Drei Gründe, warum sich ArcheAge trotz allem lohnt

Das Sandpark-MMO ArcheAge hat in den vergangenen Wochen viel Kritik kassiert, aber es hat auch einige Pluspunkte zu bieten wie vorher nie gesehene Möglichkeiten im Crafting, die Bedeutung der Gemeinschaft und der Gilde und einen Schuss Wahnsinn.

ArcheAge hat in den letzten Wochen seit dem Release viel Kritik eingesteckt. Das meiste davon bezog sich auf Dinge im Umfeld des Spiels: Lange Warteschlange, Hacks, Cheats, Bots, Probleme mit dem Customer-Support. Und natürlich hat das Spiel auch im Design einige Probleme.

Dadurch dass aber nur über die negativen Seiten berichtet wurde (wenn auch völlig zu Recht), geht das verloren, was ArcheAge auch wirklich Neues und Interessantes in das westliche MMO-Klima bringt, das ausgelaugt ist von WoW-Klonen und lieblosen Free2Play-Gelddruckmaschinen.

Grund 1: Die Gemeinschaft ist wichtig

Wir haben schon darüber berichtet, dass die deutsche Gilde Impact zusammen mit ihren Bündnispartnern von Midgard die Black Pearl gebaut hat, ein großes Gildenprojekt, für das die Mitglieder zusammenarbeiten mussten. Das ist als Sinnbild dafür geeignet, dass die Community, die Gemeinschaft, in ArcheAge wichtig ist und man Spielern hier Möglichkeiten gibt, sich auszuleben und im Team was zu erreichen. Mit dem Start von Auroria in einigen Wochen wird das stärker werden, dann tritt auch das PvP in den Vordergrund.

Während auf der einen Seite die Community in ArcheAge nach außen oft feindselig wirkt, da die einzelnen Gruppen auf einem Server miteinander in Konkurrenz stehen und es dadurch zum Beispiel selten vorkommt, dass in einer Farmhöhle, in der Erze abgebaut werden, sich jeder an Benimmregeln hält, besteht doch intern in den Gemeinschaften eine ganz andere Atmosphäre und viele gewinnen daraus und aus dem Gefühl, Teil etwas Größeren zu sein, ihren Spaß an ArcheAge.

Grund 2: Handel, Housing, Handwerk sind mysteriös und tief

Ein erwähnenswerter Aspekt von ArcheAge, der über dem Trubel mit den Hacks und Cheatern leider viel an Reiz und Glanz verloren hat, ist das Handwerks-, Handels- und Housing-System im Spiel. Das ist wirklich tief.

Es ist eine Wissenschaft für sich und Spieler, die hier voll einsteigen möchten, können sich auf Wochen und Monate damit beschäftigen. Es gibt nur relativ wenige Möglichkeiten, sich außerhalb des Spiels darüber schlau zu machen, wie die einzelnen Berufe genau funktionieren. Das ist auch so geplant, denn die „erfolgreichen“ Spieler behalten ihre Geheimnisse gerne für sich wie Handwerksmeister früher ihre Tricks und Mysterien schützen. Hinter diese Geheimnisse in ArcheAge zu kommen, kann durchaus aufregend und befriedigend sein.

ArcheAge Zone
Freilich wäre das deutlich besser, wenn es nicht so viele Einflüsse von außen in dem Bereich geben würde.

Die Mechanik, die grundlegenden Ideen aber, was alles mit Crafting geht, dass man andere Sprachen lernen, Lieder komponieren, seine eigene Viehzucht aufmachen, das Monopol auf Schafwolle bekommen oder sonst was in ArcheAge treiben kann, ist da und muss gewürdigt werden. Es ist eines der ersten Spiele seit langem, bei dem Crafting, Handel und Housing nicht isolierte Mini-Games sind, die parallel zum „richtigen“ Spiel laufen, sondern tief in der DNA von ArcheAge verwurzelt sind.

Grund 3: Der Wahnsinn regiert

Als dritten Grund: ArcheAge ist wirklich anders. Es gibt Möglichkeiten, das eigene Siegel zu prägen, Bilder vom Rechner hochzuladen und in die Welt zu integrieren, Masken zu tragen, sich eine Box auf den Kopf zu setzen, und seinen persönlichen Stil auszuleben.

Hier freut sich zum Beispiel gerade der Joker darüber, dass er einen Thunderstruck Tree vorm Haus stehen hat, ein besonderes wertvolles Material, das entsteht, wenn ein Baum vom Blitz getroffen wird:


Mehr zu ArcheAge findet Ihr auf unserer Themenseite.

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