/14 haben alle Kinder ab Jahrgang 7 ein Eltern-finanziertes Tablet.
Wir kümmern uns um drei Kernziele neben dem normalen analogen Unterricht: die Vermittlung von niederschwelligen IT-Kompetenzen, ein Grundverständnis für KIs und vor allem eine digitale Ethik.
Irina von MeinMMO: Du bist die Beauftragte für digitale Ethik in Niedersachsen. Was können sich unsere Leserinnen und Leser unter dem Begriff vorstellen?
Silke: Ich bin tatsächlich schon sehr lange in dieser digitalen Entwicklungswelt unterwegs und es ist mir auch sehr wichtig, dass wir Zivilgesellschaft, Industrie, Marktwirtschaft, Bildung und Politik miteinander vernetzen. Denn wir können nur dann erfolgreich sein, wenn wir ein für einander Verständnis haben und miteinander im Austausch sind.
Das führte dazu, dass ich 2021 vom niedersächsischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnet wurde als erste Digitalbotschafterin Niedersachsens. Mein Schwerpunkt ist das Hinweisen, das Vermitteln und das Wachrütteln für eine digitale Ethik.
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Auch wenn vieles an der Waldschule schon digital abläuft, sind manche Dinge noch analog.
Der Begriff digitale Ethik ist genauso bescheuert wie möglicherweise leicht vorstellbar, denn es geht um ein friedsames Zusammenleben im Netz. Und da sind wir beim Thema, dass es in meinen Augen nicht nur im Netz gefährdet ist. Das schwappt auch rüber ins Analoge.
Wir haben es irgendwie vergessen, unsere Werte und Normen ins Netz zu übertragen. Das ist nach wie vor kein rechtsfreier Raum, aber es wird weiterhin als solcher wahrgenommen. Und das ist ein Riesenproblem. Da müssen wir nicht über Zensur nachdenken. Müssten wir über gesetzliche Regelungen oder Gesetzesentwürfe nachdenken? Oder müssen wir erst bei uns selbst anfangen und sagen „Wie wollen wir miteinander umgehen“? Und diese Diskussion wird in meinen Augen nicht geführt.
“Es ist ihnen wichtig, wie viele Herzchen sie haben”
Irina von MeinMMO: Twitch, YouTube und TikTok gehören zum Alltag der Kids mittlerweile so fest dazu wie früher VIVA und MTV. Welche Auswirkungen auf das Verhalten der Kids in der Schule und auf dem Schulhof haben Sie über die Jahre beobachten können?
Silke: Ich möchte da einmal kurz eingreifen, weil ich das ein wenig konträr sehe. Ich hatte auch MTV und Unplugged und so weiter. Der Unterschied dazu ist, wir waren ganz oft Konsumenten von einem zur Verfügung gestellten Content. Wir waren keine Content-Producer an der Stelle, sondern diejenigen, die einfach konsumiert haben.
Wir mussten einfach das Programm hinnehmen, was da lief, egal ob Pop, Rock oder Heavy Metal. Das ist jetzt natürlich ganz anders. Zum einen dadurch, dass die Kanäle ganz vielfältig sind und so unterschiedliche Angebote machen. Fernsehsender haben noch einen gewissen Ethos, was sie ausstrahlen. Es wird natürlich immer schlimmer mit Trash-TV, aber es ist reglementiert.
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Auch auf Twitter warnt Silke vor Gefahren und verweist auf Chancen, die die Digitalisierung mit sich bringt.
Die sozialen Netzwerke sind nicht reglementiert. Das heißt, die Kinder sind nach wie vor Konsumenten, aber andererseits auch Producer. Sie können selber Content produzieren und online stellen. Und dann beginnt das eigentliche Desaster. Dann beginnt die Charakterbildung durch Likes.
Ihnen ist total wichtig, wie viele Follower sie haben. Es ist ihnen wichtig, wie viele Herzchen sie haben. Und wenn man sich darüber Gedanken macht, dass dich da Leute bewerten, die sich gar nicht kennen, dann trittst du als Mensch in den Hintergrund. Es ist nur ein Schein, den ich präsentiere.
Das führt schon dazu, dass Kinder sehr oberflächlich werden. Sie streben nach dem „guck mal, was der oder die hat, das will ich auch“. Dieser „Fame“ der dahintersteht. Möglicherweise auch fehlgesteuert von Kosmetik- und Gesundheitstrends. Das geht in die extreme Richtung, mit total viel Fitnessstudio und Bodyforming.
Zum anderen führt es dazu, dass sie jeden Scheiß ausprobieren. Wir hatten diesen Trend, bei dem Deo auf den Arm gesprüht hat, bis es blau wurde und Verletzungen und Narben entstanden. Jeder würde da sagen: „Was ist das für ein Schwachsinn?“ Sie machen es nach, weil es ein TikTok-Trend ist.
Fotos von der Schultoilette, nächster TikTok-Trend. Facebook ist für die Kinder schon das Netzwerk der alten Leute.
Auf der Homepage der Schule gibt es Infos nicht nur für Schüler, sondern auch für Eltern, die sich über Social Media informieren wollen.
Das ist ein Riesendesaster, weil da nicht nur die Charakterbildung durch Likes besteht, sondern weil Influencer mittlerweile auch einen Status gewonnen haben, dass sie in gewisser Weise manipulierend unterwegs sein können, ohne es vielleicht zu wollen.
Aber richtige Demokratieerziehung, sich auseinandersetzen mit Themen, mit politischen und gesellschaftlichen Themen, das passiert nicht. Wenn jemand sagt „Ich finds geil, ich finds nicht geil“, findet der Follower das auch, ohne sich seine eigenen Gedanken zu machen.
Und ich sag mal so: Ich habe vor Kurzem mit jemandem gesprochen, der mir sagte „Weißt du was, Silke. Ich bin echt dankbar, dass wir noch kein Smartphone früher hatten. Ich wäre sonst genauso abgedriftet.“ Das ist ein wahres Wort.
Es ist einerseits total praktisch. Wenn ich 10 km gefahren bin und feststellt, dass ich mein Handy vergessen habe, dreh ich wieder um. Ich will das alles auch nicht verteufeln. Aber andererseits, so unreflektiert und ungefiltert wie wir es laufen lassen, ist es einfach eine extrem große Gefahr für Kinder, die gerade in der Selbstfindungsphase sind.
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Twitch-Streamerin will als Miss Germany die Sicht aufu0026#8217;s Gaming ändern: „Darf man nicht verteufeln, aber auch nicht glorifizieren“
Die Problematik ist, dass wir in der Schulblase viel zu wenig Ahnung haben und uns auch typisch lehrerhaft sagen „Früher war alles besser. Die Kinder müssen erstmal wieder zusammenhalten.” Ja, weil sie ein anderes Leben führen.
Mit der Einführung der sozialen Netzwerke hat sich gesellschaftlich alles verändert. Das können wir verteufeln und wegreden, aber wir können es nicht einfach unter den Teppich kehren. Und damit beschäftigen wir uns zu wenig. Ich glaube, dass das Thema viel zu wenig im gesellschaftlichen Mittelpunkt steht.
Man sagt, Deutschland ist abgehängt in der Digitalisierung. Das ist mit Sicherheit das Eine, aber über die Inhaltsfrage reden wir auch sehr wenig.
“Ich wünsche mir ein größeres Verständnis dafür, wie viel Einfluss die Influencer tatsächlich haben”
Irina von MeinMMO: Was ist deine Haltung gegenüber Influencern, deren Fan-Gruppen vor allem aus Kids und jungen Erwachsenen bestehen?
Sillke: Ich glaube, das gab es wirklich schon immer. Wir hatten ja auch unsere Bravo-Poster damals im Zimmer hängen und wenn ein Star eine Hose getragen hat, dann musste man die kaufen. Das Influencer-Wesen gab es schon immer.
Wir hatten mal Daniel Jung als Mathe-Influencer hier. Die Kinder sagten „Ey, Sie sind der Mathe-Gigant!“ Man muss sich ja fragen, warum muss es Leute geben, die im Internet Mathe erklären? Ja, weil wir in der Schule scheinbar versagen. Wir erreichen eben doch nicht alle.
Mehr zu Daniel Jung findet ihr in unserem Interview mit ihm:
Es gibt viele Influencer, die nur kommerziell unterwegs sind, aber es gibt auch welche, die sind sozusagen „Sinnfluencer“. Man kann es verteufeln oder man sagt: „Ok, das ist jetzt die Zeit.“ Fame und Promis gab es ja schon immer. Und da gab es auch die Guten und die Schlechten.
