Das MMORPG Lost Ark erschien 2018 in Korea und wird seitdem sehnsüchtig von Fans im Westen erwartet. 2021 kommt es endlich zu uns. Wir von MeinMMO verraten, was Lost Ark besonders macht und warum sich so viele darauf freuen.
Lost Ark erscheint am 11. Februar bei uns im Westen. Damit sind etwas mehr als 2 Jahre seit dem Release in Korea vergangen. Doch was macht das MMORPG eigentlich so interessant und womit hebt es sich von anderen Spielen ab?
Diablo-Feeling, aber in einem MMORPG
Das auffälligste Merkmal an Lost Ark ist die Perspektive. Ihr spielt nicht wie gewohnt in First- oder Third-Person, sondern schaut von oben herab auf das Geschehen. Die sogenannte ISO-Perspektive kommt vor allem bei Hack’n Slays wie Diablo oder RTS-Spielen zum Einsatz.
Mit Diablo gibt es zudem einige weitere Parallelen, darunter das Kampfsystem und die Loot-Spirale.
Wie kämpft man in Lost Ark? Ihr bewegt euch mit Mausklicks durch die Spielwelt und habt verschiedene Fähigkeiten, die ihr im Kampf einsetzen könnt:
- Im Laufe der Zeit könnt ihr durch das Skill-System Tripod eure Fähigkeiten aufwerten und ausbauen
- Diese Level-Erhöhungen sorgen für mehr Schaden, mehr Reichweite oder kürzere Abklingzeiten.
- Zudem gibt es eine Reihe von passiven Fähigkeiten, durch die ihr euer Build an eure Spielweise anpassen könnt.
Erste Einblicke in das Kampfsystem und die Klassen von Lost Ark bietet euch das Video von Sywo, der die koreanische und russische Versionen gespielt hat:
Wie funktioniert der Loot in Lost Ark? Ausrüstung bekommt man zu einem großen Teil direkt von Gegnern oder aus Raids und Dungeons. Jeder Rüstungsgegenstand hat ein Item-Level und je höher das ist, desto stärker ist die Ausrüstung. Eure Rüstung kann außerdem weiter angepasst werden:
- Es gibt Sockel für Runen mit eigenen Effekten
- Sekundäre Statuswerte können für einen gewissen Preis neu ausgewürfelt werden
- Ringe können mit besonderen Gravuren versehen werden, die ebenfalls verschiedene Effekte haben können und mehr.
Die Drop-Raten sind dabei recht hoch und man tauscht regelmäßig seine Ausrüstung aus. Das gibt ein starkes Gefühl von Fortschritt und man hat quasi ständig eine Karotte vor der Nase, der man hinterherlaufen kann.
MeinMMO-Redakteurin Irina Moritz hat genau das in der russischen Version des Spiels erlebt und konnte kaum mit dem Spielen aufhören:
Vielfältige Klassen
Was bietet Lost Ark an Klassen? Zum Start in Europa habt ihr die Wahl aus 5 Grundklassen, die sich später in verschiedene Spezialisierungen auffächern:
- Warriror
- Gunner
- Martial Artist
- Mage
- Assassin
Jede Basis-Klasse startet in ihrem eigenen Gebiet und auf Level 10 kommen sie alle zusammen auf den Hauptpfad. Die Basis-Klassen bieten außerdem mit 2 bis 4 Spezialisierungen, sodass ihr in der europäischen Version die Wahl aus 15 Klassen habt.
Jede Spezialisierung nutzt eigene Waffen und bietet einen völlig eigenen Skill-Set an, der seinerseits wieder durch das Tripod-System an euren Spielstil oder die Art vom Content angepasst werden kann. Ein Klassen-Build, der sich gut in bestimmten PvE-Inhalten macht, ist nicht automatisch gut für Duelle oder 3vs3-Kämpfe im PvP.
In Korea gibt es mittlerweile sogar 20 Klassen. Alle Infos dazu haben wir euch hier zusammengestellt: So spielen sich die 20 Klassen bei Lost Ark – Gameplay-Videos.
Eine interessante Spielwelt
Wie ist die Welt von Lost Ark aufgebaut? Ähnlich wie in Guild Wars 2 unterteilt sich die Spielwelt von Lost Ark in mehrere Zonen, in denen ihr jedoch immer wieder auf andere Spieler trefft. Jede Map sieht dabei schön aus und bietet verschiedene Inhalte, darunter:
- Infos zur Lore, die ihr in eurem Abenteurerbuch findet
- Verschiedene Sammelgegenstände, die man nur beim genauen Hinschauen findet
- Mini-Bosse, die regelmäßig auftauchen und mit den Elite-Gegnern aus Diablo 3 vergleichbar sind
- Welt-Events wie Dimensionsrisse
- Große Welt-Bosse
Die Welt ist optisch eine Mischung aus High Fantasy mit Elfen und Dämonen und Steampunk.
