ESO: Die neuen Gramstürme in Greymoor sind cooler als Drachen

The Elder Scrolls Online hat mit Greymoor das vierte große Kapitel-Addon bekommen. Wir vom MeinMMO-Team waren kurz nach Launch im neuen Skyrim-Gebiet unterwegs und haben es sehr genossen. Unter anderem wegen der lebendigen Welt und den gruseligen Harrowstorms.

Wer war in Greymoor unterwegs? Ich, Jürgen Horn und meine Kollegin Larissa Then vom MeinMMO-Team waren mit einem weiteren Kumpel im westlichen Skyrim unterwegs. Das ist das neue Gebiet vom jüngst erschienen neuen Kapitel Greymoor.

Dort wollten wir einfach mal ein paar Stunden auf Streifzug gehen und sehen, was uns alles erwartet. Sozusagen eine zwanglose Tour durch das neue Kapitel. Wie ihr uns das nachmachen und die neue Story starten könnt, findet ihr bei uns von MeinMMO:

ESO: Greymoor – So kommt ihr nach Skyrim und die Schwarzweite

Harrowstorms sind die neuen Drachen!

Das war unser Highlight des Abends: Während unserer Streifzüge durch das malerische Skyrim begegnete uns plötzlich ein finsterer Sturm am Horizont. Da braute sich im wahrsten Wortsinne etwas zusammen. Es war einer der gefürchtete Gramstürme (Harrowstorms), eine finstere Beschwörung von Hexen, die dunkle Mächte zu uns noch unbekannten Zwecken entfesseln.

Wir stürzten uns todesmutig in den Sturm und zum Glück waren noch ein paar weitere Spieler zur Stelle und wir trotzten hart dem Sturm. Doch es wurde immer schlimmer und die blutrot wabernden Sturmfronten spien immer mehr abscheuliche Kreaturen aus. Wir kämpften wie von Sinnen und selbst das zuletzt erschienene Riesenmonster hatte am Ende keine Chance und sank tot in den Staub.

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Das Herz eines Gramsturms sind solche mysteriösen, blau leuchtenden Artefakte.

Der Sturm war vorbei, doch das unheilvolle Gelächter einer nicht sichtbaren Hexe und ihre Worte, das dieser Sturm nur einer von vielen war und unser Sieg völlig bedeutungslos wäre, ließ uns mit bangem Gefühl zurück. Aber zumindest gab es Loot, darunter eine neue Schatzkarte für Larissa.

Darum sind die Gramstürme cooler als die Drachen: Die Gramstürme ähneln vom Gameplay her stark den Dolmen und dunklen Ankern, die man aus dem Grundspiel kennt. Die fand ich damals schon sehr cool so als Zeichen der ewigen Bedrohung, die Molag Bal für Tamriel darstellt. Und dass es immer wieder neue Anker gibt, bis die Gefahr endgültig gebannt ist. Man bekämpft hier also nur die Symptome und nicht die Ursache.

Das gleiche Gefühl habe ich bei den Gramstürmen. Allein, dass die fiese Hexe uns verhöhnt und sagt: „Macht ruhig diesen einen Sturm kaputt, der hat schon seien Zweck erfüllt“, lässt mir einen kalten Schauer den Rücken herunterlaufen. Anscheinend sind diese Stürme viel gefährlicher, als die Monster, die sie ausspucken.

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So cool Drachen auch waren, ich finde Gramstürme cooler.

Das steht für mich im Kontrast zu den Drachen aus Elsweyr. Die waren extrem eindrucksvoll und gefühlt auch viel gefährlicher als der Gramsturm. Doch irgendwie wollte sich bei mir nie das Gefühl der Bedrohung breitmachen, das ich bei Ankern und Gramstürmen hatte.

Denn die Drachen kamen mir eher wie Opfer denn als Angreifer vor. Kaum war ein solches Biest erschienen, wurde es erbarmungslos von einer Riesenhorde Spieler gehetzt und abgemurkst. Dass die Viecher wirklich das Land bedrohen, war hier nicht zu erkennen.