Da gibt es jetzt neue Dimensionen des direkten Kontakts. Früher waren die Stars aus Filmen und Musik unerreichbar. Jetzt kann ein Influencer sagen „Hey Leute, ihr seid meine Familie.“ Dieses direkte “angesprochen sein” führt natürlich dazu, dass ich demjenigen viel mehr an den Lippen hänge und viel unreflektierter damit umgehe, was jemand macht.
Dieses „Glas zwischen uns“, das ist jetzt gar nicht mehr da. Man fühlt sich als Teil des Lebens eines Influencers. Da wirds problematisch, wenn ich alles total toll finde und mehr oder weniger einem Guru folge. Das ist schwierig.
Was sind “Parasoziale Beziehungen”? Diese Art von Beziehungen entstehen normalerweise zwischen Fans und ihren Stars. Das Besondere an parasozialen Beziehungen ist, dass lediglich eine Illusion von Intimität entsteht: Fans haben das Gefühl, die Menschen wirklich zu kennen – ohne ihnen je persönlich begegnet zu sein oder mit ihnen geschrieben zu haben.
Durch die stetig wachsende Social-Media-Landschaft haben besonders Influencer mittlerweile die Möglichkeit, deutlich mehr mit ihrer Fanbase zu interagieren und sie so anders an sich zu binden. Mehr dazu findet ihr auf houseofyas.de.
Irina von MeinMMO: Was halten Sie von der Aussage: „Influencer haben durch ihre Reichweite eine Vorbildfunktion, der sie gerecht werden müssen“?
Silke: Viel. Es gibt zwei Seiten der Medaille: Einerseits kann man jemandem, der sagt „Ich habe die Möglichkeiten, ich will etwas versuchen und damit Geld verdiene“ keinen Vorwurf machen. Das Netz hat es geschafft und es gibt Leute wie Daniel Jung, die auch unglaublich viel Arbeit da reinstecken. Das ist ein richtiges Geschäftsmodell. Man hält sich nicht eben das Handy vors Gesicht und dann wars das.
Was man aber schon sagen muss, ist: Jeder, der öffentlich unterwegs ist, muss wissen, dass er Menschen beeinflusst. Das ist eine Verantwortung, die man hat. Man kann seine Meinung sagen, aber trotzdem ein demokratischer Mensch bleiben. Also nicht „Das, was ich sage, zählt“, sondern „Das ist meine Meinung. Folgt mir oder nicht, aber denkt selber darüber nach.“
Dieser Satz fehlt mir oft bei Influencern. Ich versuche auch eine „Influencer“ für die digitale Ethik zu sein und sage, dass ich das positiv beeinflussen will. Dann stelle ich mich trotzdem jeder Kritik und bin kritikfähig. Wenn jemand anders das doof findet, dann sage ich: „Gehen wir in den Ring und diskutieren das aus.“
Weitere Community-Interviews auf MeinMMO findet ihr hier:
Man kann das nicht per se sagen, dass die Verantwortung da ist. Für mich ist die Verantwortung auch, dass man jemandem eben nicht blind folgt. Das liegt nicht nur an demjenigen, der vorangeht, sondern auch an denen, die manchmal dämlich und blind hinterherlaufen.
Da muss man schon sagen: „Ok, das ist auch die Verantwortung eines einzelnen, kritisch zu hinterfragen, und zwar zu jedem Zeitpunkt.“
Irina von MeinMMO: Was würdest du dir von Influencern mehr wünschen in Bezug auf ihre junge Fan-Base?
Silke: Ich glaube, ich wünsche mir ein größeres Verständnis dafür, wie viel Einfluss sie tatsächlich haben. Und wie viel Gefahr von ihnen ausgehen kann, wenn sie nicht reflektiert damit umgehen, was sie da verkaufen.
Wenn sie Werbefiguren sind, dann ist alles gut. Es muss jeder selbst entscheiden, was man kauft. Da ist jeder für sich verantwortlich. Es geht nicht darum, dass man jetzt einen mahnenden Finger hochhalten muss und sagen, dass man ja aufpassen soll.
Aber mir fehlt manchmal dieses Bewusstsein, wie viel Einfluss sie auf die Seele eines Kindes haben können. Das will ich mir wünschen, dass ein Influencer weiß: Das, was ich tue, verändert und prägt junge Menschen. Wie möchte ich junge Menschen prägen? Diese Frage sollte sich jeder am Anfang gestellt haben.
Der ehemals größte Streamer auf Twitch ist da aber anderer Meinung:
Irina von MeinMMO: Welche Rolle spielen Games als soziales Netzwerk aus deiner Sicht im Alltag der Kids?
Silke: Jedes Online-Game ist in meinen Augen ein soziales Netzwerk, weil die immer Multiplayer-Modi haben. Die Kinder können durch unterschiedlichste Kontaktmöglichkeiten miteinander kommunizieren und das biete natürlich auch einen großen Raum für Menschen mit nicht ganz so guten Absichten.
Wenn ich mich als Carola12 ausgebe, kann aber genauso gut Günther56 sein, um die Kinder in den Bann zu ziehen. Stichwort Cybergrooming. Man versucht, Kinder anzulocken, um sie in sexuelle Abhängigkeit zu bringen. Im „besten Fall“, so krass es sich anhört, nur digital. Es kann aber auch analog werden, mit Verabredung und Missbrauchsgedanken.
Es ist einfach so, dass ganz viele Kinder Games spielen, und viele Eltern auch da wieder nicht wissen, welche Plattformen welche Möglichkeiten bieten. Stichwort Roblox. Wenn ich von Grundschuleltern höre, dass ihre Kinder Roblox spielen, dann sage ich „Ok, aber sie wissen schon, dass es da Spielräume für gewaltverherrlichende Rechtsradikale und Pädophile gibt?“ und dann wird man nur groß angeguckt „Bitte was? Aber das ist doch nur wie Lego.“
Da haben wir wieder das Problem, wir lassen die Kinder vollkommen unbegleitet in eine Welt, die wir überhaupt nicht kontrollieren, geschweige denn kennen. Das ist so, als ob ich das Kind auf dem Fahrrad auf die Autobahn schicken und sagen würde „Helm habe ich für dich gerade nicht, aber 18 Uhr bist du pünktlich zu Hause. Wird schon gut gehen.“ Und natürlich geht es nicht gut.
Was können die Eltern tun?
Irina von MeinMMO: Welche Tipps haben Sie als Schulleiterin für Eltern, die bei dem ganzen digitalen Kram keinen Durchblick haben? Wo sollen sie anfangen?
Silke: Ich bin gut verbunden und arbeite eng zusammen mit dem Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger. Der leitet das Institut für Cyberkriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg. Ich bin ein Riesenfan von ihm und mache alles, was er sagt. Und er hat uns hier mal einen Vortrag an der Schule gehalten. Ich erinnere mich an einen Satz von ihm, da sagte er: „Leute, kein Spiel in die Hände der Kinder, das ihr selber nicht 2 Wochen lang gespielt habt, um zu sehen, was da passiert.“
Klasse Tipp. Finde ich großartig. Kein Netzwerk, ohne dass man selbst angemeldet ist und weiß, was da passiert. Da gibt es natürlich nicht nur Haltungsfrage, sondern auch, was man effektiv tun kann.
Mit dem Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger haben auch wir von MeinMMO schon gesprochen:
Da gibt es die Initiative „Law4School“ von der Rechtsanwältin Gesa Stückmann. Sie macht Webinare gegen Cybermobbing für Schüler, Eltern und Lehrer, um einfach aufzuklären: „Was darf ich? Was darf ich nicht?“ Und ich sag dir eins, da schlackert man mit den Ohren. Sie sagt, welche Strafen draufstehen, und macht auch ganz klar, was im Netz los ist.
Dann gibt es die Initiative „Weitklick“, die ganz tolles Material für Eltern, Kinder und eigentlich alle Bereiche der Gesellschaft anbieten. Es gibt Klicksafe gegen Cybergrooming.
Eines muss man aber wirklich sagen: Medienerziehung bedeutet nicht: „Mein Kind hat nur 2 Stunden Bildschirmzeit.“ Es reichen 5 Minuten, damit die Kids unter die Räder kommen.