Einen kleinen Haken bietet die Spielwelt jedoch. Es gibt verhältnismäßig wenig Nebenquests abseits der Story. Allerdings geben die Mobs so viel XP und Loot, das man nicht wirklich für Fortschritt grinden muss.
In dieser Galerie haben wir euch einige Screenshots aus dem Startgebiet der Magier-Klasse der russischen Version zusammengestellt:
Abwechslungsreiche Inhalte wie PvP, NPC-Beziehungen und Housing
Was bietet Lost Ark an Inhalten? Neben der Story und den Aufgaben in der offenen Welt bietet Lost Ark auch die gewohnten MMORPG-Inhalte, darunter:
- Sammlen und Crafting
- Dungeons und Raids
- PvP in Arenen und in bestimmten Gebieten der Spielwelt
- Housing
- Beziehungen zu NPCs
Gerade der letzte Aspekt ist eine kleine Besonderheit, die es nicht in jedem MMO gibt. Ihr könnt euch mit den NPCs unterhalten und habt dabei verschiedene Optionen, wie ihr ihnen antwortet. Zudem könnt ihr Emotes mit ihnen austauschen, Quests für sie erledigen, ihnen Geschenke machen oder Musik für sie spielen.
So baut ihr eine Beziehung zu dem jeweiligen Charakter auf, erfahrt mehr über die Hintergrundgeschichte und bekommt nützliche Items wie Booster für eure Statuswerte.
Wie funktioniert das Housing? Ihr bekommt in Lost Ark eine eigene Insel, die ihr nach euren Wünschen gestalten und mit der Zeit leveln könnt. Der Ort dient auch als Lagerplatz für nicht benötigte Ausrüstung.
Zudem könnt ihr die NPCs, mit denen ihr eine Beziehung aufbaut, auf dieser Insel platzieren und ihnen sogar spezielle Kostüme verpassen.
Die Seefahrt
Was ist das Besondere an der Seefahrt? Etwa gegen Level 35 bis 40 könnt ihr die Seefahrt freischalten. Über diese könnt ihr euch zwischen den Kontinenten fortbewegen, aber auch Schätze bergen, die teilweise in gefährlichen Gewässern liegen.
Die Seefahrt ist ein sehr tief gängiges Feature. Ihr könnt euer Schiff immer weiter ausbauen und eine Crew anheuern, die euch bei der Schifffahrt hilft. Zudem kann euer Schiff Schaden bekommen und muss dann repariert werden. Außerdem gibt es Geisterschiffe, die ihr entern und auf denen ihr dann gegen Untote kämpfen könnt.
Das Thema Seefahrt haben wir uns bereits hier ausführlich angesehen: 6 Gründe, wieso ich mich in die Seefahrt von Lost Ark verliebt habe.
Bedenken wegen Pay-to-Win und Gender Lock
Was sind die negativen Aspekte an Lost Ark? Neben den vielen positiven Besonderheiten des MMORPGs gibt es auch negative Aspekte.
Zum einen zählt der Shop von Lost Ark in Korea als Pay-to-Win. Dort lassen sich XP-Boosts, zusätzliche Dungeons-Runs und sogar die Ingame-Währung Gold kaufen. Noch ist nicht ganz klar, ob es diese Aspekte auch bei uns im Westen geben wird. Amazon hielt sich in ersten Interviews bedeckt.
In den Vorbesteller-Paketen sind jedoch Boxen aufgetaucht, die bereits Vorteile bieten, darunter:
- Auferstehungsfedern, die euch nach dem Tod am selben Ort wiederauferstehen lassen.
- Ingame-Währung, die sich gegen Vorräte und Ausrüstung tauschen lassen
- Items, die Soldaten zur Hilfe rufen, die euch dann im Kampf unterstützen
Einige Spieler befürchten deshalb, das auch die anderen Pay-to-Win-Aspekte in den Westen kommen könnten. Bestätigt ist das bisher nicht.
Zum anderen gibt es in Lost Ark einen Gender Lock. Bestimmte Klassen sind also an ein bestimmtes Geschlecht gebunden. In Korea jedoch gibt es erste Klassen, die zwar ein unterschiedliches Geschlecht haben, sich aber recht stark vom Gameplay ähneln. Ein ähnliches System gibt es auch schon in Black Desert, wo es beispielsweise den Schützen und die Waldläuferin gibt.
Was sagt ihr zum neuen Lost Ark? Habt ihr Lust auf das MMORPG bekommen oder wartet ihr auf eines der anderen Spiele?
Immerhin gibt es 2021 etliche neue Inhalte, auf die sich MMORPG-Fans freuen können: 13 Gründe, warum sich MMORPG-Fans auf 2021 freuen können.
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