Beim SF-MMORPG WildStar steht mit den Aufträgen ein neues Features auf dem Speiseplan. Im Interview stellt Carbine das Feature vor. Und Überraschung: Es klingt sehr nach World of Warcraft.
Orientierte man sich anfangs bei WildStar an einem längst vergangenen World of Warcraft der 40er-Raids und der knallharten Zugangsquests, scheint man mittlerweile vom eher modernen WoW zu lernen. So wird in einem Interview mit der US-Seite mmorpg.com deutlich, was hinter den neuen „Aufträgen“ steckt: Es ist letztlich ein anderes Wort für „täglichen Quests“, die bekannten „Dailys.“ Es sollen Spielinhalte sein, die WildStarianer dazu verleiten, täglich einzuloggen und ein Stück voranzukommen.
Es sind nicht zusammenhängende kleine Aufgaben. Spieler können darin wie aus einem Menü wählen und möglichst welche aussuchen, die sie interessieren und die sich überlappen.
Die Aufträge sollen Spaß für jedermann sein und ordentliche Belohnungen bringen
Als Belohnungen winkt beim Abschluss eines Auftrags-Zyklus dann Ausrüstung, die man sonst in Veteranengruppeninhalten finden würde oder niedrigstufiges Raid-Gear. Aber auch Spielzeug, Mounts oder die neuen Gefährten sind über das System zu erhalten. Die Entwickler rechnen damit, dass es eine Beschäftigung für jedermann sein kann. Spieler könnten sich durch das fleißige Absolvieren der Aufträge ausrüstungstechnisch auf die Raids vorbereiten. Auch Raider könnten sie nutzen, um für eine Zweitspecc die passende Ausrüstung zu finden.
Mit 40 Aufträgen möchte man starten und mit der Zeit weitere neu dazu bringen.
Wird das System diesmal funktionieren?
Mein MMO meint: Das Original-World-of-Warcraft hat sich mittlerweile von dieser Art Daily-Quests wieder entfernt, nachdem man sie mit der ersten Erweiterung The Burning Crusade einst etablierte. Es wird interessant sein, ob es Carbine mit dem neuen Ansatz gelingt, die größte Schwäche dieser Daily-Quests zu beseitigen: Sie waren für ein MMORPG oft zu trivial und banal. Fühlten sich in der Vergangenheit häufige wie eine lästige Pflicht an. Es war mehr so, als erledige man täglich dieselbe Hausarbeit als wirklich ein Spiel zu spielen und Abenteuer zu erleben.
Andererseits weisen sie Vorteile auf: Sie bringen Content-Häppchen, die Spieler nach ihrem eigenen Zeitplan verzeheren können. Sie versorgen Spielern mit einer Struktur und klaren Zielen. Bei World of Warcraft wird genau dieses Fehlen von kleinen Zielen im Alltag gerade beklagt. Mit der neuesten WoW-Erweiterung Warlords of Draenor fielen die täglichen Quests, wenigstens zu größten Teilen, aus dem Spiel.
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