Ein 23 Jahre altes MMORPG hat das beste Klassensystem überhaupt und seitdem kam keines dem auch nur nahe

In den letzten 20 Jahren hat ein Spiel den MMORPG-Markt wie kein anderes dominiert: World of Warcraft. Aber für MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus war ein noch etwas älteres MMORPG wegweisend: Ragnarok Online. Bis heute schwärmt er davon und ist besonders ins Klassensystem verliebt, das seinesgleichen sucht.

Ich habe ja schon vieles ausprobiert. Wildstar wird für immer eine verlorene Liebe sein, The Secret World hat mir die besten Quest-Erfahrungen geschenkt, solange es wirklich gelaufen ist, und World of Warcraft bin ich seit kurz vor The Burning Crusade durchgehend treu.

Noch bevor ich damals mit WoW angefangen habe, war ich allerdings schon Abonnent bei Ragnarok Online. Das isometrische MMORPG erinnert allein optisch stark an das sicherlich deutlich bekanntere Tibia oder auch an RuneScape.

Das Grindfest vom 21. bis 27. Juli
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: eine Zeitreise durch die Geschichte der Online-Rollenspiele, aber auch nostalgische Rückblicke, Streaming-Abende, Interviews, Kolumnen und Analysen.

Hier geht’s zum Programm zur großen MMORPG-Themenwoche 2025 von MeinMMO

Damals musste ich noch meine Eltern anbetteln, mir mal wieder 3 Monate Spielzeit zu kaufen, und vermutlich war das einer der Gründe, warum ich sonst wenig bis kein Taschengeld bekommen habe. Aber selbst im erwachsenen Rückblick war es das wert.

Das koreanische MMORPG spielt in einer Welt, die an die nordische Mythologie angelehnt ist, die mich bis heute fasziniert. Was mich aber vom ersten Moment an in den Bann gezogen hat, war das Klassensystem.

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Ragnarok Online stellt die 4th Jobs vor, die neue Stufe der Klassen

„Jobs“ statt Klassen mit einem echten Gefühl des Fortschritts

Anders als bei den meisten MMORPGs sucht ihr euch in Ragnarok Online keine Klasse bei der Charakter-Erschaffung aus. Stattdessen habt ihr Punkte, die ihr in verschiedene Attribute wie Intelligenz, Geschick und Stärke stecken könnt – wie in Dungeons & Dragons.

Jeder startet als „Novize“ und muss für die ersten Stufen erst einmal auf (mehr oder weniger) wehrlose Feinde einprügeln. Dabei wird zwischen Charakter-Stufe und Job-Stufe unterschieden: Das eine steigert eure Attribute, das andere eure Skills.

Ab Job-Level-10 als Novize dürft ihr dann euren ersten Beruf auswählen und allein das ist schon ein Abenteuer. Denn jeder Beruf wird in einer anderen Stadt gelehrt, die eben für diesen Berufsstand bekannt ist. Ich bekomme heute noch aus dem Kopf jede Stadt hin:

  • Swordsmen wird man in Izlude
  • Archer in Payon
  • in Alberta werden Merchants ausgebildet
  • Thieves haben ihr Hauptquartier in Morocc
  • die magische Stadt Geffen beherbergt die Akademie für Mages
  • und wer sich der Kirche anschließen will, wird Acolyte in Prontera.

Die Jobs haben nicht nur fürs reine Kampf-Gameplay Relevanz, wie es oft in MMORPGs der Fall ist. Es sind echte „Berufe.“ So können etwa nur Merchants auch wirklich Shops eröffnen, um Items an andere Spieler zu verkaufen. Ihre weiterführenden Berufe stellen Tränke her oder schmieden Gegenstände.

Jeder Job-Wechsel ist mit einer Quest verbunden, die mehr oder weniger einfach zu meistern ist. Diese Aufnahmeprüfungen dienen als Narrative, um euch in die Welt zu ziehen. Da Ragnarok Online sonst kaum Storytelling über Quests hat, war jede dieser Job-Quests immer ein Highlight für mich.

Ragnarok Online hat das Klassensystem über Jahre hinweg verbessert

Hier ist dann aber noch nicht Ende. Ab einem Job-Level von mindestens 40 könnt ihr euch für einen „second Job“ entscheiden. Jede Klasse hat von da an zwei Pfade, die sie weiterverfolgen kann, um sich zu spezialisieren und bestimmte, klassische MMORPG-Rollen auszufüllen:

  • Swordsmen werden Knights oder Crusader.
  • Archer werden Hunter, männliche können noch Barden und weibliche Dancer werden.
  • Mages können zum Wizard oder zum Sage aufsteigen.
  • Merchants werden Blacksmiths oder Alchemists.
  • Als Thieve könnt ihr Assassin oder Rogue werden.
  • Acolytes bekommen entweder die Weihe zum Priester oder werden zum kämpferischen Monk.

In den späteren Updates wurde das Klassensystem noch weiter ausgebaut. So gab es mit dem „Renewal“-Update die Möglichkeit, „wiedergeborene“ Charaktere zu spielen: mit Erreichen der Maximalstufe könnt ihr euch auf Level 1 zurücksetzen lassen, werdet zum „Super Novice“ und beschreitet transzendierte Job-Pfade.

Weiterführend wurde dann noch eine dritte und sogar vierte Ebene an Jobs eingeführt, die schließlich das Nonplusultra der Klasse darstellen. Die haben es aber nie nach Europa geschafft.

Über die Jahre hinweg kamen dann noch viel mehr Jobs hinzu, etwa sogenannte „Extended Classes“ wie Taekwon Boy/Girl, Ninja oder Gunslinger, die jeweils ihre eigenen Karrierepfade haben.

Der ständige Grind passt zum Leveln

Wenn ihr jetzt denkt, dass das alles nach viel Arbeit klingt … ja, ist es. Enorm sogar. Allerdings ist Ragnarok Online, typisch für koreanische MMOs, stark auf Grind ausgelegt. Es gibt kaum Quests und die, die es gibt, gewähren selten nennenswerten Belohnungen – zumindest früher. Meist handelt es sich um Zugangs-Quests für Dungeons und Co.

Gelevelt wird aber rein über den Grind, heißt: Ihr kloppt Gegner und davon viele und ständig. Was mich sonst in Spielen enorm nervt, funktioniert in Ragnarok Online für mich, weil jede Klasse ein anderes Level-Gebiet hat.

Je nach Vor- und Nachteilen der Klasse sind bestimmte Maps besser oder schlechter geeignet zum Leveln. Und die Level-Aufstiege kommen in den ersten 30-40 Stunden recht häufig, wodurch das Gefühl entsteht, dass man tatsächlich Fortschritt erzielt.

Erst gegen Ende zieht sich der Grind dann und da habe ich oft aufgehört und lieber etwas Neues ausprobiert. Aber genau das war für mich immer schon der Spaß an der Sache: der Weg eines neuen Jobs und das Ausprobieren neuer Builds.

Ragnarok ist irgendwann untergegangen und hatte nie einen würdigen Nachfolger

Leider hat sich Ragnarok Online zumindest in Europa nicht gehalten. Die EU-Server wurden 2018 abgeschaltet, die internationalen Server funktionieren hier durch einen Geo-Block nicht.

Das Spiel generell läuft zum größten Teil auf Privatservern und die größten Populationen finden sich in Brasilien, Korea und Taiwan. In Europa ist es schwierig, zuverlässig irgendwo spielen zu können. Auf Steam ist die europäische Version in Deutschland gesperrt.

Ragnarok Online hat mehrere Nachfolger bekommen, darunter Ragnarok 2, Ragnarok 3 und ein paar Mobile-Ableger. Keines davon kam wirklich gut an oder hat die Stärken von Ragnarok Online ausspielen können.

Andere MMORPGs mit einem ähnlichen System hat es nie gegeben und wenn, dann entweder als billige Kopie, mit Cash-Grab-Mechaniken oder mit anderen Problemen. Die Kombination aus nordischer Fantasy-Welt, Progression und einzigartigem Klassensystem ist aber mit Ragnarok Online verloren gegangen. Aber gut, wenn der Publisher mich nicht in Ragnarok will, werde ich mich eben bald ins neue Warhammer-MMO stürzen: Ein neues MMO zu Warhammer klingt fast zu gut, um wahr zu sein – Das wissen wir

Spieler wird plötzlich von einem brennenden Raumschiff getroffen, macht die Entwickler von Dune: Awakening verantwortlich

In Dune: Awakening hat ein Spieler den wohl unwahrscheinlichsten Verkehrsunfall erlebt, den man haben kann. Schuld sind dabei die Entwickler, auch wenn Pech wohl die größte Rolle gespielt hat.

Was ist dem Spieler passiert? In einem Beitrag auf Reddit teilte Nutzer MonsterArcher ein Video, das ihm bei seinem Flug durch die Tiefe Wüste zeigt. Während er sich eher auf seine Umgebung und eventuelle Gefahren am Boden konzentriert, gibt es plötzlich einen lauten Knall.

Der Knall stammt von einem abstürzenden Raumschiff, das gerade frisch gespawnt ist. Der Spieler schaut sich sofort um, wo denn das Raumschiff wohl zu Boden gehen wird, schließlich wartet dort potenzieller Loot! Doch im nächsten Moment wird er von dem brennenden Flugobjekt gerammt und mit Gewalt aus der Luft geholt. Sein Kampfthopter stürzt auf den Boden.

Nach dem Unfall kann sich der Spieler zwar wiederbeleben, doch ist sein Fluggerät stark beschädigt. In den letzten Szenen des Clips erkennt man noch, dass der Versuch, den Kampfthopter zu reparieren, am mangelnden Material scheitert.

Hier könnt ihr den Clip selbst sehen:

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Niedrige Chancen und dennoch nicht unmöglich

Wie hoch stehen die Chancen für solch einen Unfall? In den Kommentaren auf Reddit hat sich Nutzer Monowakari die Mühe gemacht und versucht, die Chance für solch einen Unfall auszurechnen. Dabei sagt er klar, dass viele Daten nur Annahmen sind, weil er keine Tools hat, um genaue Messungen durchzuführen.

Die Berechnung sagt, dass die Chance, von einem der etwa elf pro Stunde abstürzenden Raumschiffe in einer 500 km² großen Wüste getroffen zu werden, bei etwa 1 zu 100.000 bis 1 zu 1.000.000 liegen dürfte. Damit wäre solch ein Unfall etwa so wahrscheinlich wie vom Blitz getroffen zu werden (Chance 1 zu 200.000 via Chip.de).

Wie reagieren die Spieler auf den Unfall? Einige Spieler sind schockiert, dass man so viel Pech haben kann, andere erklären wiederum, dass ihnen Vergleichbares bereits passiert ist. Manch einer zieht den Spieler gar mit dem potenziellen Verlust seines Kampfthopters auf:

  • nightwarmedsoul ärgert den Nutzer auf Reddit: „Entschuldigen Sie, Sir, wir möchten mit Ihnen über die Verlängerung der Garantie Ihres Thopters sprechen.“
  • notatechnicianyo sagt auf Reddit: „Ich fragte mich, warum das Schiff immer größer wurde. Dann traf es mich.“
  • adarragh21 erzählt auf Reddit: „Mir ist das Gleiche innerhalb einer halben Stunde passiert, nachdem ich meinen ersten Thopter bekommen hatte. Es hat nur das Heck beschädigt, aber ich habe seitdem nicht aufgehört, nach oben zu schauen.“

Aber auch die Entwickler geraten ins Visier der Spieler. Auch wenn die Kommentare mit einem Augenzwinkern formuliert wurden, sind die Entwickler von Dune: Awakening schlussendlich für die vom Himmel stürzenden, brennenden Raumschiffe verantwortlich:

  • Rasples1998 findet auf Reddit: „Die Griefer werden kreativer /s“
  • 2Sleeepyy beschuldigt die Entwickler auf Reddit: „Es stellt sich heraus, dass Funcom der König der Griefer ist.“

Von einem abstürzenden, brennenden Raumschiff getroffen zu werden und so in der Tiefen Wüste zu stranden, gehört wohl zu den unwahrscheinlichsten Dingen, die einem Spieler in Dune: Awakening geschehen können. Statt in der Wüste zu stranden, ist ein Spieler traurig und versucht Ben zu finden: Spieler macht sich Sorgen um seinen Nachbarn in Dune: Awakening, seine „Nachricht an Ben“ geht viral

Quelle(n):
  1. Reddit

Auch das Universum von Superman hat einen Schurken wie Thanos, doch der ist noch gefährlicher

Thanos ist einer der wichtigsten und mächtigsten Schurken in Marvel, doch auch DC hat einen großen Fiesling, dem sich mehrere Helden stellen müssen.

Um welchen Charakter geht es? Wer sich nur am Rande mit dem DC-Universum beschäftigt, wird noch nicht viel von Darkseid mitbekommen haben. Dabei ist der Schurke einer der mächtigsten Widersacher der DC-Helden, der nicht nur die Erde, oftmals sogar das gesamte Multiversum bedroht.

Anders als Thanos, der aus Liebe oder aus seiner Ansicht nach richtigen Ideen handelt, hat Darkseid das Ziel, das gesamte Universum zu kontrollieren und ihm den freien Willen zu entreißen. Dafür hat er nicht nur eine Armee, sondern auch ziemlich starke Fähigkeiten.

Im neuen Superman-Film stellt sich der Held einem menschlichen Gegenspieler:

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Superman – Trailer zum neuen Film des bekannten Superhelden von DC

Ein tyrannischer Gott

Wer ist Darkseid? Seinen ersten Auftritt hatte der Schurke im Comic
Superman’s Pal Jimmy Olsen Nr. 134 (1970). Darkseid ist der Herrscher von Apokolips, einem Ort, der abseits des normalen Universums existiert. Um den Ort zu verlassen oder ihn zu betreten, braucht man bestimmte Teleporter, sogenannte Boom Tubes.

