Das Ende der Season 10, der Saison der Würdigen, zelebrierte Destiny 2 mit seinem 1. Live-Event. Das endete mit einem spektakulären Knall, doch war für viele zu sehr in die Länge gezogen. Wie fandet ihr es?
Ein Novum in der Geschichte von Destiny: Eigentlich endet die auslaufende Season 10 offiziell erst mit dem Weekly Reset am 9. Juni. Doch im Prinzip ist die Saison nun gelaufen – und sie endete mit einem riesigen Knall.
Bungie hatte sich nämlich zum Ende der aktuellen Saison etwas ganz besonderes einfallen lassen und inszenierte das Ganze in einem Live-Event im Stile von Fortnite – zum ersten Mal in der Geschichte von Destiny.
Übrigens: Der Name der Season 11 ist endlich bekannt – Das verrät er zum neuen Saison
Die Allmacht ist nicht mehr
Was hat es mit dem Event auf sich? Bungie lud alle Hüter zu 19:00 Uhr des 6. Juni in den Turm, um dort Zeuge zu werden, wie die große Bedrohung aus der Saison der Würdigen live zerstört wird. Dabei handelte es sich um die Allmacht, ein gewaltiges, herabstürzendes Flottenschiff der Kabale, das kurz vor der Kollision mit der Erde stand.
Die Zerstörung wurde dabei nicht in einer Cut-Scene präsentiert, sondern baute und spielte sich langsam (seeeehr langsam, aber dazu später mehr) live und ingame vor den Augen der Hüter ab, die sich für das erhoffte Spektakel in Scharen im Turm eingefunden hatten.
So lief die Zerstörung der Allmacht ab: Die Allmacht war gut vom Turm aus zu sehen, schwebte bereits bedrohlich nah an der Erde und verdeckte dabei die Sonne.
Anschließend feuerte der Kriegsgeist Rasputin, dem wir im Verlauf der Saison genau dafür den Rücken gestärkt und zu seiner alten Macht verholfen haben, offenbar zahlreiche Raketen seiner planetaren Verteidigungsanlagen auf die Allmacht ab.
Die Raketen-Salven näherten sich dem Kabalschiff aus verschiedenen Richtungen, bis dann die ersten Einschläge zu sehen waren. Die Station kassierte sichtbar immer mehr Treffer (was auf dem PC übrigens um einiges spektakulärer aussah), bis es dann irgendwann so weit war.
Es gab einen gewaltigen Blitz, einen Knall. Die Allmacht war zerstört und stürzte brennend am Turm vorbei auf die Erde, bis sie dann in einer letzten spektakulären Explosion einschlug.
Seitdem kann man die Absturzstelle jederzeit aus dem Turm betrachten. Wenn ihr am Haupt-Spawnpunkt landet, dreht euch einfach um 180 Grad um.
So gibt’s das Emblem: Die Zerstörung der Allmacht wurde mit einem eigenen Emblem bedacht. Falls ihr dieses noch nicht habt: Ihr bekommt es, wenn ihr mit der durch Trümmer beschädigten Stelle im Turm interagiert. Diese befindet sich hinter dem Everversum – Auf der linken Seite der Plattform, auf der auch Zavala steht. Springt dort runter und ihr werdet die Interaktionsmöglichkeit schnell entdecken.
Falls ihr es verpasst habt – Das Ganze im Video: Das Video von YouTuber
Shazbawt ist übrigens zu Beginn beschleunigt und zeigt erst die tatsächliche Zerstörung der Allmacht in Echtzeit.
Wie kam das 1. Live-Event in der Geschichte von Destiny an?
Das wurde gelobt: Im Großen und Ganzen kam dieses Event gut an. Viele fanden es besser, die ganze Entwicklung bis zu ihrem Höhepunkt live zu verfolgen, als nur eine kurze, zusammenfassende Cut-Scene vorgesetzt zu bekommen. Das sei ein Schritt in die richtige Richtung.
Auch die Inszenierung und vor allem das explosive Ende wurde von zahlreichen Hütern gelobt. So haben sich viele eine lebende und sich entwickelnde Welt vorgestellt, die von Bungie so sehr angepriesen wird. Das war in der vergangenen Season in den Augen so mancher Spieler weniger gut gelungen.
Hier gab’s ordentlich Kritik: Doch das Event hatte für viele einen großen Haken. Es hat sich einfach generell viel zu sehr gezogen und die Entwicklung war sehr langatmig.
Dadurch ging sehr viel Spannung verloren, so manch einer verlor sogar komplett das Interesse, sich das Event bis zum Ende anzuschauen. Viele hatten mit 10 oder 15 Minuten, maximal mit einer halben Stunde gerechnet. Doch das Event, was man gut in die erwartete Zeitspanne hätte packen können, streckte sich über 90 Minuten.
Zunächst mal dauerte es ganze 30 Minuten, bis überhaupt die ersten Veränderungen sichtbar wurden – in Form von Kondensstreifen, die sich der Allmacht langsam näherten. Da hatten einige Hüter bereits das Interesse verloren und widmeten sich anderen Dingen. Einige dachten, es wäre etwas schiefgelaufen.
Danach durfte man nochmal 30 Minuten dabei zusehen, wie die Kondensstreifen der Allmacht Millimeter für Millimeter näher kamen, bis man dann circa weitere 30 Minuten lang die Einschläge auf dem Kabalschiff “bewundern” durfte. Erst dann war es endlich so weit, es kam zum großen Knall und die Allmacht war nicht mehr.
Kurzum: An sich war das Event cool inszeniert, doch es wäre um einiges besser angekommen, hätte Bungie das nicht so sehr gestreckt.
Viele wünschten sich, dass Bungie das Ganze knackig in 15 – 20 Minuten verpackt hätte und dass das Event pünktlich gestartet wäre. Denn nicht jeder hat an einem Samstag mal eben 90 Minuten Zeit, um einfach in den virtuellen Himmel zu starren – 30 Minuten davon, ohne dass überhaupt irgendwas passiert.
Man sollte jedoch bedenken, dass es sich um das erste Event dieser Art bei Destiny handelt und das Ganze auch für die Entwickler absolutes Neuland war. Es bleibt spannend zu sehen, ob Bungie fortan noch mehr solcher Events bringen wird und wie sie das Feedback der Spieler dabei verarbeiten.
Wie fandet ihr das erste Live-Event in der Geschichte von Destiny? Was hat euch gefallen? Was nicht? Würdet ihr euch über weitere Events dieser Art freuen? Übrigens, jetzt blicken alle Augen auf den Start der neuen Saison: Destiny 2: Könnte Season 11 verschoben werden? Das sagt Bungie
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!

















































