Star-Trek-Star hat fast alle MMOs gespielt, aber nie Star Trek Online

Im nächste Update für Star Trek Online – Victory is Life – dreht sich alles um Deep Space Nine. Dort kommt auch Dr. Bashir, der vom Original-Schauspieler Alexander Siddig gesprochen wird, wieder vor. Der liebt MMOs, aber hat Star Trek Online bisher noch nie angerührt! Das erzählt uns Alexander Siddig im Interview.

Wie bei Star Trek Online üblich, haben die Entwickler wieder keine Mühen gescheut und Original-Schauspieler aus der Serie Deep Space Nine als Sprecher für das neue Update Victory is Life engagiert. Darunter ist auch Alexander Siddig, der den jungen, idealistischen Stationsarzt Dr. Bashir in der Serie verkörperte.

Wir hatten Alexander Siddig für ein Interview gewinnen können und haben ein paar witzige Details aus der Serie erfahren und lernten die liebenswert-nerdige Seite des Schauspielers kennen.

„Hoffentlich sehe ich besser aus als meine Action-Figur“

Im Gespräch wollten wir zuerst wissen, welche Rolle denn der gute Dr. Bashir im neuen Star-Trek-Online-Kapitel spielen soll. Ist er ein wichtiger Hauptcharakter, hat er eine eigene Story? Oder ist er nur ein NSC, der Quests vergibt?

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Leider konnte uns Alexander dazu rein gar nichts sagen, denn er hatte zum Zeitpunkt des Interviews seine Text weder gesehen noch eingesprochen. Allerdings war er total begeistert von der Aussicht, seine alte Rolle wieder zu spielen. Immerhin war Dr. Bashir damals 1993 seine erste große Rolle.

Daher ist Alexander auch gespannt, wie er im Spiel aussehen wird. Immerhin spielt die Story von Star Trek Online ja von Deep Space Nine aus in der Zukunft. „Hoffentlich sehe ich besser aus als meine Action-Figur“, merkte er scherzhaft an.

Dr. Bashir ist überall

Als nächstes wollten wir wissen, ob Alexandr Siddig denn überhaupt schonmal Star Trek Online gespielt hat. Denn dann könnte er ja sich selbst als Charakter erschaffen und im Spiel auf sein Alter Ego Dr. Bashir treffen. „Da würde das Universum implodieren“, meinte er daraufhin gleich. Und tatsächlich hat Siddig bisher Star Trek Online nie angerührt.

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Dabei ist der Schauspieler ein großer Fan von Online-Rollenspielen und hat fast alles gezockt: Ultima Online, Eve Online, Elite: Dangerous, Everquest, Destiny, The Division, ESO. Aber niemals Star Trek Online.

In all diesen Spielen wählte er so gut wie immer die folgenden Charakteristika:

  • Er spielte immer männliche Menschen
  • Er baute sie im Charaktereditor immer so um, dass sie möglichst kleine, dürre alte Männer sind
  • Es sind fast immer Heiler – außer in ESO, da hat er neben einem kleinen runzligen Templer einen Meuchler, weil er die Dunkle Bruderschaft so toll fand
  • Die Namen sind immer ein Anagramm aus „Bashir“. In Eve Online heißt er daher „Shriba“. Andere Charaktere haben ähnliche Kombinationen aus den Buchstaben von Bashir.

Daher konnte er sich bisher nicht durchringen, Star Trek Online zu zocken. Da gab es Bashir ja schon und er will nichts anderes spielen. Er bleibt da bei seiner Rolle „monogam“.

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Dennoch gab er zu, dass er neugierig auf die neuen Episoden von Star Trek Online ist und sich das Spiel vielleicht doch noch ansehen wird.

Dr. Bashir als Meisterspion?

Da wird beide nichts über die Rolle von Dr. Bashir im Spiel wussten, stellten wir ein paar interessante Hypothesen auf. Alexander gab hier drei interessante Konzepte für den Doktor:

  • Bashir könnte weiter seine Karriere als Mediziner fortsetzen und mittlerweile eine Art Professor sein und als Mentor für künftige Sternenflotten-Ärzte auftreten.
  • In der Serie wurde Dr. Bashir immer öfter mit gefährlichen Situationen und Gefechten konfrontiert. Es könnte also gut sein, dass er in die Kommando-Ebene aufgerückt ist.
  • Die spannendste Entwicklung – und diejenige, die Siddig und ich uns wünschen würden – wäre es, wenn Bashir eine Art Spion geworden wäre. Einige der besten Episoden von Deep Space Nine drehten sich darum, wie Bashir im Holodeck als eine Art James Bond auftrat. Und dann waren da noch seine Eskapaden mit dem Doppelagenten Garak.
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Gerade ein Wiedersehen mit Garak fände Alexander Siddig besonders schön, da er die Dialoge zwischen dem undurchschaubaren Spion und dem idealistisch-naiven Dr. Bashir  stets genossen hat.

