Wie ein MMO-Shooter für über 98 Mio € zu einem der größten Flops der Gaming-Geschichte wurde

Wie ein MMO-Shooter für über 98 Mio € zu einem der größten Flops der Gaming-Geschichte wurde

APB: All Points Bulletin (2010, PC) war ein MMO-Shooter, in dessen Entwicklung gewaltige Geldsummen geflossen sind. Das Spiel sollte das Genre „Online-Shooter“ als Sandbox-Game neu erfinden. Am Ende wurde es jedoch einer der größten Flops der Gaming-Geschichte.

Was ist APB: All Points Bulletin für ein Spiel? APB: All Points Bulletin erschien 2010 und war ein MMO-Shooter mit Echtzeit-Spielwelt.

Im Mittelpunkt standen zwei Fraktionen, wobei sich die Spieler für eine Seite entscheiden konnten:

  • Enforcer (auf Deutsch: Vollstrecker), die sich für das Gesetz einsetzten
  • Criminals (auf Deutsch: Kriminelle), die gesetzeswidrige Handlungen ausübten

Es gab Missionen, in denen beide Parteien einander bekämpften. Der Spieler musste Aufgaben erledigten, während die Gegner versuchten, ihn dabei aufzuhalten.

Hier seht ihr einen Trailer zu APB: All Points Bulletin:

APB: All Points Bulletin – Erster offizieller Trailer

Wer steckt hinter der Entwicklung von APB: All Points Bulletin? 2002 gründete der Schöpfer der Spielserie Grand Theft Auto (kurz: GTA) David Jones, das Spielstudio Realtime Worlds.

Crackdown war das erste Spiel des Studios und erschien 2007. Der Spieler schlüpfte in die Rolle eines Agenten, der aufgrund biologischer Verbesserungen übermenschliche Fähigkeiten besaß und Verbrechen in einer futuristischen Stadt bekämpfte.

Auf dem Erfolg von Crackdown konnte das Spielstudio aufbauen und mit mehr Budget und einem größeren Team an die Entwicklung eines neuen Spiels herangehen: APB: All Points Bulletin.

„Die Entwicklungskosten beliefen sich auf über 100 Millionen Dollar, was es zu einem der teuersten Videospiele der Geschichte machte“

Die Entwicklung des Spiels nahm 5 Jahre in Anspruch. Neben eigenen Geldern konnte das Studio gewaltige Investoren-Summen ergattern.

Was sollte APB: All Points Bulletin dem Spieler bieten? 2005 wurde APB angekündigt und der Release für 2008 geplant. Das Spielstudio plante mit dem Spiel eine Erneuerung des Genres „Online-Shooter in einer Sandbox“ auf eine einzigartige Weise.

Das Spiel versprach eine gewaltige Welt, in der umfangreicher Content geboten werde und die Spieler ihren Charakter mit zahlreichen Optionen individualisierten könnten.

Die Gestaltung des Avatars war einer der Schwerpunkte, auf die sich die Entwickler von APB konzentrierten. Gleichzeitig sollte Grinding nicht als eine Aufgabe, sondern als Spaß am Gameplay empfunden werden.

Mit „Sandbox“ meint man Games, die dem Spieler enorme Freiheit gewähren und ihn einfach machen lassen – ohne viel Quests oder eine Kampagne. Der Spieler soll sich „im Sandkasten“ selbst beschäftigen und seine Kreativität ausleben. Bekannte Sandbox-Spiele sind Minecraft, Die Sims, Mount & Blade oder GTA 5 Online.

Woran scheiterte APB: All Points Bulletin? Das Spiel launchte 2 Jahre verspätet in 2010. Es folgte Kritik seitens der Spieler:

  • In erster Linie wurde das Shooting-Gameplay und die Benutzung von Fahrzeugen kritisiert.
  • Die Handlungen im Spiel fühlten sich nicht flüssig an und das Spiel reagierte teilweise verzögert.
  • Auch beim Matchmaking gab es Probleme.

Viele waren der Meinung, das Spiel hätte länger in der Entwicklung gebraucht.

