Twitch-Streamerin erzählt, ein Fan war plötzlich bei ihrem Haus: „Gruselig“

Die 23-jährige Imane „Pokimane“ Anys ist die größte Streamerin auf Twitch. Sie erzählt, dass ein Fan plötzlich in der Nähe des Hauses auftauchte, in dem sie streamt. Der Fan hielt sie offenbar für eine Freundin, weil sie sich auf Twitch bei ihm für eine Spende bedankt hatte.

Wer ist Pokimane? Es gibt nur relativ wenige Streamerinnen auf Twitch mit mehr als 1 Millionen Follower. Pokimane ist mit 3,9 Millionen die mit Abstand größte Streamerin auf der Plattform.

  • Pokimane ist seit 2013 auf Twitch.
  • 2018 hatte sie ihren Durchbruch mit Fortnite, wo sie später ein eigenes Emote erhielt. In dem Jahr des Fortnite-Hypes legte sie 1,9 Millionen Follower zu.
  • 2019 ist Pokimane zu einer Variety-Streamerin geworden. Sie spielte einige Games querbeet. Die meiste Zeit verbrachte Pokimane 2019 in „Just Chatting“, wo sie auf Videos reagierte oder sich mit dem Chat austauschte.

Im Gegensatz zu Streamerinnen wie Alinity, die regelmäßig für Empörung sorgen, ist Pokimane ziemlich frei von Kontroversen. Sie pflegt das Image des netten Mädchens von Nebenan.

Fan war offenbar „nicht ganz da im Kopf“

Von dieser Begegnung erzählt sie nun: In einem Stream am 8. Februar erzählt Pokimane von einem Fan. Der sei in der Nähe des Streaming-Hauses von OfflineTV aufgetaucht, von dem aus Pokimane streamt.

Pokimane sagt: „Ihr seid meine Community. Und im gewissen Sinne sind wir Freunde, weil wir uns austauschen. Aber für diesen Typen war es viel mehr als das.“

Offenbar hatte der Fan ihr die Twitch-Währung Bits gespendet. Pokimane hatte sich daraufhin bei ihm im Stream bedankt, ohne sich was dabei zu denken.

Der Fan hatte das aber so aufgefasst, dass er jetzt mit Pokimane befreundet ist und sie ihn persönlich kennt. Daher wollte er sie offenbar im Streaming-Haus besuchen und tauchte in der Nähe des Hauses auf.

„Es war schwer, damit umzugehen, denn ich konnte in seinen Augen sehen, dass er es gar nicht verstand. Wenn ich auf Bits antworte und mich bedanke, heißt das nicht, dass ich dich persönlich kenne oder dass du bei meinem Haus auftauchen kannst.“

Pokimane erzählt von dem Vorfall

Pokimane beschreibt den Fan als „nicht ganz da im Kopf“ und das Erlebnis als „gruselig.“

pokimane-pic

Twitch-Problem: Parasoziale Interaktion

So erklärt Pokimane die Grenzen: Pokimane erklärt, dass das Verhalten dieses Fans zwar extrem sei, doch das Problem dahinter begegne ihr häufiger: Zuschauer glauben, sie wären mit Streamern befreundet, weil die im Chat mit ihrer Community sprechen. Sie schicken dann Nachrichten und ähnliches.

Pokimane spricht von einer „parasozialen Interaktion“. So nennt man es, wenn Personen eine Beziehung zu einer nicht erreichbaren Figur aufbauen, wie einem Star oder einem Avatar, zu der sie aber so kommunizieren, als sei sie real und ein Bestandteil ihres Lebens.

Pokimane will vermeiden, dass sie so gesehen wird.

Pokimane sagt, manchmal würde sie gerne mit einzelnen Mitglieder ihrer Community persönlicher reden. Sie vermeidet es aber, außerhalb ihres Streams mit Community-Mitglieder in Kontakt zu treten, um genau diese Reaktionen zu vermeiden. Pokimane sagt, man könne da nur verlieren:

  • Wenn man freundlich auf Leute zugehe und sie anspreche, denken die gleich: „Oh, die schreibt mir. Sicher mag sie mich.“
  • Schreibt man Leuten nicht, werde man als hochnäsig angesehen. Dann heiße es gleich, sie sei eine „Bitch“ (eine Zicke).

Pokimane sagt, vor diese Wahl gestellt, sei sie eben eine „safe Bitch“, eine Zicke, die in Sicherheit ist.

„Richtige Freunde“ und „Zuschauer“

Das steckt dahinter: Man merkt an der Art, wie Pokimane formuliert, dass sie vorsichtig mit dem Thema umgeht und sich ihrer Rolle bewusst ist.

Denn diese „parasoziale Interaktion“, dass der Streamer Bestandteil des Lebens der Zuschauer ist, ohne dass der Streamer wirklich persönlichen Kontakt hat, ist ein Teil der Faszination Live-Streaming. Streamer wollen ja ein Teil des Lebens ihrer Zuschauer sein und reden mit den Fans, als wären sie persönlich befreundet. Sie erzählen Anekdoten aus ihrem Leben und lassen die Fans zuschauen und teilhaben. Dabei binden sie die Zuschauer in ihr Programm ein.