Wollte lieber bei den „Coolen Leuten“ von The Next Generation mitspielen

Neben seinen Eskapaden in MMOs hatte Alexander Siddig noch ein paar interessante Storys aus seiner Zeit am Set von Deep Space Nine zu erzählen. Die Besetzung von DS9 war sehr ernst und professionell. Da wurde nicht rumgealbert. Stattdessen waren die Leute von der anderen Star-Trek-Serie „The Next Generation“ ein wilder Haufen, die ständig Quatsch gemacht hätten.

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Während The Next Generation universell gelobt wurde, war Deep Space Nine permanent im Zentrum der Kontroverse. Die Serie kam nicht so gut an, da man stets auf der selben Station war und nicht das Universum erkundete. Manchmal wünschte sich Siddig, dass er bei den „coolen Leuten“ nebenan mitspielen durfte. Dazu kam, dass die Figur von Bashir den Studiobossen bei Paramount stets ein Dorn im Auge war!

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Damals hatten junge Männer perfekt zu sein. Die damals beliebte Teeny-Serie „Beverly Hills, 90210“ gab da den Ton an. Dr. Bashir war zwar ein attraktiver junger Mann, aber er war fehlerbehaftet, trat in viele Fettnäpfchen, war oft eitel und kam öfter arrogant rüber.

Alexander Siddig sollte eigentlich der Commander werden

Alexander Siddig wurde aufgrund seiner guten Performance in dem Film „A Dangerous Man“ ausgewählt und man wollte ihm erst die Rolle des Commanders geben. Dazu war er dann aber doch zu jung. Man hatte ihn für älter gehalten, da er in „A Dangerous Man“ einen Bart getragen hatte.

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Daher bekam Avery Brooks die Rolle des Kommandanten und für Alexander Siddig wurde die Rolle des Stationsarztes umgeschrieben. Der sollte ursprünglich ein Spanier namens „Julian Amoros“ sein, wurde dann aber zu einem nordafrikanisch- stämmigen Charakter namens Bashir (Alexander Siddig stammt ursprünglich aus dem Sudan).

Da die Rolle seines Charakters spontan entstand, war die Beschreibung von Dr. Bashir extrem kurz. Daher konnte Alexander Siddig die Rolle stetig ausbauen und viel improvisieren. „Es war so improvisiert, wie es bei einer großen TV-Produktion nur sein konnte“, meinte Alexander dazu.

Victory is Life für Star Trek Online wird in Juni 2018 für den PC erscheinen und etwas später für die Konsolen. Dann werden wir endlich erfahren, welche Rolle Dr. Bashir spielt.


In der Story von Victory is Life von Star Trek Online könnt ihr auf den Spuren von Constable Odo wandeln.

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Luriup
Luriup
1 Jahr zuvor

Wenn ich mir das obere Bild betrachte,hat seine Figur dort 4 „Pickel“ am Kragen,
müsste allso den Rang eines Captain inne haben.

Scheint ja ein netter Zeitgenosse zu sein.
Seine Holodeck Einsätze musste ich aber auslassen,
wie bei allen Star Trek Serien der 90iger.
Mit Privatdetektiven,Cpt. Proton und Agenten will ich nix zu zuen haben,
wenn ich Lust auf Star Trek habe.

Jürgen Horn
Jürgen Horn
1 Jahr zuvor

Grad die Agenten-Folge war aber herrlich, da war Bashir so ein ultra klischeebeladener James-Bond-Verschnitt und Garak is schier im Boden versunken vor Fremdscham „So stellen Sie sich also echte Agenteneinsätze vor?“

maledicus
maledicus
1 Jahr zuvor

Gerade diese folgen fand ich auch immer total klasse .. picard als privatdetektiv ala humphrey bogart, data als sherlock usw. grin

Gruß.

Jokl
Jokl
1 Jahr zuvor

Wie die Folgen mit Q oder den Borg, sind das bei DS9 eben Folgen gewsen, die aus der Reihe liefen, ich fand die grande!
Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden smile

Jokl
Jokl
1 Jahr zuvor

Er als „Der Sisko“ ?? Kann ich mir jetzt nicht mehr vorstellen :).
Wie auch immer, Dr. Bashir ist ne colle Rolle gewesen und DS9 fand ich Klasse, vor allem die Konflikte mit dem Dominion waren super.
Oder die Kardasianer, nicht nur Garak, ich fand Ghul Dukat immer großartig.

