Hearthstone: Der beliebteste Caster steigt aus  – Fordert, dass Blizzard was ändert

Der wohl beliebteste Shoutcaster von Hearthstone nimmt seinen Hut. Nach den jüngsten Vorfällen will er bis auf Weiteres keine Spiele mehr ansagen.

Brian Kibler (39) ist einer der erfolgreichsten Hearthstone-Kommentatoren und eine beliebte Figur in der Community des Spiels. Kibler war früher Profi in Magic: The Gathering. Bei Hearthstone hat er einen YouTube-Kanal aufgebaut. Er gilt als ganz entspannt, vernünftig und rational. Kibler ist jemand, dessen Wort viel gewicht hat.

Viele waren gespannt, wie er sich zu der Affäre äußern würde, die es aktuell um den Profi Blitzchung gibt. Der wurde von den Grandmasters ausgeschlossen und sein Preisgeld gestrichen, nachdem dieser sich für den Protest in Hongkong ausgesprochen hatte.

Jetzt hat Kommentator Kibler eine Entscheidung gefällt und sagt: Er werde nicht mehr als Shoutcaster zur Verfügung stehen, bis sich an der Situation etwas ändert. Er war fest für die BlizzCon eingeplant.

Was hat Kibler gesagt? Auf seiner Website veröffentlichte Kibler ein Statement zu der ganzen Angelegenheit. Wie von ihm gewohnt, ist er dabei recht sachlich und versucht beide Seiten zu verstehen. Er findet es nachvollziehbar, dass Blizzard eine Strafe ausgesprochen hat, denn:

Ich glaube, dass es von Blizzard korrekt war, eine Strafe für seine [Blitzchungs] Taten auszusprechen. Sie wollen nicht, dass ihre Streams als Plattform oder Werkzeug für Politik genutzt werden. Die Spieler haben im Vorfeld diesen Regeln zugestimmt und er hat die Regeln dann gebrochen. (…)

Sie haben ihn nicht für seine politische Haltung bestraft, sondern sie haben ihn bestraft, weil er die Regeln gebrochen hat, um seine politischen Ansichten im Stream zu teilen.

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Warum hört Kibler trotzdem auf? Nach der Aussage stellt sich die Frage, warum Kibler trotzdem die Arbeit für die Grandmasters als Shoutcaster einstellt. Er erklärt weiter:

Ich tue nicht so, als würde ich die Feinheiten der geopolitischen Situation in China und Hongkong oder Blizzards Geschäftsinteressen dort vollständig verstehen, aber für mich sieht diese Entscheidung danach aus, als wäre sie mit diesen beiden Punkten tief verwurzelt. Die harsche Strafe sieht danach aus, als wenn jemand darauf bestanden hätte, dass Blizzard an Blitzchung ein Exempel statuiert, nicht nur, um andere von so etwas in der Zukunft abzuhalten, sondern auch um jene zu besänftigen, die sich durch diesen Vorfall beleidigt fühlen.

Diese Art von Beschwichtigung ist nichts, das ich mit meinem Gewissen vereinbaren könnte und mit dem ich in Verbindung gebracht werden will. Als ich von der Strafe erfahren habe, habe ich mich an Blizzard gewandt und ihnen gesagt, dass ich mich nicht länger wohl dabei fühle, die Grandmaster-Finalspiele auf der BlizzCon zu kommentieren. Ich werde nicht durch stillschweigendes Lächeln vor der Kamera diese Entscheidung mittragen. Wenn sich nichts ändern sollte, werde ich in Zukunft keine Beteiligung mehr an den Grandmasters haben.

Wut nicht gegen die falschen richten: Zuletzt betont Kibler, dass man die Wut, die man über diese Entscheidung verspürt, nicht an den falschen Leuten auslassen sollte. Andere Streamer, Caster und Spieler könnten nicht einfach so aussteigen. Für sie hängt ihre Existenz daran. Er erklärt:

Aber ich möchte auch klarmachen, dass nicht jeder, der an den Grandmasters beteiligt ist, diesen Luxus genießt [einfach aufhören zu können]. Lasst eure Wut nicht an den anderen Kommentatoren, Streamern oder Mitarbeitern von Blizzard aus. Dies ist nicht die Art von Entscheidung, die von den einfachen Mitarbeitern getroffen wurde. Die meisten von ihnen sind vermutlich genau so wütend wie ihr es seid. Ich weiß auf jeden Fall, dass ich es bin.

Dass auch Mitarbeiter von Blizzard unzufrieden sind, sieht man hier sehr schön.

Was haltet ihr von Kiblers Entscheidung? War es ein gutes Statement, sich aus den Grandmasters zurückzuziehen? Oder hätte er das weiter durchziehen sollen?

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Quelle(n): bmkgaming.com
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