Ein Nutzer schickt seinen Laptop zur Reparatur, das Gerät kommt mit weniger Arbeitsspeicher zurück als ursprünglich gekauft. Der Verkäufer begründet das damit, dass der RAM inkompatibel sei. Auf Amazon und beim Händler selbst kann man aber weiterhin die alte RAM-Konfiguration kaufen.
Ein Spieler hatte sich im Dezember 2025 ein neues Gaming-Notebook von Lenovo mit 64 GB Arbeitsspeicher gekauft. Nach mehreren Monaten sei es laut seiner Angabe dann zu Problemen gekommen und er habe das Gerät mit Garantie eingeschickt.
Doch die Entscheidung des Verkäufers überraschte ihn. Denn dieser entfernte für die Reparatur die Hälfte des verbauten Arbeitsspeichers und erklärte das mit der Begründung, dass dieser nicht kompatibel sei. Besonders ärgerlich daran: Der Nutzer kann mit Rechnung und anderen Papieren belegen, dass er damals für 64 GB RAM bezahlt hat. Das erklärt er in einem Reddit-Post, in dem er auch die Belege liefert.
Hersteller entfernt Arbeitsspeicher, weil dieser vermutlich defekt ist, ersetzt diesen aber nicht
Warum der Verkäufer so entschieden hat, ist nicht bekannt. Einige spekulieren, darunter das Magazin WCCFTech, dass der eine Riegel des Laptops wohl kaputt gewesen sein müsse, der Verkäufer diesen entfernt habe und anschließend nicht bereit gewesen sei, den einzelnen Riegel durch ein funktionierendes Modul zu ersetzen. Denn immerhin zahlt man für 32 GB DDR5 SO-DIMM-RAM laut Geizhals derzeit mindestens 400 Euro. SO-DIMM steht für die kleinen RAM-Modelle, die oftmals in Laptops eingesetzt werden.
Laut dem Brief mit der Begründung, der der Reparatur beigelegen hat, habe der Nutzer zumindest auch das defekte DDR5-Kit zurückerhalten. So heißt es:
Das Gerät verfügte über zwei 32-GB-Riegel mit insgesamt 64 GB; dieses Gerät unterstützt jedoch maximal 32 GB RAM. Ein 32-GB-Riegel wurde entfernt und zusammen mit dem Gerät an den Kunden zurückgeschickt. Das Gerät hat alle Tests bestanden.
Diese Begründung macht vor allem deswegen viele fassungslos, weil das Laptop-Modell von Lenovo bis zu 128 GB RAM unterstützen müsse. Lenovo schreibt auf seiner eigenen Webseite, dass 32 GB RAM pro Slot funktionieren sollen.
Welche Optionen hat er denn jetzt? Einige weisen darauf hin, dass man die vom Nutzer genannte Konfiguration mit 64 GB RAM weiterhin über den Händler oder über Amazon erwerben könnte. Er solle daher die Rückerstattung des Kaufpreises verlangen, wenn der Verkäufer das Gerät nicht in seinen Ausgangszustand wiederherstellen wolle:
Sie können genau diese Konfiguration weiterhin bei Best Buy und Amazon erwerben. Sollten die ursprünglichen Spezifikationen nicht eingehalten werden, sollten Sie die Rückerstattung des Kaufpreises verlangen.
Andere sagen, er solle unbedingt persönlich ins Geschäft gehen und so lange mit den Verkäufern reden, bis er eine vernünftige Lösung für sich herausholen könne. Also entweder eine Rückerstattung, einen Austausch seines Gerätes oder die richtige Reparatur.
Die anhaltend hohen Preise für Arbeitsspeicher aka RAM machen es PC-Gamern auch weiterhin nicht leicht und drücken böse auf die Geldbeutel. Leider gibt es keine guten Nachrichten: Laut einem Bericht deutet alles daraufhin, dass es auch 2027 nicht besser werden wird: Einen Gaming-PC zu bauen geht wegen der hohen RAM-Kosten 2026 schon ins Geld – 2027 wird es wohl auch nicht besser
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