World of Warcraft: Mobile-Games sollen Schuld am Abonnentenschwund sein

Sind Mobile-Games Schuld daran, dass immer weniger Gamer das MMORPG World of Warcraft spielen wollen?

Es ist ein Auf und Ab mit WoW. Er kürzlich verkündete Blizzard, dass inzwischen “nur” noch rund 7,1 Millionen “Abonnenten” aktiv das MMORPG spielen. Damit verlor das MMO drei Millionen Spieler in nur drei Monaten seit der letzten Meldung der Spielerzahlen. Drei Millionen Spieler innerhalb von drei Monaten zu verlieren ist viel. Woran liegt es, dass das einst so beliebte MMORPG immer mehr Spieler verliert?

Geht der Trend weg von komplexen MMORPGs?

Ein Artikel auf Marketplace.org nennt dafür zwei Gründe: Zum einen das Alter des Spiels und zum anderen den Trend hin zu Mobile-Games. WoW hat inzwischen elf Jahre auf dem Buckel und das merkt man dem Spiel an. Viele Mechaniken sind überholt, die Grafik ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Natürlich spielen noch immer sehr viele das MMO, mehr als manch anderes Onlinespiel. Und doch merkt man, dass die Zahl der Bezahl-Spieler stetig zurückgeht. Schaut man sich aber auf dem Markt um, dann kann kein anderer Genre-Vertreter einen solchen Erfolg wie WoW verbuchen – selbst modernere Spiele nicht. Klar, Free2Play führt zu vielen Registrierungen, doch die Zahlen aktiver Spieler werden meist verschwiegen.

World of Warcraft - Zukunft

Dafür zeichnet sich ein anderer Trend ab: Spiele mit kürzeren Spielzeiten wie beispielsweise MOBAs oder auch Mobile-Games gewinnen immer mehr Spieler. Laut Riot Games besitzt das MOBA League of Legends rund 90 Millionen aktive Spieler, das Casualgame Hearthstone: Heroes of Warcraft (auch auf Smartphones und Tablets spielbar) kann rund 30 Millionen Spieler vorweisen. Das sind Zahlen, von denen World of Warcraft und auch andere MMORPGs nur noch träumen können. Diesen Trend bemerken immer mehr Unternehmen. Kein Wunder wollen NC Soft, Konami und auch Nintendo verstärkt in den Casual- und Mobile-Games-Markt eintreten. Hier werden enorme Wachstumsraten für die kommenden Jahre erwartet.

Hearthstone-Mobile
Sehr beliebt auf dem Smartphone: Hearthstone. Eine neue Ära?

Bedeutet dies jetzt das Ende von World of Warcraft und MMORPGs im Allgemeinen? Sicher nicht in absehbarer Zukunft. Einige Entwickler versuchen auch bereits, MMORPGs auf dem Mobile-Markt durchzusetzen – bisher mit mäßigem Erfolg. Das Genre hat sich zwar etabliert, aber wie das eben immer so ist, gibt es ein Auf und Ab. Single-Player-RPGs beispielsweise hatten Mitte der 1990er ein enormes Tief und das Genre wurde schon totgesagt, bis es Baldur’s Gate 1998 wieder aufleben ließ. Vielleicht wird das Genre nie wieder zu den Glanzzeiten von den Anfangstagen zurückfinden, aber auch das wäre normal, denn als das Genre noch neu war, waren alle daran interessiert. Heute gibt es andere neue Genre oder Mischformen, die viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein gutes Beispiel ist Destiny – ein Ego-Shooter, der verstärkt auf MMO-Mechaniken setzt und damit sehr erfolgreich fährt.

WoW Cinematic
Ist hier jemand besorgt über den Mobile-Trend?

Auch deren Tage werden gezählt sein, bevor wieder etwas Neues auf den Markt kommt. So entwickeln sich Computerspiele immer weiter – vielleicht nicht in Richtungen, die sich Fans bestimmter Genre wünschen, doch so ist der nunmal der Lauf der Dinge.