Vielmehr taten mir die Biester sogar leid. Und die Immersion in der Spielwelt störten die Drachen auch. Denn eigentlich sind solche Viecher ja recht selten und dass in den Kolosshallen wirklich Tausende von Drachen Platz gefunden hätten, mag sich mir auch nicht logisch erschließen. Mehr zur Lore und den Drachen gibt’s auch bei uns von MeinMMO:

Warum die Drachen auch trotz Skyrim in die Lore von ESO passen

Daher sind Gramstürme für mich ein würdiger und besserer Ersatz für die Drachen aus dem letzten Kapitel.

Doch das war nicht unser einziges Highlight in Greymoor.

Schatzsuche, Vampirhäuser und juckende Bären – Das haben wir noch alles erlebt

So cool ist die Atmosphäre in Greymoor zum Start: Schon zu Beginn unserer Runde war mir klar, warum ich ESO so sehr schätze. Die Atmosphäre zum Start einer neuen Erweiterung ist immer herrlich. Überall laufen Spieler herum und gehen ihren Aufgaben nach. Da das Spiel aber weder Namen noch sonstige Overlays einblendet, sieht das wirklich wie eine lebendige Stadtszene aus.

Jeder Spieler könnte auch ein NPC sein. In der Tat hat sogar ein Gildenkamerad von Larissa sich als Nord-Koch namens „Nils Smörrebröd“ verkleidet und auf den Markt gestellt. Er konnte sich wohl vor „Kunden“ gar nicht mehr retten, die dachten, er wäre ein NPC-Händler und würde Koch-Utensilien anbieten.

ESO trubel
Zum Start war in Greymoor ordentlich was los.

So lebendig ist die Spielwelt: Doch nicht nur Spieler, die emsig herumlaufen, in ihren Taschen kramen oder Karten konsultieren, tragen zur lebendigen Welt bei. Unterwegs fanden wir immer wieder coole Naturszenen:

  • Ziegen weiden in entlegenen Hügeln
  • Säbelzahntiger fressen sich an jenen Ziegen satt und greifen uns wütend an, wenn wir uns nähern
  • Füchse huschen vor uns davon und suchen Schutz im Gebüsch
  • Ein Bär, dem anscheinend ordentlich der Pelz juckt, reibt sich genüsslich an einem Baumstamm.

Gerade dieser Bär hatte es uns total angetan. Daher ließen wir das Viech auch in Ruhe und machten einen ordentlichen Umweg um Meister Petz.

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Da läuft man durch die Wildnis und plötzlich rubbelt sich ein Bär an einem Baum!

Darum wollen wir alle das dicke Vampirschloss haben: Später erkundeten wir über einen nahen Dwemer-Aufzug die Unterwelt der Schwarzweite. Der Aufzug brachte uns direkt vor die schauerliche Vampirfestung Greymoor selbst. Dort wollten wir aber noch nicht rein.

Dafür erkundeten wir etwas noch viel cooleres. Denn auf der Map stand groß und breit ein Spielerhaus, das sich direkt vor der Festung befand. Die „Bastion Sanguinaris“ ist im Prinzip die Festung Greymoor als Spieler-Haus.

Wir konnten sie zwar (noch) nicht kaufen oder anderweitig freischalten. Aber eine Vorabbesichtigung ging schonmal. Und ja, wir waren uns alle einig, dass wir unbedingt eine Miniatur-Vampirfestung des Bösen in der Schwarzweite brauchen.

Das Haus hat endlos Platz, beeindruckt durch gewaltige, gotische Hallen und hat sogar einen Balkon, der auf einen schummrigen Kristallgarten blickt. Wenn ihr mehr über Häuser in ESO erfahren wollt, haben wir von MeinMMO hier eine Liste für euch:

ESO: Häuser-Liste – Preise und Standorte aller Gebäude im Spiel

Darum haben wir alle Käse gekotzt: Ebenfalls witzig war unser erster Vorstoß auf ein Riesen-Lager. Denn überall auf der Map haben die schlaksigen Giganten Orte, wo sie Mammuts halten und aus ihnen wohl einen deftigen Käse gewinnen. Den Käse kann man sich reinpfeifen, wenn man die Riesen vertrieben hat.