Er stammt, je nach Ursprungsgeschichte, von dem Alten Gott Yuga Khan ab und wird als Neuer Gott bezeichnet. Darkseid will alle lebenden Wesen versklaven und dafür die Anti-Life Equation (zu Deutsch etwa Anti-Lebens-Gleichung) nutzen. Mit der Formel soll es möglich sein, den Willen Anderer zu kontrollieren.

Auf Apokolips herrscht er sadistisch und brutal. Die meisten Lebewesen auf Apokolips sind versklavte Bewohner, die teilweise entführt wurden und ein fürchterliches Leben führen. Sie haben kein Selbstwertgefühl und jeder Widerstand wird brutal zerschlagen.

Auf der anderen Seite sind die Paradämonen. Das ist der Großteil der Armee von Darkseid. Die Paradämonen sind genetisch erzeugte Monster, die aus lebenden oder toten Bewohnern angegriffener Welten entstehen. Wenn Darkseid seine Truppen loslässt, dann greifen sie alle lebenden Wesen in der Nähe an und schnappen sie sich, um neue Paradämonen zu erschaffen.

Dazu kommen noch die Furien. Sie stehen über den Paradämonen und sind die persönliche Sicherheitstruppe von Darkseid. Anders als die Paradämonen haben sie eigene Persönlichkeiten. Sie werden von Granny Goodness angeführt.

Die größte Gefahr in Apokolips ist aber nicht die Armee, es ist Darkseid selbst.

Ein mächtiger Gott

Wie stark ist Darkseid? Er wird nicht ohne Grund als Gott des Bösen oder der Tyrannei bezeichnet. Er hat ein ganzes Repertoire an Fähigkeiten, die ihn zu einer Gefahr, selbst für große Helden wie Superman, machen.

  • Als Neuer Gott ist er eine Entität, die im Multiversum existiert, und gehört damit zu den mächtigsten Wesen im DC-Universum.
  • Er ist extrem intelligent und ein genialer Stratege, außerdem kann er andere Universen und Dimensionen wahrnehmen.
  • Darkseid ist unsterblich. Er lebt schon seit einer unbestimmten Zeit und hat dadurch auch Wissen aufgebaut.
  • Er ist extrem widerstandsfähig und gegen die meisten Energie-Attacken immun.
  • Sollte man es doch schaffen, ihm Verletzungen zuzufügen, kann er sich regenerieren.
  • Er ist unglaublich schnell, hat eine hohe Ausdauer und seine Stärke lässt sich mit der von Superman vergleichen.
  • Dazu kommen noch Fähigkeiten wie das Absorbieren von Kraft, Wiederbelebung, Flug und die Manipulation der Gravitation.

Seine ikonischste Fähigkeit sind seine speziellen Laserstrahlen, die er aus seinen Augen schießen kann. Sie basieren auf einer Kraft, die er den Alten Göttern gestohlen hat. Anders als beispielsweise die Laser von Superman können die Laser von Darkseid ihr Ziel verfolgen. Man sieht dann, wie sie lenken, um das Ziel garantiert zu treffen.

Einen Kampf zwischen Darkseid und Superman könnt ihr hier sehen:

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Wie kann man ihn überhaupt besiegen? Auch wenn Darkseid ein ziemlich mächtiges Wesen ist, kommt es in vielen Comics dazu, dass auch die Helden mächtiger werden, als man denkt. Dazu gehört auch Superman, der regelmäßig über sich hinauswächst.

In vielen Varianten hat Superman die Kraft, mit Darkseid mitzuhalten. Im Film Superman/Batman: Apocalypse sieht man, wie Superman, aber auch Supergirl zusammen den Tyrannen vertreiben konnten. Sie haben ihn zwar nicht getötet, konnten ihn aber austricksen. Die Kämpfe gegen Darkseid sind aber häufig schwierig und verlangen den Helden alles ab.

Wie so oft kommt es in der Comic-Welt auf die Geschichte oder das Universum an, wie stark bestimmte Charaktere sind. Mächtige Schurken müssen aber nicht immer knallharte Tyrannen sein. Manchmal sind es absurde Witzbolde: Ein Schurke aus dem DC-Universum ist mächtiger als Superman, dabei ist er nur ein Typ im orangenen Pyjama

Forscher werfen eine Kuh ins tiefe Wasser, entdecken 8 Meeresbewohner, die es gar nicht geben dürfte

Wissenschaftler werfen eine Kuh tief ins chinesische Meer und entdecken unerwartete Gäste. Was als einfaches Forschungsexperiment beginnt, entwickelt sich zu einer Entdeckung, die das Verständnis über Haie, Tiefsee und Klimawandel infrage stellt.

Um dieses Experiment geht es: Wie vom Magazin IGN Brasil berichtet wurde, haben Forscher eine tote Kuh 1.600 Meter tief im Südchinesischen Meer versenkt. Ziel des Experiments war es, das natürliche Verrotten eines Walkörpers zu simulieren – ein sogenannter „Whale Fall“, bei dem ein Kadaver über Jahre hinweg zum Zentrum eines ganzen Tiefsee-Ökosystems wird.

Statt eines Wals diente in diesem Fall eine tote Kuh als Ersatz. Sie wurde 1.629 Meter tief an einem Kontinentalhang vor der Insel Hainan versenkt. Weil sie in Größe und Gewebe einem Wal relativ nahekommt und viel einfacher zu beschaffen ist. Die Forscher wollten laut einer am 1. Juni 2025 veröffentlichten Studie im Fachjournal Ocean-Land-Atmosphere Research beobachten, welche Tiere sich davon anlocken lassen.

Die Tiefe ist nicht nur in der Realität voller Rätsel – auch in Spielen wie Subnautica begegnet uns das Unbekannte unter der Meeresoberfläche auf eindrucksvolle Weise. Seht hier das Video zum Spiel.

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In Subnautica baut ihr eure Basis auf dem Meeresgrund

Was in der Tiefe schlummert

Was wurde durch das Experiment angelockt? Besonders überraschend war das Auftauchen von acht pazifischen Schlammhaien – einer Haiart, die bisher nur im kalten Nordpazifik dokumentiert wurde. Das ist die erste bestätigte Sichtung dieser Art im Südchinesischen Meer. Alle identifizierten Exemplare waren weiblich. Bisher ging man davon aus, dass diese Haie nur im Nordpazifik leben, von Japan bis Baja California. Die neue Sichtung stellt dieses Bild infrage.

Die Sichtung markiert den südlichsten bekannten Punkt ihres Vorkommens im gesamten Pazifikbecken. Nun prüfen Biologen, ob sich ihr Lebensraum durch Umweltveränderungen verschoben hat oder ob hier eine bislang unentdeckte Population lebt, möglicherweise sogar ein Rückzugsort für Weibchen oder Jungtiere.

Was war besonders am Verhalten der Tiere? Die Unterwasserkameras dokumentierten ein fast schon höfliches Verhalten: Die Haie stellten sich in einer Art Rotation auf, um nacheinander zu fressen. Größere Tiere gingen gezielter und aggressiver vor, kleinere hielten sich zunächst zurück. Statt eines chaotischen Kampfes herrschte ein geordnetes System, ein Hinweis auf soziale Fresshierarchien, die bei Raubfischen bislang kaum bekannt waren.

Die Haie zogen beim Fressen zudem ihre Augen zurück. Da ihnen eine Nickhaut – also ein schützendes drittes Augenlid – fehlt, interpretieren Forscher das als natürlichen Selbstschutz. Ähnliche Mechanismen sind bisher nur von wenigen Arten bekannt. Zusätzlich waren bei mehreren Tieren auffällige Parasiten in den Augen sichtbar, vermutlich Copepoden. Solche parasitären Befälle treten sonst nur bei Grönlandhaien auf, einem nahen Verwandten.

Welche Arten tauchten außerdem auf? Neben den Haien wurden auch Schneckenfische und zahlreiche Amphipoden dokumentiert. Kleine, garnelenähnliche Krebstiere, die sich normalerweise erst nach längerer Zeit an Kadavern ansiedeln. Das deutet darauf hin, dass tropische Tiefsee-Ökosysteme unter Umständen produktiver sind als bislang gedacht.

Was bedeutet das für die Forschung? Die Entdeckung wirft wichtige Fragen auf. Haben sich durch den Klimawandel Lebensräume verschoben? Oder ist das Südchinesische Meer schlicht noch zu wenig erforscht? Das häufige Vorkommen der Haie in dieser Region könnte auf beides hindeuten.

Die hohe Aktivität der Haie könnte darauf hinweisen, dass es in dieser Tiefe mehr Nahrungsquellen gibt als bisher vermutet. Künftige Vergleichsstudien aus anderen Meeresregionen sollen helfen, mehr über Energieflüsse, Fortpflanzungsräume und Verhaltensmuster großer Tiefseearten zu erfahren.

Ob in der Tiefsee oder an der Oberfläche: Extreme Bedingungen fordern oft ungewöhnliche Anpassungen. Während Haie in 1.600 Metern Tiefe mit Rotationsverhalten reagieren, greifen Menschen bei Hitze oft zum Falschen. Warum man lieber Tee als kaltes Wasser bei Hitze trinken sollte, zeigt, wie überraschend effektiv der Körper funktioniert.

Quelle(n):
  1. IGN
  2. Phy.org

Pokémon Legenden Z-A hat mich eigentlich nicht interessiert, doch ein Feature übertrifft alle anderen Teile der Reihe

Als sich MeinMMO-Redakteurin Jasmin Beverungen nach der einstündigen DJ-Session mit Pikachu die Pokémon Presents ansah, hatte sie wenig Erwartungen. Doch Legenden Z-A überraschte sie mit einem besonderen Feature.

Schon seit der Ankündigung der Switch 2 bin ich zwiegespalten. Ich bin seit meiner Kindheit ein Nintendo-Fan und jeder Konsole treu ergeben (ja, auch der Wii U!). Aber die Switch 2 hatte für mich so wenig Neuerungen, dass ich erst einmal kein Interesse an ihr habe.

Das Gleiche gilt für Pokémon-Legenden: Z-A. Für viele mag das Spiel ein Grund sein, zur Switch 2 zu wechseln. Doch seit dem Bug-Debakel bei Pokémon Karmesin & Purpur hatte ich eigentlich vor, Legenden: Z-A auszulassen und auf einen anderen Hit für die Switch 2 als Kaufgrund zu warten. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Auch viele Jahre nach dem Release von Karmesin & Purpur gibt es immer noch Bugs, die ich nicht in einer Vollversion eines Spiels erwarten würde. Mein Vertrauen in das Entwicklerteam ist angeknackst
  • Die Grafik unterschied sich von der Qualität her nicht viel von Karmesin & Purpur. Ich habe mich auf langweilige Assets und einen niedrigen Detailgrad eingestellt.
  • Ich bin mir unsicher, ob mich die bislang vorgestellten Features lange beschäftigen werden.
  • Legenden: Arceus hatte ich damals schon abgebrochen. Auf Dauer wurde das Gameplay für mich zu monoton und die Spielwelt war… nicht mein Fall. 

Doch dank des neuen Trailers aus Pokémon Presents weiß ich, dass ich mir in diesem Jahr doch noch eine Switch 2 kaufen muss. Dort wurde nämlich ein Feature vorgestellt, mit dem ich vermutlich mehrere Stunden beschäftigt bin.

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Pokémon-Legenden: Z-A stellt neuen Story-Trailer für Switch vor

Pokémon-Legenden: Z-A bringt den detailliertesten Charaktereditor

Für viele mag es eine Kleinigkeit sein, doch für mich bedeutet es viel. In Pokémon-Legenden: Z-A wird es den detailliertesten Charaktereditor jemals geben. In dem Trailer ist deutlich zu sehen, dass der Charakter individuell angepasst werden kann, und das nicht nur durch die Haut- und Augenfarbe.

Im Spiel wird es einen Friseursalon geben, in dem man die Frisur und Haarfarbe anpassen kann. Dabei ist es sogar möglich, 2 unterschiedliche Haarfarben zu erstellen. Zudem gab es im Trailer schon so viele Outfits zu sehen, bei denen man sogar die Ohrringe anpassen kann. 

Um sich besonders gut von der Masse abzuheben, kann man sogar unterschiedliche Farbkombinationen für die Outfits einstellen. Im Trailer gab es mehrere Beispiele zu sehen, die sich sogar an Designs von Pokémon orientieren.

Besonders gut gefallen hat mir das Badass-Outfit der Trainerin, die mit Emolga unterwegs ist. Ihr könnt es entweder im Trailer oder im Titelbild sehen.

Was für MMORPG-Spieler wie eine Grundlage klingt, ist für Pokémon-Fans eine absolute Revolution. Bislang war es nur möglich, vorgefertigte Kleidungsstücke zu kaufen und Frisuren auszuwählen, wenn überhaupt. 

Pokémon X und Y waren da die ersten Spiele, die es möglich machten, in einer Boutique Kleidung zu kaufen und in Salons die Frisur zu wechseln. Kein Wunder, dass sich die Editionen einen besonderen Platz in meinem Herzen ergattert haben. 

Seit Schwert und Schild sind die Möglichkeiten noch zahlreicher geworden, aber nicht so detailliert wie in Legenden: Z-A. Und so simpel es klingen mag: Für mich ist die Charakteranpassung ein Grund, dem Spiel doch noch eine Chance zu geben. Ihr werdet mich also nicht um Ränge kämpfen sehen, sondern beim Fotografieren meiner neuen Styles in Illumina City.

