Ihr habt mit „Sword Art Online“ den Zugang zu Anime gefunden und sucht Serien, die in eine ähnliche Kerbe schlagen? Wir haben hier einige starke Empfehlungen für euch.
Für viele war „Sword Art Online“ der Einstieg in die Welt der Anime. Wenig verwunderlich, immerhin handelte die Serie vom „Traum“ so manch eines Gamers, dauerhaft in eine geliebte Spielwelt abtauchen zu können und dort ein richtiges Leben zu führen. Auch wenn Sword Art Online nicht der erste oder originellste Vertreter dieses Genres ist, gehört er doch zu den bekanntesten „Isekai“-Anime der letzten Jahrzehnte.
Aber das Genre hat noch viele weitere solide Vertreter zu bieten. Wir haben euch daher 5 Anime-Serien herausgesucht, bei denen ihr auf jeden Fall einen Blick riskieren solltet, da sie einer ähnlichen Grundidee folgen – dem “Isekai”.
Isekai ist ein Untergenre der Fantasy, in dem der Hauptcharakter in aller Regel in eine fremde Welt transportiert wird („Isekai“ = „Andere Welt“), in der zumeist andere Regeln und Gesetze herrschen als in der ursprünglichen Welt des Protagonisten. Häufig, aber nicht immer, geschieht das durch eine „Wiedergeburt“: Der Protagonist stirbt in seiner Heimatwelt und wird in einer anderen Welt wiedergeboren.
That Time I Got reincarnated as a Slime
Alternative Namen: Tensei shitara Slime Datta Ken, TenSura, “Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt”
Untergenres: Fantasy, Action, Abenteuer
Stream verfügbar auf: Crunchyroll
Episoden: 51
Der Mittdreißiger Satoru rettet einem Arbeitskollegen bei einem Überfall das Leben, wird dabei aber selbst Opfer des Angriffs und getötet. Als die Welt in Finsternis versinkt, hört er plötzlich eine Computerstimme, die ihm – wie ein Tutorial – neue Fähigkeiten und Eigenschaften vorliest. Als er seine Sinne Stück für Stück wiedererlangt, stellt er fest, dass er wiedergeboren wurde: allerdings als „Schleim“-Gegner in einer Fantasy-Welt. Durch das Verschlingen von Objekten erlernt er dabei immer neue Fähigkeiten und auch die Gabe, seine Form mehr und mehr anzupassen.
Als „Rimuru“ beginnt er dann, sich ein neues Leben in der Welt aufzubauen. Er schließt sich mit anderen Monstern zusammen, um ein eigenes Dorf zu errichten und dieses Stück für Stück zu einem Königreich auszubauen, das durch Handel mit den Menschen und anderen Völkern floriert – und immer mal wieder von großen Bedrohungen heimgesucht wird.
Was man von dem Anime erwarten sollte: Der „Slime“-Anime steckt viel Zeit in das World Building und erklärt viele Zusammenhänge zwischen einzelnen Völkern. Stück für Stück kann man dabei zusehen, wie der Protagonist das Dorf zu einer Stadt aufbaut und sich dabei immer größeren, politischen Problemen entgegensieht.
Trotz der eindeutig amüsanten Ausgangslage, wird der Anime niemals albern, wartet nach einem sanften Einstieg sogar mit einer ordentlichen Portion Spannung, Dramatik und Charakter-Tiefe auf, welche die Passagen zwischen den interessanten Kämpfen lohnenswert gestalten.
KonoSuba: God’s Blessing on This Wonderful World!
Alternative Namen: Kono Subarashii Sekai ni Shukufuku wo!, Konosuba
Untergenres: Fantasy, Comedy, Action, Abenteuer, Ecchi
Stream verfügbar auf: aniverse (Amazon)
Episoden: 20
Der Nerd Kazuma verlässt nach langer Zeit mal wieder das Haus – und scheinbar genau rechtzeitig, denn so schafft er es, ein Mädchen davor zu retten, überfahren zu werden und wird dabei selbst vom Laster erwischt.
Er erwacht in einer finsteren Umgebung, in dem eine Göttin namens Aqua ihm erlaubt, mit einem Objekt seiner Wahl in einer anderen Welt wiedergeboren zu werden. Als Kazuma erwähnt, warum er überhaupt hier ist, lacht die Göttin ihn aus: Das Mädchen war nie einer Gefahr ausgesetzt, denn der Laster war in Wirklichkeit ein langsamer Trecker. Er selbst sei dabei vor Schreck verstorben und das auf so lächerliche Weise, dass selbst seine Familie bei dem Anblick noch lachen musste.
Davon provoziert entscheidet Kazuma, als „Gegenstand seiner Wahl“ einfach Aqua zu nehmen – und verschleppt sie mit in eine neue Welt, wo sie sich als Abenteuer verdingen müssen. Mit dazu stoßen die übermächtige Magierin Megumin, die allerdings nur einen Zauber und auch nur einmal am Tag wirken kann sowie eine heldenhafte Paladin „Darkness“, die niemals einen Feind trifft und etwas zu sehr Freude daran hat, als Schutzschild herzuhalten und gedemütigt zu werden.
Was man von dem Anime erwarten sollte: Konosuba versteht sich selbst als eine verspielte Parodie auf das Isekai-Genre und zieht die Klischees ordentlich durch den Kakao. Allerdings schafft die Serie das, ohne dabei je platt oder oberflächlich zu wirken. Die Interaktionen zwischen den Protagonisten sind reine, durchdachte Comedy – manch ein Anime-Neuling mag allerdings von einigen „fragwürdigen“ Kameraposen und bewegungsfreudigen Oberweiten irritiert sein.
Overlord
Alternative Namen: /
Untergenres: Fantasy, Action, Abenteuer
Stream verfügbar auf: aniverse (Amazon), Crunchyroll
Episoden: 52
Sich von einem geliebten MMORPG trennen, ist eine harte Sache. Als das „Full Dive“-Online-Spiel „Yggdrasil“ nach 12 Jahren abgeschaltet wird, bleibt der Gildenleiter „Momonga“ der monsterhaften Gilde „Ainz Ooal Gown“ bis zum letzten Augenblick online. Doch der entscheidende Zeitpunkt verstreicht – und die Welt bleibt bestehen. Noch sonderbarer, die NPCs folgen nun nicht mehr ihren Routinen, sondern haben eigene Persönlichkeiten entwickelt, bewegen sich frei und schwören ihm die Treue.
Als letzter verbliebener „Spieler“ entscheidet sich Momonga, den Ruhm seiner Gilde zu mehren – und den Rest der Welt zu unterjochen. Als finsterer „Overlord“ versucht er die Regeln dieses neuen Daseins zu verstehen und entfesselt dabei all die übermächtigen Gegenstände und Zauber, die seine Gilde im Laufe der Jahre gesammelt hat.
Was man von dem Anime erwarten sollte: Overlord dreht die typische Isekai-Reise um und zeigt nicht einen Helden, sondern einen sympathischen Bösewicht, der die Welt unterjochen will. Kämpfe stehen eindeutig im Fokus der Serie und trotz einiger Brutalität und cooler Inszenierung der Schlachten, kommt auch die Comedy nicht zu kurz – meistens durch einen hilflos verliebten, jungfräulichen Sukkubus, der ein bisschen zu viel Freude am Vernichtungsfeldzug des Meisters hat.
Weitere Serien wie Sword Art Online gibt’s auf Seite 2.
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