Quelle(n): marketplace.org
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Bodicore

Mobilgames sind keine richtigen Games da könnte man auch gleich sagen alle Autofahrer sind schuld am Kundenschwund von WoW.
Das Spiel ist veraltet und es kommt nix bahnbrechend neues dazu was soll man nach den ganzen Jahren noch erwarten ? WoW steht immer noch verhältnismässig gut da Blizz kann zufrieden sein.

Zunjin

“Das sind Zahlen, von denen World of Warcraft und auch andere MMORPGs nur noch träumen können.”

Wenn man “nur noch träumen” verwendet, intendiert man bewusst, dass ein MMORPG jemals 30.000.000 bis 90.000.000 Spieler gehabt habe. Absurd.

Hopeless

Ich war nie WoWler, ich bin eher der buy2play- bzw. auch free2play-Spieler. Aber dort tritt mEn eine beobachtbare Entwicklung noch deutlicher zutage. Ein Versuch, das mal zu beschreiben:
Ein Spiel soll Gewinn bringen. Also machen die BWLer des Unternehmens eine Statistik, welche Spielergruppe mit welchen Spielgewohnheiten am häufigsten vorkommt bzw. am meisten spielt bzw. das meiste Geld im Spiel lässt.
Die Antwort: Solo-Spieler ohne großes Interesse an PvP oder Instanzen, die auch nicht durch schwere Quests gefrustet werden wollen.
Logische Konsequenz? PvP wird hauptsächlich als Werbemittel eingesetzt, Instanzen werden stiefmütterlich behandelt und einfacher. Die Questgebiete anspruchsloser mit weniger zu Entdecken drin.

Und damit haben wir den Logik-Fehler, den ich an meiner eigene Spielstatistik festmachen kann:
Zuerst habe ich Lotro nur solo gespielt und kaum Geld ausgegeben. Geblieben bin ich im Spiel aber, weil ich Leute zum gemeinsamen Quatschen/Spielen gefunden habe. Um in Instanzen mithalten zu können, muss man einen Char natürlich solo leveln und die Gebiete dafür zum Questen kaufen. Natürlich habe ich dann noch mehrere Twinks hochgezogen, damit man auch mal eine andere Klasse in der Instanz spielen konnte und viel Handwerk gemacht, um das beste Zeug herstellen zu können.
Und? In der Statistik tauche ich jetzt bestimmt auf als: “95% der Zeit Solo-Spieler, der die anspruchsvollen Quests auslässt mit starkem Fokus auf Handwerk, hat mehrere hundert Euro ausgegeben”
Im Spiel länger gehalten haben mich aber die 5% gemeinschaftliche Spielzeit (+ das Quatschen im TS während dem Solo-Leveln), sonst wäre ich ja längst zum nächsten Spiel weitergezogen.

Möbius

So sieht es aus. Man merkt auch dem Design heutiger MMOs sehr deutlich an, daß es nur um kurzfristige Gewinnmaximierung geht.

Michel

Mobile Games als Konkurrenz zu WoW… das wundert mich nicht und daran ist Blizzard auch selbst schuld.

m_coaster

Ich denke das Problem ist das die Spiele vergessen haben was Sie mal waren. In einer Komfortspirale, die dem Spieler immer mehr abnimmt, die das Gruppenspiel vernachlässigen, haben sich die Spiele selber abgeschafft. Der Kern warum viele Leute MMOGs spielen oder früher gespielt haben, ist irgendwie verloren gegangen.

Koronus

This

Bodicore

Ganz deiner Meinung ein MMO muss weh tun.
Wenn man nichts für den Erfolg machen muss sieht man keinen Fortschritt im Spiel und Fortschritt ist nun mal wichtig.

mmogli

das dachte ich auch ..bei einem anderen mmo 😉

Keupi

Ich habe ein aktives WoW-Abo und habe seit ein paar Tagen mal auf einem Privatserver angefangen. Das vorweg, weil ich persönlich die alles-muss-kostenlos-sein Mentalität nicht mag und den Betreiber/Produzent gerne für seine Arbeit entlohne. Ziel war das heutige WoW und das von damals (Version 1.12, also Classic) mal zu vergleichen, weil ich manchmal zu der früher-war-alles-besser Fraktion gehöre.

