Destiny Probleme beim Einloggen: PSN und XBox Live haben über Weihnachten DDOS-Probleme (Update: Kim Dotcom hat Krise wohl gelöst)

Wer über die Feiertage Konsolen-Spiele im Offline-Modus, wie etwa Destiny, spielen möchte, sieht sich mit ernsthaften Einschränkungen konfrontiert. Schuld ist wohl eine selbst ernannte Hackergruppe.

Für Heiligabend, den 24. Dezember, zur US-Abendzeit und auch für den ersten und zweiten Feiernachtstag hatte eine Gruppe von tja … Personen, die danach trachtet, über ihren Twitteraccount berühmt zu werden, angekündigt, man werde das Playstation Netzwerk PSN und das XBox-Netzwerk XBL lahmlegen. Das ist ihnen zumindest zeit- und teilweise gelungen.

Ohne diese Netzwerke können sich Spieler nicht neu in Online-Konsolengames wie etwa Destiny einloggen. Wer einmal eingeloggt ist, sollte von den Attacken nichts mitkriegen.

Der ersten Gruppe ist dann eine zweite Gruppe entgegentreten, die ihren Twitteraccount dadurch populär machen will, dass man die erste Gruppe „zur Strecke“ bringt (und die es wohl auch auf Spenden oder ein Jobangebot abgesehen hat).

Die erste Gruppe macht das jetzt schon fast ein halbes Jahr, die zweite Gruppe seit einem Monat. Da geht es hin und her. Es kann keiner so recht nachprüfen, ob diejenigen, die das für sich beanspruchen, wirklich etwas mit den realen Auswirkungen tun haben und ob die selbst ernannten „Whitehats“ die anderen wirklich daran hindern …

Da gibt es äußerst seltsame Videos, Interviews und Beschuldigungen, angebliche Verhaftungen, Drohungen und so weiter. Eigentlich hat man auch schon vor Monaten gesagt, man hört damit auf, aber da ist man wohl auf den „E-Fame“-Geschmack gekommen und kommt davon nun nicht mehr weg.

Fakt ist: Die Netzwerke der Konsolen sowohl von Sony als auch von Microsoft haben heute mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Beide Unternehmen arbeiten an einer Lösung, wie sie etwa gegenüber Gaming-Seiten wie Polygon bestätigen. Dazu, woher diese Probleme rühren und wer dafür verantwortlich ist, äußert man sich nicht.

Auch wir haben uns dazu entschlossen, keine der beteiligten Gruppen zu erwähnen oder gar deren Twitter-Handle zu posten.

Auf der IP-Karte des Unternehmens Norse könnt Ihr das globale DDOS-Schiffe-versenken live in allerlei bunten Farben bewundern.

Update 9:00: In einer gleichsam überraschenden wie kitschigen Wendung der Ereignisse hat in der Nacht die „exzentrische“ Internet-Persönlichkeit Kim Dotcom den sogenannten Hackern angeboten, ihnen lebenslange Privilegien bei seinem Internet-Download-Service zu gewähren, wenn sie die Attacken gegen XBox und Playstation einstellen.

Kit Dotcom ist tatsächlich begeisterter Destiny-Spieler, auf der XBox One (2 31er Warlocks, 1 30er Hunter) unterwegs und hatte wohl Bock auf eine Runde Destiny über Weihnachten (gut, den PR-Schub wird er auch genießen). Die Privilegien gelten nur so lange, wie die „Hacker“ die Füße still halten und nicht mehr die Netzwerke attackieren.

Die Hack-Angriffe haben vor einigen Stunden aufgehört, so die „Hacker“. Angeblich gibt es jetzt noch Aufräumarbeiten bei den Netzwerken. Das müsste bald wieder geben.

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