21 Jahre nach dem Launch von World of Warcraft noch mit dem MMORPG anfangen. Lohnt sich das? Wir schlüsseln alle Details auf.
World of Warcraft ist ein Spiele-Name, an dem wohl kein Gamer vorbeikommt. Kein Wunder, ist das MMORPG doch inzwischen stolze 21 Jahre alt und gerade bei der erwachseneren Gamer-Generation 30+ noch immer ein Dauerbrenner. Aber wie ist das eigentlich, wenn man 2026 mit WoW anfangen will? Lohnt sich das überhaupt? Kann man den Einstieg noch finden? Oder geht man heillos unter?
Wer schreibt hier? Hi! Ich bin Cortyn und spiele seit über 20 Jahren World of Warcraft und schreibe seit über 13 Jahren für MeinMMO über genau dieses Thema. In diesem Artikel verrate ich euch alles, was ihr über WoW wissen müsst, wenn ihr abwägen wollt, ob sich der Einstieg lohnt. Die allermeisten Beschreibungen habe ich sachlich verfasst, ihr findet aber auch immer wieder einen „Cortyn meint“-Beitrag zu einigen Themen, in denen ich meine subjektive Einschätzung abgebe – eben aus Sicht eines Dämons, der das Spiel schon ewig spielt.
Der Einstieg – Unendlich Auswahl mit Verwirrungsgefahr
World of Warcraft ist riesig und vollgepackt mit unterschiedlichen Spielsystemen, die in den letzten 20 Jahren eingeführt, wieder eingestellt und manchmal erneuert wurden.
Diese Größe erschafft ein endloses Meer an Möglichkeiten und gleichzeitig eine Menge Verwirrung.
Denn der Einstieg von World of Warcraft ist der wohl größte, negative Aspekt des Spiels. Es fehlt bis heute an klaren, leicht zu erkennenden Ingame-Guides, die einen an die Hand nehmen und sagen, was man in welcher Reihenfolge tun sollte – wenn man so etwas sucht. Wer gerne an die Hand genommen wird und von (relevanter) Aufgabe zu Aufgabe geführt wird, hat es sehr schwer in World of Warcraft.
Wer sich jedoch darauf einlassen kann, einfach alles mal auf sich wirken zu lassen, selbst ein wenig zu erforschen und einfach mal zu schauen, was sich hinter der nächsten Ecke oder einem Spielsystem verbirgt kann Stunden, Tage, Monate und viele Jahre in WoW verbringen und wird doch noch nicht alles entdeckt haben.
Dabei muss man sagen, dass die Entwickler sich Mühe gegeben haben, hier Verbesserungen zu schaffen. Wenn ihr ganz neu anfangt, dann hat euer Charakter einen vorgefertigten Weg, der euch bis Stufe 80 führt. Das Spiel „zwingt“ euch mehr oder minder in eine der Erweiterungen (Dragonflight) um dort euren ersten Charakter zu leveln.
Dieser Zwang ist allerdings etwas Gutes, denn es gibt euch Struktur: Ihr seht nur einen Teil der verfügbaren Quests und habt eine klare Story, der ihr folgen könnt. Gerade zum Einstieg ist das sehr hilfreich.
Bei allen darauffolgenden Charakteren habt ihr die vollkommene Freiheit und könnt aus über 20 Jahren Spielinhalten wählen und auch vollkommen veraltete Quests und Geschichten erleben. Diese Inhalte haben zwar einen hohen Nostalgie-Faktor und bieten auch interessante Geschichten, allerdings merkt man Quests aus dem Jahr 2007 doch an, dass sie in die Jahre gekommen sind.
Cortyn meint: Der Einstieg in World of Warcraft ist nach wie vor einer der großen Minuspunkte des Spiels. Auch wenn die Entwickler in den letzten Jahren versuchen, dieses Problem anzugehen, ist das eindeutig ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Wer als Neuling in WoW startet, wird erschlagen von Quests, Talenten, Berufen und Spiel-Systemen, von denen viele schon wieder veraltet sind. Ein stringenter und klar zu erkennender roter Faden für Neulinge fehlt bis heute.
Der Einstieg gelingt wohl am besten, wenn man sich zu Beginn darauf einlässt und nicht versucht, ins Endgame zu hetzen. Man sollte sich anschauen, was das Spiel zu bieten hat. Hier kann es ungeheuer helfen, bereits einen Freund oder eine Freundin zu haben, die bei Fragen weiterhelfen können. Macht diesen aber klar, dass ihr gerne nur sachliche Informationen zu verschiedenen Themen haben wollt – denn wahrscheinlich sind auch eure Freunde „Spezialisten“ in bestimmten Bereichen des Spiels, für die sie euch dann bevorzugt rekrutieren wollen.