Medienkompetenz ist keine Einschränkung. Natürlich sollen die Kinder nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm hängen, aber wenn man meint, damit schützen zu können, das ist Quatsch. Gleichzeitig helfen auch keine Verbote. Das ist ja schon fast Entzug des sozialen Lebens, wenn man sagt: „Du hast Handy nicht mehr.“ Das ist eine Sanktion, aber nicht Erziehung.
Der zweite Teil des Interviews erscheint in der kommenden Woche und behandelt die technischen Fragen über die Digitalisierung der Schule.
APB: All Points Bulletin (2010, PC) war ein MMO-Shooter, in dessen Entwicklung gewaltige Geldsummen geflossen sind. Das Spiel sollte das Genre “Online-Shooter” als Sandbox-Game neu erfinden. Am Ende wurde es jedoch einer der größten Flops der Gaming-Geschichte.
Was ist APB: All Points Bulletin für ein Spiel? APB: All Points Bulletin erschien 2010 und war ein MMO-Shooter mit Echtzeit-Spielwelt.
Im Mittelpunkt standen zwei Fraktionen, wobei sich die Spieler für eine Seite entscheiden konnten:
Enforcer (auf Deutsch: Vollstrecker), die sich für das Gesetz einsetzten
Criminals (auf Deutsch: Kriminelle), die gesetzeswidrige Handlungen ausübten
Es gab Missionen, in denen beide Parteien einander bekämpften. Der Spieler musste Aufgaben erledigten, während die Gegner versuchten, ihn dabei aufzuhalten.
Der Artikel erschien ursprünglich im August 2022, er wurde im April 2023 für euch angepasst.
Hier seht ihr einen Trailer zu APB: All Points Bulletin:
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Wer steckt hinter der Entwicklung von APB: All Points Bulletin? 2002 gründete der Schöpfer der Spielserie Grand Theft Auto (kurz: GTA) David Jones, das Spielstudio Realtime Worlds.
Crackdown war das erste Spiel des Studios und erschien 2007. Der Spieler schlüpfte in die Rolle eines Agenten, der aufgrund biologischer Verbesserungen übermenschliche Fähigkeiten besaß und Verbrechen in einer futuristischen Stadt bekämpfte.
Auf dem Erfolg von Crackdown konnte das Spielstudio aufbauen und mit mehr Budget und einem größeren Team an die Entwicklung eines neuen Spiels herangehen: APB: All Points Bulletin.
„Die Entwicklungskosten beliefen sich auf über 100 Millionen Dollar, was es zu einem der teuersten Videospiele der Geschichte machte“
Die Entwicklung des Spiels nahm 5 Jahre in Anspruch. Neben eigenen Geldern konnte das Studio gewaltige Investoren-Summen ergattern.
Was sollte APB: All Points Bulletin dem Spieler bieten? 2005 wurde APB angekündigt und der Release für 2008 geplant. Das Spielstudio plante mit dem Spiel eine Erneuerung des Genres “Online-Shooter in einer Sandbox” auf eine einzigartige Weise.
Das Spiel versprach eine gewaltige Welt, in der umfangreicher Content geboten werde und die Spieler ihren Charakter mit zahlreichen Optionen individualisierten könnten.
Die Gestaltung des Avatars war einer der Schwerpunkte, auf die sich die Entwickler von APB konzentrierten. Gleichzeitig sollte Grinding nicht als eine Aufgabe, sondern als Spaß am Gameplay empfunden werden.
Mit “Sandbox” meint man Games, die dem Spieler enorme Freiheit gewähren und ihn einfach machen lassen – ohne viel Quests oder eine Kampagne. Der Spieler soll sich “im Sandkasten” selbst beschäftigen und seine Kreativität ausleben. Bekannte Sandbox-Spiele sind Minecraft, Die Sims, Mount & Blade oder GTA 5 Online.
Woran scheiterte APB: All Points Bulletin? Das Spiel launchte 2 Jahre verspätet in 2010. Es folgte Kritik seitens der Spieler:
In erster Linie wurde das Shooting-Gameplay und die Benutzung von Fahrzeugen kritisiert.
Die Handlungen im Spiel fühlten sich nicht flüssig an und das Spiel reagierte teilweise verzögert.
Auch beim Matchmaking gab es Probleme.
Viele waren der Meinung, das Spiel hätte länger in der Entwicklung gebraucht.
Hier findet ihr das englische Video von GVMERS zu APB: All Points Bulletin, in dem die Hintergrundgeschichte von APB-All Points Bulletin erzählt wird:
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Woran könnte das Scheitern intern gelegen haben? Unter anderem wurden folgende Probleme seitens des Studios genannt: Laut eines ehemaligen Mitarbeiters waren die Probleme im Gameplay den Entwicklern bekannt. Beta-Tester hätten bereits auf die Schwierigkeiten im Game hingewiesen, die jedoch nicht behoben wurden. Man hätte mehr auf die Einschätzung von David Jones vertraut, als auf das Feedback von außen.
Ein interessantes Problem wurde von Nicholas Lovell angesprochen. Der Business-Blogger von Gamesbrief meinte, dass zu viel Geld zur Verfügung stand und keiner wusste, wie es effektiv eingesetzt werden könne. Ein Problem, das wohl mehrere Start-Ups mit hohen finanziellen Mitteln bereits gehabt hätten (via the guardian.com).
Die Ansprüche an APB waren hoch und alle erwarteten einen würdigen Nachfolger im Stil von GTA. Aspekte, die laut David Jones im Nachhinein zu falschen Vorstellungen und zu hohen Anforderungen geführt hätten (via eurogamer.net)
Mission in APB: All Points Bulletin, Quelle: YouTube
Wie wurde APB: All Points Bulletin und sein Remake von den Spielern bewertet? Auf metacritic hat das Spiel einen User Score von 5.7 (10 ist der höchste Score).
Da in die Wertung auch Kommentare einfließen, die nach dem Server-Shutdown von APB: All Points Bulletin verfasst wurden, beziehen sie sich höchstwahrscheinlich auch auf das Remake und nicht allein auf das Original-Spiel.
Die APB-Spiele scheinen zu polarisieren. Von den insgesamt 294 Bewertungen sind nur 28 gemischter Meinung. 126 Bewertungen sind negativ und 140 positiv:
Der User TonyJ schrieb am 30. Juni 2010: „Es hat wirklich das Zeug zu einem großartigen Spiel. Die Anpassungsmöglichkeiten sind lächerlich. Gestern Abend habe ich mir ein Kleidungsstück gebastelt, das genau so aussieht wie das, was sie in meinem College-Buchladen verkaufen. Im Moment gibt es noch einige Bugs, vor allem die Leistungsprobleme. Es scheint so, als ob die [Leistung deines Systems] keinen Einfluss darauf hat, ob du das Spiel richtig ausführen kannst, oder nicht. RTW sagt, dass sie an dem Problem arbeiten, aber es ist schon seit ein paar Wochen bekannt. Das Gameplay macht Spaß. Das Fahren eines Krankenwagens und Gegner überfahren, während deine Freunde aus den Fenstern und Türen hängen, bringt das Blut in Wallung.“
Kritik äußerte dagegen MikeP am 29. Juni 2010: „Das ist ein schreckliches Spiel. Das Fahren, auf das ich mich am meisten gefreut habe, ist so schlampig und reagiert so schlecht, dass es so ist, als würde man einen Ziegelstein auf einem Dreirad steuern. Dieses Spiel war eine riesige Enttäuschung und ich wünschte, ich hätte mein Geld nicht verschwendet. Es gibt einen Grund, warum es noch keine Rezensionen gibt.“
Das Vermächtnis von APB: All Points Bulletin
Was wurde aus dem Spielstudio Realtime Worlds? Mit dem Flop von APB: All Points Bulletin ging es auch mit dem Spielstudio von David Jones bergab.
Mitarbeiter wurden gekündigt und das kommende Projekt abgesagt – das Spielstudio war bankrott. Angeblich gab es Probleme, die Gehälter zu zahlen (via gamedeveloper.com).
Am 23. September 2010 ging APB: All Points Bulletin offline. APB wurde vom Herausgeber K2 Network übernommen, der auch für „War Rock“ zuständig gewesen war (via eurogamer.net).
Auf der Webseite von APB steht: „Die Entwicklungskosten beliefen sich auf über 100 Millionen Dollar [umgerechnet etwa 98 Millionen Euro], was es zu einem der teuersten Videospiele der Geschichte machte.“ (via apb.com)
Was wurde aus dem APB: All Points Bulletin? Unter K2 Network und der Produktionsfirma Reloaded Productions kam das Remake mit dem Titel APB: Reloaded.