Hier findet ihr das englische Video von GVMERS zu APB: All Points Bulletin, in dem die Hintergrundgeschichte von APB-All Points Bulletin erzählt wird:

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Zu viel Geld und zu hohe Erwartungen

Woran könnte das Scheitern intern gelegen haben? Unter anderem wurden folgende Probleme seitens des Studios genannt: Laut eines ehemaligen Mitarbeiters waren die Probleme im Gameplay den Entwicklern bekannt. Beta-Tester hätten bereits auf die Schwierigkeiten im Game hingewiesen, die jedoch nicht behoben wurden. Man hätte mehr auf die Einschätzung von David Jones vertraut, als auf das Feedback von außen.

Ein interessantes Problem wurde von Nicholas Lovell angesprochen. Der Business-Blogger von Gamesbrief meinte, dass zu viel Geld zur Verfügung stand und keiner wusste, wie es effektiv eingesetzt werden könne. Ein Problem, das wohl mehrere Start-Ups mit hohen finanziellen Mitteln bereits gehabt hätten (via the guardian.com).

Die Ansprüche an APB waren hoch und alle erwarteten einen würdigen Nachfolger im Stil von GTA. Aspekte, die laut David Jones im Nachhinein zu falschen Vorstellungen und zu hohen Anforderungen geführt hätten (via eurogamer.net)

Mission in APB: All Points Bulletin, Quelle: YouTube

Wie wurde APB: All Points Bulletin und sein Remake von den Spielern bewertet? Auf metacritic hat das Spiel einen User Score von 5.7 (10 ist der höchste Score). 

Da in die Wertung auch Kommentare einfließen, die nach dem Server-Shutdown von APB: All Points Bulletin verfasst wurden, beziehen sie sich höchstwahrscheinlich auch auf das Remake und nicht allein auf das Original-Spiel. 

Die APB-Spiele scheinen zu polarisieren. Von den insgesamt 294 Bewertungen sind nur 28 gemischter Meinung. 126 Bewertungen sind negativ und 140 positiv:

Der User TonyJ schrieb am 30. Juni 2010: „Es hat wirklich das Zeug zu einem großartigen Spiel. Die Anpassungsmöglichkeiten sind lächerlich. Gestern Abend habe ich mir ein Kleidungsstück gebastelt, das genau so aussieht wie das, was sie in meinem College-Buchladen verkaufen. Im Moment gibt es noch einige Bugs, vor allem die Leistungsprobleme. Es scheint so, als ob die [Leistung deines Systems] keinen Einfluss darauf hat, ob du das Spiel richtig ausführen kannst, oder nicht. RTW sagt, dass sie an dem Problem arbeiten, aber es ist schon seit ein paar Wochen bekannt. Das Gameplay macht Spaß. Das Fahren eines Krankenwagens und Gegner überfahren, während deine Freunde aus den Fenstern und Türen hängen, bringt das Blut in Wallung.“

Kritik äußerte dagegen MikeP am 29. Juni 2010: „Das ist ein schreckliches Spiel. Das Fahren, auf das ich mich am meisten gefreut habe, ist so schlampig und reagiert so schlecht, dass es so ist, als würde man einen Ziegelstein auf einem Dreirad steuern. Dieses Spiel war eine riesige Enttäuschung und ich wünschte, ich hätte mein Geld nicht verschwendet. Es gibt einen Grund, warum es noch keine Rezensionen gibt.“

Das Vermächtnis von APB: All Points Bulletin

Was wurde aus dem Spielstudio Realtime Worlds? Mit dem Flop von APB: All Points Bulletin ging es auch mit dem Spielstudio von David Jones bergab.

Mitarbeiter wurden gekündigt und das kommende Projekt abgesagt – das Spielstudio war bankrott. Angeblich gab es Probleme, die Gehälter zu zahlen (via gamedeveloper.com).

Am 23. September 2010 ging APB: All Points Bulletin offline. APB wurde vom Herausgeber K2 Network übernommen, der auch für „War Rock“ zuständig gewesen war (via eurogamer.net).

Auf der Webseite von APB steht: „Die Entwicklungskosten beliefen sich auf über 100 Millionen Dollar [umgerechnet etwa 98 Millionen Euro], was es zu einem der teuersten Videospiele der Geschichte machte.“ (via apb.com)

Was wurde aus dem APB: All Points Bulletin? Unter K2 Network und der Produktionsfirma Reloaded Productions kam das Remake mit dem Titel APB: Reloaded.

David Jones stand dem Projekt beratend zur Seite. Auch APB: Reloaded konnte die hohen Erwartungen von Jones nicht erfüllen, war aber erfolgreicher als der Vorgänger.