Jürgen Horn
Jürgen Horn
1 Jahr zuvor

Ja, die hatten den echt erst als Commander geplant, konnt es auch kaum glauben, als er es mir erzählt hat grin

PetraVenjIsHot
PetraVenjIsHot
1 Jahr zuvor

War der nicht immer so spitz auf die Symbiontin bzw auf die Wirtin?

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
1 Jahr zuvor

Jup, und O’Brien hat ihn immer aufgezogen, weil er so ein Grünschabel war. smile

Luriup
Luriup
1 Jahr zuvor

Ja nach dem letzten Wirtswechsel hat er sie ja auch bekommen.
Worf war ja dann aus dem Rennen.
Der Symbiont hatte jedenfalls nen guten Geschmack für seine weiblichen Wirte.^^

Jokl
Jokl
1 Jahr zuvor

Wer bitte war nicht spitz auf DEX :), egal welche DEX grin

Nailbender
Nailbender
1 Jahr zuvor

Und trotz allem bleibt DS9 meine liebste ST Serie! smile

Jürgen Horn
Jürgen Horn
1 Jahr zuvor

Meine auch:D

Insane
Insane
1 Jahr zuvor

Wenn ich mich recht entsinne, wurde sie von den Fans zu beginn extrem angefeindet. „Das ist kein richtiges Star Trek“, „Für mich gehört DS9 nicht zu Sar Trek“, „Man hätte keine neue Serie beginnen sollen“ und so weiter. Und jetzt zählt sie für viele zu den Besten. Mh… kommt mir bekannt vor. Bei Voyager begann es genau so und mh… bei Discovery auch. Wie das wohl kommt.

Jürgen Horn
Jürgen Horn
1 Jahr zuvor

Ja, Star Trek Serien hatten es eigentlich immer schwer.

Max Müller
Max Müller
1 Jahr zuvor

Habe den Release von DS9 und auch Enterprise mitgemacht, fand DS9 von Anfang an gut, Enterprise war auch ok.

Discovery dagegen ist einfach grauenhaft – und das hat nichts damit zu tun, dass es „moderner“ ist. Wenn ich eine Serie auf eine einzelne Person aufbaue (der Rest bleibt leider total blass) und eine durchgehende Storyline verwende, muss ich es schaffen, dass a) die Person nachvollziehbar handelt und gut als Identifikationsfigur dient und b) die Storyline gut geschrieben ist.
Bei Discovery hat man mit beidem voll daneben gegriffen. Burnham ist leider eine Katastrophe und es ist so schlecht und völlig abstrus geschrieben, dass es beim Sehen schmerzt.

Jokl
Jokl
1 Jahr zuvor

Seh ich anders, ich bin sogar froh das die bei Discovery nicht versucht haben den „alten“ Glanz neu zu verputzen!
Dazu spircht die Serie eben auch Nicht-Trekkies an.
Was deine These angeht, sie würde nur auf Burnham aufbauen, sehe ich auch völlig anders, aber bitte das ist ja Geschmackssache.

Sengo
Sengo
1 Jahr zuvor

Naja, DS9 hatte eine rel. schwache erste Staffel wurde aber mit zunehmender Laufzeit immer besser, einige der späteren Folgen gehören zum Besten was Star Trek zu bieten hat.

maledicus
maledicus
1 Jahr zuvor

Jo genauso war das, sie hatten nämlich babylon 5 als konkurrenz und da war ne zusammenhängende story, da kam man mit den typischen einzel-episoden von star trek nicht mehr so gut an .. und dazu kam noch ziemlich viel klamauk am anfang, echt blöde folgen dazschwischen, aber dann haben sie doch die kurve gut genommen und ds9 umgebaut, ab da wurde es richtig gut.

Gruß.

Jokl
Jokl
1 Jahr zuvor

Bab5 war auch großartig, zumindest bis zu den Schattenkriegen.

Scaver
Scaver
1 Jahr zuvor

War sogar bei JEDER Star Trek Serie so.
TOS hatte auch keinen einfachen Start. TNG war für viele auch kein richtiges Star Trek… heute würde das keiner mehr sagen.
Am schlimmsten war es bei ENT, dort hat man am Anfang das „Star Trek“ sogar weg gelassen, glaub für die ersten 1 oder 2 Staffeln.

Gerade DS9 und ENT hatten einen sehr schweren Start, da anfangs recht wenig los war. Beide mussten sich im Laufe erst entwickeln.

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