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Bin jetzt auch seit 20 Jahren dabei und habe mich mittlerweile einfach satt an WoW gesehen. Ich hab im neusten Addon die die ersten beiden Gebiete durchgequestet, ein paar Dungeons gemacht, etwas Housing und anschließend die Beutejagden gespielt. In dem Moment, in dem ich im Maxlevel angekommen war, war die Luft für mich raus. Nicht weil das Addon schlecht ist, sondern weil ich mich einfach nach neuartigen Spielerlebnissen sehne.
Ich spiele WoW seit Vanilla und werde es wohl auch bis zu meinem oder seinem Tod spielen, je nachdem was früher geschieht.
Ich würde jetzt jedoch nicht mehr damit anfangen: die Grafik (finde ich bei anderen MMOs besser), die Quests (macht für mich Eso viel besser), das Ruf grinden (Ultra nervig) und jetzt auf einmal das schnelle Updates bringen (vorher gefühlt 6 Monate kein Update, jetzt gefühlt alle 2-3 Monate.
Ich weiß, ich bin in meinem Trot gefangen, aber es ist OK für mich.
Nur als neuer Spieler würde ich damit nicht mehr anfangen.
Ich spiele seit über 20 Jahren WoW und muß gestehen das mir diese Erweiterung überhaupt nicht gefiel.
Hauptgeschichte und diverse Nebenquests waren teilweise wirklich für 6jährige designt worden.
Für mich beinhaltet das Spiel zu viele Filme während ich questen möchte.
Die Entscheidung seitens Blizzard den XP Stop zu deaktivieren ist für mich und meine Spielweise überhaupt nicht toll…da ich noch nie so schnell am Ende es Spiels angekommen bin.
Ich kann nicht in Ruhe questen ohne mit XP zubombardiert zu werden.
Was mir eben besonders auffällt, da ich kurz vor Midnight und jetzt auch wieder in BC Classic unterwegs bin.
Ich muß gestehen Classic BC ist für mich das bessere MMORPG.
Es sind ja auch zwei völlig verschiedene MMORPGs.
Im übrigen haben mich die neuen Questgebiete richtig enttäuscht…..fällt Blizzard nichts neues mehr ein?
Im letzten Gebiet ( Leerensturm ) hatte ich das Gefühl Blizzard hatte keinen Bock mehr auf das Designen einen Questgebiets…..
Vom Versprechen seitens Chris Metzen Warcraft zurückzubringen ist aus einem Blizzard nur ein Lüftchen geblieben.
Für mich ist Midnight trotz mega Grafik eine Enttäuschung.
Zu schnell im Endlevel…..zu wenig neues was Questgebiete angeht.
Mit am schlimmsten ist die Hauptgeschichte…zu seicht und nicht einmal einer Seifenoper würdig.
Nirgends im Spiel findet man noch Warcraft!
Das Spiel beinhaltet “zu viele Filme” während du questen willst?
Es gab während der rund 40 Spielstunden, die man für alle Quests braucht (wenn man sehr, sehr flott spielt) knapp 20 “Filme”, wovon einige nur kurze Kamerafahrten zu einem Feind sind, andere mehrminütige Cinematics. Das macht auf 40 Stunden vielleicht “Filme” von maximal 30-40 Minuten – das sind weniger als 2 % der Spielzeit und du kannst die jederzeit abbrechen oder überspringen.
Wenn dich der Leerensturm enttäuscht hat, ist das natürlich schade, aber es ist eben der Überrest einer vernichteten Welt, ähnlich wie K’aresh.
Dein Argument mit dem “Level-Stop” verstehe ich auch weiterhin nicht, denn die ganze Spielwelt der aktuellen Erweiterung skaliert doch mit dir. Also selbst wenn du im ersten Gebiet schon 80 werden solltest, bleibt ja alles auf deiner Stufe.
Aber ganz ehrlich: Du schreibst seit 10 Jahren bei jeder Erweiterung quasi den gleichen Text. Du bist absolut jedes Mal enttäuscht. Aber du kommst nicht zu dem Schluss, dass WoW vielleicht einfach nicht mehr dein Spiel ist.
Spiel doch Classic. Das ist doch offenbar das Spiel, was du willst.
Mit dem erreichen des Endlevels ist für mich eben die Luft raus, für andere beginnt das Spiel ab diesem Zeitpunkt.
Der Weg dorthin ist mir eben zu schnell ….kann man verstehen, muß man aber nicht.
Du hast aber Recht….Midnight ist nicht mehr mein Spiel.
Ich habe es jetzt auch verstanden.
