EVE Online: Spieler plündert Beute im Wert von 60.000$ im MMORPG – Auf einen Schlag

Bei EVE Online hat eine Gruppe von Weltraumpiraten jetzt den Coup ihres Lebens gelandet. Nach einem neuen Patch ging die Gruppe auf Raubzug und stieß auf eine Goldader. Eine einzige Struktur, die früher Spielern gehörte, brache Items im Wert von 4 Billionen ISK, etwa 60.000$.

Das sind Zitadellen in EVE Online: 2016 brachte EVE „Zitadellen“ ins Spiel: gigantische Raumstationen, die Spieler errichten können. Diese Zitadellen sollten damals sowas wie „sichere Häfen“ für Spieler sein, die dort ihr Hab und Gut deponieren konnten. Selbst bei einer Zerstörung der Zitadelle waren die Items sicher. Das Problem: Die Zitadellen waren letztlich „zu sicher“ und beschränkten das Chaos, das EVE nun wieder mehr befeuern will.

Mit den Jahren haben einige Gruppen und Spieler, denen Zitadellen gehören, EVE Online verlassen. Daher hat sich EVE im Patch „Forsaken Fortresses“ dazu entschlossen, solche verlassenen Zitadellen für die Plünderung freizugeben. Besitzer dieser „toten“ Zitadellen wurden vorher gewarnt, dennoch ist das jetzt ein Fest für Weltraum-Piraten.

EVE Online Zitadelle
Zitadellen in EVE Online sind riesige Raumstationen.

Spieler bereitet sich auf Raubzug vor, erstellt 8 Accounts

Das war der Raubzug: Der Spieler Sulley hat sich einen Monat lang darauf vorbereitet, jetzt zuzuschlagen, als der Patch live ging. Wie PC Gamer berichtet, hat er 32 Zitadellen in der High-Sec-Region erst alleine und später mit einer Gruppe von Freunden ausgeräumt. Er sagt, die meisten hatten nur kleinere Vermögen.

Doch am 2. Juni machte er fette Beute. Er und seine Plünderkumpels räumten eine Zitadelle aus, die der Gruppe „Future Tech Industrie“ gehörte. Dort stießen sie auf die wahrscheinlich „größte Beute in der Geschichte von EVE Online“, wie PC Gamer weiß.

Es waren Items im Wert von 4 Billionen ISK. Wenn man das in Spielzeit umrechnet, sind das etwa 60.000$.

EVE Online TItel Zitadelle
Zitadellen sollten eigentlich sichere Häfen sein, nun sind sie fette Beute.

Dabei war das eigentlich eine relativ unbedeutende Zitadelle, ein „Raitaru Engineering Complex“ im Sternensystem Stetille – sozusagen am Arsch der Welt. Doch die Zitadaelle spuckte hochwertige Blueprints aus, darunter 23 „Tech 2“-Versionen, die einen enormen Wert besitzen. Denn mit diesen Blaupausen lassen sich spezialiserte und mächtige Versionen von Dingen herstellen.

EVE Online hat vor Jahren den Nachschub an diesen Blaupausen abgedreht, daher sind es enorm begehrte Sammlerstücke.

Die Blaupausen sind so selten, dass der Preis „Verhandlungssache“ ist und sie an den Meistbietenden verhökert werden. Sully hat das meiste der Sammlung bereits für 3.8 Billionen ISK versetzt und hat immer noch einige der Blaupausen über.

EVE Online Beute Blueprints
Das ist das Vermögen, das erbeutet wurde. Quelle. PC Gamer

Raubzug war geplant, sollte erst alleine laufen

Das sagt der Spieler: Der Raubzug war kein Zufall. Seit Sulley weiß, dass der „Forsaken Fortress“-Patch kommen würde, hat er seine Hausaufgaben gemacht. Er sagt, er habe etwa eine Woche damit verbracht, nach Zitadellen zu suchen, die so aussahen, als wären sie verlassen und reif für die Plünderung.

