Kosten, Mikrotransaktionen und Pay2Win
Was kostet World of Warcraft eigentlich? Das ist eine Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Denn wer Geld ausgeben will, kann das im großen Stil tun. Aber das ist gar nicht notwendig. Wir verraten, welche Kosten WoW tatsächlich hat.
Die reinen Kosten für das Spiel
World of Warcraft ist ein Abo-Spiel und das hat sich in den letzten 21 Jahren auch nicht geändert. Es ist eines der wenigen großen MMORPGs, die niemals auf „Free2Play“ umgestiegen sind. Wenn ihr spielen wollt, fallen die folgenden Kosten an:
- 13 Euro Abo-Kosten im Monat (sinkt auf 11 Euro im Monat, wenn ihr Abos mit längeren Laufzeiten wählt).
- Ungefähr alle 18 bis 24 Monate müsst ihr die neuste Erweiterung kaufen, wenn ihr diese Inhalte spielen wollt. Dann fallen noch einmal 50 € an.
Wichtig ist hier: Ihr müsst jeweils nur die aktuellste Erweiterung kaufen, gegenwärtig wäre das „Midnight“. Alle alten Erweiterungen sind automatisch im Spiel mit inbegriffen.
Rechnet man die Kosten für Abo (günstigste Variante) und Erweiterung zusammen, dann ergibt das einen Preis von ungefähr 162 € im Jahr – oder 13,50 € im Monat. Ob das ein fairer Preis ist, muss wohl jeder selbst entscheiden, denn das liegt auch stark daran, wie viel Zeit im Spiel ihr verbringen wollt und werdet.
Cortyn meint: Gemessen an den Spielstunden, die ich in World of Warcraft verbringe, ist das WoW-Abo noch immer das Abonnement, das am meisten meiner Freizeit frisst und sich daher für mich mehr lohnt als Netflix, Crunchyroll oder Amazon Prime. WoW ist für viele das einzige Spiel, das sie wirklich aktiv spielen – und dann ist das ein extrem guter Deal. Ob das auch auch euch zutrifft, lässt sich im Vorfeld nur schwer sagen.

Mikrotransaktionen und Shops
Neben den Abo-Gebühren gibt es im Spiel diverse Möglichkeiten, zusätzliches Geld auszugeben.
Zum einen gibt es verschiedene Charaktere-Dienste, die ihr kaufen könnt. Das umfasst etwa die Möglichkeit, euren Charakter auf einen anderen Realm zu verschieben, ihm einen neuen Namen zu geben oder euer nachträglich Volk zu ändern.
Darüber hinaus gibt es einen Shop voller kosmetischer Gegenstände. Sowohl Haustiere, hübsche Kleidungsstücke, Reittiere und Spielzeuge sind hier erhältlich.
Mit der Einführung des Housings gibt es auch Möbel und Dekorationen, die ihr für eine neue Premium-Währung kaufen könnt, die ihr zuerst über Echtgeld kauft.
Hier muss aber klar gesagt werden, dass die allermeisten Gegenstände ganz normal im Spiel verdient werden können. Im Shop ist nur ein kleiner Bruchteil verfügbar, je nach Kategorie dürfte das vielleicht 1 % aller verfügbaren Gegenstände sein – in den meisten Fällen deutlich weniger.
Pay2Win – Existent, aber quasi nicht spürbar
Das Level an „Pay2Win“ in World of Warcraft ist ausgesprochen gering – aber eben nicht bei Null. Das liegt daran, dass es den Gegenstand „WoW-Marke“ gibt. Dieser Gegenstand ist eine legale Möglichkeit, reales Geld gegen Gold zu tauschen – und umgekehrt. Wer im Spiel nicht viel Gold hat, kann sich eine WoW-Marke für Echtgeld kaufen und diese dann im Spiel für Gold verkaufen.
Wer viel Gold hat, kann diese WoW-Marken dann dafür erstehen und so zum Beispiel die Abo-Kosten bezahlen oder andere (kosmetische) Gegenstände aus dem WoW-Shop kaufen.
Gold im Spiel ist ein klarer Vorteil, den man benennen muss. Es gibt viele Güter, die im Spiel für Gold gekauft werden können – Waffen-Verzauberungen, stärkende Tränke, Juwelen für Sockel in der Ausrüstung. Auch grundlegende Ausrüstung lässt sich über Gold im Auktionshaus kaufen. Außerdem wird Gold von Gruppen genutzt, um andere Spielerinnen und Spieler „zu bezahlen“, und so etwa durch aktuelle Raid-Instanzen oder schwere Dungeons „gezogen“ zu werden.
Allerdings muss man sagen, dass dieses Level an Pay2Win extrem gering ist und schon vor der Einführung der WoW-Marke existierte – damals nur eben über illegalen Gold-Verkauf. Auf den mit Abstand größten Teil der Spielerschaft hat das keinerlei spürbaren Einfluss. Wenn ihr euch eine Gilde oder Community sucht, mit der ihr zusammen an Fortschritten arbeitet, kann euch vollkommen egal sein, wie andere Spieler außerhalb eurer Gruppe das handhaben.