2019 kaufte Unit Game das Copyright von APB. Laut der apb-Webseite hätte Unit Game Pläne für die Entwicklung weiterer APB-Spiele.

Kanntet ihr APB: All Points Bulletin? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Wenn euch GTA interessiert, könnt ihr nachlesen, was ein Insider-Bericht über GTA 6 verrät.

Quelle(n): YouTube, apb.com, theguardian.com
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Matti

Apb hat zu release richtig Bock gemacht, als Bulle mit Stungun andere Leute den Respawn mies zu machen. Irgendwann wurde es beschissen, zudem nichts gegen die ganzen Cheater gemacht wurde.

Horstkewin

Wollte damals das unbedingt spielen man kam aber nicht so leicht an die alpha ran oder beta weiss nicht mehr genau wusste garnicht das es der größte flop aller zeiten ist gameplay technisch hat es mich damals sehr gefallen

Daniel (Comp4ny)

Warum wird von dem Spiel aus der Vergangenheit gesprochen?
Das Spiel läuft heute noch immer … nur eben unter Gamerfirst nach wie vor, wo es nur noch darum geht jeden Cent aus dem Spiel zu quetschen.

Aber ja, früher war es wirklich gut.
Anfangs als APB wieder an den Start ging, ebenfalls. Doch irgendwann war die Luft raus. Man hat alles gehabt, freigeschaltet und traf nur noch auf die selben Gegner. Viele leere Versprechungen, besonders das Engine-Upgrade was nie erschienen ist.

Das Spiel wurde zum Flop weil damals bei Realtime World Realtime-Punkte sich Spielzeit kaufen konnte. Jene Punkte die man Ingame sich verdienen bzw. seine Ware und Designs gegen eben jene Punkte eintauschen konnte.
Das Problem: Man hat so schnell diese Gratispunkte gehabt, man brauchte nie wieder für ein Abo Geld bezahlen. Ich selber hatte Punkte für mind. 1 Jahr Spielzeit gehabt. Traurig und erschreckend nach nicht mal 3 Monaten nachdem das Spiel eingestellt wurde.

Die ganzen Bugs und Cheater-Probleme, Unbalanced Waffen kamen da noch hinzu und ist noch heute ein großes Problem. Seit über 10 Jahren gibt es nur 2 Distrikte… es hat sich nie was getan. Auch hier nur Versprechungen, kein Content. Das machte APB:Reloaded kaputt. Seit Jahren kommt nichts mehr, außer für den Ingame-Shop neue Skins und Waffendesigns, OP-Waffen etc.

Das beste am Spiel war einfach der Designer.
In bisher keinem Spiel gibt es so viele Möglichkeiten wie in diesem.

Nico

das Spiel war cool. Die probleme waren aber andere. In den 3 monaten unter EA Publisher waren die probleme das Spieler die kontakte hoch gelevelt hatte, mods der stufe 3 ausgerüstet hatten, und dann konnte man damals mit 2-3 Leuten 5-6 besiegen. Weil man einfach viel stärker durch die Mods war. In APB Reloaded unter gameforge war es dann am Anfang echt cool. Die shopwaffen waren noch ok. Schlimm war es aber erst durch die kisten wo man dann gewisse waffen rausbekam. also pures Glück bzw dann für viel ingamekohle sich ingame kaufen „konnte“

Das spiel hat immernoch heute mit die beste Character Anpassung. Das war aber auch ein Problem wieso das Spiel so teuer war. Es gab damals ein Bericht drüber das sehr viel Entwicklungszeit in die Editoren etc reinging. und damit auch viel Geld. MIt der Zeit waren dann auch einige cheater unterwegs. Aber nicht soviele wie manche meinen. Es gab ne zeit da war ich mit 2-3 kollegen so eingespielt und so into the game. wir wurden echt ingame als Cheater hin und wieder bezeichnet. Das beste waren 2 holländer. die wir die eine Mission fertig machen und ne halbe stunde später wieder gegen die. Und aufeinmal treffen die aus jeden winkel instant und wußten auch wo wir waren etc^^ Gewonnen haben wir trotzdem weil wir mit den Granaten sie getötet haben. gut getimed waren die einfach genial und dann noch 2vs1 situationen und dann ging das.