Einziges Manko: Ich finde es schade, dass es keinen Mehrspielermodus geben wird. Es wäre toll gewesen, mit anderen Fashionistas in der Stadt abzuhängen und Outfits auszutauschen. So bleibt mir nur, die Fotos mit anderen Trainern zu teilen, um ihnen zu zeigen, wie fesch ich im Spiel aussehe. 

Was haltet ihr von dem Feature? Ist es euch wichtig, euren Trainer individuell anpassen zu können? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!

MeinMMO-Chefredakteurin Leya Janwoski war dafür in ein ganz anderes Detail aus dem Trailer schockverliebt. Sie war sofort begeistert von Mega-Dragoran, der mit seinem neuen Aussehen an eine Mischung aus Dragoran und Dragonir erinnert: Mega Dragoran aus Pokémon Legenden A-Z hat endlich das, was mir immer gefehlt hat

Durch KI-Chatbots lernen gerade Kinder eine Art Mensch kennen, den es im echten Leben gar nicht gibt

Kinder sprechen verstärkt mit künstlichen Chatbots. Und das hat Folgen für die kindliche Entwicklung. Forscher warnen, dass die Chatbots gar nicht für Gespräche mit Kindern geeignet sind.

Die britische Organisation „Internet Matters“ hat den Einsatz von KI unter Kindern und Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren untersucht. In ihrem Bericht “Me, Myself and AI Research” stellten sich gleich verschiedene Dinge fest:

  • Laut dem Bericht schreiben 67 Prozent der befragten Kinder im Alter von 9 bis 17 Jahren regelmäßig mit KI.
  • Mehr als ein Drittel dieser Nutzer (35 Prozent) sagen, dass es sich „wie ein Gespräch mit einem Freund anfühlt“.
  • 12 Prozent gaben an, dass sie mit diesen Bots sprechen, weil sie niemanden sonst haben, mit dem sie reden können.

Doch das sorgt gleich für mehrere Probleme: Zum einen die Eltern, die nicht merken und nicht verstehen, wie ihre Kinder dort ihre Zeit verbringen und zum anderen Kinder, die eine KI nutzen, die für die falschen Zwecken eingesetzt wird.

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Studenten spionieren Passanten mit versteckter Kamera und einer KI aus, finden Name und Adresse in Sekunden heraus

Durch KI lernen Kinder eine Art Mensch kennen, den es im echten Leben gar nicht gibt

Was machen Kinder? Viele Kinder suchen in künstlichen Chatbots einen Gesprächspartner, um über emotionale Themen sprechen zu können. Über Themen, über die man normalerweise mit engen Freunden spricht.

Die Chatbots beantworten diese Fragen gerne, denn sie sind darauf ausgelegt, immer freundlich und zuvorkommend zu sein. Künstliche Intelligenz widerspricht eher selten und gibt dem Benutzer oftmals Bestätigung in seinem Handeln.

Das Problem, welches daraus resultiert: Viele dieser Kinder lernen, nur mit einer Art von Menschen zu sprechen, die es im wirklichen Leben nicht gibt. Menschen, die immer freundlich und zuvorkommend sind und die kaum bis gar nicht widersprechen. Gen Z vertraut KI deswegen ebenfalls sehr stark, obwohl KI nicht wirklich ehrlich ist. Denn KI ist ein Spiegelbild der eigenen Handlungen.

Forscher warnen laut dem englischsprachigen Magazin Vice.com bereits: Verletzliche Kinder stellen nun emotional komplexe Fragen an Systeme, die für Interaktion und nicht für menschliches Verständnis entwickelt wurden.

KI ist für viele Personen mittlerweile ein wichtiger Bestandteil im Alltag geworden. Doch bei jungen Menschen ist ChatGPT nicht nur eine Hilfe, sondern eine „Lebensberatung“ geworden. Das erklärt Sam Altman, der Chef von ChatGPT: Die Generation Z fällt wichtige Entscheidungen im Leben nicht mehr selbst, sondern bittet ChatGPT um Hilfe

107 Millionen Aufrufe in nur 24 Stunden – Neue Videospielverfilmung ist bereits jetzt einer der am meisten erwarteten Filme des Jahres

Nach Minecraft folgt 2025 die nächste Videospielverfilmung, doch die ist gar nichts für Kinder. Der große Star von Mortal Kombat 2 ist ein Schauspieler, der schon in The Boys für großes Chaos gesorgt hat. Der erste Trailer konnte das Interesse vieler Zuschauer wecken.

Was ist das für ein Film? 2021 erschien mit Mortal Kombat ein neuer Film zur beliebten Videospielreihe, die vor allem durch ihren hohen Gewaltgrad bekannt ist. Im Oktober 2025 folgt die Fortsetzung, die sich nicht mehr um Cole dreht, sondern um Johnny Cage, der vielen Fans bekannt vorkommen sollte.

Statt auf der Leinwand muss sich der Action-Star Johnny Cage einem großen Turnier stellen, das die Erde bedroht. Der fiese Schurke ist Shao Kahn. Gespielt wird Johnny Cage von Karl Urban, den viele Zuschauer als Butcher in The Boys kennen.

Im Trailer sieht man, wie er von einem übermenschlichen Wesen als Kämpfer ausgewählt wird und sich Gegnern mit verschiedenen Fähigkeiten stellen muss.

Der wenig zimperliche Trailer konnte auf jeden Fall viel Aufmerksamkeit generieren.

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Mortal Kombat 2 – Trailer zur brutalen Videospielverfilmung

Trashige Action bekommt viel Aufmerksamkeit

Wie kam der Trailer an? Laut Deadline erreichte der Trailer, der am 17. Juli 2025 erschienen ist, innerhalb der ersten 24 Stunden fast 107 Millionen Klicks weltweit. Der Trailer wurde in 68 Ländern und 47 Sprachen veröffentlicht. Das sei das beste Ergebnis für einen Red-Band-Trailer jemals. Das sind Trailer zu Filmen, die in den USA nicht für Jugendliche und Kinder freigegeben sind. Darunter etwa Filme wie The Suicide Squad oder Deadpool 2.

Die Zahlen sind ein erster Indikator dafür, dass der Film von vielen Zuschauern heiß erwartet wird. Besonders interessant ist dabei, dass Mortal Kombat in eine Action-Trash-Richtung geht. Schon die vergangenen Filme und Spiele lehnten sich bereits stark ins Absurde. Mit großen Erfolgen wie Deadpool and Wolverine scheint sich aber ein großer Teil der Film-Fans auf solche Filme zu freuen.

Mit Karl Urban als Johnny Cage ist auch ein Darsteller dabei, der in The Boys schon in eine ähnliche Kerbe schlagen konnte. Als arroganter Schauspieler, der gegen teils dämonische Wesen antreten muss, steht er im Kontrast zum Protagonisten des ersten Teils, der noch deutlich geerdeter wirkte.

Im Trailer sieht man mit Raiden, Shao Kahn, Sonya Blade, Kitana, Baraka und Scorpion noch andere Fan-Lieblinge.

Wird Mortal Kombat 2 erfolgreich? Durch die hohe Klickzahl kann man zwar davon ausgehen, dass großes Interesse besteht, aber so was heißt nicht, dass die Leute garantiert ins Kino gehen werden. Oft werden Filme auch erst im Streaming-Bereich erfolgreich. Mit dem Namen Mortal Kombat schwingt auch immer ein gewisser Schockfaktor mit sich, und Filme ab 18 oder ab 16 haben es an den Kinokassen schwieriger.

Wann erscheint Mortal Kombat 2 in den Kinos? Mortal Kombat 2 soll voraussichtlich am 23. Oktober 2025 erscheinen. Spätestens dann wird man sehen können, wie sich das große Interesse auch im Kino übertragen hat. Mehr brutale Actionfilme findet ihr hier: 5 Filme wie John Wick

Gamer ruiniert sein PC-Gehäuse mit Alkohol – und rettet es mit einer Zahnbürste und Zahnpasta

Ein PC-Spieler greift zum Alkohol, um sein Gehäuse zu putzen. Doch statt es zu säubern, ruiniert er sich das Gehäuse. Am Ende hilft ihm ein Mittel, das kaum jemand erwartet hätte.

Ein Nutzer auf Reddit wollte sein PC-Gehäuse reinigen, um es für ein paar neue Sticker vorzubereiten. Dafür griff er zu Alkohol und einem Wattepad – eine Entscheidung, die er schnell bereute. Dazu postete er ein Bild, auf dem man die Front seines Gehäuses sieht: fleckig, matt und ungleichmäßig. In seinem Post wendet er sich auch direkt an die Community und fragt: „Habt ihr eine Idee, wie ich das Zeug abbekomme, ohne es noch schlimmer zu machen?“

Wer lieber digital putzt statt im realen Leben, sollte mal einen Blick auf dieses Spiel werfen. Im Video zeigen wir euch den Putz-Simulator Goblin Cleanup.

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Goblin Cleanup ist die perfekte Mischung auf Putz-Simulator und Dungeon-Erkundung

Ein Reinigungsversuch und seine Folgen

Das war der Fehler: Eigentlich wollte der Nutzer nur sichergehen, dass die Oberfläche sauber ist, bevor er Aufkleber aufklebt. Also griff er zu 91 % Isopropylalkohol aus der Drogerie, ein Reinigungsmittel, das viele für PC-Komponenten empfehlen. Doch mit einem Wattepad und einer empfindlichen Kunststofffront führte das Ganze zu einem kleinen Desaster. Ein vorheriger Test an einer unauffälligen Stelle hätte den Schaden verhindern können, das räumt auch der Verfasser selbst ein.

Isopropylalkohol ist ein beliebtes Mittel, um Elektronik zu reinigen. Doch in hoher Konzentration kann er empfindliche, unlackierte Kunststoffoberflächen angreifen. Auch Studien der Fachreihe npj Materials Degradation bestätigen, dass hohe Konzentrationen von Isopropylalkohol empfindliche Kunststoffe wie Acryl angreifen können. In Kombination mit mechanischer Reibung, etwa durch ein Wattepad, wird das Material regelrecht aufgeraut.

Wie ging es mit dem Gehäuse weiter? Nach dem Fail versuchte der Nutzer, das Gehäuse zu retten. Zuerst mit Seife und Wasser, dann mit Essig und sogar mit Olivenöl, alles ohne Erfolg. Erst Zahnpasta brachte sichtbare Besserung. Er baute das Panel komplett aus, um es richtig zu behandeln. Mit einer Zahnbürste polierte er die betroffenen Stellen unter fließendem Wasser. Das Ergebnis: Deutlich besser, aber nicht wie neu.

Die geposteten Bilder in den Kommentaren zeigen den Vorher-Nachher-Vergleich deutlich. Von fleckig und stumpf zu deutlich gleichmäßiger, aber mit sichtbaren Spuren.

Wie reagiert die Community? Viele Nutzer im Reddit-Thread schlagen vor, den Schaden als Chance zu sehen: Wenn das Gehäuse schon ruiniert ist, warum es nicht gleich kreativ umgestalten? Vorschläge reichen von mattem Sprühlack über Pulverbeschichtung bis hin zu selbstklebender Vinylfolie. So wird aus dem Putz-Fail vielleicht noch ein echtes Unikat.

So reinigt ihr euer PC-Gehäuse richtig

Darauf solltet ihr bei der Reinigung achten: Wer sein PC-Gehäuse reinigen will, sollte genau wissen, was er tut, besonders bei empfindlichen Oberflächen wie Kunststoff oder Acrylglas. Der richtige Umgang mit Werkzeug und Reinigungsmitteln entscheidet darüber, ob euer Gehäuse danach glänzt oder ruiniert ist.

  • Keine Wattepads verwenden: Sie reiben das Material unnötig ab und können die Oberfläche beschädigen.
  • Alkohol nur mit Vorsicht einsetzen: Vor allem bei unlackiertem Kunststoff kann Alkohol Schlieren oder Verfärbungen verursachen. Wenn überhaupt, nur sehr sparsam, verdünnt und ohne Reibung anwenden.
  • Zuerst an einer unauffälligen Stelle testen: So seht ihr sofort, ob das Material empfindlich reagiert.
  • Mikrofasertücher verwenden: Weiche, fusselfreie Tücher sind ideal, um Staub und leichte Verschmutzungen zu entfernen.
  • Milde Reinigungslösung statt Chemie: Destilliertes Wasser mit etwas Spülmittel reicht in den meisten Fällen völlig aus.
  • Lüfter fixieren und Druckluft nur gezielt einsetzen: Damit nichts beschädigt wird und Staub nicht einfach im Gehäuse verteilt wird.
  • Staubfilter regelmäßig auswaschen: Unter fließendem Wasser reinigen und vollständig trocknen lassen, bevor ihr sie wieder einsetzt.

Der Reddit-Fall zeigt, wie schnell bei der Reinigung etwas schieflaufen kann. Doch selbst ohne Alkohol und Zahnpasta ist regelmäßige Pflege wichtig, besonders mit Haustieren. Unser Tech-Experte erklärt, warum ihr euren Gaming-PC alle 6 Wochen reinigen solltet, wenn ihr Haustiere habt und worauf es dabei ankommt.

Quelle(n):
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Wie steht es ein halbes Jahr nach dem Release um das schönste MMORPG der Welt?

8 Monate nach dem Release hat sich das schönste MMORPG der Welt am Markt etabliert und geht nun die ersten Schritte in Richtung Expansion. Doch während sich neue Regionen über eigene Server freuen, wächst die Kritik an der Monetarisierung von World of Jade Dynasty.

