Monster Hunter Wilds kämpft auf Steam mit massiven Problemen. Obwohl das Spiel bei seiner Veröffentlichung gefeiert wurde, sind die jüngsten Reviews auf „Größtenteils Negativ“ abgestürzt. Grund dafür, sind anhaltende Performance-Probleme.
Das ist die Situation:
Schaut man sich die Steam-Seite von Monster Hunter Wilds an, zeichnet sich ein düsteres Bild. Während die Gesamtbewertung des Spiels noch bei „Ausgeglichen“ steht, sind die Rezensionen der letzten 30 Tage zu über 70 % negativ. Dieser Absturz hat dazu geführt, dass die jüngste Bewertung auf „Größtenteils Negativ“ gefallen ist – ein alarmierendes Zeichen für ein so großes Franchise.
Die Hauptursache dafür sind weiterhin massive Performance-Probleme auf dem PC, die auch Monate nach dem Launch nicht ausreichend behoben wurden. Es liegt also nicht an den Inhalten des Spiels.

Was sind die Gründe für die negativen Rezensionen?
Viele Spieler berichten von starken Framerate-Einbrüchen, Abstürzen und schlechter Optimierung, wodurch das Spiel für viele nahezu unspielbar geworden ist. Einige Spieler geben an, dass ein kürzliches Update die Situation verschlimmert habe: Nach dem Patch sei die Performance bei ihnen deutlich schlechter als zuvor, obwohl das Spiel zu Release noch flüssig lief.
Mit diesen technischen Problemen wird am häufigsten gekämpft:
- Starke Performance-Probleme: Viele Nutzer klagen über instabile und niedrige Framerates (FPS), selbst auf High-End-Hardware. Das Spiel läuft oft ruckelig und unzuverlässig
- Abstürze: Es kommt regelmäßig zu Abstürzen, teilweise bereits beim Start des Spiels. Die Ursachen sind vielfältig, von inkompatiblen Einstellungen bis zu Problemen mit bestimmten Hardware-Konfigurationen.
- Ruckler und Einbrüche bei der Bildrate: Besonders beim Drehen der Kamera oder bei Szenenwechseln treten spürbare FPS-Drops und Ruckler auf.
- Probleme mit Texturen: Es wird von unscharfen oder gar nicht ladenden Texturen berichtet.
- DRM-Software Enigma Protector: Capcom hat kürzlich die umstrittene DRM-Software Enigma Protector hinzugefügt. Solche Programme sind dafür bekannt, dass sie die Performance beeinträchtigen und bei der Community generell unbeliebt sind, da sie als Eingriff in die Rechte der ehrlichen Käufer gesehen werden. MeinMMO berichtete bereits im Januar darüber.
Zusammengefasst sind die häufigsten Beschwerden: instabile Framerates, regelmäßige Abstürze, schlechte Optimierung und Probleme mit Texturen und Systemauslastung.
Wie reagieren die Steam-Spieler?
Die Stimmung in der Community ist gekippt. Die Performance war auf dem PC schon seit Beginn ein Problem. Dadurch, dass diese Probleme aber eher schlimmer als besser werden, sind die PC-Spieler mittlerweile deutlich frustriert.
Hier ein Auszug der kürzlichen Steam-Reviews aus dem Juni:
- Lucapon: “Das Spiel wäre gut, wenn nicht sowohl Denuvo als auch Capcoms eigenes DRM die gesamte CPU fressen würden.”
- Bam: “Leider ist dies das beste Beispiel dafür, dass Potenzial verschenkt wurde, weil die Entwickler sich weigern, ihre Spiele zu optimieren. Stattdessen setzen sie auf Mikrotransaktionen und verlagern den Fokus auf sinnlose Crossover, obwohl wir eigentlich eine Optimierung brauchen. Dabei wird die Tatsache ignoriert, dass es uns im Moment an sinnvollen Inhalten mangelt. Die Kämpfe und die Basis des Spiels sind großartig, weil Monster Hunter im Kern Spaß macht. […] Ich liebe Monster Hunter als Franchise, aber ich kann kein Spiel empfehlen, das es schafft, mit jedem angeblichen „Optimierungs“-Update noch unoptimierter zu werden.”
- Zeiram Wing: “Es gibt ein paar Mechaniken, die ich mir anders wünsche, aber mein hauptkritikpunkt ist die Performance. Mit jedem Titel-Update läuft das Spiel schlechter und schlechter.”
Dieser Auszug steht stellvertretend für die letzten negativen Reviews, die alle ähnlich aussehen. Es wird immer wieder betont, dass Monster Hunter Wilds an sich sehr gemocht wird als Spiel. Die Rufe werden jedoch immer lauter, dass der Fokus jetzt auf der Performance liegen sollte.
Was sagt Capcom dazu? Zu den jüngsten negativen Reviews gibt es kein Statement. Mit den Updates sollten jedoch immer wieder technische Probleme verbessert werden, was aktuell nicht zu gelingen scheint.
Man muss dazu sagen, dass es in Gaming-Studios natürlich auch verschiedene Abteilungen und Rollen gibt. Die Teile des Teams, die sich um neue Inhalte kümmern, sind nicht zwingend die, die auch für technische Probleme, Optimierung und Bugs zuständig sind. Erst recht nicht bei einer Größe von Monster Hunter Wilds. Capcom wird derzeit also parallel an Inhalten und den Performance-Problemen arbeiten. Warum es nicht zu gelingen scheint, die Technik zu verbessern – sondern in letzter Zeit eher zu verschlechtern – kann man nicht so leicht sagen.
Alles zum neuen Titel-Update, erfahrt ihr hier: Monster Hunter Wilds startet noch Ende Juni mit seinem Title Update 2 – Das könnt ihr erwarten
Vielleicht gelingt es dem Team mit diesem Update, die Performance zu verbessern.
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