Eine neue Studie über die Entwicklungen auf dem Markt für Online-Spiel liefert in 2015 einige frische Erkenntnisse.
Eine Sache verrät uns mittlerweile jede Studie über den MMO-Markt: Free2Play-Angebote wachsen und nehmen immer mehr Geld ein. Klassische Abo-Games sind auf dem Rückzug.
Das kommt auch bei der neuesten Studie von Superdata über den MMO Markt 2015 heraus. Das Unternehmen lebt davon, Analysen zu erstellen und die dann an Entwickler zu verkaufen. Aber auch für interessierte Spieler gibt es einige Erkenntnisse und die völlig kostenlos.
Diese Dinge wussten wir schon über den MMO-Markt
Free2Play wächst also und wird wahrscheinlich immer weiter wachsen, während die Pay2Play-Modelle eher schrumpfen. Das wissen wir mittlerweile wahrscheinlich alle. Und wenn man sich die MMO-Nachrichten der letzten Monate ins Gedächtnis ruft, wie etwa zu WildStar oder TESO, dann kann man hier nur nicken.
Auch eine zweite Erkenntnis dürfte mittlerweile jedem MMO-Interessierten bekannt sein: Es kommt nicht nur darauf an, möglichst viele Spieler an ein Game zu binden, sondern es ist genauso wichtig, möglicht jeden zum „zahlenden Kunden“ zu machen. So heißt es auch in dieser Studie: League of Legends hat zwar eine größere Spielerbasis als etwa World of Tanks, die verdienten dafür pro Nase einfach mehr. Mit einer ähnlichen Aussage, die in Richtung “Ich könnte die Spielerbasis von LoL halbieren und den Profit verdoppeln” ging, hatte sich im August des letzten Jahres ein Analyst mal kurzzeitig den Zorn der Spieler eingehandelt.
Es gibt drei interessante Erkenntnisse aus dieser Studie
Was sagt uns die Studie also Neues?
Neue Märkte stehen auf Free2Play
Man braucht nicht mehr zwingend Nordamerika und Europa, um mit einem MMO Geld zu verdienen. Die neuen Märkte in Brasilien, Russland und der Türkei setzen auf Free2Play-Modelle und nehmen die entsprechenden Games freudig an. Das ist auch einer der Gründe für den Erfolg bei Free2Play.
Die Publisher suchen nach Möglichkeiten, in diesen neuen Märkten Fuß zu fassen und entscheiden sich für das Modell, das den meisten Erfolg verspricht: Free2Play.
In diesen Ländern gibt es kaum Konsolen. Die Leute zocken etwa in Internet-Cafés. Und hier glänzen traditionell Free2Play-MMOs.
Der größte Free2Play-Markt liegt nach wie vor in Asien. Hier haben die Publisher schon Pläne, ihre Geschäftsmodelle im Westen umzusetzen.
MOBAs wachsen im MMO-Segment am stärksten
MOBAs machen einen immer größeren Anteil an dem MMO-Markt aus. Auch wenn sie aus Sicht vieler Spieler „nicht wirklich zu den MMOs zählen“, unterscheiden die Studien etwa von Superdata nicht. Hier sind MOBAs eine äußerst erfolgreiche Unterkategorie und haben ihren Anteil in einem Jahr von 16% auf 24% gesteigert.
Für MMO-Spieler zählt die ganze Gaming-Branche, auch Blockbuster auf Konsolen
MMO-Spieler leben nicht auf der seligen Insel MMOistan und ignorieren, was draußen in der Gaming-Welt sonst noch passiert. Es wäre ein Fehler zu denken, dass MMO-Spieler sich nur für MMOs interessieren und dass für einen WildStar-Spieler nur WoW oder The Elder Scrolls Online interessant wären. Viele MMOler sind auf mehreren Plattformen unterwegs und registrieren deutlich, wenn ein Blockbuster irgendwo aufschlägt.
Auch wenn die MMO-Szene selbst in Richtung Free2Play schwingt, heißt das noch lange nicht, dass es dem Markt egal sein könne, wenn „große Titel“ konventionell auf den Konsolen erscheinen. Die wirken sich auf das Spiel- und Konsumverhalten der Zocker aus.
Letzteres konnte man etwa in den Raptr-Daten vom April sehen: Da sorgte GTA V auf dem PC dafür, dass die Machtverhältnisse kräftig durcheinandergewirbelt wurden.
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