ESO: Der Start von Greymoor war eine Katastrophe – Daran hat’s gelegen

The Elder Scrolls Online hatte massive Probleme zum Start von Greymoor. Es gab Login-Probleme, Bugs und so mancher Spieler bekam Zugang zum neuen Kapitel, ohne es gekauft zu haben. Was da alles schief lief und wie das gefixt wurde, erklärte nun ZeniMax-Chef Matt Firor in einem offenen Brief.

Was ist bei ESO passiert? Zum Launch von Greymoor gab es ordentlich Probleme und tagelang gab es mindestens eine Downtime mit Serverwartung und Hotfixes. Grund für die scheinbar endlosen Probleme war eine Verkettung von mehreren Faktoren. Was genau da schief lief, erklärt der ESO-Chef Matt Firor höchstselbst.

Matt Firor Zenimax
ESO-Chef Matt Firor

Problem 1 –Skyrim für alle!

Das war das erste Problem: Kaum waren – Stunden nach dem geplanten Start – die Server endlich online, machte sich große Verwirrung breit. Denn manche Spieler kamen trotz Kauf und Vorbestellung nicht in das neue Gebiet im westlichen Skyrim. Andere hingegen, die Greymoor nicht gekauft hatten, konnten fröhlich im neuen Kapitel herumtollen und sogar die begehrten Preorder-Boni abstauben. Das lag laut Firor an einer fehlerhaften Einstellung der Testserver-Settings:

Das erste Problem, auf das wir am Dienstagmorgen stießen, passierte etwa zwei Minuten nachdem wir die Server geöffnet hatten: Wir hatten die „PTS-Flag“ auf Live-Accounts gesetzt, so dass jeder Zugang zu Greymoor hatte, ob er es gekauft hatte oder nicht. Wir mussten also die Server abschalten und alles wieder in Ordnung bringen – wir hatten die ganze Woche über mit einigen Nachwirkungen zu kämpfen, da einige Benutzer in der Schwebe waren, weil sie es gekauft hatten, aber nicht dorthin reisen konnten. Wir haben uns um fast alle dieser Fälle gekümmert, aber bitte wendet euch an den Kundendienst, wenn ihr immer noch Probleme habt.

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Erst durfte quasi jeder nach Skyrim reisen, auch wenn er Greymoor nicht hatte.

Problem 2 – Die Ladescreens des Todes

So kam das nächste Problem zustande: Das Problem mit den fehlerhaften Greymoor-Käufen war noch verschmerzbar, aber es kam schon das nächste Ärgernis auf. Denn Greymoor hatte dank der neuen Skill-Linie des Antiquitäten-Systems eine Menge neuer Achievements. Das wäre an sich nicht schlimm gewesen, doch ein Bug sorgte dafür, dass Charakter-Aufzeichnungen viel öfter gespeichert wurden, als vorgesehen. Das Ergebnis war eine massive Überlastung des Systems:

Diese beiden Faktoren zusammen bedeuteten, dass die Speicherzeiten mit der Zeit anstiegen und alle Charakter-Lade- und -Speicherzeiten sich anstauten, was zu unendlichen Ladebildschirmen, Zeitüberschreitungen beim Zonenwechsel von einem Ort zum anderen usw. führte. Es dauerte eine Weile, bis wir die Ursache gefunden und behoben hatten, aber am Mittwochnachmittag (nach einer weiteren Wartung am Morgen) war sie behoben.

