Es ist vielleicht eine der kuriosesten Arbeitnehmer-Geschichten der vergangenen Jahre: Eine Firma muss einen gefeuerten Mitarbeiter nach Monaten kontaktieren, weil sie nicht auf einen Laptop zugreifen können.
Das Aufmacherbild ist ein Symbolbild und zeigt nicht den betroffenen Laptop.
Was ist passiert? Der Nutzer spicyad erklärte in seinem Post auf Reddit aus 2024, dass er von seinem ehemaligen Arbeitgeber kontaktiert worden sei. In der Nachricht, die als Screenshot dem Beitrag beigefügt worden ist, heißt es:
Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung, um mit Ihnen einen logistischen Fall bezüglich des Unternehmenslaptops zu klären, den Sie uns bei Ihrem Weggang zurückgegeben hatten. Wir sind derzeit nicht in der Lage, diesen für den neuen Nutzer auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, weil der Willkommensbildschirm ein Passwort verlangt.
Der nicht näher genannte Arbeitgeber bittet nun freundlich darum, das entsprechende Passwort zuzusenden, damit man Zugang zum Laptop erhält. Es folgt das übliche Versprechen, das Passwort vertraulich zu behandeln und nur für die Zurücksetzung zu nutzen.
Der betroffene Ex-Mitarbeiter kommentiert den Kontaktversuch wie folgt:
Das bringt mich einfach zum Kichern.
Zum Hintergrund:
Dieses Unternehmen hatte mich für ein Bewerbungsgespräch für eine Führungsposition eingeladen. Ich habe die Stelle schließlich bekommen. Es dauerte jedoch nur 30 Tage, bis sie die Stelle wegen einer „das Pferd hinter den Karren spannen“-Situation gestrichen haben. Im Grunde habe ich alle illegalen Marketingpraktiken aufgedeckt und Lösungen vorgeschlagen, um sie zu beheben. Sie haben das Problem beseitigt – und das war „ich“. Jetzt wollen sie mein Passwort.
Mit weiteren Kommentaren von spicya erhält der Fall zusätzlichen Kontext: Der betroffene Laptop soll ein Macbook sein, für den es von Seiten der Firma weder eine IT-Betreuung noch irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen gegeben haben soll.
Fallt nicht auf Phising rein
Wie reagierte die Community damals? Der Post kam seinerzeit auf 24.272 Daumen hoch und 3.676 Kommentare. Viele Interessierte diskutieren mit dem Post-Ersteller über die Glaubwürdigkeit der Geschichte beziehungsweise die vermeintliche Inkompetenz der Firma. Verifizieren lässt sich die Story nämlich nicht.
Manch einer räumt aber ein, dass er Vergleichbares in anderen Unternehmen erlebt hat. Darüber hinaus vermuten einige einen gezielten Phising-Versuch, um an das Passwort ranzukommen – mit der Hoffnung, dass das auch an anderen Orten zum Einsatz gekommen ist.
spicya erklärt aber, dass er den Absender der Email noch aus seiner Anstellung kennen würde und dass aufgrund der kurzen Beschäftigung und der schlechten Erfahrung kaum jemand weiß, dass er für diese Firma gearbeitet hat.
Dennoch gilt auch in diesem Fall: Man gibt nicht sein Passwort heraus – egal, mit welcher Begründung jemand danach fragt. Und aus Sicht des Unternehmens sollte man sich in jedem Fall Gedanken darüber machen, in welcher Form man Hardware an Mitarbeiter herausgibt, wie man diese schützt und wie diese wieder für die Firma verfügbar gemacht werden, wenn das Angestelltenverhältnis endet. Manch ein anderes Laptop-Problem lässt sich zum Glück leichter lösen: Spielerin wundert sich, warum ihr Laptop beim Zocken überhitzt, Problem wird mit einem Handgriff gelöst
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