Im Sommer 2023 hat MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann eine folgenschwere Entscheidung gefällt: Er hat seine zwei kleinen Monitore durch ein großes Modell ersetzt. Jetzt, knapp 3 Jahre später kann er sagen, dass die Entscheidung die beste war, die er hätte treffen können.
Die Ausgangslage: Ich habe jahrelang nur mit einem einzigen Monitor gespielt und gearbeitet, denn das reichte im Alltag die meiste Zeit aus. Doch mit den damals wachsenden Aufgaben als Redakteur und anderen Aufgaben sorgte ein einziger Monitor schnell für Probleme:
- Wenn ich Recherche, Schreiben und Korrekturen auf einem Monitor erledigen möchte, muss ich ständig die Fenster suchen und wechseln. Das hat mir regelmäßig meinen „Workflow“ zerschossen und Zeit gekostet.
- Daneben muss ich noch meine Kommunikation mit Kollegen führen und andere Dinge im Blick behalten. Mit einem Monitor war das auf Dauer schlicht nicht mehr schaffbar.
Der erste Wechsel: Schließlich habe ich mir einen zweiten Monitor neben das erste Gerät gepackt. Das sollte meine Probleme fürs erste lösen, hoffte ich. Und tatsächlich: Dadurch hatte ich zwar mehr Platz, aber es tauchten völlig neue Probleme auf:
- Ständig zwischen zwei Geräten hin und her zu wechseln, fand ich auf Dauer anstrengend als die Sachen auf einem Display zu haben.
- Ich hatte keine gute Möglichkeit, beide Monitore stabil nebeneinander zu befestigen, was jedes Mal für Chaos sorgte und mir gewaltig auf die Nerven ging. Ich testete mehrere Monitorhalterungen zwischen 30 und 100 Euro durch, aber keine konnte mich überzeugen: Die Halterung war entweder nicht stabil genug oder die Arretierung hielten den Monitor nicht auf der passenden Höhe
- Wenn ich nach Feierabend am Computer spielen wollte, nervte mich der zweite Monitor, den ich dann doch nicht gebrauchen konnte, weil mich Inhalte dort nur vom Spielen ablenkten. Selbst Discord auf dem Zweit-Monitor hat mich mehr gestört und abgelenkt als wirklich geholfen.
Ein guter Freund von mir empfahl mir schließlich, doch die beiden kleinen Modelle durch einen großen zu ersetzen. Und genau das tat ich dann und bereue diesen Schritt bis heute nicht.
3 Jahre großer Monitor: Die beste Entscheidung für meinen Alltag
Die aktuelle Situation: Aus den genannten Gründen tauschte ich die beiden kleinen Geräte durch ein großes Gerät ein: UWQHD-Auflösung und 34 Zoll. Mit einem Mal hatte ich im Alltag deutlich mehr Platz auf dem Tisch und vor allem mehr Platz auf dem Display.
Das löste für mich mit einem Schlag so ziemlich alle Probleme: Alle Arbeitsschritte kann ich auf einem Display erledigen und muss nicht ständig Fenster schieben oder Dinge suchen. Beim Gaming profitiere ich von der hohen Auflösung, was sich viel immersiver und natürlicher anfühlt als mit einem kleinen Display. Als Bonus: Ich musste nicht mehr mit diversen Monitorhalterungen kämpfen, die alle schlecht verarbeitet sind.
Nach rund 3 Jahren kann ich daher nur sagen, dass es meine beste Entscheidung für meinen Arbeitsalltag und für mein Gaming-Erlebnis gewesen ist. Mein nächster, sinnvoller Schritt wäre jetzt, auf ein OLED-Modell umzusteigen.
Warum UWQHD? UWQHD ist für mich der beste Mittelweg zwischen Full-HD und 4K:
- Ich habe deutlich mehr Arbeits- und Spielfläche als mit einem kleinen Monitor. Für Gaming ist es außerdem viel immersiver als so ein kleines Gerät.
- Selbst eine Mittelklasse-Grafikkarte bietet genügend Leistung für WQHD, die für 4K nur bedingt reichen würde. Mit meiner Radeon RX 9070 bin ich bis heute zufrieden.
- Ein weiterer Punkt: Mein aktuelles Modell passt sehr gut auf meinen Tisch, da ich tatsächlich nur begrenzt viel Platz habe. Der Monitor ist für einen höhenverstellbaren Tisch obendrein nicht zu schwer. Noch größere Modelle, etwa 40 Zoll oder größer, haben deutlich mehr Gewicht und werden sowohl für Halterungen als auch für höhenverstellbare Tische irgendwann zum Problem. Und an die Wand montieren kann ich den Monitor nicht, weil hinter meinem Tisch eine Vitrine hängt und mein Tisch höhenverstellbar bleiben soll.
Gibt es Nachteile? Ja, die gibt es. Zum einen unterstützen viele Spiele und Filme bis heute keine UWQHD-Auflösung. Das heißt: Zwischensequenzen oder bestimmte Menüs werden in Spielen in 16:9 dargestellt. Mein Monitor setzt aber auf ein 21:9-Verhältnis. Auf meinem Monitor sehe ich dann rechts und links einen schwarzen Balken.
Ein weiterer Nachteil: Spielekonsolen wie die PS5 oder die Xbox Series X unterstützen bis heute offiziell keine UWQHD-Auflösung. Ich muss also entweder mit gestreckten Inhalten auf dem Display oder auch hier mit schwarzen Balken leben. Meinen Selbsttest mit dem Monitor und der PS5 könnt ihr ebenfalls auf MeinMMO nachlesen: Ich habe meine PS5 an einem Ultrawide-Monitor getestet und fühle mich von Sony vergessen
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