Wie Guild Wars 2 PvE-Spieler für PvP begeistern will

Guild Wars 2 ist noch nicht recht in der großen eSport-Welt angekommen. Das will ArenaNet mit Heart of Thorns allerdings ändern. Wie? Das verrieten Associate Game Director John Corpening, Competitive Event Manager Josh Davis und Stronghold-Designer Hugh Norfolk im ESL-Interview.

Nur 25.000 US-Dollar

Auf der PAX East stellten Publisher und Entwickler nicht nur die kommenden Features ihrer Spiele vor, wie beispielsweise Blizzard bei Overwatch, sondern es wurde auch wettkampfmäßig Guild Wars 2 gespielt. Gewonnen hat das europäische Team Orange Logo, die mit einem Preisgeld von 25.000 US-Dollar nach Hause gingen. Nicht viel, wenn man sich die Preisgelder von League of Legends, SMITE oder Dota 2 anschaut.

Als eSport noch nicht etabliert

Guild Wars 2 Stronghold

Einer der Gründe für die niedrigen Preisgelder, könnte in der Begeisterung für PvP in Guild Wars 2 allgemein liegen. Das möchte ArenaNet jetzt, nach einigen Problemen, GW2 als eSport-Titel zu etablieren, ändern. Die Lösung liegt auf der Hand: Mehr PvE-Spieler sollen sich auf dem Schlachtfeld gegenseitig die Köpfe einschlagen. Einfache Milchmädchenrechnung: Je mehr selber PvP spielen, desto größer ist die eSport-Community innerhalb von Guild Wars 2. Corpening, Davis und Norfolk sprachen in einem ESL-Interview genau über diese Thematik. Dabei ging er nicht nur auf vergangene PvP-Änderungen ein, sondern gab auch einen Blick in die Zukunft.

Mit Stronghold zum Erfolg

Guild Wars 2 Stronghold Minions

Das Zauberwort, dass im Interview immer wieder fällt, ist der neue Spielmodus Stronghold. Dieser Modus soll Conquest ablösen, da er nicht nur animiert und leicht zu verstehen ist, sondern gleichzeitig auch das Potenzial für kompetitives Spielen bietet. Warum? Ganz einfach: Der Modus erinnert sehr stark an das MOBA-Spielprinzip. Und das soll laut Corpening nicht nur alteingesessene PvPler begeistern, sondern auch PvEler und vor allem WvW-Spieler, wie interne Tests bestätigten.

Als Hauptgrund für die Begeisterung nennt er dabei die unterschiedlichen Rollen, die Spieler beim Festungsmodus einnehmen können. Man müsse nicht unbedingt der beste PvP-Kämpfer sein, um seinem Team zum Sieg zu verhelfen. Besonders Strategen, die sich gut mit der Karte auskennen und die Taktik der Gegner lesen könnten, würden hier voll auf ihre Kosten kommen. Unter dem Strich habe man etwas geschaffen, das mehrere Spielertypen anspricht. Die Vielfalt, eine Parte für sich zu entscheiden, tut ihr Übriges.

Es wird auf jeden Fall deutlich, dass ArenaNet viel von diesem Modus erwartet. Man habe in der Vergangenheit sehr viel für das PvP getan, es fast komplett verändert. Corpening spricht von einer „Evolution“ und Stronghold sei der nächste Schritt. Die Weichen wurden gelegt – nach mehreren Anläufen, in der eSport-Szene Fuß zu fassen, fehlt jetzt nur noch der Durchbruch. Wer das komplette Interview lesen möchte, wird auf eslgaming.com fündig.

Der Spielmodus wird mit Heart of Thorns veröffentlicht und es wird sich zeigen, ob es der Befreiungsschlag für das PvP in Guild Wars 2 und damit dessen eSport-Szene ist. Der erste teil von Guild Wars war zu seiner Zeit gefühlt präsenter und lieferte spannende Matches  – kann der der zweite Teil nachziehen?


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