Blizzard-Chef reagiert persönlich auf Hongkong-Affäre, verringert Strafe für Blitzchung

Der aktuelle Blizazrd-Chef, J. Allen Brack, hat eine Mitteilung zu dem aktuellen Turbel um den Bann des Hearthstone-Profis Blitzchung abgegeben. Darin finden sich einige Erklärungen zur Strafe als auch zu den Werten von Blizzard.

Das ist bisher passiert: Der Hearthstone-Profi Blitzchung wurde nach seinem Turniersieg für ein Jahr gebannt, bekam seinen Großmeister-Titel aberkannt und sein Preisgeld wurde eingestrichen.

Grund dafür war, dass er sich in einem Interview als Befürworter der Proteste in Hongkong aussprach. Das sahen viele Fans als Kriecherei von Blizzard von China und es sorgte für einen Shitstorm, in dessen Verlauf

Nun gibt es eine Antwort vom neuen Blizzard-Chef J. Allen Brack.

Nach Hongkong-Shitstorm: Blizzard antwortet

Das steht in der Antwort: Brack beteuert in der Antwort, dass Blizzard noch immer zu seinen Werten „Denke global, führe verantwortungsvoll und jede Stimme zählt“ stehe. Er erklärt in längeren Absätzen, wieso es überhaupt zu der Sperre kam:

Über das Wochenende nutzte Blitzchung seinen Beitrag, um Position zu der Situation in Hongkong zu beziehen – entgegen der Regeln, die er anerkannt und verstanden hat. Darum haben wir Maßnahmen eingeleitet.

Blizzcon World of Warcraft Classic Servers Brack

Aus dem gleichen Grund seien auch die Caster bestraft worden, da auch sie den Fokus nicht auf dem Gaming-Event behalten, sondern abgedriftet seien. Die offizielle Ausstrahlung sollte sich „um das Turnier drehen“ und die offiziellen Kanäle sollten sich auf das Spiel fokussieren.

Was ist mit China? Weiter erklärt Brack, dass die seit einiger Zeit intensiven Beziehungen mit China nichts mit der Entscheidung zu tun hätten:

Die Ansichten, die Blitzchung im Speziellen ausdrückte, waren KEIN Faktor für die Entscheidung, die wir getroffen haben. Ich möchte deutlich sein: unsere Beziehungen in China hatten keinen Einfluss auf die Entscheidung.

Wir haben diese Regeln, um den Fokus auf dem Spiel und das Turnier zu halten, damit ein weltweites Publikum etwas davon hat und das war die einzige Berücksichtigung in den Maßnahmen, die wir ergriffen. Wären es gegenteilige Ansichten gewesen, auf gleiche umstrittene und bewusste und Weise geliefert, hätten wir auf die gleiche Weise reagiert.

So geht es mit Blitzchung und Blizzard weiter

Wie fällt Blitzchungs Strafe nun aus? In der Reaktion heißt es, dass die Strafe gegen Blitzchung noch einmal überdacht wurde. Man habe zu schnell reagiert und der Prozess sei nicht angemessen gewesen.

Blitzchung hätte fair gespielt und gewonnen, deswegen erhalte er nun sein Preisgeld zurück. Dennoch habe er gegen die Regeln verstoßen, was eine Strafe nach sich ziehen würde. Der Bann wurde jedoch auf sechs Monate verkürzt. Gleiches gilt auch für die beiden Caster.

In einem bisher unbestätigten Kommentar aus dem Discord heißt es weiterhin, dass Blitzchung seinen Status als Großmeister behalten darf. Sobald seine Sperre ablaufe, dürfe er wieder als Großmeister antreten.

hearthstone blitzchung grandmaster restore

Das würde die Härte der Strafe um einiges mildern.

Das bedeutet das alles für Blizzard: Blizzards Image ist aktuell in der Community noch immer angeschlagen. Ob und wann sich der Konzern davon wieder erholen wird, muss sich noch zeigen. Die Blizzcon 2019 könnte aber noch darunter leiden:

Der Hongkong-Protest überschattet die BlizzCon – Wird das noch ein Gaming-Event?
Quelle(n): Blizzard
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Joachim Werner

Natürlich ist das eine Antwort, die durch die PR-Abteilung gegangen ist. Das wundert mich nicht, auch wenn ich ein „etwas klareres Wording“ bevorzugt hätte.

Aber es passiert genau das, was ich (und in den Kommentaren ja auch viele andere) vermutet habe(n):

Es gibt Kritik, man hört die Kritik, man senkt die Strafe daraufhin ab…und die Leute sagen „Ist doch zuwenig/eh unehrlich.“ Also ist die ganze „Strafe verstehen wir ja, aber die ausgesprochene Höhe war zu krass!“ Argumentation der Kritiker doch Unsinn gewesen. Man wollte „garkeine Strafe“ haben, obwohl in fast allen Kommentarspalten anders geschrieben wurde.

Exedus

Wie man sich an Blizzard abarbeiten ist einfach nur lächerlich. Gibt genug Firmen die mehr Dreck am stecken haben aber da traut man sich endweder nicht ran oder man müsste auf Konsum verzichten, und das geht ja nun wirklich nicht.

Grad die Amis sollten sich mal lieber um ihre Regierung kümmern bevor sie Blizzard irgendwas vorwerfen.

