Trotz sinkender Preise kann oder will sich nicht jeder eine leistungsstärkere Grafikkarte zulegen, um aktuelle Titel in guter Qualität und ohne Ruckler genießen zu können.
Wir zeigen euch, wie ihr sofort mehr Grafikleistung bei nahezu gleichbleibender Bildqualität erreicht.
In neuen Spielen steigen die Anforderungen an eure Grafikkarte immer weiter an. Diablo 4 ist da mit seinen Gegnerhorden und vielen Zauber- und Fähigkeitseffekten auf dem Bildschirm ein Paradebeispiel.
Für gewöhnlich liefern Nvidia und AMD kurz vor Veröffentlichung neuer AAA-Spiele aktualisierte Grafikkartentreiber an die Spielerschaft aus. Diese bringen neben den üblichen Fehlerbehebungen auch Qualitäts- und vor allem Leistungsoptimierungen für neue Titel mit sich. Daher ist es empfehlenswert, seinen Grafiktreiber regelmäßig auf den aktuellen Stand zu bringen.
Wundertechnologie: Nvidia „DLSS“ und AMD „FSR“
Schon seit einigen Jahren arbeiten Nvidia und AMD an ihren jeweiligen Echtzeit-Upscaling-Technologien und verbessern diese stetig.
Während AMD aktuell mit FSR 2.0 um die Gunst der Käufer buhlt, lockt Nvidia bei Kauf einer Grafikkarte der RTX 4000er-Serie bereits mit DLSS 3.0, das z.B. direkt zum Start von Diablo 4 unterstützt wird.
Für viele Spieler kann diese Technik ein Segen sein, wenn ein Spiel deswegen endlich ruckelfrei gezockt werden kann. Andere sehen darin aber auch eine Ursache für schlecht optimierte Spiele und ruckelige Konsolen-Portierungen.
DLSS macht Diablo 4 Feuer unter dem Hintern
Mit welchem Setup haben wir Diablo 4 getestet? Die folgenden Messwerte stammen von meinem Gaming-Notebook mit einer Nvidia RTX 3080 Ti und zeigen, wie sich die einzelnen Optionen von DLSS 2.0 auf die FPS im Spiel auswirken.
Als Szenario haben wir den Wegpunkt in der Hauptstadt Kyovashad gewählt, um immer die gleiche Ausgangslage für meine Messungen zu erhalten. Mein Totenbeschwörer mit seiner Armee von Untoten sorgt hierbei für viele darzustellende Details auf dem Bildschirm. In der offenen Welt und insbesondere in Dungeons können diese Werte nochmal stark variieren.

Wie gut ist die Performance? Folgende Ergebnisse haben wir bei einer Monitorauflösung von 2560×1440 und der Qualitätsvoreinstellung auf „Ultra“ erhalten:
| DLSS Aus: | 100-110 FPS |
| UIra-Leistung: | 150-170 FPS |
| Leistung: | 150-160 FPS |
| Ausbalanciert: | 140-150 FPS |
| Qualität: | 130-140 FPS |
| DLAA: | 90-100 FPS |
Was ist DLAA?
Der Option DLAA (Deep Learning Antialiasing) kommt hier eine Sonderrolle zu. Es handelt sich in diesem Fall nicht um die von DLSS bekannte Upscaling-Funktion, sondern die Möglichkeit, die Bildqualität per KI-Unterstützung zu verbessern. Dadurch werden Details auf dem Bildschirm auf die gleiche Art wie bei bekannten Antialiasing-Techniken verbessert.
Diese Option kann genutzt werden, wenn ihr bereits eine leistungsstarke Grafikkarte besitzt und auch ohne DLSS genügend Leistung in Spielen erreicht.
Wie ihr seht, könnt ihr mit den unterschiedlichen Optionen von DLSS einen erkennbaren Leistungsgewinn erzielen und habt gegenüber deaktiviertem DLSS immer einen Leistungsvorteil. Bei Systemen mit schwächeren Grafikkarten kann dies schon den Unterschied zwischen unspielbar und spielbar ausmachen.
Denn nicht jeder hat eine Chance, die aktuell schnellste Grafikkarte auf dem Markt zu einem unschlagbar günstigen Preis zu bekommen:
Nun seid ihr an der Reihe. Nutzt ihr DLSS bereits aktiv? Und wenn ja, was sind eure Erfahrungen mit diesem Feature?
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