Raffaela Raab tritt als „die Militante Veganerin“ als Aktivistin, Influencerin und Twitch-Streamerin auf. Am 13.07. war sie bei ServusTV in einer Talkshow zum Thema „Klimakiller Kotelett: Fleischlos die Welt retten?“ zu sehen und zu hören. Sie polarisierte mit ihren Thesen. In den Augen ihrer Kritiker verharmlost sie das Leid von Menschen, indem sie Tiere mit Opfern historischer Grausamkeiten gleichsetzt.
Was hat die Militante Veganerin gesagt, das so kontrovers ist?
- Die Militante Veganerin vertritt die Thesen, dass Tiere genauso behandelt werden müssen wie Menschen. Daher dürfte man mit Tieren nichts tun, was man nicht auch mit Menschen macht.
- In den Augen ihrer Kritiker verharmlost sie Grausamkeiten, die Menschen widerfahren sind, indem sie Tiere mit Sklaven oder Opfern des Holocausts gleichsetzt.
In der Talkshow vom 13.07. sagte sie etwa:
Wir wachsen alle auf mit dem Gedanken, dass es ein Gefälle gibt zwischen Spezies. So wie manche Kultur damit aufwächst, dass man schwarze Menschen als Nutzmenschen nutzen kann. Ja, das sind ja nur Frauen, das sind ja nur Schwarze, das sind ja nur Schwule, das sind ja nur Tiere. […]
Wenn wir uns mitten in einem faschistischen System befinden und das tun wir ja leider, weil wir stufen die Tiere als minderwertig ab, weil du machst ja nicht Wuff-Wuff, sondern Oink-Oink und deshalb darf ich 40 Millionen Schweine im Jahr in Gaskammern stecken.
Aktivistin vergleicht Tierhaltung mit Sklaverei und dem Holocaust
Für welchen Satz wurde sie am meisten kritisiert? An einer Stelle erklärt sie, wie sie zu ihren Überzeugungen gelangt ist. Sie erzählte, in einer Debatte habe ihr wer gesagt: Man habe sich doch schon immer so ernährt. Das „seien ja nur Tiere.“ Das sei für sie ein Erweckungserlebnis gewesen:
Als er diese Worte gesagt hat, „das sind ja nur Tiere“: Weißt du was, das hat man auch gesagt bei eben der menschlichen Sklaverei, beim Holocaust auch. Das sind ja nur Juden. […] Wenn das nur Menschen wären in diesen Konzentrationslagern, in diesen Vernichtungslagern, wo wir auch tatsächlich Gaskammern haben.
“Sie sollten sich schämen”
Was wurde ihr vorgehalten? Der umstrittene Publizist Roland Tichy nahm ebenfalls an der Diskussion teil. Er wurde im Verlauf der Sendung zum schärfsten Kritiker der Aktivistin. Tichy musste bei dem Holocaust-Vergleich schon hörbar durchschnaufen. Er führte aus:
Also ich muss da wirklich widersprechen, den Mord an 6 Millionen Juden, Schwulen, Sinti und Roma und anderen Gruppen, diesen grauenhaften Mord mit einem Metzger zu vergleichen, ist einfach unanständig. Sie verharmlosen den Nationalsozialismus. Sowas hab ich noch nie erlebt. Ich bin entsetzt, dass ein Mensch so grausam sein kann. Sie sollten sich schämen.
Die Militante Veganerin verwehrte sich gegen den Vorwurf, den Holocaust zu verharmlosen. Sie hätte nie gesagt, der Holocaust sei nicht schlimm.

An einer anderen Stellen warf Tichy ihr „infantiles“ Verhalten vor, nachdem sie während ihrer Argumentation Tierpuppen verwendet hatte, die Geräusche machten.
Seien Sie mir bitte nicht böse. Sie haben da aus ihrem Kinderzimmer Püppchen mitgebracht und reden von der Welt, dass man mit dem Wolf reden soll und der nicht mehr Tiere reißen soll. Ich glaube: Sie sind wohl bisschen infantil stecken geblieben. […] Und dann gehen sie her und rechtfertigen den Tod an 6 Millionen Menschen.
Laut Tichy müsse man alle Nahrungs-Ressourcen nutzen, um die Menschheit zu ernähren. Bei 9 Milliarden Menschen müsse man Fleisch und Fische als Protein-Lieferanten miteinbeziehen. Da könne man “so Kindereien nicht machen.”
Die Sendung endete mit der Erkenntnis des Moderators, dass man bei solch ideologisch aufgeladenen Themen offenbar keinen gemeinsamen Nenner finden kann.
Die Aktivistin ist selbst bei ihren Unterstützern für einige Aktionen umstritten:
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