Wie steht es um das MMORPG? World of Jade Dynasty ist am 19. Dezember 2024 in China erschienen und galt schon kurz nach dem Release als voller Erfolg. Nur einen Monat nach Launch hatte das MMORPG seine Entwicklungskosten eingespielt – und wurde von den Entwicklern im Jahresrückblick von Perfect World explizit als Vorzeigetitel hervorgehoben.

Jetzt, mehr als ein halbes Jahr später, beginnt die nächste Phase: die Expansion. Das Spiel wird in weiteren Regionen rund um China veröffentlicht. Dazu gehören neue Server in:

  • Macau
  • Taiwan
  • Hongkong
  • Singapur
  • Malaysia

Zwar sind das noch keine westlichen Märkte, doch es ist der erste Schritt in diese Richtung. Und gerade Hongkong und Singapur lassen eine spannende Frage aufkommen, ob das Spiel dort bereits eine englische Lokalisierung erhält – was ein starkes Indiz für einen globalen Release sein könnte.

Hier könnt ihr sehen, wie schön die Charaktere im MMORPG aussehen:

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Das neue MMORPG World of Jade Dynasty zeigt im Video, wie schön seine Charaktere aussehen

Season-Wechsel im schönsten MMORPG

Was passiert im Spiel selbst? Die erste Season von World of Jade Dynasty ist vorbei, die aktuellen Inhalte von den Spielern längst bezwungen. Gerade erst veröffentlichten die Entwickler die zweite Season des MMORPGs mit frischeren Herausforderungen und neuen Inhalte. Die Stimmung der Community wechselte die letzten Monate hingegen eher zu Vorfreude und Ungeduld weil die Entwickler sich ganz schön Zeit mit dem großen Update ließen.

Und obwohl die Entwickler im Jahresrückblick betonten, dass World of Jade Dynasty langfristig als Prestige-Projekt weiterentwickelt werden soll – mit neuen Story-Inhalten, großen Updates und einer aktiven Rolle der Community – bleibt abzuwarten, wie sich Season 2 auf die Langzeitmotivation auswirkt. Der Start einer neuen Saison ist zwar immer ein Impulsgeber, doch die Herausforderung liegt darin, die Spieler auch über die ersten Wochen hinaus zu fesseln und eine erneute Phase der Stagnation zu vermeiden, die nach der ersten Saison spürbar war.

Trotzdem steht das MMORPG auch nach einem halben Jahr weiterhin stabil da. In China gehört es nach wie vor zu den beliebtesten Online-Spielen (via 17173.com). Doch mit der Routine kommt auch die Kritik – besonders an der Monetarisierung. Der Start von Season 2 wird zeigen, ob die neuen Inhalte ausreichen, um diese Kritik verstummen zu lassen oder ob alte Diskussionen erneut aufflammen.

Das Grindfest vom 21. bis 27. Juli
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: eine Zeitreise durch die Geschichte der Online-Rollenspiele, aber auch nostalgische Rückblicke, Streaming-Abende, Interviews, Kolumnen und Analysen.

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Welche Kritik gibt es? In dem Beitrag auf Baidu Tieba diskutierten viele Spieler über das Monetarisierungssystem. Für die chinesischen Spieler gibt es gerade zu wenige exklusive, teure Skins, die für wohlhabende Käufer gedacht sind. Das Spiel bietet zu günstige Outfits, die auch noch häufig zurückkehren würden – quasi das Gegenteil von FOMO, der Angst, etwas zu verpassen. Für sie bietet das schönste MMORPG der Welt zu wenig Angebote für die „Whales“.

Was für viele Spieler im Westen wie ein Traum klingt, sehen die Spieler in China anders. Sie sind andere Monetarisierungssysteme gewohnt. Das zeigt sich auch an der größten Konkurrenz, Swords of Legends Online. Das MMORPG, das 2023 im Westen schließen musste, ist in China weiterhin beliebt.

Die Nutzer vergleichen die beiden Spiele aufgrund des Wuxia-Genres häufig, kritisieren World of Jade Dynasty aber im Vergleich gerade dafür, dass es an Inhalten und Outfits im Shops fehle. SOLO hat in diesem Bereich die Nase vorn, da das MMORPG bereits 2019 in China veröffentlicht wurde und seitdem stetig mit Updates und Erweiterungen glänzen konnte.

World of Jade Dynasty überzeugt optisch immer wieder.
Die World von Jade Dynasty sieht faszinierend aus.

Ein Ausblick in die Zukunft

Wie steht es um den Release im Westen? Mit der Eröffnung der neuen Server startet die Expansion von World of Jade Dynasty in neue Märkte. Gerade die Server in Hongkong und Singapur können potenzielle Testmärkte für eine englische Sprachversion sein, in beiden Ländern ist Englisch eine der Amtssprachen. Sollte das Spiel dort tatsächlich mit englischer Lokalisierung erscheinen, wäre das ein starkes Zeichen, vielleicht sogar der erste greifbare Vorbote eines westlichen Releases.

Ganz aus der Luft gegriffen ist diese Idee nicht. Schon früh gab es Hinweise, dass die Entwickler auch außerhalb Chinas denken. Das Nvidia-Video, in dem die Echtzeit-Lippensynchronisation mit englischer Sprachausgabe demonstriert wurde, ist bis heute eines der deutlichsten Signale, dass an einer globalen Version gearbeitet wird.

Auch in den Spieldateien früher Betaversionen wurden bereits Ordner für NA, EU und TW entdeckt – ein technischer Hinweis, dass diese Regionen zumindest in der Planung schon länger eine Rolle spielen. Dazu kommt: Perfect World hatte rund um den Launch sogar auf englischen Social-Media-Profilen Werbung für World of Jade Dynasty gemacht. Dort ist es zwar inzwischen leise geworden, aber die Videos und Posts sind noch abrufbar.

Hier könnt ihr das besagte Video von NVIDIA GeForce sehen:

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Fazit

Nach 7 Monaten zeigt sich: World of Jade Dynasty ist es gelungen, den Hype in eine stabile Spielerbasis zu verwandeln. Das MMORPG bleibt wirtschaftlich erfolgreich, wird technisch weiterentwickelt – und geht mit den neuen Servern erste spürbare Schritte in Richtung Internationalisierung. Jetzt zählt es für die Entwickler schnell genug neue Inhalte zu veröffentlichen und die Pause zum nächsten großen Update nicht zu groß werden zu lassen.

Trotz des großen Erfolgs bislang muss das MMORPG jedoch nicht im Westen starten. Die finale Bestätigung steht hier noch aus. Auch das Upgrade von Unreal Engine 5 zur Unreal Engine 5.5 steht noch aus – ein Schritt, der das ohnehin wunderschöne MMORPG technisch weiter aufwerten soll: Das schönste MMORPG der Welt ist gestartet

Produzent von Solo Leveling will mit Staffel 3 eine Grenze durchbrechen und die Serie zum König der Animes machen

Solo Leveling ist einer der erfolgreichsten Animes der letzten Jahre. Ein Produzent hat besonders hohe Ambitionen für die 3. Staffel der Serie.

Was hat der Produzent zum Anime gesagt? Atsushi Kaneko ist einer der Produzenten hinter dem Anime von Solo Leveling, bei dem Fans auf die Ankündigung von Staffel 3 warten. Der Anime ist so erfolgreich, dass er einen Allzeit-Rekord brach und sogar zum Anime des Jahres wurde. Das weiß auch Kaneko, der deshalb hohe Ambitionen entwickelt hat.

Er verriet in einem Interview mit ScreenRant auf der Anime Expo, dass der Anime einmal so erfolgreich sein soll wie die größten Animes aller Zeiten:

Obwohl ich von der Resonanz begeistert bin, habe ich persönlich das Gefühl, dass die Serie noch nicht bei jedem bekannt ist. Solo Leveling ist in Japan noch nicht so allgemein bekannt. Als Japaner, der in Japan lebt, ist der Anime nicht auf dem Niveau von Dragon Ball, One Piece oder Naruto. Aber wenn die dritte Staffel kommt, dann möchte ich diese Grenze wirklich durchbrechen.

Selbst Personen, die nichts mit Animes anfangen können, haben vermutlich schon einmal von Dragon Ball, One Piece oder Naruto gehört. Der Produzent von Solo Leveling hofft, dass die Serie rund um Dungeons voller Monster eines Tages genauso bekannt wird. Doch dafür müsste zunächst eine dritte Staffel angekündigt werden.

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Solo Leveling: Trailer zur 2. Staffel Arise from the Shadow

Solo Leveling weigert sich, Staffel 3 anzukündigen

Was ist der aktuelle Status? Obwohl Staffel 2 schon Anfang des Jahres auslief, gibt es immer noch keine Informationen zu einer 3. Staffel. Auf der Anime Expo wurde leider keine weitere Fortsetzung angekündigt, weshalb in 2025 vermutlich nur noch das Online-Fest von Aniplex im September für eine Ankündigung bliebe.

Die Ankündigung wird deshalb so heiß erwartet, weil zwischen Staffel 1 und 2 nur ein Jahr Pause lag. Würde Staffel 3 im gleichen Tempo erscheinen, müsste sie schon im Januar 2026 starten. Doch dieses Mal ist die Pause zwischen den Staffeln länger.

Stattdessen können sich Fans des Animes auf mehrere Videospiele freuen. Auf der Anime Expo wurde Solo Leveling Karma angekündigt. Dabei handelt es sich um ein Roguelite-Action-RPG im Stile von Diablo, bei dem Spieler in die Rolle von Protagonist Sung Jin-woo schlüpfen. Hier wird allerdings ein Story-Strang erzählt, den es im Anime noch nicht zu sehen gab.

Ein weiteres Spiel, über das sich Fans freuen können, ist Solo Leveling Arise Overdrive. Dabei sollten Spieler allerdings im Kopf haben, dass es zwei Versionen des Videospiels gibt und man sie nicht verwechseln sollte: Das Spiel zu Solo Leveling gibt es gerade kostenlos, ihr solltet es jedoch nicht mit dem Koop-Game auf Steam verwechseln.

Lohnt sich der (Neu-)Start in Final Fantasy XIV 2025?

Final Fantasy XIV wird am 27. August 2025 12 Jahre alt und befindet sich aktuell in der fünften Erweiterung. Damit ist es vielleicht nicht das älteste, aber eins der ältesten noch aktiven MMORPGs der Welt. Aber lohnt es sich auch 2025 noch mit dem Game anzufangen? MeinMMO-Redakteurin Sophia Weiß hat die Antwort. 

Die Geschichte von Final Fantasy XIV begann bereits 2010 mit der 2012 ausgeschalteten 1.0-Version. Die Erfolgsgeschichte hingegen startete 2013 mit dem Relaunch als Final Fantasy XIV A Realm Reborn. 

Mit der ersten Erweiterung Heavensward von 2015 gewann das MMORPG immer mehr an Popularität, die 2019 bis 2022 ihren Höhepunkt mit Shadowbringers und Endwalker fanden. Während der aktuellen Erweiterung Dawntrail leidet das Game aber an Spielerschwund

Mittlerweile ist Final Fantasy XIV aber eins der wenigen MMORPGs, das nicht nur auf PC und PlayStation, sondern auch auf Xbox und MAC spielbar ist. Außerdem ist seit kurzem in China eine Mobile-Variante live

Lohnt es sich also noch 12 Jahre nach dem Relaunch, nach dem Port auf mehrere Plattformen und dem Mobile-Launch noch in Final Fantasy XIV zu starten? Es kommt ganz darauf an. 

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Final Fantasy XIV: Launch-Trailer für Dawntrail stimmt auf das Abenteuer in Tural ein

Was erwartet euch in Final Fantasy XIV in 2025? 

Final Fantasy XIV ist ein sogenanntes Themepark-MMO, in dem ihr eine ganze Reihe unterschiedlicher Inhalte nach dem Freispielen nach Lust und Laune zocken könnt. Neben klassischem MMO-Content wie Raids, Dungeons oder größerer Bosskämpfe gibt es unter anderem auch Schatzkarten, ein In-Game-Casino, Sprung-Puzzle, Housing sowie Handwerker- und Sammlerklassen. 

Welche Inhalte euch zum Beispiel aktuell im Endgame des Spiels erwarten, könnt ihr in unserem Endgame-Guide nachlesen. Zu beachten ist aber, dass grundsätzlich alle Inhalte im MMORPG, soweit nicht aus dem Spiel genommen, auch heute noch relevant sind und aktiv gespielt werden. 

Im Spiel steuert ihr euren Charakter, den sogenannten Krieger des Lichts. Dieser kann individuell gestaltet werden und ihr könnt dafür aus acht Völkern wählen, die es männlich sowie weiblich und in je zwei Untervölkern gibt. 

Zum Start wählt ihr eine von neun Klassen. Ab Level 30 werden diese zu sogenannten Jobs und den aus dem Final-Fantasy-Universum bekannten RPG-Klassen wie Weißmagier, Paladin oder Dragoon. Mit jeder neuen Erweiterung wurde das Spiel mit weiteren Jobs ergänzt, die ab den Leveln 60, 70, 80 und 90 freigeschaltet werden können. 

Ab Level 90 können alle derzeit verfügbaren Jobs, wenn denn die jeweilige Erweiterung in Besitz ist, mit dem gleichen Charakter gezockt werden. Zwischen ihnen gewechselt wird, indem einfach die Hauptwaffe getauscht wird. Gekämpft wird via Tab-Targeting mit Fähigkeiten auf anpassbaren Hotbars.

