Bei der europäischen Free-to-play-Version von AION möchte Gameforge in Zukunft mit der neuen Videoreihe “Ask AION” die relevantesten Fragen aus der Community beantworten. Ein Schritt, um endlich mehr Transparenz zu zeigen?
Nic, der Product Director von AION Europe, machte dabei den Anfang und stellte sich im ersten Video den häufigsten Fragen, die bei Twitter mit dem Hashtag #askaion gekennzeichnet wurden.
Dass Gameforge bei einigen Spielern einen zweifelhaften Ruf genießt, ist auch den Verantwortlichen nicht entgangen. So hagelte bei so manchem Tweet Kritik, mit der der Product Director sehr humorvoll umging
#askAION Why does GF appear so damn greedy, incompetent and unsupportive in anything regarding Aion EU? Does none of you realize this?
— Rens Rikkerink (@Ikkerens) 30. November 2014
Er betonte, dass es sich hier eben um ein Unternehmen handele, dass auf Umsätze angewiesen sei. Wie sonst könnte man die Mitarbeiter bezahlen und die ganzen anderen Kosten decken? Allerdings ist es Gameforge wichtig, dass die Spieler nicht den Spaß am Spiel verlieren würden. Mit mehr Spielern hätte man auch mehr Möglichkeiten und aktuell, so versichert Nic, ginge es AION sehr gut und NCSoft, der koreanische Entwickler, sei sehr zufrieden mit der Arbeit in Europa.
[intense_blockquote color=”#f2f2f2″ author=”Nic, Product Director Aion Europe”]Ich kann Euch versichern, dass Aion nicht am sterben ist (…). Es gibt keine Absichten, den Spielbetrieb einzustellen.[/intense_blockquote]
Patch 4.7 kommt erst im März 2013

Ein sehr sensibles Thema, das innerhalb der Community momentan für viel Zündstoff sorgt, fehlte natürlich nicht: Der Release des großen Content-Patches 4.7., der neue Zonen, großflächige Belagerungsschlachten, Instanzen und vieles mehr bringt.
Vor allem im Vergleich zu den anderen Versionen hinke man um mehrere Monate zurück, was die europäischen Spieler immer mehr beunruhigt. Die Begründung liegt hier bei der Übersetzung. Im Gegensatz zu allen anderen Publishern müsse Gameforge das Spiel in 7 verschiedene Sprachen übersetzen. Der Arbeitsaufwand, um dies zu bewerkstelligen, sei enorm, heißt es. “Wir sitzen hier nicht die ganze Zeit auf unseren faulen Hintern und hoffen, dass das Update erscheint (…), sondern arbeiten sehr hart, um es so früh wie möglich zu schaffen”.
Wer das Video selber nochmal sehen und darüber hinaus auch etwas über Events, Server-Merges und einen Hack-Shield-Client erfahren möchte, kann sich hier das Video anschauen:
Mein MMO meint: Erst einmal ist es positiv, dass Gameforge sein Kommunikationsmodell überdenkt und sich in Zukunft verstärkt der Community widmen möchte. Gerade in der Vergangenheit war es mit der Transparenz immer so eine Sache und die Spieler hätten sich oft mehr Offenheit gewünscht – ob nun bei TERA, Runes of Magic oder Aion. Und wenn man sich SOE anschaut, allen voran mit H1Z1, Everquest, Landmark und Co, wird deutlich, dass eine intensive Kommunikation mit der Community Gold wert sein kann. Das Video macht auf jeden Fall einen guten Eindruck, auch wenn nicht alle Spieler mit den Antworten zufrieden sein dürften.
Im offiziellen Forum und bei den YouTube-Kommentaren sind die Spieler verärgert darüber, dass Patch 4.7 erst im März erscheinen soll. Die Begründung, dass es an den Übersetzungen liege, akzeptieren die meisten nicht einfach so. Denn hier gibt es einen Widerspruch: Wenn Gameforge so wichtig ist, dass der Spielspaß nach wie vor vorhanden bleibt, wieso lässt man dann zu, dass es fast ein halbes Jahr längert dauert als zum Beispiel in Amerika – hat man sich mit den Sprachen vielleicht übernommen? Wieso schaffte es Gameforge jüngst bei TERA das große Update “Fate of Arun”, bei dem sicherliche viele Textpassagen übersetzt werden mussten, schneller als der amerikanische Publisher EnMasse zu veröffentlichen? Es handelt sich hier sogar um ein Tochter-Unternehmen des Entwicklers. Zugegeben: Die Auswahl an Sprachen ist bei TERA etwas geringer, aber man fragt sich dennoch, wo der Hund begraben ist.
Bei NCSoft in Amerika ist das Update Anfang November erschienen. Im folgenden der Invasion-Trailer 4.7, um zu sehen, worauf die europäischen Spieler noch mindestens 3 Monate verzichten müssen und ein Gespür dafür zu bekommen, warum sie mit der Verzögerung nicht ganz so glücklich sind:
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