Cortyn meint: In meinen über 20 Jahren World of Warcraft habe ich mich niemals benachteiligt gefühlt, nur weil andere Personen Methoden des Pay2Win gefunden haben. Es hatte auf meinen Spielalltag überhaupt keine Auswirkung und niemals dazu geführt, dass ich mich in irgendeiner Weise benachteiligt gefühlt habe. Es ist mehr der schale Beigeschmack, dass diese Option überhaupt existiert.
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Bin jetzt auch seit 20 Jahren dabei und habe mich mittlerweile einfach satt an WoW gesehen. Ich hab im neusten Addon die die ersten beiden Gebiete durchgequestet, ein paar Dungeons gemacht, etwas Housing und anschließend die Beutejagden gespielt. In dem Moment, in dem ich im Maxlevel angekommen war, war die Luft für mich raus. Nicht weil das Addon schlecht ist, sondern weil ich mich einfach nach neuartigen Spielerlebnissen sehne.
Ich spiele WoW seit Vanilla und werde es wohl auch bis zu meinem oder seinem Tod spielen, je nachdem was früher geschieht.
Ich würde jetzt jedoch nicht mehr damit anfangen: die Grafik (finde ich bei anderen MMOs besser), die Quests (macht für mich Eso viel besser), das Ruf grinden (Ultra nervig) und jetzt auf einmal das schnelle Updates bringen (vorher gefühlt 6 Monate kein Update, jetzt gefühlt alle 2-3 Monate.
Ich weiß, ich bin in meinem Trot gefangen, aber es ist OK für mich.
Nur als neuer Spieler würde ich damit nicht mehr anfangen.
Ich spiele seit über 20 Jahren WoW und muß gestehen das mir diese Erweiterung überhaupt nicht gefiel.
Hauptgeschichte und diverse Nebenquests waren teilweise wirklich für 6jährige designt worden.
Für mich beinhaltet das Spiel zu viele Filme während ich questen möchte.
Die Entscheidung seitens Blizzard den XP Stop zu deaktivieren ist für mich und meine Spielweise überhaupt nicht toll…da ich noch nie so schnell am Ende es Spiels angekommen bin.
Ich kann nicht in Ruhe questen ohne mit XP zubombardiert zu werden.
Was mir eben besonders auffällt, da ich kurz vor Midnight und jetzt auch wieder in BC Classic unterwegs bin.
Ich muß gestehen Classic BC ist für mich das bessere MMORPG.
Es sind ja auch zwei völlig verschiedene MMORPGs.
Im übrigen haben mich die neuen Questgebiete richtig enttäuscht…..fällt Blizzard nichts neues mehr ein?
Im letzten Gebiet ( Leerensturm ) hatte ich das Gefühl Blizzard hatte keinen Bock mehr auf das Designen einen Questgebiets…..
Vom Versprechen seitens Chris Metzen Warcraft zurückzubringen ist aus einem Blizzard nur ein Lüftchen geblieben.
Für mich ist Midnight trotz mega Grafik eine Enttäuschung.
Zu schnell im Endlevel…..zu wenig neues was Questgebiete angeht.
Mit am schlimmsten ist die Hauptgeschichte…zu seicht und nicht einmal einer Seifenoper würdig.
Nirgends im Spiel findet man noch Warcraft!
Das Spiel beinhaltet “zu viele Filme” während du questen willst?
Es gab während der rund 40 Spielstunden, die man für alle Quests braucht (wenn man sehr, sehr flott spielt) knapp 20 “Filme”, wovon einige nur kurze Kamerafahrten zu einem Feind sind, andere mehrminütige Cinematics. Das macht auf 40 Stunden vielleicht “Filme” von maximal 30-40 Minuten – das sind weniger als 2 % der Spielzeit und du kannst die jederzeit abbrechen oder überspringen.
Wenn dich der Leerensturm enttäuscht hat, ist das natürlich schade, aber es ist eben der Überrest einer vernichteten Welt, ähnlich wie K’aresh.
Dein Argument mit dem “Level-Stop” verstehe ich auch weiterhin nicht, denn die ganze Spielwelt der aktuellen Erweiterung skaliert doch mit dir. Also selbst wenn du im ersten Gebiet schon 80 werden solltest, bleibt ja alles auf deiner Stufe.
Aber ganz ehrlich: Du schreibst seit 10 Jahren bei jeder Erweiterung quasi den gleichen Text. Du bist absolut jedes Mal enttäuscht. Aber du kommst nicht zu dem Schluss, dass WoW vielleicht einfach nicht mehr dein Spiel ist.
Spiel doch Classic. Das ist doch offenbar das Spiel, was du willst.
Mit dem erreichen des Endlevels ist für mich eben die Luft raus, für andere beginnt das Spiel ab diesem Zeitpunkt.