Wer neu in Final Fantasy XIV startet, muss die gewählte Klasse leveln, aber vor allem die Hauptstory spielen. Diese zieht sich durch das komplette MMORPG und ihr Abschluss ist die Voraussetzung für die meisten Inhalte des Spiels. Die Story kann gegen Bezahlung auch bis zum Start der jeweils aktuellen Erweiterung übersprungen werden. 

Mittlerweile kann das MMORPG auch fast komplett als Single-Player bestritten werden. Für viele Gruppeninhalte stellt das Game entsprechende NPCs zur Verfügung, die die Rollen der Mitspieler einnehmen. 

Final Fantasy XIV 2025: Lohnt sich der Einstieg und wenn ja, für wen?

Ja, denn es ist kostenlos bis Level 70 – schaut einfach rein, hier findet ihr die Testversion auf Steam.

… noch da? Ok, dann Spaß bei Seite – hier die ausführliche Erläuterung: Ja, es lohnt sich auch 2025 noch in Final Fantasy XIV einzusteigen. Allerdings kommt es stark darauf an, warum man das Spiel zocken will. 

Wer gute Storys mag, die einen lang bei der Stange halten und mit der Zeit immer besser werden, ist hier an der richtigen Stelle. Die ersten Stunden in A Realm Reborn sind zäh, trotz der schon gekürzten Questreihen, aber wichtig für die Basis der Story. Spätestens ab Heavensward geht es dann so richtig los und nimmt bis zu den Höhepunkten in Shadowbringers und Endwalker nicht mehr ab. 

Reine Storyspieler müssen sich aber auf die MMORPG-Parts einstellen. Diese ziehen die sehr gute Story in die Länge und können stellenweise den Geduldsfaden strapazieren.

Wer Spaß an traditionellen MMORPG-Inhalten wie Raids und Dungeons hat, wird sich aber an Final Fantasy XIV fast nicht satt spielen können. Dank des Level-Synch-Systems und den Roulettes sind sämtliche Inhalte ab dem ersten Dungeon bis zum aktuellen Endgame nicht nur spielbar, sondern werden auch nach wie vor vergleichsweise schnell mit Spielern besetzt. 

Zudem finden sich via der eingebauten Gruppensuche auch recht schnell Mitspieler für eher obskuren oder selten besuchten Content. Es gibt also 12 Jahre herausfordernde Inhalte, die man bei Bedarf noch komplexer gestalten kann. 

Aber: Ein Aufleveln und sofort in Inhalte eintauchen ist in Final Fantasy XIV nicht möglich. Sämtliche Kampfinhalte müssen mit der Hauptstory und einigen Nebenquests freigeschaltet werden. Wer die Hauptstory skippen möchte, kann dies gegen Geld tun. Aber die neuesten Inhalte stecken trotzdem noch hinter einigen Stunden Questen in Dawntrail. 

Wichtig ist auch zu vermerken, dass die frühen Inhalte zwar nach wie vor gespielt werden, aber mit aktuellem Content stellenweise dann doch nicht mithalten kann: Die Entwickler arbeiten eben seit 12 Jahren am Game und man merkt, wie Dungeons, Raids, Bosskämpfe und auch andere Nebeninhalte immer anspruchsvoller und dynamischer werden, je weiter man im Spiel voranschreitet. 

Zusammengefasst: Wer Spiele mit einer sehr guten Story schätzt oder anspruchsvolle MMORPG-Kampfinhalte genießt oder gar beides, sollte sich Final Fantasy XIV unbedingt ansehen, muss aber einen langen Atem mitbringen.

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von Sophia Weiss

Das sagt unsere Autorin

Final Fantasy XIV begleitet mich jetzt seit Oktober 2016, dieses Jahr also schon neun Jahre. Ich schätze die Kämpfe im Spiel für ihren bunten Mix an herausfordernden Mechaniken – manchmal erinnern sie mich bei perfekter Ausführung sogar an choreografierte Gruppentänze. Ich liebe die Story des Spiels und ich genieße die Mini-Games, Handwerker und Sammler. 

Aber ich weiß auch, wie schwer es ist, mit speziell diesem Spiel anzufangen oder nach langer Zeit zurückzukommen. Man wird erst einmal von einer Vielzahl an Mechaniken und Systemen erschlagen, noch bevor man wirklich weiß, was genau man eigentlich gerade spielt.

Die Kämpfe starten langsam, da man Fähigkeiten erst freischalten muss. Auf Level 100 spielt sich der Dragoon (aus meiner Sicht) hervorragend. Aber das hilft jemandem nicht, der auf Level 35 gelangweilt die immer gleichen drei Buttons drückt.

Auch schreibe ich zwar, dass ich die Story liebe, aber davon kann speziell am Anfang keine Rede sein. A Realm Reborn lässt den eigenen Charakter langsam vom Laufburschen zum epischen Weltenretter werden. Wenn man es bis dahin aber durchhält, fesselt einen der finale Plot-Twist des Base-Games und die erste Erweiterung so richtig. 

Final Fantasy XIV leidet wie viele JRPGs einfach an diesem Meme: Hauptstory Kapitel 2 – finde eine Katze; Hauptstory Kapitel 84: Töte Gott

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Und: Vermutlich wäre ich noch während A Realm Reborn abgesprungen und hätte die Dinge, die ich heute so sehr am Game liebe, nie gesehen. Wenn mich nicht ein halb nackter, tanzender Catboy angesprochen hätte – die Community hat mich also schlussendlich gehalten. Das kann auch heute noch passieren.

Und es hat sich gelohnt. Zumindest bis heute. Aber ich möchte ganz ehrlich sein: Nach 9 treuen Jahren fremdle ich mit dem Plot von Dawntrail. Mir geht es momentan ein bisschen so wie damals bei meinem Einstieg in A Realm Reborn. 

Andere Spieler wiederum kritisieren die neuen Spielinhalte, darunter der neue große MMO-Inhalt. Das sieht mittlerweile sogar der Director und Producer so.

Aber genau das ist für mich das eine Zeichen, dranzubleiben: Final Fantasy XIV wird stets verbessert, angepasst und ist auf der noch glühenden Asche des direkten Vorgängers aufgebaut. Wenn sich Naoki Yoshida und sein Team vornehmen, besser zu werden, stehen die Chancen auf Erfolg sehr gut. 

Heute bin ich entsprechend mehr als gewillt nach so langer Zeit auch noch ein bisschen länger zu zocken. Eben den langen Atem für das Spiel zu haben.

Ich kann Final Fantasy XIV wirklich jedem ans Herz legen, für den auch nur einer der oben genannten Punkte spannend klingt. Durchhalten lohnt sich, auch wenn es sich vielleicht nicht immer danach anfühlt. 

Und wer immer noch nicht sicher ist, ob es das Spiel wert ist: Wenn ihr nicht wollt, müsst ihr für euren ersten Ausflug nicht einmal Geld ausgeben. In der kostenlosen Testversion sind alle Inhalte bis zur zweiten DLC Stormblood und Level 70 drin. Damit bekommt ihr einen wirklich umfangreichen Vorgeschmack auf das, was euch in den wirklich genialen Erweiterungen Shadowbringers und Endwalker erwartet. 

Anspielen kostet euch also wirklich nichts außer etwas Zeit. 

Während unserem aktuell laufendem Grindfest, der MeinMMO-Themenwoche zu MMORPGs, könnt ihr aber noch so einige andere Games kennen lernen. Wenn Final Fantasy XIV euch vielleicht (noch) nicht überzeugt hat, findet ihr vielleicht trotzdem das passende Spiel für euch. Alles rund um unser Programm, sämtliche Artikel und was noch kommt, findet ihr hier: Willkommen zum Grindfest! Das Programm zur großen MMORPG-Themenwoche 2025 von MeinMMO

Pokémon GO schenkt euch Liberlo, Gortrom oder Intelleon – Welches Monster lohnt sich am meisten?

In Pokémon GO könnt ihr gerade ein Gigadynamax-Monster erhalten. Doch welches lohnt sich am meisten?

Gestern liefen die Pokémon Presents. Dabei wurde für Pokémon GO ein neuer Promo-Code veröffentlicht, den ihr kostenlos einlösen könnt. Hierdurch habt ihr die Möglichkeit, eine kostenlose, befristete Forschung zu erhalten.

Im Rahmen dieser Forschung könnt ihr ein Gigadynamax-Monster erhalten: Liberlo, Gortrom oder Intelleon. Doch welches der Monster lohnt sich am meisten? Wir haben uns das Ganze für euch angeguckt.

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So sah das Pokémon GO Fest 2025 in Paris aus

3 starke Gigadynamax-Monster zur Auswahl

Wie stark sind die Monster als Angreifer? Alle 3 Monster, bei denen es sich um die letzten Entwicklungen der Starter aus der 8. Generation handelt, sind starke Angreifer in ihren jeweiligen Typen. Gortrom ist ein Pflanzen-Angreifer, Liberlo ein Feuer-Angreifer und Intelleon ist vom Typ Wasser.

Jedes der einzelnen Monster gehört zu den stärksten Angreifern im Bereich der Dynamax-Monster. Aus dieser Perspektive heraus könnt ihr also bei jedem der 3 Pokémon nichts verkehrt machen, egal für welches ihr euch entscheidet. Intelleon besitzt jedoch den höchsten Angriffswert der 3 Monster.

Wie gut sind die Monster als Verteidiger? Wollt ihr eines der Pokémon als Verteidiger einsetzen, gibt es hier größere Unterschiede. Während Intelleon den höchsten Angriffswert der 3 Monster besitzt, sind die Werte in den Bereichen Verteidigung und Lebenspunkte geringer als bei den anderen beiden Monstern.

Liberlo kann sich hier in der Mitte der 3 Monster positionieren und Gortrom ist das beste der 3 Pokémon für die Verteidiger-Rolle. Sucht ihr also grundsätzlich einfach nur den stärksten Verteidiger für euer Team, dann solltet ihr euch vor allem Gortrom oder Liberlo genauer anschauen.

Welches Pokémon lohnt sich nun am meisten? Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei allen 3 Pokémon um starke Angreifer handelt, auch wenn Intelleon hier die Nase leicht vorn hat. Als Verteidiger sind Gortrom und Liberlo etwas besser.

Wichtig ist jedoch auch zu beachten, wie euer Dyna- und Gigadynamax-Team bisher aussieht. Habt ihr beispielsweise bereits starke Angreifer der Typen Feuer und Wasser, dann solltet ihr eher in Erwägung ziehen, Gortrom zu nehmen, um euer bisheriges Team um einen starken Angreifer zu ergänzen und mehr Typen abzudecken.

Neben dem neuen Code gibt es aktuell auch noch viele weitere Inhalte, Events und Raids, die in Pokémon GO auf euch warten. Wenn ihr wissen wollt, welche das genau sind und wann sie stattfinden, dann werft gerne einen Blick auf unsere Übersicht mit allen Events im Juli 2025 in Pokémon GO.

Housing in WoW hat eine massive Einschränkung – Nicht alle Charaktere bekommen ein Haus

Housing wird das neue Mega-Feature in World of Warcraft. Doch eine „Kleinigkeit“ stört schon jetzt. Denn nicht alle Charaktere bekommen ein Haus.

Auf kaum ein anderes Feature haben langjährige Fans von World of Warcraft so ausdauernd gewartet, wie auf das Player-Housing. Mit Midnight ist es endlich soweit, dass unsere WoW-Heldinnen und -Helden endlich ihr Eigenheim beziehen können. Da man sich dazu entschieden hat, das „WildStar-Housing“ quasi 1:1 zu übernehmen, wird das System die allermeisten auch glücklich machen.

Doch es gab einen, großen Dämpfer, der das Housing schon jetzt trübt. Denn: Jeder Account kann maximal 2 Häuser haben.

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Spieler-Häuser in WoW werden das „ehrgeizigste Feature, das es jemals gab“

Zwei Häuser pro Account macht viele Charaktere obdachlos

Insgesamt wird ein Account lediglich zwei Häuser besitzen können (via icy-veins), ein Haus auf Seite der Allianz und eines auf der Seite der Horde. Gerade aus Sicht von Leuten, die gerne Rollenspiel in World of Warcraft betreiben, ist diese Einschränkung ziemlich groß und führt zu einigen unschönen Entscheidungen.

Ich nehme mich da nur mal selbst als Beispiel. Im Laufe der Jahre habe ich mehrere Charaktere im RP gespielt und viele davon spiele ich noch heute immer wieder. Ich habe mir schon lange ausgemalt, in was für einer Art Haus die unterschiedlichen Charaktere leben würden:

  • Meine Nachtelfen-Magierin soll in einem halb verfallenem Magier-Turm leben, der an die Umgebung von Düsterbruch erinnert und mit allerhand Azshara-Verzierungen ausgestattet ist.
  • Meine Draenei soll ein sehr kleines Haus haben, das nur aus zwei Zimmern besteht und gerade so mit dem nötigsten ausgestattet ist. Vielleicht ein Haus der Menschen, wenn sie doch in Sturmwind lebt.
  • Meine Blutelf-Hexenmeisterin soll ein größeres Anwesen im Immersang-Wald besitzen, natürlich mit umfangreichem Studierzimmer, aber auch einigen okkulten Räumlichkeiten für die Dämonenbeschwörung und Erforschung der Teufelsmagie.
  • Und meine Dämonenjägerin will irgendeinen teufelsverseuchten Ort (vielleicht ein altes Legions-Schiff), an dem sie die Schädel ihrer erlegten Dämonen aufhängen kann.

Das Problem: Nur exakt zwei meiner Charaktere werden ihr Haus bekommen. Denn da wir alle nur jeweils ein Haus bei der Horde und ein Haus bei der Allianz haben können, ist es schlicht gar nicht möglich, all diese Ideen umzusetzen.