Dann passieren seltsame Dinge. Zum einen begannen unsere Charaktere plötzlich im Strahl zu Kotzen! Der Käse war wohl wirklich etwas herb! Und dann rief Larissa verwundert aus „Hey, schaut mal, ich bin groß!“ Und in der Tat, Larissas zierliches kleines Waldelflein war jetzt ähnlich groß wie Lyris Titanenkind aus dem coolen Greymoor Trailer. Unser dicker Nord im Team war sogar noch gigantischer.

Nach einiger Zeit nahm der Effekt aber ab und wir waren wieder normalgroß. Wir werden jedoch der Sache später weiter nachgehen, womöglich gibt es eine Story hinter dem Riesenwuchs durch Stinkerkäs.

So lief unsere erste Schatzsuche: Mein Kumpel und ich waren auch völlig vernarrt in die neue Schatzsuche. Wer den Antiquaren in Einsamkeit beitritt, bekommt via cooler Minigames die Möglichkeit, überall auf der Map Schätze zu finden und dann sorgsam auszubuddeln.

Auf diese Art soll man sogar an die neuen mythischen Items kommen, die mit Greymoor dazu kamen. Und außerdem gibt’s die Schätze nicht nur in Skyrim. Es gibt also einen Grund, mal wieder die alten Gebiete von ESO zu besuchen.

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Hier kann man Schätze sorgsam ausgraben.

Diese Probleme hatten wir: Unser Streifzug ging mehrere Stunden und wir hatten beim Einloggen keine Probleme. Larissa und ich wurden auch sonst vor Bugs und Schwierigkeiten verschont. Lediglich unser Freund hatte teils mit derbem Lag zu kämpfen.

Eines der Start-Probleme von Greymoor, welche viele Spieler derzeit berichten. Außerdem wurde er einmal grundlos von NPCs angefallen, obwohl er kein Kopfgeld auf sich liegen hatte. Da scheint es einen Bug mit Werwölfen zu geben, denn unser Kumpel war einer, wenn auch ein unbescholtener.

Unser MeinMMO-Fazit zu Greymoor

Larissa und Ich (Jürgen Horn) vom ESO-Team bei MeinMMO finden Greymoor durchweg gelungen. Hier sind unsere abschließenden Meinungen:

Das sagt Jürgen: Ich war mir nicht sicher, ob Greymoor an mein geliebtes Elsweyr heranreichen kann. Und dank dem großen Khajiit-Bonus hat das Land im Süden auch leicht die Nase vorn. Aber in Sachen Atmosphäre und Stimmung ist Greymoor klar der Gewinner.

Denn während man in Elsweyr nicht viel davon mitbekam, dass eigentlich Krieg herrscht, ist die düstere, bedrohliche Stimmung in Greymoor allgegenwärtig. Das zeigt sich besonders krass, wenn plötzlich mitten in einer idyllischen Schneelandschaft hinter dem Hügel ein Gramsturm losbricht und alles mit blutrotem Wind überzieht.

ESO Vampirfestung 02
Die finstere Stimmung hat es mir angetan.

Aber auch wenn Greymoor nicht mit Dämonen ins Gesicht knallt, bleibt die Stimmung bedrohlich. Denn in der schönen, wildromantische Landschaft trifft man immer wieder auf unheilvolle Ruinen aus alter Zeit oder Zeugnisse von grausamen Vorkommnissen.

Zusammen mit der schaurig-schönen Unterwelt der Schwarzweite und den mürrischen Nord des westlichen Himmelsrand ergeben einen tollen Mix an Atmosphäre und Spannung, der mich so schnell nicht wieder loslassen wird.

