Guild Wars 2 wäre wirklich, wirklich gerne ein eSport – schaut sich was von League of Legends ab

Das Fantasy-MMO Guild Wars 2 verstärkt seine Bemühungen, in Richtung eSport zu gehen. Anfang Dezember soll ein PvP-Patch das Matchmaking ändern und „schlechtes Verhalten“ bestrafen. Außerdem plant man ein internationales 50.000$-Turnier.

Wir haben schon öfter darüber berichtet: Vieles deutet daraufhin, dass ArenaNet sein Fantasy-MMO Guild Wars 2 in Richtung eSport lenken möchte – und zwar vehement. Diesen Weg verfolgt man im Dezember weiter. Für den 2. Dezember hat man jetzt einen großen Patch in Richtung Matchmaking angekündigt. Man will das PvP weiter verbessern und überarbeiten.

Hier orientiert man sich offenbar an League of Legends: Mit einem besseren Matchmaking sollen Teams gegeneinander antreten, die auf einem Niveau spielen. Die Idee ist es wohl, so eine Art Rangliste, eine „Ladder“, einzuführen, die man dann aufsteigen oder runterfallen kann. Außerdem will ArenaNet Verhalten wie „Ich hau mal mitten im Match ab, die nerven mich alle“ bestrafen. In den nächsten zwei Wochen sollen weitere Details bekannt werden.

Guild Wars 2Am 4.Dezember richtet man erneut ein großes Turnier, eine Art Weltmeisterschaft aus. Um 50.000$ soll es da gehen. Die vier besten Teams der Welt sollen gegeneinander antreten: Zwei aus China, eins aus den USA, eins aus Europa. Wieder wird man versuchen, es über Twitch zu promoten.

Mein MMO meint: Bisher waren die Versuche in die Richtung von wenig Erfolg gekrönt. MMOs haben es da schwer. Aber offenbar ist man bei ArenaNet fest entschlossen, zum eSport-MMO zu werden. Mit der flachen Item-Progression ist eine Basis da. Ob sich die Spiele gut verfolgen lassen und die Fans begeistern, ist eine andere Frage. Sicher steckt hinter der Entscheidung ein Interesse am asiatischen Markt. Der eSport ist wohl in Asien noch mal um einiges populärer als im Westen, aber … es wird in jedem Fall Content sein, vom dem nicht allzu viele Spieler etwas haben.

Die jetzigen Änderungen, soweit sie bekannt sind, scheinen sich vor allem darum zu drehen, das Erlebnis für die teilnehmenden Spieler besser und fairer zu gestalten. Genauso wichtig wäre es wohl, es für Zuschauer und Fans der Teams attraktiver zu gestalten.

Guild Wars 2

Twitch – das gelobte Land?

Der Streamdienst Twitch wird im Moment von so gut wie allen „großen Publishern“ als eine Art Schlaraffenland angesehen. Wenn man da erstmal drin ist, hat man’s geschafft. Jeder möchte „Top-Streamer“ für seine Spiele begeistern, die dann ihre Fangemeinschaft mitbringen und haufenweise Gratis-PR spendieren, damit man die nicht für teure Werbekampagnen ausgeben muss: Wozu einen 30-Sekunden-Spot im Abendprogramm spendieren, wenn ein Streamer das Game auch vier Stunden am Stück vor interessierten 30.000 Fans, seiner Community, spielen kann. Gerade eSport und Events würden hier einen Platz garantieren – aber den wollen viele.

Man wird sehen, wer mit dieser Strategie Erfolg hat. ArenaNet scheint im Rennen um die Twitch-Zuschauer im Moment wohl eher eine Außenseiterrolle einzunehmen.

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Quelle(n): massively
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