Destiny ein letztes Mal im Gjallarhorn-Fieber – der Tag danach

Beim MMO-Shooter Destiny hat die Seite versagt, die eigentlich dafür zuständig ist, nur eine Info zu liefern: Verkauft Xur die Gjallarhorn? Woanders brechen alle Dämme oder die Skepsis aus.

Es gibt eine Seite im Netz, die nur dazu da ist, eine Frage zu beantworten: „Verkauft Xur die Gjallarhorn?“

Und die Frage beantwortet man mit einem riesigen „NEIN.“

Destiny-Gjallarhorn

Denn dieser unwahrscheinliche Fall ist bei Destiny schon seit Monaten nicht mehr eingetreten. Bis gestern hatte Xur nur ein einziges Mal, in der zweiten Woche nach dem Release, den exotischen Raketenwerfer dabei. Damals konnte keiner ahnen, dass sich Gjallarhorn zu DER dominanten Waffe im ersten Jahr Destiny entwickeln würde. „Ich geb doch meinen exo Slot nicht für einen blöden Raketenwerfer aus“, las man damals in Kommentaren.

In den Monaten danach stellte sich heraus, wie stark Gjallarhorn ist. Denn durch die Cluster-Raketen, die beim Abschuss der Gjallarhorn entstehen, richtet eine Rakete aus diesem Monsterraketenwerfer mehr Schaden an als alles andere im Spiel. Unter deutschen Fans hat sich der Raketenwerfer damit etwa den Spitznamen „Die goldene Brechstange“ verdient – nicht sehr elegant, aber man kommt damit durch pure Gewalt überall rein.

Destiny-Gjallarhorn

Als es langsam die Runde machte, wie stark das Ding ist, fragten Spieler häufig danach, ob Xur den Raketenwerfer denn diesmal dabei habe. Und da die Antwort immer gleich war „Nein, und hör auf zu nerven“, entstand die Webseite „isxursellinggjallarhorn“ mit der Daueranwort „Nein!“

Und das stand auch noch gestern da, 10 Stunden, nachdem Xur die Gjallarhorn wirklich dabei hatte. „Ihr hattet nur einen Job!“, lauteten Kommentare diesmal. Mittlerweile ist der Betreiber der Seite aufgewacht und hat den Text in „Ja!“ geändert und mit einem Gif versehen. Juhu!

Destiny-Yes

Heilige Scheiße, Xur verkauft Gjallarhorn

Der Tag, an dem Xur die Gjallarhorn verkaufte, der 14. August löste bei den Hardcore-Fans von Destiny Begeisterung, Unglauben, Wut oder eine Art Rauschzustand aus. Im Herz der Community, auf reddit, rief man Chaostage aus, der normalerweise gut moderierte Subreddit versank im Chaos, während sich Mauszeiger in Gjallarhorns verwandeln. Und auf Twitter war #Gjallarhorn kurzzeitig das Trending Topic.

Gaming-Magazine berichten über den ungewöhnlichen Vorfall bei Destiny mit Überschriften wie „Heilige Scheiße, Xur verkauft Gjallarhorn!“ (Kotaku), „Destiny Spieler jubeln: Xur verkauft Gjallarhorn“ (The Verge).

Destiny-Gjallarhorn

Aber ist das wirklich Zufall?

Bei Forbes ist man hingegen skeptisch: Man hat bei Bungie nachgefragt, ob da alles mit rechten Dingen zugeht. Ob das wirklich alles Zufall ist. Bei Bungie sagt man: Ja, alles Zufall. Xur ist ein Mysterium. Wir haben keine Ahnung, was er verkauft.

Mit der Skepsis ist man bei Forbes nicht alleine. Auch viele Spieler glauben, das extrem starke Inventar Xurs diene als „Lockmittel“, um vor den Live-Streams, die nächste Woche starten, Ex-Fans auf Destiny aufmerksam zu machen. Viele Fans vertreten die Meinung: Den Raketenwerfer Gjallarhorn verkauft Xur nur, da er ohnehin in einigen Wochen mit dem Start von König der Besessenen abgeschwächt wird. Sonst hätte Xur ihn nie rausgerückt.

Autor(in)
Quelle(n): ForbesPolygon
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