Mich haben die neuen Bilder der Gebiete vor dem Erscheinen blenden lassen.
Blizzard hat die Erweiterung eben für Kinder oder Jugendliche entwickelt.
Für alte MMORPG Spieler Ü50 bietet Blizzard ja Gott sei Dank Classic an.
Blizzard hätte statt 30 – 40min Filme lieber manpower in Questgebiete und Geschichte investieren sollen.
Als ich in der neuen Hauptstadt einen Dackel auf einem Kissen tragen musste ist in mir alles gestorben was mich an Warcraft erinnert.
Stimmt, Schweineschei*e durchwühlen zu müssen, ist selbstverständlich wesentlich Erwachsener… das ist das, auf das “alte MMORPG Spieler Ü50” dann also scheinbar geschichtenmässig so abfahren?
Stimmt, weil Hunde finden ist ja auch nicht schon eine Quest in Mulgore im klassischen WoW …
WoW lohnt sich wenn man auf Geschichten für 6-Jährige ala Arielle, die Meerjungfrau steht. Alles ist rosig, bequem und harmlos und selbst wenn man ganz oberböse Gegner hat, wird am Ende doch alles gut.
Ich glaube, das kann man auch wirklich nur behaupten, wenn man die Quests in World of Warcraft nicht liest. Denn sonst wüsstest du, wie düster einige der Aufgaben im aktuellen WoW sind.
Nur um dir mal ein Beispiel zu nennen: Einer der Amani-Trolle muss sich als Jäger beweisen und nimmt dabei die Hilfe des Spieler-Charakters in Anspruch. Am Ende versucht er den Spieler-Charakter zu hintergehen und will ihn töten. Er scheitert dabei, wird von den anderen Amani dabei erwischt. Seine Strafe ist, dass er nun mehrere Jahre lang mit einem Speer durch den Oberkörper gerammt von der Ausbildungshütte der Amani-Jäger aufgespießt dort als Mahnmal verbringt, aber als Troll (mit hoher Regeneration) dabei am Leben gehalten wird.
Seine Lektion: Wenn du betrügst, mach es richtig.
In einer anderen Quest geht es darum, dass ein kleines Mädchen das Trauma nicht überwinden kann, ihr Geschwister bereits verloren zu haben, weil es früh gestorben ist.
In einer Quest in Silbermond helfen wir einem Magister dabei, eine adlige Frau auszurauben, die angeblich eine Schmutzkampagne gegen ihn fährt. Doch in der Quest stellt sich dann heraus, dass dieser Magister seit Wochen und Jahren die Obdachlosen und Armen der Stadt ausnutzt und sie in dämonischen Ritualen opfert – nachdem er ihnen erst Hoffnung gemacht hat, für ihn länger arbeiten zu können. Das ist eine ziemlich finstere Questreihe. Da gibt es kein Happy End. Es gibt nicht einmal eine klare “gute” Seite, denn auch die adlige Frau ist definitiv nicht “gut”.
In noch einer anderen Quest finden wir heraus, warum der Leerensturm heute so aussieht, wie er aussieht: Ein genialer, aber gnadenloser Forscher hatte die Aufgabe, “den Krieg für immer zu beenden” – und das hat er geschafft mit einer Waffe, die den ganzen Planeten ausgelöscht und Milliarden getötet hat.
Daher werte ich deinen Kommentar einfach mal als das was er ist: Ein Troll-Kommentar.
Danke für den Artikel. Aber Du hast vielleicht nicht eine ganz realistische Perspektive als echter Profi – ich schaue mit jeder Erweiterung immer gerne mal bei WoW rein, bin aber objektiv ein eher langsamer Spieler mit unterirdischen Reaktionszeiten. Dass heisst konkret, dass ich zuverlässig aus jeder Gruppe herausfliege – einfache Mythics, random dungeon groups, sogar Dailies, weil das “Endgame” ja nur aus Sekunden-optimierten Dauerruns besteht.
Solange es tools wie Details! (Damage Meter) gibt, wird sich das nicht ändern – da geht nur komplett solo. Gilden funktionieren da auch nur begrenzt…
Solo macht durchaus Spass – WoW ist nicht umsonst so alt und erfolgreich – aber wer auf Deinen Plan da heute einsteigt, wird sich ein dickes Fell zulegen müssen…
Die Lösung für dich ist wirklich eine Gilde. Es gibt Gilde mit “langsameren” Spielern, mit nicht so guten Reaktionszeiten. Die schaffen dann halt nicht die härtesten Inhalte, aber die feiern auch Erfolge, halt eben auf ihrem Niveau.
Damage Meter ist inzwischen Teil des Grundspiels von World of Warcraft – das wird sich auch nie wieder ändern.