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Meine Hexe könnte in die Röhre schauen – denn nicht alle werden ein Haus bekommen.

Ganz ehrlich: Das hat meiner Vorfreude schon einen dicken Dämpfer verpasst. Vor allem stört es mich, weil man so viel von WildStar beim Housing übernommen hat. Dort gab es – außer meine Erinnerung lässt mich komplett im Stich – diese Einschränkung nicht. Jeder Charakter konnte ein eigenes Haus haben.

Ich hätte mir gewünscht, dass das auch für World of Warcraft der Fall ist. Der Grund dafür ist die Server-Last und die wird wohl für WoW höher als bei WildStar sein. Aber ich glaube, dass man hier hätte Lösungen finden können, etwa „private“ Häuser oder die Option, zwischen mehreren gespeicherten Häusern schnell wechseln zu können. Etwas, auf das ich noch hoffe.

Viele Charaktere werden kein Haus haben

Bei der Entscheidung fühle ich mich auch ein klein wenig von Blizzard verraten. Denn die ganzen Vorschau-Beiträge der Entwickler sprechen immer wieder davon, wie Housing doch „für alle“ da sein soll oder wie jeder Held und jede Heldin einen Platz in Azeroth haben soll.

Aber genau das ist eben nicht der Fall, wenn nur 2 Charaktere pro Account ein Haus haben können oder man sich eine Erklärung aus den Fingern zieht, warum denn all meine Allianz-Charaktere in einer großen WG leben.

Anstatt mich jetzt schon in der Vorfreude zu suhlen und mir auszumalen, wie denn die einzelnen Häuser meiner geliebten Charaktere im Detail aussehen werden, was für Geheimgänge ich einbaue oder welche versteckten Ritualzimmer ich verstecke, kreisen meine Gedanken vor allem um die Frage: Wer bekommt kein Haus?

Ich will nicht, dass ihr das falsch versteht: Ich freue mich noch immer riesig auf das Housing und werde da sicher Hunderte Stunden Zeit hineininvestieren. Aber bevor das der Fall ist, muss ich erst einmal überlegen, welcher meiner Charaktere denn wirklich ein Haus bekommt – und wer in die Röhre schaut. Das ist ein störender Dämpfer für ein absolutes Hype-Feature, der meiner Meinung nach einfach nicht sein müsste und auch meine Lust dämpft, jetzt schon Housing-Items zu farmen.
Oder wie seht ihr das?

Mega Dragoran aus Pokémon Legenden Z-A hat endlich das, was mir immer gefehlt hat

In der jüngsten Pokémon Presents wurde die Mega-Entwicklung von Dragoran vorgestellt, die in Pokémon Legenden Z-A ihr Debut feiern wird. MeinMMO-Chefredakteruin Leya findet, dass die nicht besser hätte umgesetzt werden können.

Ich bin sicher nicht die einzige, die damals verwirrt war, als sie das erste mal Dragoran in Pokémon Rot oder Blau sah.

Das Design mochte ich zwar immer gut leiden. Ich meine, guckt ihn euch an:

Dragoran muss man einfach lieb haben, mit seinen rundlichen Formen und den Knopfaugen. Das niedliche Aussehen war von jeher ein Trugschluss, denn Dragoran ist auch gleichzeitig ein mächtiger Drache gewesen.

Guckt man sich aber seine Vorstufen Dragoran und Dragonir an, kann auch Verwirrung aufkommen, ob man sich in der Evolutionslinie vertan hat und irgendwo in den Schubladen von Entwicklerstudio Game Freak noch ein blauer, agiler Drache als Entwurf verstaubt.

Ich fragte mich immer, was mit den Flügeln auf dem Kopf passiert ist und warum da nur noch Antennen sind. Auch die Kugeln, die Dragoran zu Dragonir wachsen, sind bei der letzten Stufe nicht mehr vorhanden. Der Farbwechsel von blau zu orange ist dann auch recht radikal.

Mega-Dragoran greift die “fehlenden” Design-Elemente auf

Als ich gestern Abend die Pokémon Presents schaute, ist mein Herz sofort geschmolzen. Es gibt jetzt neue Infos zu Pokémon Legenden Z-A, darunter die Bedeutung von Mega-Evolutionen. In dem Zusammenhang wurde dann auch Mega-Dragoran enthüllt. Und jetzt guckt es euch an:

Das Design von Dragoran haben sie kaum verändert. Er ist immer noch der freundliche, kuglige Drache. Aber es werden ein paar Elemente von Dragonir übernommen, die ihm nahezu einen engelhaften Look geben.

Die Antennen von Dragoran werden wieder zu Flügeln, die weit aufgefächert und fluffig erscheinen. Die Kugel am Schwanz wurde auch wieder aufgegriffen, die bläulich schimmert. Dazu gibt es noch ein paar extra Flügel an Beinen und Armen. Die Querstreifen am Bauch sind nun gezackt, wodurch Dragoran fast agil aussieht! Fast.

Verstärkte Gutmütigkeit ist brutal

Lachen muss ich dann, als ich die Beschreibung von Mega-Dragoran finde. Es heißt, die Gutmütigkeit sei sogar verstärkt, für die Dragoran bekannt sei. Dazu gibt es folgende Beschreibung:

Für Mega-Dragoran ist das schnelle Ende eines Pokémon-Kampfes eine gutherzige Geste gegenüber seinem Gegner. Seine Gutmütigkeit wächst durch die Mega-Entwicklung und es greift Gegner mit starken Attacken und einem Lächeln an. Wenn es jedoch spürt, dass jemand in Not ist, eilt es dieser Person sofort zur Hilfe – auch wenn es sich gerade inmitten eines erbitterten Kampfes befindet.

Offizielle Website zu Pokémon Legends A-Z

Wenn ihr also einem Mega-Dragoran in Pokémon A-Z begegnet, seid vorsichtig, dass es euch mit einem gutherzigen Hyperstrahl nicht einfach zurück ins Nichts beamt. Und euch dabei nett mit seiner verstärkten Gutmütigkeit anlächelt.

Laut den neuen Infos werden Mega-Entwicklungen wohl wie eine Art Raid-Bosse in der Stadt Illumina City funktionieren. Dalles dazu, seht ihr in unserer Übersicht zur jüngsten Pokémon Presents:

Pokémon Legenden Z-A enthüllt, wie wichtig die Megas werden.

Ich habe online schon viele Diskussionen zum Design von Mega-Dragoran. Ich gehöre klar zum Lager, der Fans zum Design. Wie sieht es bei euch aus?

Der Shooter, der das Genre retten wollte, hat 7 Wochen nach Release 90 % seiner Spieler verloren, geht jetzt zurück zur Beta

Splitgate 2 wurde auf dem Summer Game Fest 2025 als der Shooter beworben, der sein Genre retten wollte, doch jetzt versucht sich das Spiel mit drastischen Maßnahmen zu retten. Es geht sogar zurück zur Beta.

Was habe ich zu Splitgate 2 verpasst? Auf dem Summer Game Fest 2025 ging der CEO von Studio 1047 Games, Ian Proulx, auf die Bühne und hielt eine überzeugende Rede über den Verfall des Shooter-Genres. Es bräuchte Veränderung, um FPS wieder großartig zu machen. Diese Veränderung hatte der CEO im Gepäck, denn gleich darauf wurde Splitgate 2 vorgestellt.

Das Spiel soll neben seinem bekannten Area-Modus mit Portalen auch einen Battle Royale besitzen, sowie Battle Passes und Skins zum Verkauf anbieten. Für viele Shooter-Fans eine herbe Enttäuschung. Splitgate 2 bewarb sich als Rettung des Genres, doch nun, 7 Wochen nach seinem Release, hat das Spiel 90 % seiner Spieler auf Steam verloren (Quelle: steamcharts.com).

Mit einem offenen Brief meldete sich deshalb das Studio jetzt zu Wort, um die zukünftigen Pläne zu besprechen und sein Spiel zu retten.

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Splitgate 2 mit neuem Cinematic-Trailer angekündigt

„Wir haben viele dunkle Tage erlebt und viele Fehler gemacht.“

Was haben die Entwickler angekündigt? In einem offenen Brief auf Steam (Quelle: store.steampowered.com) meldete sich das Studio 1047 Games zu Wort, um die derzeitige Lage von Splitgate 2 zu besprechen. Das Team gesteht sich ein, das Spiel viel zu früh veröffentlicht zu haben. Aus diesem Grund geht es zurück zur Beta. In der Beta-Phase sollen wichtige Punkte dann angepasst werden, die Fans bemängelt haben, darunter:

  • Fortschrittsystem überarbeiten
  • Mehr Portale in Maps implementieren
  • Monetarisierung vereinfachen
  • sich lieber auf die klassischen Modi fokussieren

Zudem soll der Fokus mehr auf die Community gelegt werden und die Entwicklung zurück zu den Wurzeln gehen, wie es damals auch mit Splitgate 1 der Fall war. Es soll mehr Umfragen und Playtests geben. Ziel sei es, die DNA des ersten Ablegers mit den Verbesserungen aus Teil 2 zu kombinieren.

Da der Verlust der Spielerbasis auch für finanzielle Probleme gesorgt hat, musste das Studio Maßnahmen ergreifen, um Splitgate 2 weiterentwickeln zu können. Deshalb wurden einige Stellen aus dem Team gestrichen. Außerdem wurde angekündigt, dass die OG Splitgate-Server in einem Monat heruntergefahren werden.

Wie geht es jetzt weiter? Splitgate 2 soll immer noch spielbar bleiben. Zudem ist geplant, dass Chapter 3 noch veröffentlicht wird. Bugfixes sowie große Änderungen sollen ebenfalls noch veröffentlicht werden, doch danach soll die Priorität bei der Entwicklung des Shooters liegen.

Laut dem Studio soll die Beta-Phase bis ins Frühjahr 2026 andauern, doch das sei noch nicht in Stein gemeißelt. Es bleibt abzuwarten, ob diese Änderungen den Durchbruch gewähren, den sich die Entwickler versprochen haben. Bis dahin haben wir für euch eine große Liste mit den besten Shootern 2025 erstellt, solltet ihr nach einer Alternative suchen: Die 25 besten Shooter 2025 – Diese PvP- und PvE-Spiele überzeugen mit ihrem Gameplay

Das neue Update von Lost Ark ist ein Gewinn für Solo-Spieler und bringt Goldseller zum Weinen

Am 23. Juli 2025 erscheint das Update „Welcome to Paradise“ für Lost Ark, und in mehrfacher Hinsicht lesen sich die Patch Notes tatsächlich wie der Himmel auf Arkesia.

Was muss ich zum neuen Update wissen? Um das sehr umfangreiche Update „Welcome to Paradise“ auf die Server von Lost Ark bringen zu können, steht am 23. Juli 2025 eine lange Wartungsphase von etwa 10 Stunden an. Die Wartung startet um 9:00 Uhr. Vor heute Abend wird also wohl niemand die neuen Inhalte ausprobieren können.

Zu den Highlights des Updates gehören:

  • Ein neuer, experimenteller Solo-Inhalt mit dem Namen „Paradise“, der aus einer Reihe von saisonalen, wöchentlichen Herausforderungen besteht. Über die könnt ihr euch ohne Gruppenpflicht allerlei Belohnungen erspielen, die euch bei der Progression eurer Helden helfen. Mal müsst ihr Gegnerwellen zurückschlagen, mal Bosse im Duell bezwingen, mal euch durch 100 Ebenen kämpfen.
  • Im Zuge der neuen Solo-Inhalte erspielt ihr euch die saisonale Ausrüstung „Legacy of Paradise“, die aus 6 Teilen besteht und aufgewertet sowie modifiziert werden kann. Über die Ausrüstung schaltet ihr zudem besondere Effekte frei.
  • Da viele Belohnungen aus „Paradise“ an den Charakter gebunden sind, sinkt durch das neue Feature zudem der Minmaxing-Zwang, mit verschiedenen Twinks für den Main-Charakter farmen zu „müssen“, um das Maximum aus dem neuen Inhalt herauszuholen.
  • Mit Aegir Solo steht nun zudem ein weiterer Legions-Raid-Abschnitt allen Solisten mit ausreichend starker Ausrüstung (Itemlevel 1.660+) zur Verfügung. Zudem sind einige andere Solo-Inhalte jetzt einfacher respektive lohnenswerter.
  • Es starten gleich mehrere Events, die euch dabei helfen sollen, eure Charaktere für das Endgame fit zu machen – wie der Event-Powerpass, Mokoko-Challenge-Express, das Mokoko-Bootcamp oder das Growth-Support-Mission-Event. All diese Ereignisse liefern euch zusätzliche Belohnungen, durch die ihr effizient das Itemlevel eurer Helden steigern könnt.
  • Das neue Update bringt diverse Verbesserungen für das UI und verschiedene Menübereiche, um diese übersichtlicher und klarer zu strukturieren oder um weitere Informationen anzubieten. Auch der gesamte Erfolge-Bereich bekommt eine Überarbeitung spendiert.
  • Die Entwickler führen für diverse Features Charakter-gebundenes Gold ein, um den unerlaubten Verkauf von Gold für Echtgeld zu bekämpfen.
  • Das neue Update bringt einen kostenlosen Legendary-Skin für alle Spieler.

Zu all dem kommen noch unzählige Balancing-Anpassungen für Klassen und Inhalte, 4 zusätzliche Frisuren sowie Verbesserungen für so gut wie jeden Bereich von Lost Ark. Die sehr langen Patch Notes findet ihr auf playlostark.com.