Problem 3 – Der Lag aus der Hölle

Dieses Problem kam als nächstes: Die obigen Probleme waren schon genug, um jedem Entwickelteam graue Haare wachsen zu lassen. Doch ESO kam nicht zur Ruhe. Denn grausiger Lag plagte zuweilen die Spieler, so dass Kämpfe fast unspielbar waren. Das lag an den folgenden Ursachen:

Als Nächstes stand das Problem des „Zonen-Lag“ an, das bis Freitag andauerte, wo jede Instanz einer Zone immer langsamer reagierte, je mehr Spieler diese Instanz betraten. Dies war ein Fehler bei den Kampfsynergien – je öfter man sich in großen Kampfsituationen befand (PvP, Dungeons, Trials, Harrowstorms usw.), desto mehr verstopfte es die gesamte Zone und sie wurde „laggy“. Dieser Fehler war für uns besonders entmutigend, weil wir im Update 26 eine Reihe von Korrekturen zur Leistungsverbesserung eingebaut hatten, aber dieser Synergy-Bug überdeckte sie alle und machte sie damit zunichte. Nach vielen Untersuchungen und Analysen haben wir das Problem gefunden und behoben. Die Wartungsarbeiten am Freitagmorgen enthielten den Fix, und am Ende des Freitags war alles endlich gefixt.

ESO Gramsturm 05
Gerade die epischen Gramstürme brachten die Server durch einen Lag-Bug in die Knie.

So geht’s weiter: Matt Firor ist froh, dass die schlimmsten Probleme durch die harte Arbeit seines Teams gefixt werden konnten. Außerdem werden die Fixes auch Teil der neuen Releases von Greymoor auf PS4 und Xbox am 9. Juni und dem lang angekündigten Stadia-Launch am 16. Juni 2020 sein. Es gibt also gute Hoffnungen, dass der Release von Greymoor auf diesen Plattformen besser laufen dürfte als auf dem PC.

Quelle(n): MMORPG.com, ZeniMax
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drZombixx
1 Monat zuvor

Ich finde es gut das die Entwickler offen mit den Spielern kommunizieren obwohl viele andere Spieler nur haten ohn Ahnung von Online spielen zu haben . Es gibt kein Spiel das Fehler frei und Online ist . Die Qualität von eso ist wie kein Online game Perfekt aber super gut und ich werde es zicken solange die server online sind und es andere Spieler gibt

Tom Diander
1 Monat zuvor

Eine große Erweiterung rauszuhauen, während die Mitarbeiter im Home-Office sitzen, und dann zu glauben, dass die Show ohne Fehler über die Bühne geht, hat einen anna Mütze.

Matze
1 Monat zuvor

Ja das freut die Spieler richtig, dass so offen die Fehler kommuniziert werden. Mehr gefreut hätte sicherlich, Qualität zu liefern. 6 Jahre Erfahrung mit einem sehr ertragreichen Produkt ist das Ergebnis wirklich traurig. Nach dem Amazon ja ESO New an den Start bringt, weiß ich nicht so genau ob ich mich freuen oder traurig sein soll. Jedoch meine AWS Erfahrungen zeigen mir das dort ein guter Job gemacht wird. Obwohl ich wahrlich kein Amazon Fan bin. Lassen wir uns überraschen und schauen wir wie leidensfähig ESO Spieler sein können😇😂

CptnHero
1 Monat zuvor

was is denn Eso New?

Matze
1 Monat zuvor

New World.. sorry für das Wortspiel😅

Alfred Tetzlaff
1 Monat zuvor

Finde ich solidarisch von den PC Spielern, dass sie den Beta Test für uns Konsolen Spieler übernehmen lol

Muchtie
1 Monat zuvor

War schon nervig aber schade das die nicht dazu lernen, im letzten Erweiterung gab auch Probleme

TNB
1 Monat zuvor

Es wird auch beim nächsten Addon Probleme geben, so ist das halt bei großen Projekten. Fehlerfrei oder Problemfrei gibt es nicht und wird es auch nie geben, vor allem bei Online Spielen.

Platzhalter
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1 Monat zuvor

Immer schön daran denken, wenn irgendwelche neuen DLCs oder Patches kommen, immer schon gegenchecken ob sie nicht alte eigentlich schon gefixte Bugs, enthalten können.

Schön das er so offen kommuniziert. Die Spieler sind bestimmt froh darüber

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