Cornelia Sibilitz

Schade, dass Blizzard der schreienden verlogenen und heuchlerischen Community nachgegeben haben.
Diese Community, die von Weltpolitik keine Ahnung hat und alles nur aufs Geld reduzieren.
Schade, ich hatte gehofft, dass Blizzard diesmal standhaft bleibt.

Denn dass die Community mal weiter denkt als bis zu ihrer Nasenspitze, darauf kann man lange warten.
Wie die Kommentare hier ja sehr gut zeigen.

Ich hoffe ihr boykottiert auch Apple, die tatsächlich einen Kniefall hingelegt haben und sämtliche xhinesische Produkte.
Aber das ist vermutlich zu viel verlangt von den Berufsempörten

Zrakamir

*Fake-News, Fake-News* ….

Belpherus

Das finde ich auch interessant, gerade NBA und Apple haben wirklich eindeutig vor China eingeknickt, aber die schlimmste Story ist Blizzard wo es nichtmal eindeutig war

Jedox

Aufgrund der vorherigen unterschiedlichen Statements von Blizzard im Westen und in China bleibt zumindest ein fader Beigeschmack. Der große Imageschaden für Blizzard bleibt, denn diese Sache wird man wohl nicht so schnell vergessen – ähnlich wie „Do you Guys not have phones?“
Ein krasses Beispiel dafür, welchen Schaden panische Unternehmensentscheidungen anrichten können.

Klaphood

„[…] our vision and our values […] to create opportunities for players from around the world […] to come together to compete and share their passion (for gaming)“

Tja, zwar nicht ‚for gaming‘, aber zumindest für das gemeinsame Protestieren haben sie ihre Visionen ja perfekt umsetzen können ???? jetzt sind schön aus aller Welt alle zusammengekommen, um ihre Leidenschaft im Reddit und co. zu teilen ????

Ich bin wirklich am fassungslosesten darüber, wie unfassbar unfähig Blizzard im Hinblick auf PR und Imagebildung geworden ist.

KnopfChaos

Dann hätte er besser nichts zu den Zusammenhängen mit China gesagt. Das glaubt doch keiner. Als wenn ein Europäer die gleiche Strafe erhalten hätte. Dann sollen die es zugeben oder Schweigen. Hier wollen sie die Kundschaft ja nur für dumm verkaufen.

Genau so wie mit Diablo letztes Jahr. Da haben sie nach der Blizzcon auch nur dummes Gewäsch von sich gegeben. Sie hätten nicht erwartet, dass wenn sie über Monate Diablo anteasern, die Leute ein pc Spiel erwarten.

Ich verstehe depot Jahren nicht mehr, warum viele noch viel von Blizzard halten. Was haben die schon in den letzten 10 Jahren rausgebracht? Ein Overwatch? Ein paar Addons? Gefühlt nur mit cosmetics beschäftigt.

TheDivine

Wers glaubt….das ist nur PR Gewäsch…

Belpherus

Manchmal kann PR Gewäsch auch einfach die Wahrheit sein.

TheDivine

Wage ich in dem Fall stark zu bezweifeln.
Und selbst wenn nicht, der Schaden der dadurch verursacht wirde ist nicht ohne.

Umberto Gecko

Puh, das ist wirklich schwach. Zu wenig und zu verlogen. Hatte gehofft, dass sie noch die Kurve kriegen. Das war es dann wohl auch für meinen Account.

Npu1se_gg

Das glaubt dem doch kein Mensch. Mehr PR sprech wie in dem Brief geht überhaupt nicht. Und dann noch so ein Statement freitags nachmittags/abends posten… da steckt reine Kalkül dahinter das das Ganze übers Wochenende untergeht.

Mr. Brack sollte man sowieso keinen Glauben schenken …. you think you do but you don’t

Des Weiteren hat Blizzard doch schon auf Weibo kommuniziert das sie immer die nationale würde und Integrität von China schützen werden. Soviel zu: Unser handeln hatte absolut nichts mit China zu tun….

Cortyn

Die Veröffentlichung an einem Freitag liegt wohl eher daran, dass man nicht noch ein Wochenende ohne Reaktion verstreichen lassen will. Das wäre noch schlimmer.

Aber der Inhalt ist … uff. Da gibts schon Analysen, dass der Text vermutlich nichtmal von Brack gemacht wurde, sondern von jemandem, der Englisch nicht als Muttersprache spricht.

Ich find das Statement aber auch eher … dürftig.

Npu1se_gg

Nein nein, das ist PR 101. Schlechte Neuigkeiten werden freitags nach Börsenschluss rausgegeben um die Kurse nicht zu schädigen….

Rip Blizzard

Klaphood

Naja, PR ist aber jetzt nun wirklich nicht mehr die große Stärke von Blizzard ????

Joachim Werner

Das is aber nichts neues oder? 😉

★ UΠDΞΛD ★

Zum Glück stammt der Text nicht von Christie Golden! ????

Texx1010

Ich sehe das ähnlich. Da ist viel PR dabei. Er will letztlich Druck rausnehmen, China ist eben zu groß um auf diesen Markt verzichten zu können. Um den Gebannten gehts da glaub weniger. Daher auch die „halb-schwangeren“ Aussagen Mr Brack‘s. Tja, manchmal werden eben eigene Überzeugungen geopfert um mehr Cash zu machen. Ich kann Leute verstehen, die versuchen, „denen“ das China Geschäft zu vermasseln, bzw Boykotte zu unterstützen. Arg viel mehr Hebel haben Spieler eben auch nicht. Ich finde das legitim solange es bei diesem „stillen Protest“ fair bleibt.

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