Livestream mit der Chefredaktion: Wie umgehen mit #BlackLivesMatter im Gaming?

Aktuell überschlagen sich die News zu den Protesten in den USA unter dem Hashtag #BlackLivesMatter. In einem Livestream mit der Chefredaktion wollen wir heute um 21 Uhr mit euch diskutieren, wie sich das Thema auch auf Gaming-Websites auswirkt.

Was ist passiert? Am 25. Mai 2020 wurde der schwarze US-Amerikaner George Floyd während eines Polizeieinsatzes in Minneapolis von Polizisten getötet. (via Spiegel.de) Der Vorfall wurde als Video aufgezeichnet und die schockierenden Bilder im Anschluss weit verbreitet.

Seitdem finden sowohl in zahlreichen US-Städten als auch international täglich Proteste und Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus statt. Die BlackLivesMatter-Bewegung schlägt weltweit in den sozialen Netzwerken hohe Wellen. Viele Politiker, Prominente und Unternehmen haben inzwischen ihre Solidarität für BlackLivesMatter ausgesprochen.

Wie steht das im Zusammenhang mit Gaming? Immer mehr Vertreter der Videospiel-Branche schließen sich der Solidaritätsbekundung an.

Die Situation in Amerika übt derzeit einen Einfluss auf unsere Berichterstattung aus. Die Verschiebungen von Events und Ankündigungen sind Teil unseres Arbeitsumfeldes. Wir merken in unseren Communitys, dass hier Redebedarf herrscht und auch wir stecken derzeit hierüber die Köpfe zusammen. 

Update 22:00 Uhr: Mittlerweile ist der Live-Stream gelaufen. Wir binden an dieser Stelle die Aufzeichnung des Talks ein:

Kommt um 21 Uhr in unseren Live-Talk zu den Einflüssen von Black-Lives-Matter im Gaming

Deshalb haben wir uns entschieden mit der Chefredaktion noch heute einen Live-Talk zu der Thematik zu veranstalten, in dem wir diskutieren, wie wir als Redaktionen mit der Situation umgehen und natürlich auch eure Fragen beantworten.

Ein wichtiger Hinweis: In unserer Runde soll es nicht um Black Lives Matter als Bewegung oder die aktuellen Ereignisse als solches gehen, sondern lediglich um die Auswirkungen der Situation auf unsere tägliche Arbeit als Spieleredakteure. Aus offensichtlichen Gründen maßen wir es uns nicht an, eine Expertise in einem anderen Bereich außer Gaming bei einem so komplexen Thema zu vertreten.

Der Talk findet im Anschluss unseres Streaming-Programms zu Find Your Next Game statt.

Wann startet der Stream? Heute, am 02. Juni, um 21 Uhr abends

Wo kann ich den Stream schauen? Auf dem YouTube-Kanal von GameStar

Hier lang zum Youtube-Kanal von GameStar

Wer wird dabei sein? 

MeinMMO, GameStar und GamePro positionieren sich solidarisch zur ‚Black Lives Matter‘-Bewegung und tolerieren keinerlei Diskriminierung. Und wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich in unseren Communitys für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen. Passt auf euch auf.
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Threepwood
1 Monat zuvor

Es ist total nachvollziehbar, nicht zu sehr ins (politische) Detail gehen zu wollen – Eiertanz inc! Es wirkt allerdings auch so, dass keiner so recht irgendwas (öffentlich) sagen mag und knappe 30 Minuten bei 5 Teilnehmern „mehr“ erwarten lassen.

Gaming ist Teil der Realität und somit direkten Einflüssen durch dieser ausgesetzt. Es gibt eben auch kein Recht auf den berühmten Eskapismus durch ein Spiel als „Kunde“. Da stehen sich viele mit ihrer „Ich will jetzt aber!!111“ Haltung selbst im Weg.
Zudem muss nun auch nicht so getan werden, als ob CoD gelöscht, die PS5 eingestampft wurde und Gaming ohne neue Seasons, Hardware usw nicht mehr erlebenswert ist oder gar funktioniert.

Es existiert eben mehr hinter den Grenzen der eigenen Komfortzone. grin

Hamurator
1 Monat zuvor

Am besten hält man sich raus. Die Situation kann hier eh keiner richtig bewerten.

Phil
1 Monat zuvor

„Seitdem finden sowohl in zahlreichen US-Städten als auch international täglich Proteste und Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus statt.“

Naja das ist aber nur die halbe Wahrheit… Sicherlich sind die meisten Menschen während der Demonstrationen tatsächlich friedlich und wollen eben ein Zeichen setzen.
Das ist aber eben nur die eine Seite der Medaille- (sehr typisch für Deutschland) wird „nur“ von Protesten und Demonstrationen gesprochen, nicht aber von den heftigen, völlig unverhältnismäßigen Ausschreitungen die teilweise stattfinden.
Leider nutzen einige dieser „Demonstranten“ den Vorfall als Vorwand um ihren Frust, Wut, Verärgerung (oder was auch immer) durch wahllose plünderung und willkürliche Sachbeschädigung aus.
Es gibt Aufnahmen die zeigen wie in einem kleinen Supermarkt einfach alles was nicht mitgenommen wurde kurz und klein gehauen wird, -ein paar Straßen weiter wurde in einem Mehrfamilienhaus eingebrochen und 2 Kinderwagen und ein Rollstuhl gestohlen nur um sie dann mitten auf der Straße kaputt zu treten…

Ein junges Pärchen welches sich solidarisch zeigen wollte und an den friedlichen Protesten teilgenommen hat kehrte später zu ihrem Auto zurück und musste entsetzt feststellen das es völlig ausgebrannt war (auch davon gibt es Aufnahmen). Diese Willkür finde ich wirklich erschreckend.

