Bei Destiny sind auch die Spieler, die den DLC „Dunkelheit lauert“ gekauft haben, nicht glücklich damit, wie oft DLC-Strikes oder Story-Missionen in der Rotation sind. Auch das Angebot von Xur ärgert viele.
Als am 9. Dezember der erste DLC „Dunkelheit lauert“ für Destiny erschien, gab es bereits Beschwerden von Spielern, die den DLC nicht gekauft hatten: Denn der neue Strike „Wille von Crota“ wurde (wohl nicht zufällig) für den wöchentlichen Dämmerungsstrike und den wöchentlichen heroischen Strike ausgewählt. Und zu „Wille von Crota“ gab es nur mit dem DLC Zugang.
Dreimal Omnigul bisher
Ohne den DLC „Dunkelheit lauert“ konnten Spieler in dieser Woche keinen Dämmerungs-Strike unternehmen. Das sorgte damals für Ärger: Spieler fühlten sich gegängelt. Man streiche ihnen Content, der ihnen eine Woche vorher noch offenstand. Auch viele Spiele-Magazine kritisierten dieses Problem. Es wäre fair, den „Nicht-DLC“-Käufern alternative „klassische“ Strikes anzubieten.
Bei Bungie registrierte man das Problem, ging darauf aber nicht groß ein. Sagte nur, es würden auch wieder „Nicht-DLC“-Strikes drankommen.
Mittweile ist der DLC-Strike das dritte Mal in der wöchentlichen Rotation (drei von möglichen acht Malen) und ärgert durch dieses „zu häufige“ Vorkommen auch Spieler, die den DLC gekauft haben. Sie können ihn nicht mehr sehen. Das gleiche gilt für die neuen Story-Missionen. Auch die sollen, beschweren sich einige, zu oft vorkommen.
Herz des Problems ist Xur
Das eigentliche Herz des Problems ist allerdings Xur, der Agent der Neun. Der taucht jeden Freitag in Destiny auf und verkauft dort exotische Waffen und Rüstungen. Eigentlich als „zufälliger Händler“ wahrgenommen, bevorzugt Xur extrem die „neuen“ DLC-Items.
Da er in jeder Woche nur 4 exotische Gegenstände dabei hat, fällt diese DLC-Bevorzugung bei ihm stark ins Gewicht.
Zweimal Kein Land Ausserhalb, zweimal Drachenatem in sechs Wochen
Sind doch mit dem DLC nur 2 neue exotische Waffen gekommen, die er verkaufen kann. An „alten“ Exotics gibt es bei den Waffen hingegen 12, die er im Arsenal führt.
Darunter auch so begehrte Stücke wie die Gjallarhorn, Donnerlord oder die Suros Regime. Alles Waffen, die bei Umfragen nach der Qualität ganz oben rangieren.
Die beiden neuen exotischen Waffen, die er im Angebot führen kann, der Raketenwerfer „Drachenatem“ und das Scharfschützengewehr „Kein Land Ausserhalb“ sind hingegen eher im unteren Spektrum angesiedelt: Drachenatem mit Ach und Krach im Mittelfeld, „Kein Land Ausserhalb“ sogar ganz am Ende der Skala.
Doch genau diese zwei Waffen hatte er in den letzten sechs Wochen jeweils doppelt im Angebot. Von 14 möglichen Waffen traf es in 6 Wochen also 4mal dieselben. Und das sind beides die DLC-Waffen.
12 von 15mal DLC-Rüstung in den letzten 5 Wochen
Man könnte hier noch von einem Zufall sprechen, wäre es nicht bei den Rüstungen ähnlich gelagert. Auch hier sind die DLC-Rüstungen viel stärker in seinem Angebot vertreten als die „Vor“-DLC-Rüstungen und gerade seit dem Jahreswechsel zeigt sich das.
So füllte er in den letzten 5 Wochen von 15 Möglichkeiten 12-mal den Slot mit DLC-Rüstungsteilen. Und hier ist die Auswahl auch beschränkt: In den letzten 5 Wochen gab es für Titanen dreimal die DLC-Stiefel „Typ 44 im Abseits“, für Warlocks gar viermal die DLC-Brust „Sternenfeuerprotokoll“, bei den Jägern zumindest zweimal die Handschuhe „Fass mich bloß nicht an.“ Die anderen dreimal brachte er sozusagen „Unikate“: Obisidan Mind, Glasshouse und die Radiant Dance Boots.
Nun gab es auch vorher schon „Pechsträhnen“ für einzelne Klassen in Destiny bei Xur. So tauchte bei Titanen wiederholt die Brust „Heilrüstung“ auf, Warlocks waren gleich zweimal mit Pechsträhnen bei den „Sonnenbrecher“ und der „Leere Fangzahn Kleidung“ geschlagen.
Doch damals nahm man an, das seien eben Pechsträhnen, die zufällig erzeugt wurden. Jetzt sieht die Sache anders aus. Wenn in 4 von 5 Fällen ein DLC-Item angeboten wird, obwohl von denen viel weniger zur Auswahl stehen als von den „alten“ Exotics, dann fällt das extrem auf.
Und täglich grüßt das Xurmeltier
Besonders deutlich wird das in dieser Woche, weil das Angebot von Xur an diesem Wochenende (dem 30.1.) exakt dem entspricht, das er am 2. Januar dabei hatte. Auch damals führte er „Drachenatem“, „Typ 44 im Abseits“, „Sternenfeuerprotokoll“ und „Fass mich bloß nicht an“ bei sich. Und damals wie heute war „Wille von Crota“ der Nightfall.
DLC-Politik ärgert nicht nur „Nicht-Käufer“, sondern auch Käufer
Daher ist es im Moment so, dass sich Widerstand gegen diese vermeintliche Politik von Bungie richtet. Die Spieler sehen in der statistischen Bevorzugung von „DLC-Content“ eine Absicht von Bungie, den DLC zu verkaufen. An sich sei das auch verständlich. Doch dabei sei Bungie, beschweren sich viele, über das Ziel hinausgeschossen und schmälerten jetzt auch die Freude der Käufer an diesem DLC.
Von Bungie selbst gibt es kein Kommentar dazu, wie die „Rotation“ im Spiel, ob bei Xur oder den verschiedenen Strikes, ausgewählt wird. Aber es scheint offensichtlich, dass man hier an Parametern gedreht hat.
In einigen Wochen, im März, wird mit dem nächsten DLC „Haus der Wölfe“ gerechnet, dann könnte sich das Problem weiter verschärfen.
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