Für Lost Ark gibt’s einen Live-Action-Trailer:

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Lost Ark Live-Action-Trailer

„Endlich ein richtig großes Update“

Wie bewertet die Community das Update? Auf Reddit wird das Update natürlich schon diskutiert, genauso unter dem neuen Video-Teil von „Eye On Arkesia“ auf YouTube. Viele Spieler loben die Entwickler für die aktuelle Info-Dichte und viele der Neuerungen.

  • Known-Meeting3702 schreibt etwa auf Reddit: „Ich liebe die proaktive Kommunikation, die wir erhalten haben. Unabhängig davon, ob allen gefällt, was gesagt wird oder nicht, ist Kommunikation einfach wichtig.“
  • Ricky-Doo-Dah-Grimes freut sich auf Reddit vor allem über 2 Dinge: „Kostenloser legendärer Skin nächste Woche und Änderungen, die Alt-Roster-Gold bekämpfen. W AGS.“ Anmerkung der Redaktion: Das W steht für Win, das AGS für Amazon Game Studios. Damit lobt der Spieler also den Publisher von Lost Ark.
  • sparycz lobt auf Reddit: „Nach langer Zeit gibt es endlich ein richtig großes Update. Schön!“
  • Zealousideal_Wash_44 erklärt auf Reddit: „Die Goldverkäufer jammern auf Discord bereits wegen dieses Updates. Ich hoffe, dass es zu einer Massen-Sperrung von Zweitaccounts kommt, damit es ein GROSSER W +++ wird.“
  • KeenZorse kommentiert auf YouTube: „Ich bin total begeistert von Paradise, kein P2W, einfach nur entspanntes Gameplay, klingt nach Spaß.“

Manch ein Spieler findet sogar, dass die Änderungen nicht weit genug gehen, weil beispielsweise die Solo-Raids immer etwas hinter den aktuellen Raid-Inhalten hinterherhinken, oder weil es immer noch Inhalte gibt, über die man sich ungebundenes Gold erspielen kann. Wie seht ihr das?

Wer mal wieder oder erstmals in Lost Ark reinspielen möchte, muss mittlerweile übrigens damit leben, dass das MMORPG nur Englisch als Sprache sowie das englische QWERTY-Layout für die Tastaturen unterstützt. Die Gründe dafür erfahrt ihr hier: Das MMORPG Lost Ark streicht die gesamte deutsche Sprache, damit ihr nicht versehentlich eine falsche Taste drückt

Das große Strategie-Spiel zu Warhammer auf Steam entfernt endlich eines seiner unsinnigsten Features

Total War: Warhammer 3 nimmt euren Einheiten eine umstrittene Fähigkeit weg. Ihr dürft schon bald testen, wie sich das anfühlt.

Um welche Fähigkeit geht es? Die Entwickler nennen sie „pocket ladders“, von der Community wurden sie aber „ass ladders“ (also „Arschleitern“) getauft. Das sind die Leitern, die eure Infanterie automatisch in jedes Belagerungsgefecht mitnimmt, um damit die gegnerischen Wälle zu erklimmen. Die werden so genannt, weil Einheiten sie aus dem Nichts hervorholen – also quasi „aus dem Arsch ziehen“.

Hier seht ihr noch einmal den neuesten Teaser zum kommenden DLC Tides of Torment:

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Total War: Warhammer 3 – Der offizielle Teaser zum DLC Tides of Torment

Diese Leitern sind seit Teil 1 fester Bestandteil der Warhammer-Trilogie und bei der Community ziemlich verhasst:

  • Angreifern machen sie es viel zu einfach, gegnerische Siedlungen zu überrennen. Die Mauern stellen kaum ein Hindernis dar, ihr könnt ganz einfach von allen Seiten in die Siedlung eindringen, eine zahlenmäßig unterlegene Garnison kann dagegen nichts ausrichten.
  • Als Verteidiger habt ihr das umgekehrte Problem. Derzeit lohnt es sich kaum, die Mauern zu halten, weil diese viel zu leicht erklimmt werden. Die bessere Taktik ist es daher oft, diese zu ignorieren und Engpässe in der Siedlung zu verteidigen. 

Sowohl als Verteidiger als auch als Angreifer geht die größte Besonderheit von Belagerungsschlachten verloren – eben das Verteidigen oder strategische Überwinden der Mauern. Außerdem sind Leitern, die aus dem Nichts auftauchen, nicht gerade immersiv.

Entwickler lassen euch ohne die verhassten Leitern spielen

Jetzt reagieren die Entwickler: Und das Ergebnis könnt ihr bald selbst austesten. Am 24. Juli 2025 gehen nämlich die „Siege Proving Grounds“ live – eine Beta, in der die Entwickler einige Änderungen an den Belagerungen mithilfe der Community testen.

Die verhassten Leitern sind jetzt weg, aber nur auf Wunsch. Wer will, kann die nämlich in den Optionen nach Belieben aktivieren und deaktivieren. Das geht auch innerhalb einer Kampagne, allerdings nicht während einer Schlacht. 

Deaktiviert ihr die automatischen Leitern, könnt ihr sie als Belagerungsgeräte bauen. Diese sind langsamer und empfindlicher als Belagerungstürme, werden aber schneller produziert. Zudem erleidet ihr keine hohen Verluste, wenn der Feind eure Leitern auf dem Weg zur Mauer zerstört.

Das aktuelle Modell der Belagerungsleitern in der Beta ist übrigens nur ein Platzhalter. Die verschiedenen Völker haben noch keine individuellen Designs für ihre Leitern. Sollten sie ins fertige Spiel übernommen werden, bekommen sie aber noch welche.

Die Beta läuft vom 24. Juli bis zum 7. August, also zwei Wochen lang. Um euch hierfür anzumelden, klickt mit der rechten Maustaste auf euer Spiel, dann auf „Eigenschaften“ und zuletzt auf „Betas“. Dort könnt ihr unter „Betateilnahme“ die Siege Proving Grounds auswählen.

Vor rund 2 Wochen kündigte das Team hinter dem Spiel an, dass sie den Release des neuesten DLCs nach hinten verschieben. Dafür teaserten sie jedoch eine Reihe spannender neuer Inhalte an und die mögliche Ankunft eines Fan-Lieblings. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel: Total War: Warhammer 3 plant riesigen DLC für den Sommer, will 2 Fraktionen aufpeppen, muss jetzt alles verschieben

Blumentöpfe in Final Fantasy XIV sahen damals so schick aus, dass sie beinahe das ganze Spiel zerstört hätten

Final Fantasy XIV hatte zum Release 2010 mit einem besonderen Problem zu kämpfen: Blumentöpfe sahen viel zu schick aus. Das erklärte Producer und Director Naoki Yoshida in einer Rückschau. Denn die Blumentöpfe hätten insgesamt sehr viel Leistung benötigt.

Final Fantasy XIV wurde 2010 erstmals veröffentlicht. Doch das MMORPG wurde von der Presse und den Spielern zerrissen: Es galt als unfertig, verbuggt und hatte mit zahlreichen weiteren Problemen zu kämpfen.

Später wurde das MMORPG schließlich offline genommen, um es komplett zu überarbeiten. Neuer Chef wurde Producer und Director Naoki Yoshida. Yoshida erklärte damals in einem Rückblick (via Polygon.com), dass es gleich mehrere große Probleme gegeben habe. Eines davon wären Blumentöpfe im Spiel gewesen, denn die hätten einfach zu schick ausgesehen.

Das Grindfest vom 21. bis 27. Juli
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: eine Zeitreise durch die Geschichte der Online-Rollenspiele, aber auch nostalgische Rückblicke, Streaming-Abende, Interviews, Kolumnen und Analysen.

Hier geht’s zum Programm zur großen MMORPG-Themenwoche 2025 von MeinMMO

Den offiziellen Trailer zur ursprünglichen 1.0-Version könnt ihr euch hier ansehen:

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Final Fantasy XIV Trailer zu Version 1.0 zeigt eine vergangene Zeit

Töpfe sahen so schick aus wie Spielercharaktere und das sorgte für Probleme

Was war das Problem mit den Töpfen? Yoshida erklärte, dass man zu Beginn von einer perfekten grafischen Qualität besessen gewesen sei. Das Spiel sollte toll aussehen, doch genau diese Entscheidung kostete jede Menge Rechenleistung.

Als konkretes Beispiel zeigte Yoshida damals einen Screenshot eines Blumentopfes vor einem Gasthaus in der ersten Version von Final Fantasy 14. Er nannte ihn „den schönsten Blumentopf in einem MMO“, verriet dann aber, dass er sehr viel Performance kostet: Ein einziger Blumentopf enthielt über 1.000 Polygone und 150 Zeilen Shader-Code, was bedeutet, dass er so viele Ressourcen wie ein einzelner Spielercharakter beanspruchte.

Was sind Polygone? Ein Polygon ist die kleinste Einheit einer 3D-Grafik. Ein dreidimensionales Objekt kann sich aus einigen wenigen bis vielen tausend Polygonen zusammensetzen. Je mehr Polgyone, desto komplexer ist das Objekt. Damit sich das Objekt am Ende noch bewegen kann, benötigt es zusätzlich noch ein Bewegungsmodell (ein sogenanntes Rig).

Damit das Spiel dennoch vernünftig funktionierte, ging man im Team einen Kompromiss ein: Man schränkte die Zahl der Spielercharaktere ein, die gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen sind, auf 20. Dadurch konnte man die Rechenleistung begrenzen und damit lief das Spiel zum Release einigermaßen flüssig. Am Ende gab es dann mehr hübsche Grafik und weniger echtes MMO-Feeling.

Welche Probleme gab es noch? Yoshida nannte noch zwei weitere Gründe:

  • Dem damaligen Entwickler-Team fehlte es an MMO-Kenntnissen und -Erfahrungen.
  • Große Designfehler im Spiel selbst. Die Entwickler hofften jedoch, dass man die Probleme im Nachhinein dann noch mit Patches lösen könne.

Final Fantasy XIV wurde kräftig überarbeitet und gehört heute zu den wichtigsten, aktiv laufenden MMORPGs, die ihr spielen könnt. Ob sich der Einstieg lohnt und worauf ihr achten müsst, lest ihr in folgendem Artikel direkt auf MeinMMO: Lohnt es sich noch in Final Fantasy 14 einzusteigen?

Quelle(n):
  1. thegamer.com

Dieses Boss-Duo aus WoW hat mich gebrochen, sorgte für meinen Rücktritt aus der Gilden- und Raidleitung

Unser MMORPG-Experte Karsten Scholz zockt schon seit 20 Jahren World of Warcraft. Für die erste Pause sorgten zwei Bosse aus der Erweiterung „The Burning Crusade“, die zu den härtesten Herausforderungen der ersten WoW-Jahre gehören.

Meine schönste und intensivste Zeit in World of Warcraft lief sicherlich von meinem persönlichen Start im Frühling 2005 (alles war neu und SO faszinierend!) bis zum Fall vom heroischen Lichkönig in „Wrath of the Lich King“. Was war das für ein epischer Finalkampf einer Erweiterung!

Von den ersten 58 Leveln abgesehen, erlebte ich diese Phase unter dem Banner der Gilde Godmode vom schönen Server Dun Morogh, in der ich gemeinsam mit einem befreundeten Paar untergekommen war. Dort arbeitete ich mich im Laufe von „Vanilla“ erst zum Offizier der Schurken hoch, nur um zum Start von „The Burning Crusade“ dann auch in den Gildenrat aufzusteigen und regelmäßig Raid-Abende zu leiten.

WoW und Bugs, das gehört seit Tag 1 zusammen:

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3 absurde Bugs, die in WoW passiert sind

Spieler, Organisator, Seelsorger, Manager

Ich weiß noch, wie gleichermaßen erfüllend und anstrengend der Job als Raid- und Gildenleiter war. Teils kam ich mir wie ein Vollzeit-Manager vor, mit regelmäßigen Meetings und Bewerbungs- sowie Personalgesprächen. Ständig musste irgendetwas vorbereitet oder organisiert werden. Oder jemand hatte etwas auf dem Herzen und brauchte ein, zwei Ohren, die zuhören.

Dazu kam, dass TBC einige ganz besondere Herausforderungen für Gildenleiter im Gepäck hatte. Die Umstellung von 40er- und 20er-Raids auf erst 10er (Karazhan) und dann 25er. Oder den Attunement-Wahnsinn, den man meistern musste, um stets genug Mitstreiter im Kader zu haben, die es sich über aufwendige Questreihen hinweg verdient hatten, die jeweilige Instanz überhaupt betreten zu dürfen.

Da sich bei Godmode ein fantastischer Haufen zusammengefunden hatte, investierte ich diese Zeit und Energie lange sehr gern. Schließlich gab’s nicht nur die Arbeit für die Gilde, sondern auch das gemeinsame Feiern nach einem First-Kill, die feuchtfröhlichen Gildentreffen, Ingame-Hochzeiten, launige PvP-Runden sowie unzählige gemeinsame Stunden im TeamSpeak.

In WoW: Burning Crusade Classic gingen Bosse wie Vashj zuerst ohne die damaligen Nerfs live:

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Die Doppelachse des Grauens

Zu den Herausforderungen der ersten WoW-Erweiterung gehörten auch die teils richtig knackigen Bosskämpfe, für die man immer mal wieder ein bestimmtes Raid-Setup oder Klamotten mit spezifischen Widerständen benötigte.

Zu den härtesten Progress-Blockern der TBC-Ära gehörten dabei die beiden Endbosse der Tier-5-Stufe: Lady Vashj aus der Höhle des Schlangenschreins sowie Kael’thas Sonnenwanderer aus der Festung der Stürme. Wie andere Bosse der Erweiterung fielen auch diese anfangs so schwer (und verbuggt) aus, dass Blizzard sie im Laufe der Erweiterung mehrfach spürbar abschwächen (und reparieren) musste.