Er habe versucht, den Wert der Zitadellen und ihren Status zu schätzen, indem er Informationen über die Organisation sammelte und noch einen kleinen Trick benutzte, um genau zu erfahren, wann eine Zitadelle „reif“ ist: Er deponierte ein Item in der Zitadelle und wurde so gewarnt, wann das in Gefahr war, geplündert zu werden.

Am Ende kam er auf 18 Ziele, die sich lohnen könnten. Und wie man sieht, war ein Volltreffer dabei.

In 1 Stunde alles verloren, was er in 14 Jahren EVE Online aufgebaut hat

Am Anfang hatte Sulley versucht, den Raubzug alleine durchzuziehen. Dafür hat er sich 8 neue Accounts gemacht, die er hochzog, um Schiffe der „Kikimora“-Klasse zu fliegen, die er dann als Multiboxer steuerte. Die Zerstörer sind in EVE Online ideal dafür geeignet, um Zitadellen auszuräumen, denn sie verursachen umso mehr Schaden, je länger sie auf einem Ziel bleiben.

Doch als er dann begann, die Zitadellen unter Beschuss zu nehmen, merkte er, dass die mehr Beute ausspuckten, als er alleine einsammeln konnte. Andere Piraten kamen angeflogen und klauten Beute, die Sulley entging. Das konnte er selbstverständlich nicht dulden.

Daher entschloss sich Sulley letztlich doch, einige seiner Kumpels dazu zu holen, um sich lästige Fremd-Plünderer vom Hals zu halten.

Sulley sagt, er spielt seit 12 Jahren EVE Online und sein Anteil an den 4 Billionen ISK haben das, was er in EVE verdient bislang hat, jetzt auf einen Schlag verdreifacht.

EVE Online Angriff Zitadelle
Sulley greift mit mehreren Schiffen, die er über Multiboxing steuert, eine Zitadelle an. Quelle: PC Gamer

Umverteilung von alten Spielern auf aktive Spieler

Trotz seines enormen Profits sieht Sulley die Änderung bei den Zitadellen zwiegespalten: Diese „Umverteilung“ des Reichtums von alten Spielern zu neuen, sei für die neuen Spieler schon eine Super-Sache. Andererseits hätte jetzt eine Gruppe von Spielern alles verloren.

Es scheint unwahrscheinlich, dass Spieler, die alles verlieren, während sie inaktiv, noch mal in EVE Online reinschauen.

EVE-Online CCP
In EVE geht es oft um viele Stunden Arbeit.

Wie sich so ein Raubzug als Opfer anfühlt, hat ein Spieler im März 2020 erleben müssen. Der spielte seit 16 Jahren EVE Online, war dann aber der „Depp der Stunde“, als er Fracht im Wert von 5000$ durch All kutschtierte und sich dabei viel zu unvorsichtig verhielt:

Spieler verliert 5.000$ in EVE Online, weil er ins Visier von gelangweilten Piraten geriet.

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Kiky
29 Tage zuvor

So kann man auch nicht aktive Spieler von der Rückkehr abhalten. Warum kommt man nur auf eine so blöde Idee ?

War nicht bei Eve seit 2 Jahre multiboxing verboten?

p1ddly
29 Tage zuvor

Nein. Das wäre auch absurd. Es gibt viele Spieler, die in Fleets zum Beispiel Ceptoren oder Bubbler spielen und gleichzeitig einen Char mit Lineships fliegen.

Es ist auch üblich, einen Subcapchar zu haben und einen Dreadchar, mit dem man in den Fight springt, wenns eskaliert. Manche haben dann auch noch Capchars. Dann brauchst du Cynochars. Und so weiter und so weiter.

Eve ist überhaupt nicht dafür ausgelegt, dass du mit einem Account spielst. An keiner Stelle.

