Sollte ein neuer Anime scheitern, bedeutet das den Bankrott für den Zeichner

Eren the Southpaw Titel title

Ein Mangaka dachte eigentlich, dass es zum 10-jährigen Jubiläum ein passender Zeitpunkt wäre, sein Werk zu beenden. Stattdessen investiert er nun sein eigenes Geld in den Anime und trägt damit ein großes finanzielles Risiko. 

Was ist das für ein Manga? Bei dem besagten Werk handelt es sich um Eren the Southpaw, einen Manga, der von 2016 bis 2017 lief. Es ist ein Drama, das den Lesern die Werbe- und Kunstbranche näherbringt. 

  • Koichi Asakura arbeitet als Designer in einer großen Werbeagentur. Er repräsentiert die harte Realität der meisten Menschen und muss sich mit Überstunden, Frustration und Eifersucht herumschlagen. Er hat den Wunsch, jemand Besonderes zu sein, besitzt aber kein Talent.
  • Im Kontrast dazu steht Eren Yamagishi. Sie ist eine begnadete Künstlerin. Die Linkshänderin ist mit einem überwältigenden Talent gesegnet, kämpft aber zugleich mit emotionaler Isolation, dem Unverständnis ihrer Mitmenschen und dem immensen Druck, das so ein Talent mit sich bringt. 

Der Autor dieses Werkes, der sich selbst Kappy nennt, war selbst jahrelang in der Werbebranche tätig und kann das Werk deshalb extrem authentisch darstellen. Es zeigt ungeschönt, wie Kundenpräsentationen, Budgetkämpfe und Meetings wirklich ablaufen. 

Eigentlich wollte er sich mit dem Gedanken anfreunden, das Werk nach zehn Jahren überhaupt nicht mehr anzurühren. Doch ein neues Projekt überzeugt ihn so sehr, dass er jetzt sogar seinen finanziellen Ruin riskiert.

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Eren the Southpaw: Der Anime zeigt unverblümt die Schattenseiten der Werbeindustrie

Mangaka wollte eigentlich aufhören, riskiert jetzt sein Geld

Was für ein Risiko geht der Zeichner ein? Kappi erklärt selbst in einem YouTube-Video, dass er sich dazu entschieden habe, zusätzlich als Investor in das Komitee für einen neuen Anime einzusteigen, der sein Werk verfilmen möchte. 

Das bringt allerdings auch ein großes Risiko mit sich. Sollte der Anime floppen, verliert er sein Geld. Da er aber investiert hat, steigt sein Gewinnanteil etwa auf das 1,5-fache dessen, was er normalerweise als reiner Autor bekommen würde. 

Sollte der Anime floppen, würde er einen furchtbaren Schaden sowie einen riesigen Verlust erleiden, wie er selbst im Video sagt. Genaue Zahlen nennt er dabei nicht. 

Das ist deshalb so besonders, weil es für die Branche eigentlich unüblich ist, dass Autoren sich finanziell am Anime beteiligen. Wie er selbst erklärt, erhalten Mangaka normalerweise einen festen Prozentsatz der Einnahmen, da sie das Originalwerk zu einem Anime beisteuern. Das finanzielle Risiko läge normalerweise beim Produktionskomitee. 

Wieso geht er dieses Risiko überhaupt ein? Als er die Liste der beteiligten Animatoren und Mitarbeiter sowie die ersten Ergebnisse des Animes gesehen hat, soll er vollkommen überzeugt gewesen sein, dass der Anime ein Hit wird.

Kappy möchte von vorne bis hinten mit in das Projekt involviert sein und seine Meinung sagen. Er fände es unfair, Kritik zu üben oder Änderungen am Anime zu verlangen, wenn er selbst kein finanzielles Risiko tragen würde. Durch das Investment fühle er sich berechtigt, das Projekt wie sein eigenes zu behandeln. 

Wo kann ich den Anime schauen? Eren the Southpaw ist frisch in dieser Season auf Crunchyroll angelaufen. Dort könnt ihr den Anime schauen. Jede Woche gibt es eine neue Folge.

Da bleibt nur zu hoffen, dass der Anime tatsächlich ein Erfolg wird und der Zeichner sich nicht selbst in den finanziellen Ruin stürzt. Dabei kommt es auch darauf an, wie teuer am Ende die Produktion des Animes sein wird. Die 10 teuersten Anime-Serien, die es jemals gab, seht ihr im folgenden Ranking: Die 10 teuersten Anime-Serien im Ranking

Quelle(n):
  1. TV Tokyo

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