David Jones stand dem Projekt beratend zur Seite. Auch APB: Reloaded konnte die hohen Erwartungen von Jones nicht erfüllen, war aber erfolgreicher als der Vorgänger.
2019 kaufte Unit Game das Copyright von APB. Laut der apb-Webseite hätte Unit Game Pläne für die Entwicklung weiterer APB-Spiele.
Kanntet ihr APB: All Points Bulletin? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
MeinMMO-Autor Maik Schneider kommt MMORPG-technisch aus einer anderen Zeit und konnte lange nichts mit der “WoW-Generation” anfangen. Doch ein starker Franchise-Titel zog ihn in den Strudel, aus dem er über 1.000 Stunden nicht mehr heraus kam – Fast komplett als Solo-Spieler.
Persönliches Computer-Logbuch Ensign Schneider der “USS Hau Drauf”, Sternzeit 67091,97 – Die Dateien des taktischen Simulation-Programms der Sternenflotte stehen endlich nicht mehr nur dem “Red Squad”, sondern auch normalen Offiziers-Anwärtern zur Verfügung. Zeit für ein bisschen Weltraum-Action.
So oder so ähnlich klangen meine ersten Gedanken, als am 17. Januar 2012 Star Trek Online (STO) auf sein Free2Play-Modell umstieg. Ich wusste direkt, das ist was für mich. Captain Janeway und andere Brücken-Größen des “Star Trek”-Franchise begleiteten mich schon, als man mich noch “Rotzbengel” nannte und begründeten sogar ein bis heute andauerndes Interesse an der Wissenschaft.
Selbst ein Raumschiff-Captain zu sein … das war buchstäblich ein Traum von mir. Nicht nur einmal. STO lieferte genau das und ich übernahm unzählige Stunden die Kontrolle eines selbst-bemalten Raum-Kreuzers. Mehr als 1.000 Stunden, um genau zu sein. Das zumeist als Solo-Spieler.
Update: Ich habe den Artikel ursprünglich am 28. Juli 2020 veröffentlicht und im April 2023 überarbeitet und angepasst.
Die meiste Zeit in STO war ich mit einer der vielen Varianten der “Enterprise D” unterwegs – Einer Galaxy-Klasse.
Doch 1.000 Stunden allein durch die Weite des Alls zu fliegen, wirkt dann doch schon happig. Für mich war es zu dem Zeitpunkt aber absolut logisch, denn ich erwartete eigentlich etwas anderes von einem MMORPG.
Als ich angefangen habe, MMOs zu spielen, begann die Session meist mit einem aufdringlichen Pfeifkonzert aus dem Router. Das war Ende der 90er-, Anfang der 2000er-Jahre ein Teil der Verbindung mit dem Internet.
Große MMORPGs wie World of Warcraft mit 3D-Grafik sollten noch Jahre bis zum Release brauchen und statt eines Battle.net-Launchers hatte ich bloß meinen Internet-Explorer. Denn mein erstes MMO war ein Browser-Game.
Ich zockte ein paar Browser-Spiele, bis ich zu “Galactix-Online” kam und blieb ich eine Weile. Hier saß man gemeinsam mit 19 anderen Spielern in einer von vielen Galaxien. Man baute seine Basis, Flotte und Forschung aus, ging auf Raubzüge nach Ressourcen-Asteroiden der Feinde.
Hinterhältige Angriffe auf die eigenen Ressourcen-Speicher gehörten ebenfalls dazu. Alle paar Monate gab es einen Reset, der einen Runden-Sieger festlegte und den Fortschritt für die nächste Runde zurück auf 0 setzte.
“GO” gibt es heute nicht mehr, doch ihr könnt es euch ganz ähnlich vorstellen, wie das deutlich größere OGame. Der deutsche YouTuber “Aeonitas” stellt euch das Browser-Game in seinem Video vor:
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Als ich bei “Galactix-Online” einstieg, gab es schon feste Strukturen innerhalb der Spieler-Gemeinschaft. 2 große Allianzen, geführt von wenigen Galaxien, steigerten sich zum Ende der Runden in einen großen Krieg und der Sieger entschied meist auch die ganze “Season” für sich.
Die großen Allianzen bestanden aus extrem aktiven Spielern, die kaum eine Nacht durchschliefen, ohne zu schauen, ob es ihren Schiffen und Asteroiden noch gut geht. Diese Spieler waren dauernd auf der Suche nach Nachwuchs und scouteten die Punktelisten nach neuen Soldaten, die im Dienst der Allianz ihre Freizeit gaben.
Sie waren also auf der Suche nach mir.
Durch das Konzept mit den 20 Spielern in einer Galaxie, die alle in einem Boot saßen und sich ein Forum teilten, bildete sich schnell aus einer unbekannten Truppe ein lustiger Haufen. Als “Diplomat” unserer “Gala” kam ich auch bei aktiveren Galaxien ins Gespräch und stieg dann von Runde zu Runde auf.
Irgendwann kam das Leben dazwischen, ich spielte nicht mehr so aktiv. Auch dem kleinen Galactix Online ging langsam aber sicher die Puste aus. Das Spiel hatte vermutlich nie mehr als 2.000 Spieler, nur ein Bruchteil davon spielte so aktiv wie ich. Man kannte sich, forderte sich heraus, spielte auch mal eine Runde zusammen in einer Gala oder Allianz.
Etwas Ähnliches habe ich damals auch von “echten” MMORPGs erwartet. Doch die Realität sah anders aus – niemand kam vorbei und nahm mich mit, nur weil ich aktiv gespielt habe. Die Verbundenheit der gesamten Community war viel geringer.
Überall sind Spieler, doch kaum jemand spielt zusammen. Fand ich erst komisch …
Wie kamen dann aber 1.000 Stunden zusammen? Aufgrund dieser falschen Erwartungen dachte ich nie daran, einer größeren “Gilde” beizutreten, die in STO natürlich “Flotten” heißen. So trottete ich allein durch die Aktivitäten und Star Trek Online schaffte es trotzdem, mich über Jahre hinweg immer wieder in den Bann zu ziehen. So habe ich etliche Spielstunden auf meinem Konto gesammelt.
Die ersten paar Hundert Stunden noch mit einem Kumpel, ging es spätestens nach meinem ersten Comeback nur noch solo ran. STO war für mich wirklich genau das Richtige:
Ich konnte stundenlang auf meiner Tastatur die Befehle zur Energie-Verteilung, Kurs-Änderungen oder zum Feuern einhacken.
Die Raumschiff-Schlachten im MMORPG-Stil waren ein Riesen-Spaß, an die 40 Fähigkeiten galt es gleichzeitig zu managen. Man verteilt durchgehend Buffs, De-Buffs, weicht aus, zieht das Feuer auf sich und die Zeit rennt in den Gefechten – es war großartig.
Der Fan-Faktor spielte bestimmt auch eine gewisse Rolle. Star Trek ist einfach beste.
Irgendwann konnte man dann sogar mit seiner “Flotte” eine Sternenbasis bauen. Das Ding verschlang unfassbar viel “Dilithium” (eine der sammelbaren Premium-Währungen) und ich musste meine lange inaktiven Kumpels regelrecht anflehen, um hier nochmal ein bisschen mitzumachen.
Für dieses Ding hab ich mit einer solchen Leidenschaft gegrindet, dass die Basis des “Kampf-Kommandos” bis heute für meinen unermüdlichen Einsatz in Videospielen steht. Und als Mahnmal, es auch irgendwann sein zu lassen.
Falls ihr mehr von Star Trek Online sehen wollt, schaut bei dem deutschen YouTuber “Teddykrieger” vorbei:
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Persönliches Computer-Logbuch Admiral Schneider, Kommandant der “Schnitzelbasis”, Sternzeit 84141,21 – Mein altes Schiff die “Hau Drauf” dockt für technische Aufrüstungen ein paar Tage bei uns an. Unfassbar, dass die alte Mühle tatsächlich noch Einsätze fliegt. Dasselbe könnte man aber über mich sagen. Ich werd mal schauen, ob “Frachtraum 3” immer noch eine Tribbles-Brutsätte ist.
Warum hast du aufgehört? Neue Spiele, neue Freunde, neue Herausforderungen. Star Trek Online hat mir lange Spaß gemacht und bei jedem neuen Trailer kickt kurz die Nostalgie.
Doch die Luft war und ist dann doch raus. Ziemlich genau mit Abschluss der Sternenbasis, für die ich mehrere Monate jeden Dilithium-Asteroiden in Reichweite auspresste.