Larissas Eindruck: Es ist sehr schön, zu Beginn eines Addons in ein belebtes Gebiet zu starten. Überall ist etwas los, alles wuselt. Gerade ich als Fashion-Hunter und Liebhaber hübscher oder verrückt aussehender Charaktere habe dort viel zu sehen. Aber natürlich war das in Himmelsrand nicht das einzige, das mich fasziniert hat.

ESO Reiten Harrowstorm Gruppe Greymoor
Das blutrote Pferd von Larissa passt perfekt zum Harrowstorm.

Ich musste ständig stehen bleiben und meine Umgebung beobachten. Die Höhlen sind schön ausgearbeitet. Überall glitzert es oder hängt voller Spinnenweben. Auf der freien Fläche waren Bären, die sich an Bäumen gerieben haben. Andere haben sich um Beute gestritten. Zugegeben, das sind nur Kleinigkeiten, aber sie machen Greymoor unglaublich atmosphärisch.

Doch das neue Kapitel schaut nicht nur geil aus, es spielt sich auch gut. Ich traf wieder auf charismatische NPCs und die Abfahrt in die Schwarzweite klappt reibungslos. Mit am eindrucksvollsten finde ich jedoch die neuen Stürme.

Die Gegner, auf die man dort trifft, sind herausfordernder als bei den früheren Kapiteln. In einer kleinen Gruppe mussten wir uns richtig anstrengen, um uns die Beute unter den Nagel reißen zu können. Mit mehr Spielern werden sie natürlich wie die Dolmen oder Anker wieder einfacher.

Ich freue mich jedenfalls auf alles, was da noch kommt. Als Nächstes werde ich auf Antiquitätenjagd gehen, ein paar Orte habe ich dafür schon.

So steigt ihr gut wieder ein: Wenn ihr übrigens auch zu Greymoor wieder nach ESO zurückkehren wollt, dann haben wir hier etwas für euch. Zusammen mit der deutschen ESO-Community haben wir von MeinMMO einen ausführlichen Guide für Rückkehrer verfasst, der euch den Wiedereinstieg in Tamriel erleichtern soll.

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Weissbier242
1 Monat zuvor

Ich lese da mal wieder komplette Einfallslosigkeit. Aus Dolmen werden Drachen und jetzt die Türme, Im Kern komplett das selbe und beim 3. mal dann Brain AFK mit der Masse daruf kloppen.

Cameltoetem
1 Monat zuvor

Einen Level Boost oder sowas gibt es nicht oder? Da reicht zum kennen lernen auch erstmal die normale Version oder verpasst man dann Rassen/Klassen?

Kanthar
1 Monat zuvor

Seit dem Tamriel One Update wird kein Spieler aus einem Gebiet aufgrund zu niedrigen Levels ausgesperrt. Ohne ein bestimmtes Kapitel zu besitzen verpasst man höchstens den Warden (Morrowind) als Klasse oder die entsprechende Fertigkeitslinie die mit dem DLC/Addon kam. Aber auch in Greymoore solltest du mit einem frischen Account direkt einsteigen können.

Lana Letsif
1 Monat zuvor

Da der Key Dealer meines Vertrauens das Greymoor Update für etwas über 20€ angeboten hat, habe ich mir das doch mal gegeben. Ich hätte es besser nicht getan. Lag, Lag, Lag, Lag, von Bankorai bis Rift. Alles läuft zäh und behäbig, vor allem das kämpfen ist eine Qual. Spart Bethesda der Gewinnmaximierung wegen nun bei den Servern? Kurz und gut, so wie TESO zur Zeit läuft, ist es eine Katastrophe. In den Foren ist man auch nicht unbedingt begeistert. Ob TESO in die Fußstapfen von F76 treten will?

Bodicore
1 Monat zuvor

Der Name Gramsturm ist sehr passend.
Weil sie eine bescheuerte Rotation haben darf man gerne rumstehen und sich beim warten grämen.

In Englisch heissen die Dinger Harrowstorm und wurden von den Esospielern in Horrorstorm umbenannt wink

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