Selbst die damaligen Profi-Spieler von Nihilum, Death Wish oder Death & Taxes brauchten Wochen, um die beiden Endbosse dieser Stufe in die Knie zu zwingen:

  • World First Kill des letzten Bosses vor Lady Vashj im Schlangenschrein: 12. März 2007
  • World First Kill von Lady Vashj durch Nihilum: 29. März 2007
  • World First Kill des letzten Bosses vor Kael’thas: 24. April 2007
  • World First Kill von Kael’thas durch Nihilum: 25. Mai 2007
World-First-Race im Schlangenschrein von WoW: The Burning Crusade. Die vollständige Historie der Raid-Erfolge aus World of Warcraft findet ihr auf method.gg.

Warum war Lady Vashj so schwer?

Bei Lady Vashj steht ein 3-Phasen-Kampf an, in dem Spieler Aufgaben übernehmen müssen, die über Wipe oder Sieg entscheiden. Besonders knifflig ist Phase 2, in der sich Vashj mit einer Blase schützt, die man über die Deaktivierung von Reaktoren brechen muss. Dafür gilt es, Elementare zu erledigen, aus deren Reste einen besudelten Kern zu looten und diesen dann zu einem der Reaktoren zu bringen.

Gemein: Wer den Kern trägt, ist paralysiert und kann sich nicht bewegen. Die Lösung: Man wirft den Kern von Spieler zu Spieler, bis dieser nah genug am Reaktor ist, um diesen zu deaktivieren. Damit das klappt, muss man sich aufteilen, Schaden fokussieren, absprechen und auf Sichtlinien achten.

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In der Praxis sah das jedoch so aus, dass die Elementare verschwanden, bevor sie getötet wurden, dass die Sichtlinie für den Wurf nicht gegeben war, dass der Kern beim falschen Spieler landete oder dass die verantwortlichen Spieler durch andere Mechaniken starben und sich nicht rechtzeitig ein Ersatz organisieren ließ.

Erschwert wurde all das durch zig andere ständig auftauchende Gegner, die auf eine ganz bestimmte Art kontrolliert werden wollten. Fröhliches Wipen in Phase 2 war das Ergebnis. Und wenn man diesen Punkt endlich gemeistert hatte, war da ja noch Phase 3, in der Vashj unter anderem Spieler aus dem Raid übernimmt und in Todesmaschinen verwandelt. Das sorgte sogar noch in TBC Classic für Frust.

WoW Burning Crusade: Lady Vashj
Lady Vashj

Was machte Kael’thas so knifflig?

Was Bosskämpfe mit unterschiedlichen Phasen angeht, hat Blizzard es bei Kael’thas einfach übertrieben. Zuerst bekommt man es nacheinander mit seinen vier Beratern zu tun (Phase 1). Danach weckt der Boss seine legendären Waffen zum Leben, die man schnellstmöglich erledigen und den richtigen Spielern zuteilen muss (Phase 2).

In Phase 3 hetzt Kael’thas seine Berater erneut auf den Schlachtzug, nur dieses Mal gleichzeitig. Nach einiger Zeit greift er dann selbst in den Kampf ein, um beispielsweise einen tödlichen Pyroblast auf Spieler zu schleudern (Phase 4). Zu guter Letzt entfernt der Blutelfe die Gravitation im Raum, sodass man sich schwebend mit Kael’thas anlegen muss (Phase 5).

All das sowie die ganzen noch nicht erwähnten Mechaniken in alle Köpfe reinzubekommen, die genauen Strategien dann einzustudieren und bei jedem kleinen Fehler wieder von vorn anzufangen, während es bei Phasenwechsel gern auch mal Zwangspausen gibt, weil der quasselnde Kael nicht in die Pötte kommt … das war eine harte Geduldsprobe, die zumindest für meine Gilde viele Wochen andauern sollte.

WoW Burning Crusade: Kael'thas
Die Gang von Kael’thas.

Ausgebrannt: Zeit für Urlaub … in Karazhan

Über Wochen hinweg sah unser Progress-Alltag in Burning Crusade daher so aus:

  • Am ersten Abend der ID alle Bosse bis auf Vashj und Kael’thas legen.
  • Danach dann Abend für Abend Vashj versuchen, bis sie schließlich lag.
  • Im Anschluss ging es dann bei Kael’thas weiter, bis auch der erstmals das Zeitliche segnen.
  • Zu guter Letzt möglichst vielen Spieler die beiden Endboss-Kills ermöglichen, da man diese für die nächste Tier-Stufe benötigte.

Was sich jetzt recht leicht herunterschreiben lässt, erforderte damals enorm viel Energie und Zeit. Die Gilden- und Raidleitung sprach ständig über Strategien, Raid-Setups und Verbesserungsmöglichkeiten, sie organisierte und unterstützte, damit alle bestens vorbereitet in die Kämpfe gingen. Sie motivierte, wenn andere keine Lust mehr hatten, kämpfte aber auch selbst mit Frust und Wut im Bauch.

All das forderte bei mir irgendwann seinen Tribut. Als Vashj und Kael lagen, war die Freude und der Stolz auf die Gilde zwar groß, aber ich merkte auch, dass ich eine Pause und Abstand zum Raid-Progress brauchte. Also trat ich zurück. Spielte einige Zeit kein WoW. Kehrte mit einem Twink dann aber auf die Scherbenwelt zurück, um einer sympathischen kleinen Gilde dabei zu helfen, durch Karazhan zu kommen.

Später half ich dann im Tier-6-Content von TBC als Heiler bei Godmode recht regelmäßig aus. Zum Start von Wrath of the Lich King war ich dann wieder voll am Start. Nur Gilden- und Raidleiter, das wollte ich nie wieder sein – ein Vorsatz, der bis heute gilt. Könnt ihr das nachvollziehen? Eine weitere Anekdote von mir findet ihr hier: Vor MeinMMO – Als das Geld knapp war, schrieb ich Geschichten über schlüpfrige Superhelden

Ein MMORPG zu Monster Hunter war so absurd schwer, dass die härtesten Kreaturen in Wilds wie kleine Pudel wirken

Monster Hunter hat schwierige Kämpfe, auch wenn viele Veteranen der Reihe finden, dass moderne Titel zu leicht sind. Die wohl schwierigsten der Reihe gab es aber in keinem Hauptteil, sondern in einem vergessenen MMORPG, das wir uns in unserer MMORPG-Themenwoche genauer anschauen.

Um welches Spiel geht es? Monster Hunter Frontier war ein MMORPG, das 2007 als PC-Spiel in Japan erschien. 3 Jahre später gab es die Xbox-360-Version und im Verlauf der Lebenszeit erschienen noch andere Konsolenversionen und Server für Südkorea und Taiwan.

Im Kern ist das Spiel eine MMORPG-Version des klassischen Monster-Hunter-Gameplays. Es gab keine Open World, aber die bekannten Quests, die man mit bis zu 4 Leuten erledigen konnte. Das MMORPG lief 12 Jahre lang, bis es 2019 eingestellt wurde.

Zwar ist dieses Spin-off ein recht vergessener Eintrag der Monster-Hunter-Reihe, doch es hat neben 2 außergewöhnlichen Waffenarten und neuen Mechaniken auch die absurdesten und schwersten Monster der ganzen Monster-Hunter-Geschichte.

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Monster Hunter Frontier GG – Trailer zu Capcoms MMO

Es geht immer schwerer

Was ist das Besondere an den Monstern? Das Spiel beinhaltete 152 große Monster. Anfangs sind die auch noch recht bekannt, in unzähligen Quests kann man sich neuen und alten Monstern stellen. Dabei levelt man seinen Jagdrang. Schon auf Level 2 trifft man dann aber die mächtigen Drachenältesten, die in den regulären Spielen eher im Endgame auftauchen.

Auf Jagdrang 2 kann man in Frontier schon gegen Chameleos, Teostra oder auch Fatalis kämpfen. Neben diesen bekannten Kreaturen gibt es aber auch neue Monster. Der Espinas wurde etwa erst hier, in der 2. Season, eingeführt, bis er in Monster Hunter Rise: Sunbreak zurückgekehrt ist.

Monster Hunter Frontier Rüstungen
Genretypisch craftet ihr euch aus den erjagten Monstern auch neue Rüstungsteile.

Schon bei den regulären Monstern trifft man auch interessante Mechaniken, wie beim Gasurabazura. Das Monster arbeitet mit Giftblasen, Treibsand und kombiniert beides. Schon in den ersten Queststeilen die Monster enormen Schaden aus, der euch schnell erledigen kann. Das Monster namens Unknown hat dabei sogar 5 Wutstufen und verschiedene Fähigkeiten, die Aspekte mehrerer Monster kombinieren.

Hierbei gibt es auch die bekannten Stufen: Low-Rank, High-Rank und G-Rank (in World als Master-Rank bezeichnet). Je nach Rang der Quest werden die Monster dann immer schwerer. In Monster Hunter Frontier kommen aber noch weitere Ebenen hinzu.

Man kann den Schwierigkeitsgrad der Quests anpassen

In Monster Hunter Frontier, könnt ihr gewisse Quests noch schwieriger machen, wenn ihr den Modus auf Hardcore setzt. Wie Gorguinni in seinem YouTube-Video erklärt, sind das nicht einfach nur bekannte Monster, aber schwerer – dieser Modus verändert die Monster.

Sie werden stärker, erhalten neue Moves und sehen auch anders aus. Durch den Hardcore-Modus werden auch einfache Monster zur großen Bedrohung, die euch gerne mal one-shotten kann. Doch die Hardcore-Monster sind nur der Anfang. Mit dem Update Monster Hunter Frontier Forward.5 kamen die Supremacy-Varianten ins Spiel.

Das Grindfest vom 21. bis 27. Juli
In dieser Woche erwarten euch jeden Tag spannende Artikel rund um das Thema MMORPG. Mit dabei: eine Zeitreise durch die Geschichte der Online-Rollenspiele, aber auch nostalgische Rückblicke, Streaming-Abende, Interviews, Kolumnen und Analysen.

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Die erinnern ein wenig an die gehärteten Varianten. Das sind spezielle Versionen der Monster, die noch stärker sind als die Hardcore-Varianten. Es gibt zwar nur 6 Supremacy-Varianten, die haben es aber in sich.

Das Supremacy-Teostra ist eine leicht goldene Variante, die noch mehr Schaden verursacht und dessen Feuerangriffe noch größer sind. Außerdem kann es einen Feuertornado um sich herum beschwören und wenn es wütend ist, brennt die eigene Lebensleiste ziemlich schnell weg, weil es sich mit Feuer umgibt (via Monster Hunter Wiki).

2016 kam mit Monster Hunter Frontier Z ein neues Update ins Spiel, das noch eine härtere Monster-Variante ins Spiel gebracht hat: Die Zenith-Monster.

Die Spitze der Nahrungskette

Was sind Zenith-Monster? Die Zenith-Monster sind nicht einfach nur Monster mit mehr Schaden, Leben oder größeren Angriffen, sie denken die Monster und das Element neu. Ein gutes Beispiel ist das Zenith-Rathalos.

Das Zenith-Rathalos kann Kombos machen und kämpft eher in der Luft als am Boden. Zudem kann das Zenith-Rathalos seine Flügel und den Schweif mit Feuer überziehen. Wenn Zenith-Rathalos auf den Boden stampft, entstehen kleine Feuersäulen (via Monster Hunter Wiki).

Das Härteste daran ist aber, wenn man anfängt, zu brennen. Man verliert bei ihm nicht nur Leben, sondern Teile der Lebensleiste. Ein anderer neuer Effekt von Zenith-Monstern wäre die verbesserte Eispest, die nicht nur kontinuierlich die Ausdauer herunterzieht, sondern euch einfriert, wenn ihr keine Ausdauer mehr habt.

Zenith Rathalos Trailer
Wie bedrohlich das Zenith-Rathalos aussieht, konnte man in einem Trailer begutachten (via YouTube).

Zusätzlich dazu gibts es hier noch verschiedene Zenith-Ränge, die bei erhöhtem Rang auch den Schaden und die Elementeffekte erhöhen. One-Shots sind auch auf diesen Rängen garantiert, denn es gibt Angriffe, die euch zu 100 % töten, wenn ihr getroffen werdet – egal, wie gut eure Rüstung ist.

Wer sich nach den Zenith-Monstern weiter quälen möchte, kann sich noch mit den Extreme Individuals anlegen. Das sind 10 neue Versionen bekannter Monster, die es in sich haben. Hier muss man genau wissen, was man tut, weil jeder Angriff potenziell tödlich ist.

Das Blinking Nargacuga ist ein gutes Beispiel: Es hat mehr Reichweite und es kann giftige Stacheln vom Himmel regnen lassen. Außerdem kann es in dieser Variante Klingenstrudel erschaffen, die Jäger einsaugen und dann töten (via Monster Hunter Wiki).

Warum sind diese Varianten so spannend? Das Interessante an den Monstern in diesem Spiel ist, dass sie nicht einfach nur bessere Stats bekommen haben. Man hat sich Gedanken gemacht, wie man die Movesets verändern und spannende neue Effekte einbringen kann.

Dabei kamen mächtige Monster heraus, die man leider nicht mehr offiziell bekämpfen kann. Immerhin hat es der Espinos in die Hauptreihe geschafft, also ist wohl nichts unmöglich. Auch ein anderer Fanliebling ist zurück: Nach 16 Jahren kehrt der legendäre Lagiacrus endlich zurück zu Monster Hunter – Jetzt habe ich Angst, dass er die Erwartungen nicht halten kann