Albrecht von Aschenfels
29 Tage zuvor

Mit ein Grund, warum ich mich mit diesem eigentlich interessanten Spiel nie anfreunden konnte.

Kiky
29 Tage zuvor

Für mich war immer multiboxing , das man ein char spielt und die restlichen chars machen das gleiche. ( mit software)

Ich habe bei eve eine ice flotte, die ich einzeln bediene. (Multiaccount)
Eve mit einem acc nicht wirklich spielbar.

p1ddly
29 Tage zuvor

Kannst ja auch was anderes als langweiligstes Eismining machen. Man kann schon mit einem Account spielen, aber einfach nur sehr eingeschränkt. Du kannst z.B. ratten und als Linemember in Subcapfleets. Oder Scannen. Oder Market PVP. Faction Warfare.

Muadru
27 Tage zuvor

„Man kann schon mit einem Account spielen, aber einfach nur sehr eingeschränkt“

Ernsthaft? Sorry, aber das ist Käse. Klar kannst du das gesamte Spiel in Gänze genießen mit nur einem Account/Char. Dass das Spiel mit nur einem Account lediglich sehr eingeschränkt nutzbar sei, ist absoluter Quatsch.

p1ddly
27 Tage zuvor

Na dann versuch mal in nem Loch zu leben.

Muadru
27 Tage zuvor

Da dies auch die einzige Alternative in diesem Spiel darstellt. Gibt ja sonst nix anderes ;). Versteh mich bitte nicht falsch, ich verteufel doch nicht deine Meinung, ich wehre mich lediglich gegen den Punkt, dass EVE ohne Multiaccount nur sehr eingeschränkt zu nutzen ist. Das ist leider schlicht und ergreifend nicht wahr. wink

fly safe

p1ddly
27 Tage zuvor

Ja ist ja auch okay. Ich wehre mich ja auch nur gegen den Punkt, man könne das gesamte Spiel in Gänze genießen mit nur einem Account.

Nein
29 Tage zuvor

Das ist leider aber auch das größte Problem in eve. 99% Multiboxen. Von den ganzen aktiven Spielern, sind vermutlich 1/3 Mutli Accounts.

Wenn das nicht wäre, wäre EVE sicher um einiges besser

Platzhalter
29 Tage zuvor

Trotz seines enormen Profits sieht Sulley die Änderung bei den Zitadellen zwiegespalten: Diese „Umverteilung“ des Reichtums von alten Spielern zu neuen, sei für die neuen Spieler schon eine Super-Sache. Andererseits hätte jetzt eine Gruppe von Spielern alles verloren.

Nun ja, was bisher weggepackt wurde, ist nun im Umlauf. Wo kommt nun das ganze ISK her damit die anderen das Angebot kaufen können?

in Kurz: Sehr viel „ISK das in Eis gepackt“ wurde ist nun wieder aufgetaucht und nun im Umlauf. Eine ISK Schwemme setzt ein. Sie sollen schauen wie sich das auf die Wirtschaft auswirkt. Es ist ja nichts anderes als „Heller Ware“

Wenn heute ein Kuchen $10 kostet, wird es morgen $100,$1.000 oder mehr werden? Weil zu viele wollen nun etwas vom Kuchen, aber das Angebot von Kuchen ist begrenzt. So überbieten sie sich um an den letzten Kuchen zu kommen. ISK = Macht, mehr ISK = mehr Macht

Oder der Kuchen wird spottbillig. Eine Kuchen welle wird den Preis runter drücken . Aber dann werden die Produzenten des Kuchens nicht mehr davon Leben können. ISK = Wertlos, ISK = Schwarzer Freitag

In Kurz: ISK erlebt eine Inflation. Aber das werden die sicher im Auge behalten

Reales Beispiel: Mundschutz Masken und Desinfektion Zeugs

Nachtrag:
Das ich so was mal schreibe werde, hätte ich nicht gedacht XD

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