Der Weg dorthin ist mir eben zu schnell ….kann man verstehen, muß man aber nicht.
Du hast aber Recht….Midnight ist nicht mehr mein Spiel.
Ich habe es jetzt auch verstanden.
Mich haben die neuen Bilder der Gebiete vor dem Erscheinen blenden lassen.
Blizzard hat die Erweiterung eben für Kinder oder Jugendliche entwickelt.
Für alte MMORPG Spieler Ü50 bietet Blizzard ja Gott sei Dank Classic an.
Blizzard hätte statt 30 – 40min Filme lieber manpower in Questgebiete und Geschichte investieren sollen.
Als ich in der neuen Hauptstadt einen Dackel auf einem Kissen tragen musste ist in mir alles gestorben was mich an Warcraft erinnert.
Stimmt, Schweineschei*e durchwühlen zu müssen, ist selbstverständlich wesentlich Erwachsener… das ist das, auf das “alte MMORPG Spieler Ü50” dann also scheinbar geschichtenmässig so abfahren?
Stimmt, weil Hunde finden ist ja auch nicht schon eine Quest in Mulgore im klassischen WoW …
WoW lohnt sich wenn man auf Geschichten für 6-Jährige ala Arielle, die Meerjungfrau steht. Alles ist rosig, bequem und harmlos und selbst wenn man ganz oberböse Gegner hat, wird am Ende doch alles gut.
Ich glaube, das kann man auch wirklich nur behaupten, wenn man die Quests in World of Warcraft nicht liest. Denn sonst wüsstest du, wie düster einige der Aufgaben im aktuellen WoW sind.
Nur um dir mal ein Beispiel zu nennen: Einer der Amani-Trolle muss sich als Jäger beweisen und nimmt dabei die Hilfe des Spieler-Charakters in Anspruch. Am Ende versucht er den Spieler-Charakter zu hintergehen und will ihn töten. Er scheitert dabei, wird von den anderen Amani dabei erwischt. Seine Strafe ist, dass er nun mehrere Jahre lang mit einem Speer durch den Oberkörper gerammt von der Ausbildungshütte der Amani-Jäger aufgespießt dort als Mahnmal verbringt, aber als Troll (mit hoher Regeneration) dabei am Leben gehalten wird.
Seine Lektion: Wenn du betrügst, mach es richtig.
In einer anderen Quest geht es darum, dass ein kleines Mädchen das Trauma nicht überwinden kann, ihr Geschwister bereits verloren zu haben, weil es früh gestorben ist.
In einer Quest in Silbermond helfen wir einem Magister dabei, eine adlige Frau auszurauben, die angeblich eine Schmutzkampagne gegen ihn fährt. Doch in der Quest stellt sich dann heraus, dass dieser Magister seit Wochen und Jahren die Obdachlosen und Armen der Stadt ausnutzt und sie in dämonischen Ritualen opfert – nachdem er ihnen erst Hoffnung gemacht hat, für ihn länger arbeiten zu können. Das ist eine ziemlich finstere Questreihe. Da gibt es kein Happy End. Es gibt nicht einmal eine klare “gute” Seite, denn auch die adlige Frau ist definitiv nicht “gut”.
In noch einer anderen Quest finden wir heraus, warum der Leerensturm heute so aussieht, wie er aussieht: Ein genialer, aber gnadenloser Forscher hatte die Aufgabe, “den Krieg für immer zu beenden” – und das hat er geschafft mit einer Waffe, die den ganzen Planeten ausgelöscht und Milliarden getötet hat.
Daher werte ich deinen Kommentar einfach mal als das was er ist: Ein Troll-Kommentar.
Danke für den Artikel. Aber Du hast vielleicht nicht eine ganz realistische Perspektive als echter Profi – ich schaue mit jeder Erweiterung immer gerne mal bei WoW rein, bin aber objektiv ein eher langsamer Spieler mit unterirdischen Reaktionszeiten. Dass heisst konkret, dass ich zuverlässig aus jeder Gruppe herausfliege – einfache Mythics, random dungeon groups, sogar Dailies, weil das “Endgame” ja nur aus Sekunden-optimierten Dauerruns besteht.
Solange es tools wie Details! (Damage Meter) gibt, wird sich das nicht ändern – da geht nur komplett solo. Gilden funktionieren da auch nur begrenzt…
Solo macht durchaus Spass – WoW ist nicht umsonst so alt und erfolgreich – aber wer auf Deinen Plan da heute einsteigt, wird sich ein dickes Fell zulegen müssen…
Die Lösung für dich ist wirklich eine Gilde. Es gibt Gilde mit “langsameren” Spielern, mit nicht so guten Reaktionszeiten. Die schaffen dann halt nicht die härtesten Inhalte, aber die feiern auch Erfolge, halt eben auf ihrem Niveau.
Damage Meter ist inzwischen Teil des Grundspiels von World of Warcraft – das wird sich auch nie wieder ändern.