Bei aller Liebe aber das sind keine Demonstrationen mehr… Natürlich Rede ich hier nur über einen Teil der „Demonstranten“, -was es für die Geschädigten aber nicht wirklich besser macht…

Schuhmann
1 Monat zuvor

Ja, da ist sicher so, dass Ausnahmezustände dann auch „genutzt“ werden, um die Sau rauszulassen und dass dann Leute anfangen, sich zu verhalten, als wären sie bei „The Purge.“ Darüber wird ja auch gesprochen in den Medien – also ich hab gestern Abend ZDF gesehen und da ging’s auch um Plünderungen.

Aber es war dann eben im Verhältnis – nur weil es das „auch“ gibt, sollte es nicht das eigentliche Thema überschatten.

Das ist auch schwierig, wie man das journalistisch darstellt, um der Realität gerecht zu werden. Mal angenommen: 1 Millionen Leute protestieren friedlich und der Sache wegen – und 200 Leute plündern.

Wie willst du die Berichterstattung gestalten, um dem Verhältnis gerecht zu werden? Das ist bei jedem Thema schwierig.

Das sind auch Sachen, die wir hier im Alltag erleben, auf einem ganz anderen Niveau. Ein Patch kommt: 90% der Leute finden ihn gut und spielen. 10% gehen auf die Barrikaden und finden ihn ganz furchtbar, weil sie ein oder zwei Details stören – wie will man das dann „gerecht“ darstellen.

Phil
1 Monat zuvor

„Aber es war dann eben im Verhältnis – nur weil es das „auch“ gibt, sollte es nicht das eigentliche Thema überschatten.“

Ich tue mich grade etwas schwer mit dem Wort „Verhältnis“ und wollte an der Stelle noch mal nachfragen wie Du das meinst?

Ich denke mal nicht das Du eine Straftat mit einer anderen im „Verhältnis“ vergleichst oder? Und das es das eigentliche Thema nicht überschatten SOLLTE stimmt zwar, aber das ist leider nur in der Theorie so, in der Realität sieht das anders aus, denn dort ist es bereits überschattet.

Ich schaue mir auch die Berichterstattung in Deutschland an, aber eben auch die amerikanische… Meiner Meinung nach ist Amerika an einem Punkt angelangt an dem viele Amerikaner ein sehr großes Problem mit den heftigen Ausschreitungen haben, -dies aber öffentlich auszusprechen bedeutet auf der anderen Seite ihrem Präsidenten recht zu geben und das wollen sehr viele dann doch nicht. Sie sind massiv hin und her gerissen. Auf der einen Seite verurteilen sie das Verhalten vieler Demonstranten, auf der anderen Seite widert sie der Gedanke, Trump recht zu geben an.

Wenn wir an der Stelle nun wirklich nur auf die aktiven Proteste schauen und dabei das ganze „Pseudo-Solidarische“ aus dem Internet weg lassen, dann sehen die Zahlen aber bei weitem nicht so aus wie in Deinem Beispiel.
1Mio zu 200 Leuten und ich würden Dir recht geben, aber die echten Zahlen zeigen eine ganz andere Rechnung. Unter ein paar tausend aktiven Protestlern sind einige hundert die eskalieren. Damit relativiert sich das ganze dann nicht mehr so stark.

In den deutschen Medien wird zwar auch mal von „Ausschreitungen“ gesprochen aber es wird längst nicht so objektiv berichtet wie sie es uns glauben machen wollen. Die Situation so mancher Orts ist wirklich heftig und das wurde in unseren Medien eben nicht so gezeigt.

Erschwerend kommt hinzu das die Protestanten ihrer Sache undienlich entgegenwirken wenn sie sich an einer Demonstration beteiligen und zwei Straßen weiter ein Teil von ihnen plündern geht. Was davon bleibt in den Köpfen der Menschen hängen? In dem Moment wo solche Ausschreitungen stattfinden „müssten“ sich die friedlichen Demonstranten klar davon distanzieren und den Protest an der Stelle abbrechen. Tun sie das nicht (und sie tun es nicht) besteht die Gefahr das eben alle als „der Mop“ in eine Schublade gesteckt werden.

Ich sehe es als Problem an keine Abgrenzung zu ziehen, weil die Symbolwirkung: „naja die anderen Demonstranten machen eben ihr eigenes Ding“ ihr eigentliches Ziel verwischt.

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