Star Trek Online bleibt für mich aber etwas ganz Besonderes und es wird nie wieder ein Spiel geben, das ich so lange solo zocke – auch wenn es eine Zeit lang richtig großartig war.
Nach dem riesigen Erfolg der Netflix-Serie Arcane warten Fans nun sehnsüchtig auf die 2. Staffel aus der Welt von League of Legends. Die Hoffnung war, noch Ende 2023 die ersten Folgen von Staffel 2 der LoL-Serie sehen zu können. Daraus wird wohl nichts, wie in einem neuen Interview bekannt wurde.
Was ist mit Arcane?
Arcane erzählt die Geschichte einiger Helden aus dem MOBA League of Legends.
LoL-Macher Riot hat bereits eine zweite Staffel angekündigt, allerdings noch ohne Release-Datum. Jetzt spricht der Chef über die neuen Folgen, von denen schon einige fertig sind.
Diese Info gibt es jetzt: In einem Interview mit der chinesischen Website Bilibili spricht Riot-CEO Nicolo Laurent über die Zukunft von Arcane (via bilibili.com, bei Minute 18:30). Dort bestätigt der Chef: Ja, es wird immer noch eine zweite Staffel von Arcane geben.
Ein Fan fragte über die chinesische Social-Media-Plattform Weibo, wann die Staffel erscheinen wird. Laurents Antwort: „Sie ist noch nicht fertig […] und es wird unglücklicherweise nicht mehr dieses Jahr sein.“
Staffel 2 von Arcane wird also frühstens 2024 erscheinen. Der Grund dafür ist, dass Arcane schlicht zu erfolgreich war. Eine gute Nachricht gibt es aber trotzdem.
Video starten
Arcane: Season 2 im Teaser
Arcane: Season 2 erst 2024, die ersten Folgen sind schon fertig
Laurent erklärt, dass der Erfolg von Arcane die Erwartungen für Staffel 2 enorm nach oben getrieben hat. Diese müssten nun auch bedient werden, entsprechend lang bräuchte man für die Produktion.
Laurent sagt: „Man will diese Qualität und wir wollen nicht hetzen. Das dauert.“ Hätten sie vorher gewusst, wie gut Season 1 ankommt, hätten sie schon früher mit der Produktion von Season 2 angefangen. Dafür zahle das Studio jetzt den Preis.
Allerdings habe Laurent bereits die ersten 3 Folgen von Season 2 vor seinem Flug nach China gesehen. Der Chef geht nicht ins Detail über den Inhalt, betont aber, dass man Qualität abliefern wolle.
Ein konkretes Datum fehlt damit noch immer. Vor 2024 wird Staffel 2 von Arcane aber nicht mehr erscheinen.
Mit dem kommenden Patch 10.1 bekommt World of Warcraft ein neues Gebiet und einen neuen Schlachtzug. Dort sollte eine Mechanik von vor 18 Jahren zurückkommen, die berühmten „Class Calls“ von Nefarian. Nach neusten Informationen hat Blizzard sich nun doch dagegen entschieden, obwohl sogar schon Sound Files aufgenommen wurden.
Was ist das für eine Mechanik? Die „Class Calls“ waren eine absolut einzigartige Mechanik im Pechschwingenhort. Der Endboss Nefarian hat sich einen Spieler ausgesucht und die Kontrolle über ihn übernommen.
Das ist jetzt neu: Wie wowhead herausgefunden hat, ist der Eintrag zu den Class Calls aus dem Dungeon-Journal verschwunden. Das heißt, dass die Fähigkeit nicht mehr aufgeführt wird, also vermutlich nicht mehr eingesetzt wird.
Im Moment wird der Patch noch getestet und es kann stetig zu Änderungen kommen. Wie es aussieht, ist aber zumindest diese Mechanik nun gestrichen.
Neues WoW-Cinematic zeigt die Macht der Inkarnationen und ziemlich düstere Gestalten
Spieler werden ausgeschlossen, um den Kampf leichter zu machen
Blizzard gibt keinen Grund an, warum die Fähigkeit gestrichen wurde. Die Kollegen von wowhead berichten allerdings, dass einige Schlachtzugsgruppen schon überlegt haben, welche Spieler sie gezielt aussetzen.
Da einige der Class Calls deutlich schwerer sein würden als andere, hätten sie entsprechende Klassen einfach nicht mitgenommen – und stattdessen viele von denen eingepackt, deren Effekt besonders leicht ist.
Da Blizzard schon seit vielen Jahren die Philosophie „bring the Player, not the Class“ vertritt, liegt die Entscheidung hier nahe. Selbst in den Kommentaren zeigen sich einige Fans zwar enttäuscht, insgeheim aber erleichtert.
Besonders Effekte wie die des Druiden, die ihn alle 6 Sekunden in eine zufällige Gestalt verwandelt, wären etwa mehr nervig als eine Herausforderung. Besonders für „casual“ Gruppen sei die Fähigkeit einfach zu umständlich gewesen.
Viele denken, es erfordert Erfahrung und viel Hingabe, um ein erfahrener und bitterer Veteran im Online-Gaming zu werden. Aber das täuscht. Wir zeigen Euch 7 einfache Schritte, um im MMO-Genre dahin zu kommen, wofür andere Jahre trainieren müssen.
Als Neuling in der Welt der Online-Videospiele schaut man oft ungläubig auf erfahrene Veteranen, die vom Kummer vieler Jahre eine herrlich rote Gesichtsfarbe haben und deren Stimme rau vom vielen Brüllen ist. Die Hände dieser ehrenwerten, weisen Menschen sind oft krumm vom Brettern wütender Flames auf ihre edlen, mahagonifarbenen Tastaturen.
Wir wollen Euch zeigen, wie man diesen herrlichen Zustand innerhalb kürzester Zeit erreichen kann.
Dieser Artikel erschien ursprünglich im Dezember 2019 und wurde im April 2023 für euch angepasst.
Ein beneidenswerter Spieler hat den ultimativen Zustand des Unglücklichseins erreicht.
Schritt 1: Bestell dir die größte Edition und informiere dich richtig
Sobald ein neues MMO angekündigt ist, gilt es, vor allem anderen, herauszufinden, was die teuerste Edition ist. Die wird sofort vorbestellt. Idealerweise so, dass man sie auf keinen Fall zurückgehen kann.
Eine physische Edition wird sofort aufgerissen, jeder Code umgehend eingelöst, jede Quittung zerrissen, verbrannt und auf ewig ausgelöscht. Wichtig ist es, sämtliche Brücken hinter sich abzufackeln. Es darf kein Zweifel aufkommen, es kann keinen Weg zurück geben.
Die Collector’s Edition von Conan Exiles. Drunter machen es Profis nicht.
Dazu gilt es, ab sofort jede noch so kleine Kleinigkeit, die Entwickler über ihr MMO sagen, zu nehmen und zu schauen, was eigentlich dahintersteckt.
Denn, was viele nicht wissen: Viele Entwickler reden am Anfang nur leise und vorsichtig über ihr Spiel. Sie verbergen die vielen Features, die sie eigentlich bereits entwickelt haben. Diese Informationen wollen sie sich für später als große Überraschung aufheben.
Wenn ein Entwickler etwa sagt: „Wir bieten ein MMO für PvE- und PvP-Fans“, dann heißt das, dass das MMO mindestens mit 8 Dungeons, 3 Raids und fantastischen Bosskämpfen startet. Dazu natürlich ein Ranked-System, das letztlich in einer 30 Millionen-$-Weltmeisterschaft münden wird.
Die Roadmap von Anthem ist viel zu karg. Die Entwickler lassen absichtlich Raum, um ihre wahre Absicht zu verbergen.
Viele Anfänger machen den Fehler und denken zu klein, wenn sie sich auf ein neues Spiel freuen. Sie zügeln gar ihren Enthusiasmus, um dann nicht enttäuscht zu werden.
Das macht keinen Spaß. Begeh diesen Fehler nicht.
Schritt 2: Erkläre Fans von anderen MMOs, warum sie total falsch liegen
Der zweite Schritt ist für viele das Highlight eines
richtigen MMO-Lebens. Man sucht sich entweder ein schon etabliertes Spiel oder
ein anderes neues MMO und findet raus, wo deren Fans sitzen.
Dann setzt man alles daran, diese Narren von ihrem falschen Weg abzubringen und sie davon zu überzeugen, dass das eigene Spiel viel besser ist.