Andytaker

Dieses Spiel, es war eine Hassliebe, und ich schnuppere ab und zu immer noch rein ob sich vllt nicht doch noch was ändert…

Der erste Trailer war so genial und dann als das Spiel da war… Naja den Rest kennt man ja xD

Aber APB verbinde ich auch noch mit einem ganz anderem Spiel was in dieser Zeit mit einem Mega Hype gestartet war ( zumindest so wie ich es empfunden habe) und eigentlich genauso grandios gescheitert ist: „Hellgate: London“. Das es dazu noch keinen kleinen Exkurs in die Vergangenheit gab wundert mich eigentlich ^^

Nudelz

Ich weiß noch, dass ich wegen meiner schlechten Hardware nicht mitspielen konnte. Aber wie ich es verstanden habe, war das Spiel verseucht mit Cheatern und P2W.

War nur schade um die Zeit, die ich mit meinen Freunden spielen wollte.

Toby87

Das Creationtool war wohl das Beste was man bis dahin gesehen hatte.
Ich habe Stunden damit verbracht neue Klamotten und Tattoos zu entwerfen um diese dann für die Ingamewährung zu verkaufen.

Das Spiel an sich war leider ne Katastrophe. Wurde glaube als „Online-GTA“ gehyped, aber konnte den Erwartungen nie gerecht werden.

Gunplay und Fahrzeugverhalten war unter aller Sau, habe bei APB Reloaded nochmal kurz reingeschaut, aber das hielt auch nicht wirklich lange an

Skyzi

Es hatte null content. Die Idee war gut aber keine Quest einfach Stumpf.

Orchal

Also ich weis nur dass ich mit dem Spiel damals mega spaß hatte und dass die Char erstellung und weitere customization durch Tatoos großartig war.

Hätte es einen etwas besseren Netcode und mehr Abwechslung gehabt hätte es sich durchaus lange halten können.

Threepwood

Das Spiel war leider eine dauerhafte Beta. Total schade, da es an sich mega cool war.
Tolles Setting, RP, PvP, umfangreiche Charakter Individualisierung. Es gibt kaum Online RPGs oder gar MMORPGs, die in Städten spielen. Diese gut zu designen fällt im Gegensatz zu austauschbarer Landschaft XY wohl zu schwer.

Cheater waren ein richtig großes Problem. Die Euphorie aus der frühen Beta hat nicht lang gehalten. Sie hätten locker GTA Online werden können. Die Systeme waren da, die Spieler ebenfalls, die Qualität und die Zeit nicht.

Der Relaunch war kaum erwähnenswert. Falls da jemand mal ein Remake machen würde, her damit. Die Monetarisierung kann ich mir gleichzeitig aber auch ausmalen….also vielleicht lieber doch nicht. Die war damals schon ätzend.

Luripu

Nur 2 Fraktionen ist halt typisch für Shooter.
Gesetzeshüter oder Krimineller das ist so abgedroschen
und war es 2010 auch schon.
Da habe ich lieber Aion und das orginale FFXIV gespielt als APB.

TNB

Äpfel mit Birnen zu vergleichen bringt nichts 😀 Und was ist bei Aion anders? Gibt auch nur 2 Fraktionen … Aber letztendlich haben die Spiel überhaupt nichts miteinander zu tun. Fantasy Setting vs. modernes Setting.

Außerdem haben Fantasy MMOs auch zu 98% 2 Fraktionen …

Nephalis

Ja, ich kenne APB und ich hab sehr viele gute Erinnerungen an das Spiel an sich.

Ein tolles Spiel mit spaßigem PVP-Gameplay in einer Offenen Welt voller Gewalt, Verbrechen, Chaos, Freiheit und den Buntesten Spielern die ich jemals in einem Spiel gesehen habe.

Ich würde auch sagen, die Gestaltungsmöglichkeiten haben die wenigsten neuen Spiele. Tatsächlich kenne ich kein Spiel bei dem man sogar die eigenen Kleidung mit eigenen Stickern die aus tausend Layern selbstkombinierbarer Formen zusammengestellt werden konnten. Die konnte man sogar am (ingame)-Markt verkaufen. Man konnte sogar Melodien Komponieren die gespielt wurden, hat man eine Mission gewonnen.