So ist es üblich, sich bei einzelnen Fans für Spenden zu bedanken und sie herauszuheben, um den persönlichen Kontakt herzustellen und Bindung zu erzeugen. Zudem beantwortet man als Streamer auch Fragen der Fans oder geht auf deren Antworten im Chat ein.

Im Falle von einigen Fans scheint diese persönliche Bindung wohl zu gut zu funktionieren.

In einem besonders krassen Fall war ein verliebter Fan bei einem YouTube-Paar eingebrochen.

Ein junger Fan wollte schon mal ganz enge soziale Interaktion mit Pokimane:

Fortnite: 12-jähriger„Romeo“ spielt live mit Streamerin, läuft furchtbar
Quelle(n): dexerto
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Sansi
Sansi
5 Monate zuvor

Ich denke das Problem bei der Sache liegt nicht direkt bei den Streamern,sondern ist ein Problem was es schon seit Jahren gibt und besonders durch die sozialen Netzwerke auftritt.

Leute meinen weil sie bei Facebook vielleicht 500 „Freunde“ in der Liste haben,hätten sie wirklich 500 Freunde,obwohl sie mit 480 gar keinen wirklichen Kontakt haben,also nicht auf der Ebene was man als echte Freundschaft bezeichnen könnte,man schreibt vielleicht mal 2,3 Sätze miteinander und schon gibt es eine Freundschaftsanfrage,der Rest beschränkt sich dann ab und an auf Likes und vielleicht hier und da mal irgendein Kommentar,mit echter Freundschaft hat das alles wohl nichts zu tun.

Dabei gibt es zwangsläufig dann auch Leute wie in diesem Fall,die sich etwas einbilden,also eine Freundschaft oder Beziehung,was gar nicht existiert,nur weil man ihnen vielleicht mal ein Danke gehäußert,sie gegrüßt hat oder 1,2 Worte miteinander gesprochen/geschrieben hat.

Solche Leute würde ich aber nicht gleich als gestörte Spinner bezeichnen,gibt nun mal auch Leute die keine Freunde und kaum Kontakt zu anderen Menschen haben (z.B. durch eine Sozialphobie),sich aber Freunde und Kontakt wünschen,es nur gut meinen,aber dabei leider nicht überlegen wie ihr Handeln auf andere Leute wirkt.
Deswegen sollte man nicht gleich ein Aufstand machen,nur weil eine Person die ich sonst nur aus dem Netz kenne vor meiner Tür steht,heißt es nicht gleich das sie mir etwas antun will oder kein Nein versteht.
Wenn man dabei noch so Präsent in der Öffentlichkeit ist,ist es sowieso nur eine Frage der Zeit bis jemand aus dem Netz vor einem steht (passiert Schauspielern und Musikern doch auch immer wieder).

Vor einer Woche wurde ich von einer scheinbar verzweifelten Person auf der Straße angesprochen und gefragt ob ich vielleicht 8 Euro für ein Bahnticket hätte,da sie mich freundlich gefragt hat und scheinbar Hilfe brauchte,habe ich ihr die 8 Euro gegeben,ohne irgendeine Gegenleistung und da war das Thema für mich erledigt,eine Freundschaft ist deswegen nicht mit der Person entstanden,nur weil ich ihr geholfen habe.
(Danach habe ich mir die Grage gestellt,ob die Person wirklich Hilfe brauchte oder ich ihr den nächsten Rausch finanziert habe ?!….Ich werde es nie erfahren question lol )

Maledicus
5 Monate zuvor

„“
(Danach habe ich mir die Grage gestellt,ob die Person wirklich Hilfe brauchte oder ich ihr den nächsten Rausch finanziert habe ?!….Ich werde es nie erfahren question lol )
„“

Was die Person draus macht liegt nicht in deiner Verantwortung, du hast auf eine Hilfeanfrage großzügig geantwortet und das machen sicher nicht viele Leute. Bleib so!

Gruß.

ChrisP1986
5 Monate zuvor

Wenn diese Person von irgendwelchen Substanzen abhängig ist/war, sieht man das aber in der Regel ziemlich schnell am äußeren und falls nicht, hast du wenigstens dafür gesorgt, dass Er/Sie nicht klaut oder schlimmer noch jemanden überfällt und somit sogar noch einen dritten vor Schaden bewahrt… Den Gedanken einfach nur weiterspinnen und es fühlt sich sich wieder gut an 😉😉😉🤷🏼‍♂️

Platzhalter
5 Monate zuvor

Gut so

All Might
5 Monate zuvor

das video was zu dieser diskussion führte ist auch geil

Obession von penguinz0

Nico
5 Monate zuvor

wundert mich das bei der heutigen welt sowas nicht schon vorher vorkam.

Bodicore
5 Monate zuvor

Ihr dürft alle meine Feunde sein für 19.90€im Monat.
VIP kostet 180€ aber dafür gehe ich 1x im Monat mit euch auf eure Kosten essen.

Kamualia
5 Monate zuvor

oh oh, da scheinen sich offenbar Schizophrene Verhaltensstrukturen bei der Streamering abzuzeichnen, bitte den Doktor aufsuchen

Hugo
5 Monate zuvor

Ehm, alles klar.

Ähre
5 Monate zuvor

🤦‍♂️

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