Ein Duell zwischen zwei “neuen” Spielen gab es 2014.
Man macht sich über das andere Spiel lustig:
Was das für eine miese Grafik hat und dass es „Bald tot sein wird“ – der Entwickler ist ja für Flops bekannt.
Man lobt das eigene Spiel in höchsten Tönen, denn viele Ahnungslose wissen gar nicht, was das für eine Perle ist. Denen ist gar nicht klar, was der Game Director mal vor einiger Zeit bei einem Live-Event in Tokio über den Development-Plan gesagt hat. Die haben einfach keine Ahnung.
Teile dein Wissen mit ihnen, werde aber nicht zu ausführlich. Quellenangaben oder Links lassen dich schwach erscheinen.
Wer nicht weiß, was Chris Roberts in einem Livestream 2013 aus seinem Wohnzimmer gesagt hat, braucht gar nicht erst kommen!
Wer hingegen dein Spiel angreift, ist vermutlich ein jämmerlicher Content-Creator, der nur versucht mit seiner eigenen, rundheraus falschen Meinung Clicks von dummen Leuten zu bekommen, die auf sowas reinfallen. Oder er ist ein dummer Troll, der nur Ärger machen will.
Für Fortgeschrittene: Um die eigene Position zu unterstützen, ist es förderlich, sich mehrere Accounts anzulegen, die dann die eigenen Ansichten unterstützen und die feindlichen Ansichten ins Lächerliche ziehen.
Experten wie Datto sind grundsätzlich nur ernstzunehmen, wenn sie Deine Meinung vertreten. Sonst sind es “sogenannte Experten” – Pah.
Schritt 3: Bereite dich total auf den Release vor
Wenn die lange Zeit des Wartens endlich vorbei ist und das
MMO in den Release startet, gilt es, diese Zeit optimal zu nutzen.
Sag alle Termine und Verpflichtungen ab, bereite etwaige
soziale Kontakte darauf vor, dass du sicher für Monate nicht zu sprechen sein
wirst.
Bunkere Lebensmittel, die rasch und einfach zuzubereiten oder gar roh zu verzehren sind, oder besorge dir Listen der örtlichen Futter-Lieferanten. Achte dabei auf Abwechslung in der Menüzusammenstellung. Du bist ja kein Tier.
Vernünftige Verpflegung während eines MMO-Release.
Nimm all deinen Urlaub oder überlege dir, wie du glaubhaft krankfeiern kannst und richte dein Leben darauf aus, dass du für Wochen oder Monate nichts anderes machst, als dich in dem Spiel zu vertiefen, das sicher genug Inhalte bieten wird, um dich voll und ganz zu vereinnahmen und auszufüllen.
Am besten richtest du es dir so ein, dass du gleich dort essen kannst, wo du auch zockst. Das spart Zeit und ist clever.
Irgendwer macht danach sicher sauber.
Schritt 4: Zocke wie ein Irrer durch
In dieser Phase ist es wichtig, sich voll dem Spiel hinzugeben und durchzuzocken. Dabei gilt es aber, auf höchstmögliche Effizienz zu achten.
Konsumiere daher auf einen Zweitbildschirm oder dem Smartphone aktuelle Guides und Videos über dein MMO, um schnellstmöglich das Maximal-Level und die beste Ausrüstung zu erreichen. Ein idealer Ort dafür ist die Toilette – so kannst du Zeit, die sonst unnütz verschwendet wäre, optimal nutzen.
Sag aber keinem, dass du Guides liest. Es könnte ein falsches Licht auf dich werfen.
Das optimale Level des Spielens ist erreicht, wenn du nachts von dem MMO träumst.
Korrekte Einstellung eines MMO-Spielers zum Release eines MMOs.
Mach auf keinen Fall den Fehler, anderen Spielen Ratschläge zu geben oder deren Fragen zu beantworten. Du willst dich nicht beim Fußvolk anbiedern.
Lass sie aber wissen, dass nur Noobs so dumme Frage stellen, während sich Pros wie du in komplett anderen Sphären bewegen, die für diese einfachen Gemüter gar nicht zu erfassen sind. Die waren sicher noch nicht mal Theory-Craften und von den coolen Cosmetics, die du hast, können die nur träumen.
Wichtig ist es in dieser Phase, andere über deine Fortschritte zu informieren. So kannst du unter Guides gerne schreiben, dass du das ohne jede Hilfe hinbekommen hast und das schon vor Wochen. Noobs interessiert sowas.
Nun ist deine Weisheit gefragt.
Schritt 5: Rette das Spiel
Für viele Kenner folgt jetzt die schönste Phase. Denn du erkennst als einer der Ersten, dass das MMO zwar eine ganz gute Grundlage bietet, aber es doch noch an einigen Features und vor allem an Inhalten fehlt. Denn du hast ja jetzt schon alles durchgespielt.
Mit einigen Verbesserungen wäre das Spiel viel besser und du hast auch schon Ideen für neue Boss-Mechaniken und fantastische neue Inhalte. Und die nächsten besseren Items müssen auch bald kommen, du hast ja schon alles.
Jetzt ist die Zeit gekommen, das MMO zu retten.
Wenn du den Noobs nicht sagst, wie es weitergeht – Wer soll es sonst machen?
Nutze nun die Gelegenheit, deine Erfahrungen der letzten Wochen zu beschreiben und anderen Spielern klarzumachen, dass du der einzige bist, der das Spiel jetzt noch retten kann. Erkläre, wie dumm die Entwickler sind, nicht auf deine Ideen zu hören.
Betone dabei, was du in Phase 4 erreicht und wie viel Zeit du in das Spiel investiert hast, um dir den Status der Unfehlbarkeit zu verdienen, der gefälligst von allen respektiert werden sollte: Du bist immerhin ein anerkannter Experte in dem MMO. Niemand, der bei klarem Verstand ist, würde das bezweifeln.
Sollte es irgendein Noob wagen, dir zu widersprechen, erkläre ihm, wo er sich seine Noob-Meinung hinstecken kann. Beleidige idealerweise ihn und/oder seine Mutter so drastisch, dass jeder erkennt, wer hier das Sagen hat.
Sicher hat der kaum das Tutorial durch, sonst würde er nicht so einen Mist schreiben.
Schritt 6: Sei bitter enttäuscht
Obwohl du dir so viel Mühe gegeben hast, für deine Ideen zu werben, scheinen sich die Entwickler jetzt zurückgezogen zu haben.
Jetzt ist es an der Zeit, deine Wut über die gebrochenen Versprechen voll auszuleben. Betone dabei stets, auf welch guten Weg das Spiel einst war, bevor dann falsche Entscheidungen getroffen wurden, um irgendwelchen Casuals besser zu gefallen, während der Entwickler das eigentliche Publikum, also dich, vergrätzt hat.
Wie konnten sie es wagen, dich so zu täuschen?
Hier kannst du dein enormes Wissen nutzen, um allen klarzumachen, was für verdrehte Lügen die Entwickler einst aussprachen, um dich zu täuschen und in Sicherheit zu wiegen.
All die versprochenen Features kamen nicht, mittlerweile ist die Roadmap nur noch lächerlich und die einzigen, die das Spiel verteidigen, sind verblendete White Knights, die sicher vom Entwickler heimlich bezahlt werden.
Schritt 7: Finde das nächste Spiel
Suche dir danach ein neues Spiel und beginne mit Phase 1.
Die Inhalte von Pokémon GO sollen die Trainer motivieren, sich zu bewegen. Nun berichtet ein Reddit-User über seine Gewichtsabnahme, die er mithilfe des Spiels erreicht hat. Wir von MeinMMO haben ihn schriftlich dazu interviewt und er hat uns verraten, wie er das geschafft hat.
Um wen geht es? Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen ist Pokémon GO darauf ausgelegt, nach draußen zu gehen, sich zu bewegen und die Gegend zu erkunden. Das hat sich der Reddit-User FarTransportation376 zunutze gemacht und berichtete am 22. März im Pokémon-Subreddit stolz von seinem Gewichtsverlust.
Wie er das gemacht hat und welche weiteren Ziele er nun verfolgt, hat er uns im Interview verraten.
So konnte ein Trainer mit Pokémon GO 15 Kilo abnehmen
Warum wollte FarTransportation376 mit Pokémon GO abnehmen? Wie er in seinem Reddit-Beitrag erklärt, hat er seit seinem Abschluss 60 Pfund, also 30 Kilogramm, zugenommen, weshalb er sich in seiner Haut unwohl fühlte. Sein Training im Fitnessstudio brachte jedoch keine Verbesserung und stupides Laufen hasste er. Durch Pokémon GO fand er nun jedoch einen besonderen Anreiz, sich zu bewegen.