Die Waffen konnte man an die eigenen Vorlieben mittels Mods anpassen etc. etc.
Ich habe es viel gespielt, ich habe es gern gespielt. Eigentlich hab ich es wahrscheinlich geliebt…

Leider haben aber Cheater das Spiel kaputt gemacht… oder Kaputt machen können ohne dass man sie daran hindern wollte. Das Ding dabei war nämlich, dass irgendwann folgendes an der Tagesordnung stand: Leute die im Shop die krassen Abo-Modell-Waffen gekauft haben, wodurch sie wirklich schon stark wurden, waren auch die Leute, die gecheatet haben. Und das nicht zu knapp.

Ich kann mich noch an eine (von vielen) Situationen erinnern. Wir haben in einer Mission in der man einen Punkt verteidigen musste, fast gewonnen und plötzlich wurde das ganze Team erschossen obwohl alle in Deckung saßen. Einen Gegner konnten wir nicht sehen. Tja, dieser kam kurz danach um die Ecke gelaufen, als wäre nichts gewesen. Aber damit nicht genug, man Spawnte ja manchmal in der Nähe und so haben wir uns natürlich gleich wieder auf den Weg gemacht um den Punkt weiter zu verteidigen. Der Gegner jedoch war nicht mal zum punkt gegangen. Er wollte uns nämlich zeigen wie gut er ist.

Er ist ganz ruhig die Straße entlang gejoggt, mit dem Rücken zu uns, und hat uns dabei erschossen. Er hatte nicht mal eine Waffe gezogen. Das hat er mehrmals gemacht, erst kurz bevor die Zeit abgelaufen war und er verloren hätte, hat er dann den Punkt eingenommen.

Leider sollte sich dann aber später herausstellen, dass die Entwickler nichts gegen die Cheater machen werden. Denn die hatten irgendwann mal im Forum oder einem Blog-Post sinngemäß geschrieben:
„Wir werden nichts gegen die Cheater unternehmen, weil wir feststellen mussten, dass diese Zeitgleich die besten Zahlenden kunden im Spiel sind“…

Tja, damit war der Drops dann endgültig gelutscht. Wenn der Entwickler den Cheatern freie Hand lässt, weil es die eigenen Zahlende Kundschaft ist, dann kann man höchstens noch dazu sagen: Anständig von ihnen, dass sie das Zugegeben haben. So konnte man das Spiel dann traurig, aber mit Gewissheit hinter sich lassen.

Das ist meiner Meinung nach der Fluch von F2P… wahrscheinlich war das das erste mal dass ich es in diesem Ausmaß zu spüren bekam, was für ein Machtgefüge F2P in Spielen etablieren kann.

Ich hab auch immer mal wieder rein geschaut, aber aufgrund von wenigen Spielern und scheinbar der immer noch gleichen Einstellung zu Cheatern, hat man meist nicht viel Spaß am Spiel haben können. Auch wenn tatsächlich noch einige neue Inhalte dazugekommen sind.

APB ist wahrscheinlich das Spiel, dem ich nach wie vor am meisten hinterher trauere. Dass die neuen Besitzer damit wirklich noch was gutes Anstellen kann ich mir leider nicht vorstellen.

Todesklinge

Es war eines meiner lieblingsspiele, es hatte von allen anderen Spielen das größte Potential.

Sehr schade das es so gelaufen ist.

Nach dem, glaube ich bis 2016 angekündigt war das eine neue Engine kommen soll, was man auch testweise kurz hatte (3.5), wurde es ganz still um die weitere Schritte.

Little Orbit hat die Führung übernommen und die wollten das auch entsprechend mit der verbesserten Engine machen. Jedoch folgten Verschiebungen auf Probleme und vieles mehr… im Grunde ist das ganze nun endgültig zum Stillstand gekommen 🙁

Seit Dezember 2021 hat man nichts mehr vom Chef gehört. Man munkelt in der Community das die Lizenz an China verkauft wurde, was daraus geschehen wird. Mal schauen.

Da die Spielerzahlen nur noch um die 300-500 beträgt, ist der ganze Matchmaker am Boden.
Neulinge treffen auf Profis und diese lassen ihre schlechte Seite richtig schön raushängen, was qiederum dazu führt das die Neulinge aufhören… und demnach kommt kein Geld rein.

Das tut im Herzen weh, wenn ein eigentlich fast perfektes Spiel so scheitert. Es hatte fast allen anderen Spielen vieles voraus.

Nephalis

Ja, es ist sehr sehr schade um das Spiel. Schade, dass auch keiner der wirklich großen Publisher es anfassen wollte. Es hätte echt gut sein können…

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