Ich mache es aber kurz und hatte erst einen Riesentext geschrieben, den ich aber nun zusammenfasse. Aus meiner Sicht heraus gibt es wenigstens 90% der Levelphase absolut keine Herausforderung. Von den Quests bekommt man auch kaum was mit, weil Questhelper und so kann ich die Leute verstehen, welche diese Levelphase hinter sich bringen wollen, weil das Spiel bis dahin kaum Spaß macht. Und gerade dieser Teil war doch schon früher für die Casuals(Ich hasse das Wort), aber doch nicht für geistig minderbemittelte Menschen(Sorry an die Gruppierung, soll keine Beleidigung sein). WoW ist in der Levelphase einfach viel zu leicht (inklusive 5er Dungeons) und bietet bis ins Endgame relativ wenig Spielspass.

Ich glaube WoW steht in direkter Konkurrenz zu den anderen MMORPGs und LoL. Der Teil der lieber Mobilegames spielt, dürfte verschwindend gering sein. Hoffentlich wird das Spiel nicht in die falsche Richtung entwickelt.

mmogli

wir haben doch keine zeit ..und da die” f2p nerds heuschrecken “die mmogs abgrasen..wirds nie mehr so sein wie früher . aber man muss mit leben , auch wenn man dann alleine eine gruppen quest machen kann .

KohleStrahltNicht

Ich glaube nicht das WoW so viele Spieler als Folge eines Mobilgames-Boom verloren hat.
Blizzard hat sich leider sehr weit vom Grundspiel WoW entfernt , gleichwohl auch von seiner Spielerschaft.
Es ist immer sehr einfach auf andere zu zeigen oder abzulenken , wenn man selber Fehler gemacht hat.
Ich habe mir aus Spaß einen ClassicServer angeschaut und weiß jetzt auch warum z.B die Levelphase und das Questen JETZT als Langweilig und als Qual angesehen wird.
Es ist heute nur noch ein durchlaufen und kein Abenteuer mehr.
Aber egal , ändern kann man es eh nicht …..
Blizzard soll sich mal mit ihren alten Designern unterhalten , die WoW-Classic programmiert haben und sich auf alte Werte konzentrieren.
Dann klappts vielleicht auch wieder mit den Fans!

sothasil

Siehe WildStar. Die Leute die dort sitzen waren an WoW Classic beteiligt.

KohleStrahltNicht

Wildstar hatte ganz andere Probleme.
Ich kann Wildstar nicht mit WoW vergleichen.
Genauso wenig Äpfel mit Birnen.
Wildstar ist zu überdreht , Gebiete zu überfüllt und das Setting vom Sci- Fi war meiner Meinung nach falsch gewählt.
Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache das die neuen WoW- Designer ein neues WoW modelliert haben und vergessen haben was WoW war …..
Sie haben vieles nach WotLK Falsch gemacht und sehen ihre Fehler nicht.
Der größte Fehler war doch die Levelphase mit ihren Quests so zu entwerten , daß es als Qual angesehen wird und nicht mehr als Herausforderung.

mmogli

und das war gut so 😉 oder must du in wod fragen ob wer helfen kann bei einer gruppen quest in der lvlpahse ?

Gorden858

Nein, aber musste ich das in Classic? Habe die Gruppenquests immer ignoriert. Ging ja eh immer nur darum irgendeinen Mob, der mehr HP hatte und mehr dmg machte umzuzergen. Und die Belohnung dafür war auch meist nicht besonders spannend. Dafür dann das eigentliche questen zu unterbrechen und Leute zu suchen, war es in meinen Augen nie wert. Weiß nicht, wo das besser war.

Blasur

Viele MMOs verändern ihre form des Spieldesign und schmeißen eine Spieler Schicht nach der anderen aus ein Spiel.
Auch versuche viele Spiele Hersteller,ihe Form der Vorstellung wie man ein Spiel bedient und Spielt umzuerziehen.

Das ist wohl große Mode und Wundern sich warum immer mehr gehen aber Denken sich die kommen alle wieder zurück 😀

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