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“Pokémon GO hat mir geholfen, Gewicht zu verlieren, und ich bin für immer dankbar”
Wie viel hat FarTransportation376 abgenommen? In unserem Interview hat uns der Trainer stolz verraten, dass er binnen 2 Monaten knapp 15 Kilo verloren hat. So erklärte er uns Folgendes:
Ich habe 2 Monate gebraucht und bin bisher von 225 Pfund [112,5 Kilogramm] auf 195 Pfund [97,5 Kilogramm] gesunken (immer noch nicht mein Ziel, aber sehr beeindruckend für diesen kurzen Zeitraum).
FarTransportation376
Wie lange spielt er schon Pokémon GO? Ursprünglich begann er bereits 2016 mit dem Spielen von Pokémon GO, unterbrach es aber wegen seines Studiums. Durch einen Freund hat er im Februar 2023 schließlich aber wieder damit begonnen, um gemeinsam mit ihm zu spielen und regelmäßig spazieren zu gehen.
Ich habe 2016 angefangen zu spielen, aber 2017/2018 aufgehört, als ich zur Universität ging. Ich habe es im Februar 2023 wieder aufgenommen, nachdem ein Freund vorgeschlagen hatte, dass wir alle spielen und spazieren gehen, da wir in der Stadt wohnen.
FarTransportation376
Trainer läuft jede Woche 50 km für die wöchentliche Belohnung
Was hat ihn motiviert, sich zu bewegen? Wie FarTransportation376 uns berichtet hat, lebt er in einer Stadt, bei der er allein von seiner Wohnung 6 PokéStops und 2 Arenen erreicht. Für viele würde bereits hier die Bequemlichkeit siegen, doch der Reddit-User sah das anders.
Er stellte fest, dass durch die Lockmodule nicht die besten Monster spawnten und war deshalb motiviert seine Gegend zu erkunden, um die Häuserblöcke zu ziehen und so auf zahlreiche interessante sowie neue Pokémon zu stoßen.
Ich war motiviert, raus- und spazieren zu gehen, denn obwohl es in meiner Wohnung zwei Arenen und 6 PokéStops gibt, die ich drehen kann, ohne mich zu bewegen, ist die Spawn-Rate neuer Pokémon selbst mit Lockmodulen nicht so toll. Wenn ich ein paar Häuserblöcke im Umkreis laufe, spawnen einige neue und wirklich interessante Pokémon
Ich laufe nicht immer auf einer festen Route, da ich immer neue PokéStops und Arenen aufsuchen möchte, so dass meine Route jeden Tag einen anderen Weg nimmt.
FarTransportation376
In seinem Reddit-Beitrag erklärt er außerdem, dass es ihm viel Freude bereitet, die Eier auszubrüten und durch das Laufen Bonbons mit seinem Kumpel-Pokémon zu sammeln (via reddit.com). Welche Pokémon als Kumpel am besten geeignet sind, zeigen wir euch im nachfolgenden Beitrag:
Trainer erreichte besonderen Meilenstein: Doch die Abnahme selbst war nicht der einzige Meilenstein, den FarTransportation376 erreichte. Er versuchte, seine zurückgelegte Strecke stetig zu steigern. So lief er in der Anfangszeit 25 km, schaffte es in den letzten Wochen mit Hilfe des GO Plus, einem entsprechenden Fang-Gadget, jede Woche mehr als 50 km zurückzulegen (via reddit.com).
Meine Statistiken sind, wenn man meine Pause bedenkt, nicht so toll. Seit ich im Februar wieder angefangen habe, habe ich 215,8 km zurückgelegt, 4.211 Pokémon gefangen und 4.580 Stops gedreht. In den letzten drei Wochen habe ich die wöchentliche Walking-Challenge (50 km) mit einem GO Plus abgeschlossen und bin auch diese Woche auf dem besten Weg dazu.
Was hat ihm noch bei der Abnahme geholfen? Neben dem Spielen von Pokémon GO stellte FarTransportation376 aber auch seine Ernährung um und gestaltete seine Besuche im Fitnessstudio neu. So erklärte er uns:
In Verbindung mit diesen Spaziergängen habe ich meine Besuche im Fitnessstudio sinnvoller und konzentrierter gestaltet. Ich habe immer auf Alkohol und verarbeitete Lebensmittel verzichtet und koche viel mehr vegan.
FarTransportation376
Was ist sein nächstes Ziel? Die bisherige Abnahme von 15 Kilo soll aber nur ein Meilenstein gewesen sein, denn er hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Sommer noch weiter Gewicht zu verlieren. Sein Wunschgewicht liegt aktuell bei 185 Pfund, also 92,5 Kilo. Um es zu erreichen, fehlen ihm noch etwa 5 Kilo.
Ich hoffe, dass ich den Rest des Gewichts verliere und bis zum Sommer auf 185 [Pfund] komme.
Diesen Rat hat FarTransportation376 an Gleichgesinnte
Zuletzt wollten wir von FarTransportation376 wissen, was er anderen Spielern rät, die ebenfalls mit Hilfe von Pokémon GO abnehmen wollen. Diese Antwort war für ihn ganz klar – einfach spielen, denn es kann sich nicht nur im Spiel, sondern auch außerhalb richtig lohnen. So schrieb er uns:
Mein Rat für andere: Spielt! Es ist ein lustiges Spiel, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, wenn man es nicht will, aber es kann sich lohnen, sowohl im Spiel als auch außerhalb des Spiels, wenn man trainiert! Die Community ist positiv und jeden Tag gibt es neue Pokemon im Spiel und neue Erfahrungen auf meinen Spaziergängen.
FarTransportation376
Habt ihr mit Hilfe von Pokémon GO auch bereits Gewicht verloren? Oder hättet ihr euch an der Stelle des Reddit-Users eher von den zahlreichen Stops und Arenen verleiten lassen, um von zu Hause zu spielen? Lasst es uns gern hier auf MeinMMO in den Kommentaren wissen und tauscht euch mit anderen Trainern darüber aus.
Ich will ehrlich sein und hätte niemals gedacht, dass ich das über World of Warcraft schreiben würde: Das geht mir eine Spur zu schnell.
Vielleicht, weil ich über Jahre daran gewöhnt wurde, nur alle 4 bis 5 Monate ein Update zu bekommen, fühlt sich das jetzt schon fast hastig an.
Egal wie oft ich es auch zerdenke, ich kann einfach nicht begreifen, wie World of Warcraft es hinbekommt, so schnell so viel Content mit hoher Qualität und solidem Umfang rauszuhauen, wie das seit dem Launch von Dragonflight der Fall ist.
Nur 6 Wochen den Patch 10.0.7 zu haben, heißt im Umkehrschluss auch, dass die Verbotene Insel als „Endgame-Zone“ nur für 6 Wochen wirklich relevant war, ebenso wie der Onyxsockelring mit seinen unzähligen Anpassungsmöglichkeiten.
Der Onyxsockelring ist recht komplex – dafür, dass er nur 6 Wochen wirklich stark sein wird.
Blizzard hat hier ein neues System eingeführt, nämlich den besagten Ring, und beerdigt es nach rund 6 Wochen schon wieder.
Das ist schnell. Sehr schnell. Beinahe schon verschwenderisch dem eigenen Content gegenüber.
Auch die Community ist überwiegend begeistert und verwirrt. Für viele ist Dragonflight gerade auf dem besten Weg, eine der beliebtesten Erweiterungen aller Zeiten zu werden:
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Und obwohl ich schwer begeistert von der Menge an Content und der Geschwindigkeit bin, mit der World of Warcraft gerade abliefert, habe ich noch immer dieses kleine, skeptische Stimmchen im Hintergrund, das mir zuflüstert: „Warte ab, der Crash kommt noch.“
Es gibt noch immer diese Chance, dass Dragonflight diese Menge an Content nur raushauen kann, weil man Shadowlands sehr früh verlassen hat. Wenn das stimmt, dann könnte Dragonflight gerade eine Menge Vorschub bekommen an Inhalten, die zum großen Teil schon fertig entwickelt sind.
Das wiederum würde aber bedeuten, dass Dragonflight entweder am Ende eine große Content-Dürre bis zur nächsten Erweiterung hat oder aber diese Erweiterung dann ihrerseits größere Content-Lücken aufweist, weil dieser Vorschub einfach aufgebraucht ist.
