Schon wieder ist eine Woche wie im Flug vergangen und erneut wollen wir eure Meinung zu einem bestimmten Thema erfragen. Heute geht es um eine der großen MMO-Hoffnungen des letzten Jahres, und zwar WildStar. Mit hohen Zielen, überdurchschnittlichen Kritiken und einigen mutigen Entscheidungen ging es damals an den Start, um dann mangels fehlender Akzeptanz und aufgrund von gebrochenen Versprechen ganz schnell wieder in der Versenkung zu verschwinden.
Viele haben Interesse – aber bezahlen will kaum jemand
In den letzten Monaten gibt es kaum eine WildStar-News bei uns auf der Seite, unter der nicht mindestens ein Nutzer einen Kommentar im Stil von “Wenn es F2P wird schaue ich mal rein” oder “Letzte Chance: Machts umsonst!” verfasst.
Jetzt könnte man natürlich ohne groß zu überlegen sagen, dass ein F2P-Titel mehr Spieler bekommt, als eines mit Bezahl- und Abonnement-Modell. Kurzfristig würde das auch wohl stimmen – aber ist das die allumfassende Lösung, um ein Spiel noch aus der Versenkung zu wuchten? Würde man damit nicht die Gefahr eingehen, die – zwar zahlenmäßig wenigen – treuen Fans zu verprellen? Könnte es im Grunde dem Spiel und seiner Atmosphäre sogar schaden? Spieler benehmen sich oft deutlich unfreundlicher, wenn sie keine Konsequenzen fürchten müssen. Und wer sorgt sich schon um die Schließung eines Accounts, für den er ohnehin keinen müden Cent bezahlen musste.
Pro und Kontra – Ihr seid gefragt!
Cortyn: Aus meiner persönlichen Perspektive spricht vieles gegen ein F2P-Modell. Ich gehöre aber auch noch zur “alten Schule” und wenn man “F2P” und “MMORPG” in einen Satz bringt, dann klingeln bei mir immer noch die “Pay2Win”-Alarmglocken, auch wenn das nicht unbedingt der Fall sein muss.
Fakt ist aber auch, dass Carbine momentan durch das Abo- und CREDD-System Geld einnimmt. Wie viel und ob es ausreichend ist, überhaupt die laufenden Kosten zu decken, das können wir nur mutmaßen. Eine Umstellung dieses System würde diese recht sichere Einnahme aber erst mal gefährden.
Dawid: Ich habe ich mit Free2Play-MMOs größtenteils gute Erfahrungen gemacht, vor allem wenn sie vorher Abo-Spiele waren. Wenn ich da an TERA denke, hat der Wechsel des Bezahlmodells das Action-MMO aus der Krise geholt, sehr viele neue Spieler gebracht und zu meiner aktiven Zeit war von Pay2Win absolut keine Spur. Beim Community-Verhalten habe ich auch keinen Unterschied bemerkt. Es war sogar so, dass plötzlich alte Gilden-Mitglieder nach und nach zurückkamen.
Wenn ich dann noch relativ aktiv dabei bin, bezahle ich auch gerne mein Abo weiter und es bleibt alles wie bisher. Das habe ich sowohl bei SWTOR, Rift als auch TERA getan, die allesamt ein Hybrid-System anbieten. Ehrlich gesagt ist die Chance sehr gering, dass WildStar mit dem jetzigen Bezahlmodell nochmal so richtig aufblühen könnte. Meiner Meinung nach hätte es das Spiel aber mehr als verdient, denn ich denke nach wie vor, dass WildStar richtig gut ist und immer besser wird. Da stört es mich ungemein, wirklich sehr, wenn ich so gut wie jedes Mal(!) stundenlang in der Gruppensuche auf eine Einladung warten muss. Um wieder mehr Aufmerksamkeit zu erlangen, braucht es einen Neustart in den Köpfen der MMOler – mit einem hoffentlich fairen F2P-Modell.

Wie seht Ihr das? Kann sich WildStar mit dem aktuellen Modell noch etablieren? Würdet Ihr bei einer Umstellung auf Free-to-Play noch einmal reinschauen? Und was müsste sich bei so einem Wandel alles ändern?
Eine Alternative wäre noch das B2P-Modell, so wie es The Elder Scrolls Online zuletzt gemacht hat. Das Problem, das hier zutreffen könnte, ist, dass so ein Wechsel bei einem MMO mit großer Franchise zwar für Aufsehen sorgt, aber ist das auch bei einem Titel in einem neuen Universum so?
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