Die Telekommunikationsunternehmen, kurz Telcos, fordern die Abschwächung der Netzneutralität. Anders sei 5G nicht möglich.
Immer mehr Spiele gehen in Richtung Mobile. Entweder durch eine zusätzliche App wie in Black Desert oder als eigenständiges Spiel, wie zum Beispiel Pokémon GO. Somit sind auch wir MMO-Spieler von der Forderung dieser Unternehmen betroffen.

Zu diesen zählen bekannte Namen wie: Vodafone, Deutsche Telekom und Nokia. Insgesamt sind es 17, welche das 5G-Manifest nach Brüssel schickten. Zusammengefasst steht dort, dass für eine Technologie namens „Network Slicing“ die bisherigen Regelungen zur Netzneutralität nicht geeignet seien.
Was ist 5G?
Das G steht letztlich nur für eine „Technik-Generation“, 3G meint UMTS, 4G LTE und 5G NGMN.
Meinen tun sie alle das Gleiche: Datenübertragung über den Mobilfunk. Und jede Generation ist entsprechend schneller als die vorherige. 5G ist dabei noch immer in der Entwicklung, erst 2020 kann man damit rechnen. Dennoch wird es auf Messen bereits heute vorgestellt, die Telekom erreichte so zum Beispiel bis zu 70 Gbit/s als Verbindungsgeschwindigkeit.
Da man noch daran arbeitet, wandte man sich an die EU. Manche der Forderungen sind noch normal und zu erwarten. Zum Beispiel der Bedarf nach einer einheitlichen Regelung der Emissionsgrenzen elektromagnetischer Signale. Allerdings wird ebenfalls erwähnt, dass mit den bisherigen Regelungen zur Netzneutralität 5G finanziell zu riskant wäre.

Was ist Netzneutralität?
Netzneutralität bedeutet letztlich, dass die Service-Anbieter keinen Dienst bevorzugen oder benachteiligen dürfen. Ein Unternehmen, wie etwa Netflix, kann also nicht versuchen, besonders “schnelle Kanäle” zu kriegen, indem es dafür Geld an die Anbieter bezahlt. Dadurch haben “kleinere Firmen oder Start-Ups” nach wie vor eine Chance, mit den großen Riesen zu konkurrieren.
Die Regulierungsbehörde BEREC hat einen Entwurf vorgelegt, der Netzneutralität garantieren soll und der den Telcos nicht sehr zusagt. Denn nach diesem Vorschlag ist es den Providern untersagt, dem Kunden den Zugang zu Teilen des Internets zu sperren.
Nehmen wir zum Beispiel Entertain der Telekom. Es handelt sich hierbei um einen Videostreaming-Dienst. Zu Zeiten der Drosselung hat die Telekom das Volumen von Entertain nicht mit angerechnet. Man musste keine Sorge haben, dass durch die Nutzung dieses Dienstes die Internetgeschwindigkeit verringert wird. Im Gegensatz zu Angeboten der Konkurrenz: Amazon Video, Netflix, Maxdome etc.
Nach dem Entwurf der BEREC wäre genau das untersagt. Wenn ein Internetprovider einen eigenen Dienst anbietet, dürfen vergleichbare Angebote der Konkurrenz nicht ausgeschlossen oder irgendwie in ihrer Qualität vermindert werden. Und eine derartige Regel ist laut den Telekommunikationsunternehmen zu einengend für 5G.
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