Ich bin wirklich verwirrt, wie dieses aktuelle Tempo zustande kommt. Denn auch wenn Blizzard für World of Warcraft 100 neue Mitarbeiter kurz vor dem Dragonflight-Launch eingestellt hatte, dürfte sich deren Mitarbeit wohl erst in den kommenden Monaten bemerkbar machen – immerhin sind die neusten Inhalte schon lange vor dem Launch von Dragonflight in Entwicklung gewesen.
Doch immer pessimistisch zu sein, ist auch nicht angenehm. Daher verschließe ich den Gedanken an die Zukunft erstmal ein wenig im Unterbewusstsein und freue mich darüber, dass aktuell in World of Warcraft so verdammt viel richtig läuft.
Wenn Blizzard beweist, dass sie dieses Tempo durchhalten können, dann wage ich sogar die Hoffnung, dass World of Warcraft sich noch einmal den „MMORPG-Thron“ zurückholen kann, an dem es in den letzten Jahren so deutlich – und vor allem zu Recht – gebröckelt hat.
Deine Meinung ist uns wichtig!
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Die nächste Rampenlicht-Stunde in Pokémon GO läuft mit Muschas. Warum diese besonders wird und Trainer sich darauf freuen, zeigen wir euch hier.
Um welches Event geht es? Jeden Dienstag läuft in Pokémon GO eine Rampenlicht-Stunde. Die Erste im April lief mit Owei. Als Nächstes steht Muschas auf dem Plan. Das Pokémon aus der ersten Spielgeneration wird von einigen Trainern unterschätzt. Zumindest auf den ersten Blick.
In der Community raten Trainer aber dazu, an dem Event teilzunehmen. Denn zusätzlich zu dem eigentlichen Bonbon-Bonus erhaltet ihr auch viel Sternenstaub. Aber warum?
Warum lohnt sich die Rampenlicht-Stunde mit Muschas so?
Das müsst ihr wissen: Der normale Bonus zur Rampenlicht-Stunde mit Muschas ist, dass ihr für das Verschicken von Pokémon die doppelte Menge an Bonbons erhaltet.
Muschas selbst ist kein besonders starker Angreifer. Mit Austos habt ihr im PvP in der Hyperliga einen guten Angreifer. Doch vor allem lohnt sich die Stunde für euch, um Sternenstaub zu sammeln.
Wie viel Sternenstaub gibt es? Wenn ihr Muschas fangt, erhaltet ihr die folgende Menge Sternenstaub pro Fang:
Ohne Sternenstück 1.000 Sternenstaub
Mit Sternenstück 1.500 Sternenstaub
Mit Wetterboost, ohne Sternenstück 1.250 Sternenstaub
Mit Wetterboost und Sternenstück 1.875 Sternenstaub
Was sagen die Trainer dazu? Auf Reddit werden die Rampenlicht-Stunden für April kommentiert. Nutzer ApathicJellyfish freut sich: “Muschas! Ich kann endlich auf Jagd nach einer schillernden Muschel gehen!”. Nutzer Tooldfrthis meint “Ich glaube, ich hole Muschas für den Staub. Eins der wenigen [Pokémon] aus der ersten Generation neben Sterndu, Mauzi und Paras, die ich immer fangen werde.”
Werdet ihr die Stunde auch wegen des Sternenstaubs nutzen? Schreibt uns eure Meinung dazu doch hier auf MeinMMO in die Kommentare und tauscht euch mit anderen Trainern darüber aus.
In den USA hat sich ein Milliardär zwei Statuen der Transfomers vor sein Reihenhaus gestellt. Seit Januar 2021 bewachen Optimus Prime und Bumblebee das Haus von Dr. Newton Howard. Die Nachbarn finden das gar nicht lustig, aber der Milliardär droht, vor Gericht zu ziehen, sollte man ihm die Erlaubnis verweigern, die Statuen auszustellen.
Was sind das für Statuen? Es handelt sich bei den Statuen um Metall-Nachbildungen von Optimus Prime und Bumblebee. Sie wiegen 1.814 Kilogramm. Die Statuen wurden aus wiederverwerteten Motorrad- und Autoteilen von einem unbekannten Künstler gefertigt.
Die zwei Transformers wurden im Januar 2021 aufgestellt, sie ersetzten zwei Gewächs-Kästen, die dort früher standen. Im Haus befinden sich weitere Roboter-Statuen.
Video starten
Transformers: Reactivate Offizieller Announcement-Trailer The Game Awards 2022
Wer macht sowas? Dr. Newton Howard ist ein Professor für Neurochirurgie an der Georgetown University in Washington, DC. Er forscht unter anderem an Heilmitteln gegen Parkinson und Alzheimer und hat durch Patente und Investitionen Milliarden an US-Dollars verdient.
Milliardär sagt: Er sein ein Mann der Transformation, sein Haus ein Ort der Transformation
Warum macht er das? Howard sagt, seine Arbeit mit künstlicher Intelligenz und prosthetischer Technik hat ihn dazu inspiriert, die beiden Transformers vor sein Haus zu stellen. Er sei ein Mann der Transformation. Die Statuen sagten: Transformier’ dich, deine Umwelt, die Community.
In einem Interview erklärte er:
Sie repräsentieren die Koalition von Menschen und Maschinen, die in Harmonie zusammenarbeiten, aber in verschiedenen Entitäten. Wir stellen robotische und prosthetische Arme und all diese Dinge her, um Schaden zu kompensieren. Das macht uns nicht zu Robotern.
Also kurz gesagt: Er macht das, weil er es kann.
Nachbarn laufen Sturm – Sagen, die Statuen ziehen die falschen Leute an
Was ist das Problem? Einige Nachbarn schätzen überhaupt nicht, dass in ihrem edlen Stadtteil von Washington gigantische Repräsentanten der Popkultur zu sehen sind. Die Häuser sind hier jedes mehrere Millionen US-Dollars wert. Sie finden die Statuen offenbar trashig. Glauben, dass sie die Nachbarschaft verschandeln und den Grundstückspreis nach unten treiben. Sie halten es für eine Ego-Tour von Howard, die Statuen auf den Gehsteig zu stellen, der ja der ganzen Gemeinschaft gehöre.
Dazu kommt, dass sich vor den Robotern regelmäßig Leute versammeln, um sie zu fotografieren, etwa für Selfies auf Instagram.
Ein Sprecher einer Gruppe der Nachbarschaft sagt:
Wir haben Motorrad-Gangs, die auftauchen und die Straße blockieren, um Fotos zu machen. Wir haben Touristen-Busse. Suchen Sie sich was aus, wir haben es. Wir können nicht auf unseren Bürgersteigen gehen. Leute brüllen und spucken auf uns, falls wir nicht anhalten, wenn sie ein Selfie nehmen wollen. „Störend“ ist noch ein nettes Wort, für das, was wir hier seit 27 Monaten erdulden müssen.
Gibt es auch jemanden, der die Statuen mag? Ja, tatsächlich. Die Studenten der Uni stehen offenbar auf Bumblebee und Optimus Prime. Ein Sprecher des Komitees sagt, man müsse eingestehen, nicht alle Nachbarn finden die Statuen so störend.
Alle Studenten der Universität, die auf der anderen Straße leben, halten die Transformers für „von öffentlicher Wichtigkeit“.
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Statuen sind moderne Kunst, durften bleiben – Jetzt geht’s aber vor Gericht
Wie ist der Stand? Howard sagt: Die Statuen würden mittlerweile von immer mehr Leuten akzeptiert und er arbeite daran, 16 weitere Transformers-Skulpturen in der Stadt aufzustellen.
Er hatte sich offenbar mithilfe einer Beraterfirma 2022 zwischenzeitlich durchgesetzt. Die Berater argumentierten: Die Statuen seien moderne Kunst, die das Konzept der “Transformation” symbolisierten.
Das “Board” der Nachbarschaft hatte die Statuen unter der Bedingung erlaubt, dass sich der Milliardär alle 6 Monate die Genehmigung neu holt.
Vor kurzem, im April 2023, hat das Board aber die Genehmigung nicht erteilt. Howard hat daraufhin angekündigt, vor Gericht zu ziehen. Er habe nicht mal gewusst, dass überhaupt eine Abstimmung stattgefunden habe. Die Statuen seien Teil seines Rechts auf freie Meinungsäußerung. Außerdem würden sie der Umwelt helfen, denn sie bestehen ja aus Recycling-Material.