Beim Sandpark-MMORPG ArcheAge kommt es auch in Jahr 2 zu komplizierten Problemen, die darin begründet sind, dass das Handeln von Spielern in ArcheAge lang anhaltende Konsequenzen hat.
Der Neustart mit ArcheAge 2.0 stand bislang unter keinem guten Stern. Wie wir berichteten musste, der eigentliche Start um 24 Stunden nach hinten geschoben werden. Da es zu Einloggproblemen kam, hätten sich die wenigen Spieler, die auf die Server kamen, die besten Grundstücke sichern und dadurch lang anhaltende Vorteile gewinnen können.
Auch am letzten Wochenende kam es zu gravierenden Probleme. Durch einen Bug wurde die Abgabe einer bestimmten Quest nicht gezählt, wenn Spieler dabei noch auf ihren Reittieren saßen. Trion Worlds hatte keine Möglichkeit, im Nachhinein zu ermitteln, wie viele die Quest wirklich abgegeben hatte
Eigentlich kein großes Ding, sollte man meinen. Doch an dieser Quest hing ein wichtiger Fortschritt für die ganze Fraktion: das Aufbauen einer Basis an der Diamantküste. Davon hing wiederum das so wichtige Erobern von Festungen ab, denn erst bei Rang 3 erscheint in der Basis eine ganz bestimmte Werkbank, die dafür notwendig ist.
Also entschied man bei Trion Worlds, allen Fraktionen auf den neuen Servern und den Evolutions-Servern die Basis auf Rang 3 zu erhöhen.
Spieler verglichen die Aktion mit dem Chaos um Auroria. Einige forderten, die Basen nicht auf Rang 3 zu erhöhen, sondern den Fortschritt zu resetten, damit alle von vorne begännen. Die neuen Server wären noch nicht weit genug für die Burgen.
Die Community-Managerin von ArcheAge Linda Brasse fand deutliche Worte dafür „We fucked up.“ Sie verteidigte den Schritt, die Basen auf Rang 3 zu setzen. Man schulde es den Spielern, die viel investiert hätten, das gut zu machen und ihre Bemühungen zu respektieren.
Das Problem mit den Konsequenzen
Mein MMO meint: Das ist ein weiteres dieser typischen, komplizierten ArcheAge-Probleme, bei dem eine vermeintliche Kleinigkeit, wie das mit der Questabgabe, so große Wellen schlägt. Bei anderen MMORPGs würde man eine nicht funktionierende Quest mit einem Schulterzucken hinnehmen, irgendwann fixen, sich bei den Spielern entschuldigen. Es hätte einfach kaum Konsequenzen. Ob nun einer vor allen anderen das Höchst-Level erreicht, spielt auf lange Sicht keinerlei Rolle.
Durch die Zuspitzung von ArcheAge auf bestimmte Termine und Entscheidungsmomente, die über Monate hinweg die Struktur eines Servers beeinflussen, gibt es bei ArcheAge Schlüssel-Quests und Zeiträume, bei denen auf keinen Fall etwas schief gehen darf. Wenn dann etwas schief läuft wie beim Land-Rush, Auroria damals oder jetzt hier, dann zwingt das Trion Worlds zur Wahl zwischen Pest und Cholera.
Während andere MMORPGs solche schwierige Phasen einfach aussitzen können, weil in deren Welten nichts wirklich eine Konsequenz hat. Wenn in Final Fantasy XIV oder World of Warcraft Spieler kurzfristig einen Vorteil haben, ist das einfach egal. Wenn bei ArcheAge Spieler einen Vorteil haben, können sie den “permanent” machen, indem sie sich Festungen und Grundstücke sichern und praktisch auf ewig behalten können.
Die spezielle Natur, das Anderssein von Archeage, das so viele Vorteile mit sich bringt, führt immer wieder zu Problemen dieser komplizierten Natur.
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